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WENIGER RISIKO, MEHR RENDITE?! Der Low-Volatility-Vorteil


Traders - epaper ⋅ Ausgabe 3/2020 vom 27.02.2020

Der Low-Volatility-Vorteil an den Märkten ist real. Zwar mag die Jagd nach Aktien mit hoher Volatilität für einige Leute spannend sein – besonders für diejenigen, die auf Action aus sind –, aber insgesamt ist es beim Portfolioaufbau besser, sich zunächst auf die Aktien zu konzentrieren, die in der Vergangenheit eher zuverlässig waren.


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Bildquelle: Traders, Ausgabe 3/2020

© oneinchpunch–stock.adobe.com

Mit Stern* markierte Begriffe siehe Schlüsselkonzepte auf S. 76.

Der Low-Volatility-Vorteil basiert auf der empirischen Beobachtung, dass defensive Aktien mit geringer Volatilität* und geringem ...

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... Risiko sowohl höhere absolute als auch höhere risikoadjustierte Renditen im Vergleich zu „aggressiven“ Aktien mit hoher Volatilität und hohem Risiko ermöglichen.Das versetzt dem akademischen Capital Asset Pricing Model (CAPM) einen großen Schlag. Dieses besagt, dass ein positives Verhältnis zwischen Risiko und Rendite besteht, da ein „vernünftiger“ Investor eine höhere Rendite verlangen sollte, um die Übernahme von mehr Risiko zu kompensieren. Tatsächlich ist das aber in der Realität nicht der Fall. Es gilt sogar das Gegenteil: Aktien mit geringer Volatilität erzielen tendenziell höhere Renditen, was vor allem in der risikoadjustierten Betrachtung (Sharpe Ratio*) eine erhebliche Outperformance ergibt.

Akademischer Nachweis

Mehrere wissenschaftliche Arbeiten haben diesen Low-Volatility-Effekt bereits belegt. Eine davon ist die im Jahr 2014 erschienene Studie „Betting Against Beta“ von Andrea Frazzini und Lasse Heje Pedersen. In dieser Arbeit untersuchten die Forscher Long-Positionen in Low-Volatility-Aktien und Short-Positionen in High-Volatility-Aktien. Dieses marktneutrale Portfolio erreichte von 1926 bis 2012 eine Sharpe Ratio von 0,78. Frazzini und Pedersen erweiterten ihre zunächst auf US-Märkte beschränkten Untersuchungen dann auf zehn internationale Aktienmärkte und kamen dort zu ähnlichen Ergebnissen.

Low-Volatility-Test

Um den Low-Volatility-Vorteil zu untersuchen, haben wir aus den 500 liquidesten US-Aktien ein reines Long-Portfolio der 50 Aktien mit der höchsten und niedrigsten historischen Volatilität gebildet. Als Volatilität wurde hier die nachlaufende Standardabweichung der Tagesrenditen über jeweils 200 Handelstage verwendet. Das Portfolio wurde von Januar 2003 bis Ende September 2019 monatlich neu ausbalanciert.
Die Differenz zwischen den am wenigsten und den am stärksten volatilen Aktien fiel in den Tests dramatisch aus. Die Aktien mit geringerer Volatilität erzielten nicht nur deutlich höhere Renditen; die geringere Volatilität und der geringere Drawdown führten auch zu einer deutlichen Verbesserung der Sharpe Ratio:

• Rendite: 3,1 vs. 9,9 Prozent
• Volatilität: 33,9 vs. 11,4 Prozent
• maximaler Drawdown:-78,7 vs.-37,1 Prozent
• Sharpe Ratio: 0,26 vs. 0,89

Fazit

Wir plädieren natürlich nicht dafür, dass Sie ausschließlich in Aktien mit geringer Volatilität investieren sollten. Denn obwohl Aktien mit geringer Volatilität, wie die oben genannten Ergebnisse zeigen, die Performance von Aktien mit hoher Volatilität deutlich übertreffen, ist die einfache Anwendung nur eines einzelnen Vorteils im Trading nicht optimal. Die Kombination mit zusätzlichen Vorteilen, wie sie in der Fundamentalanalyse und der Technischen Analyse zu finden sind, verbessert die Ergebnisse erheblich.

Laurence A. Connors
Larry Connors hat mehr als 35 Jahre Erfahrung in der Finanzindustrie. Er gilt als einer der weltweit führenden Experten im Bereich des Systemhandels und ist gefragter Autor sowie Co-Autor verschiedener Bücher zu Handelsstrategien und Volatilitäts-Trading. Mehr über sein neuestes Research finden Sie im kürzlich erschienenen Buch „The Alpha
Formula“.
www.tradingmarkets.com