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Weltweit als Drescherfahrer unterwegs: Mit dem Drescher um die Welt


Stark - epaper ⋅ Ausgabe 4/2019 vom 18.06.2019

Der Spanier Martí Canadell hat in den vergangenen Jahren seinen großen Traum gelebt und in einige Kornkammern dieser Welt Getreide gedroschen. Trotz anfänglicher Hürden und großer Sprachbarrieren war er bis heute in Kanada, den USA, Australien, Tasmanien und Spanien im Einsatz. Taucht ein in seine einmalige Geschichte…

Artikelbild für den Artikel "Weltweit als Drescherfahrer unterwegs: Mit dem Drescher um die Welt" aus der Ausgabe 4/2019 von Stark. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Stark, Ausgabe 4/2019

Im Jahr 2017 hat Martí in seinem Heimatland Spanien eine Vorführtour für die neue S700-Serie von John Deere gefahren. Von allen Dreschern, die er bereits fuhr, hat ihm diese Maschine am besten gefallen.


Martí Canadell aus Katalonien (Spanien) ist 26 Jahre jung und hat bereits in drei von ...

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... sieben Kontinenten dieser Welt Getreide gedroschen.


Profil

Name: Martí Canadell

Alter: 26 Jahre

Herkunft: Katalonien (Nordspanien)

Beruf: Student für landtechnischen Maschinenbau

Lieblingsdrescher: S700 von John Deere

Instagram: marticanadell

Keine Pause: Im Norden der USA wird im September bei bis zu - 5 °C alles geerntet, was geht. Das rutschige Blechkleid und Eisklumpen im Einzugskanal werden dabei zur Herausforderung.


Auf Achse: Das Team von BT-Harvesting reist mehr als 35 000 km pro Jahr in Kolonne!


Auch nicht alltäglich: Hier wurde Martí bei der morgendlichen Maschinenpflege von einem Waschbären begrüßt.


Was als Traum beim Youtube-Video schauen im Jahr 2014 begann, hat sich bei Martí Canadell (26) aus Katalonien (Nordspanien) zu einer einmaligen Geschichte entwickelt. „Während meiner Schulzeit habe ich mir einen Clip über eine Erntekolonne in den USA angesehen, die mehr als 30 000 km zurücklegten. Dieses Video hat mich fasziniert und einen Traum in mir geweckt“, blickt Martí zurück.
Ein Problem stand ihm allerdings im Weg, weiß der heutige Maschinenbau-Student zu berichten: „Ich konnte kein Englisch. Von 24 angeschriebenen Druschkolonnen in den USA haben mir zwar drei geantwortet, aber auch alle erklärt, dass ich zuerst die amerikanische Fahrerlaubnis erwerben müsse. Und dafür war mein Englisch definitiv zu schlecht.“ Doch Ziele können Berge versetzten, woraufhin Martí erst privaten Nachhilfeunterricht nahm und anschließend für zwei Monate auf einen landwirtschaftlichen Betrieb nach Irland ging, um Englisch zu sprechen.
Da Martí in seiner Heimat bereits Erfahrungen bei einem Lohnunternehmen im Mähdrusch gesammelt hatte, konnte es anschließend mit den Grundkenntnissen der englischen Sprache im Gepäck losgehen: Martí flog in die USA, um sich den fünf Multiple-Choice-Tests zum Erlangen der Fahrerlaubnis zu stellen. Mit zitternden Knien hat Martí auch das im zarten Alter von 22 Jahren gemeistert und ist seinem Traum damit ein Stück nähergekommen.

Zum Anfassen nahe

Mit der Fahrerlaubnis in der Tasche hatte Martí den Weg geebnet. Tatsächlich fand er dann auch bei einem der zuvor kontaktierten Unternehmen einen Job, bei „BT Harvesting“. Deren Erntekolonne drischt über 10 000 ha mit drei Dreschern, einem Traktor und sieben Lkw!
Dabei reist die Kolonne durch neun Staaten in den USA und durch zwei Regionen in Kanada – über 35 000 km legt das Team dabei zurück, genau nach Martís Vorstellungen.

Andere Länder, andere Dimensionen: In Kanada machte sich Martí mit anderen Größen als zu Hause vertraut. Hier ein John Deere 8850 Knicklenker mit Drillingsbereifung.


Schöne Weihnachten: Als seine Freunde und Familie 2018 besinnlich die Weihnachtstage verbrachten, schickte Martí ihnen dieses besondere Selfie zu.


Beim Überqueren der Grenze zwischen Kanada und den USA müssen die Maschinen akkurat gereinigt werden. Sechs bis acht Stunden gingen dabei schnell drauf.


Mit viel Herzblut engagierte sich der Spanier vor Ort: „Einmal haben wir 36 Stunden durchgearbeitet, weil Regen drohte“, blickt er zurück. Spannende Erfahrungen machte er auch beim Überqueren der Grenze von den USA nach Kanada: „Dort darf nicht ein Getreidekorn im Drescher zu finden sein; die Maschinen werden beim Grenzübertritt komplett gefilzt. Einen halben Tag lang haben wir die Maschinen dafür klinisch gereinigt.“

Von Amerika bis Australien

Nach seinem Einsatz in den USA und Kanada wollte Martí mehr von der Welt sehen – weiterhin auf dem Mähdrescher. Als kurzen Zwischenstopp fuhr er den damals neuen John Deere S700-Mähdrescher auf einer Vorführtour durch Spanien, bevor er im Jahr 2018 den Süden Australiens und die Insel Tasmaniens erkundete. Zwischenzeitlich hatte es ihn noch ein zweites Mal zu seinen früheren Kollegen von BT Harvesting in die USA gezogen.
„Zurückblickend habe ich überall großartige Erfahrungen gemacht und viele nette Menschen kennengelernt. Manchmal denkt man, dass alle Länder gleich sind. Doch genauso oft merkt man: Die Bedingungen sind überall grundverschieden. Jedes Land hat seine eigene Kultur, Natur und auch eigene Arbeitsweisen. Natürlich habe ich auch mal schlechte Tage erlebt, aber trotzdem werden mich all meine Erfahrungen mein ganzes Leben begleiten“, fasst Martí heute glücklich zusammen


Fotos: Canadell