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Wenn das Gedächtnis den Halt verliert


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Frau im Leben - epaper ⋅ Ausgabe 11/2022 vom 05.10.2022
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Bildquelle: Frau im Leben, Ausgabe 11/2022

86 Milliarden Nervenzellen verknüpfen sich im Gehirn ständig neu und lösen veraltete und nicht mehr benötigte Bindungen auf

Quelle: Helmholtz-Zentrum

1,3 kg wiegt ein menschliches Gehirn durchschnittlich

Quelle: Zeitschrift „Die Pathologie“

400 000 Reize wirken pro Sekunde auf das menschliche Gehirn ein. Die meisten davon nehmen Augen und Haut wahr

Quelle: Prof. Martin Korte, Technische Universität Braunschweig

Das Leben von Helga Rohra teilt sich in ein Vorher und ein Nachher. Vorher: Das ist das Leben bis zu ihrer Demenz-Diagnose. Helga Rohra war als Konferenz-Dolmetscherin tätig, ein Beruf, in dem es auf Tempo und hohe Präzision ankommt. Sie beherrschte neun Fremdsprachen. Heute würde die 66-Jährige nicht mal mehr den Weg zum Konferenz-Zentrum finden.

Mit 54 Jahren erkrankte sie an einer Lewy-Body-Demenz, welche die Wahrnehmung, Motorik und geistige Leistungsfähigkeit mindert. Vor drei Jahren kam ...

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... Alzheimer hinzu. Für die Münchnerin ein schwerer Einschnitt: „Ich habe auf einen Schlag alles verloren: Freunde, meine Arbeit, mein gesamtes altes Leben.“ Doch Helga Rohra baute sich ein neues Leben auf. Eines, in dem sie wieder als eine Art Übersetzerin arbeitet: Als Aktivistin setzt sie sich seit der ersten Diagnose dafür ein, dass Menschen die Gedanken und Gefühle von Demenzkranken besser verstehen.

„Demenz muss längst nicht das Ende sein. Die Krankheit kann der Beginn eines neuen, anderen Lebens sein.“ Um ihre Botschaft weiterzugeben, hält Helga Rohra Vorträge und hat ein Sachbuch geschrieben („Ja zum Leben trotz Demenz!“, 18,99 Euro). Außerdem engagiert sie sich in Arbeitsgruppen. Wer sich mit ihr unterhält, würde kaum auf den Gedanken kommen, dass sie unter Demenz leidet. Ihren Alltag meistert sie mit viel Disziplin: „Ich schreibe mir alles auf, was wichtig ist. Diese Zettel sind meine Lotsen durch den Tag.“

Frauen trifft es öfter

Helga Rohra gehört zu den knapp zwei Millionen Menschen in Deutschland, die mit einer Demenz leben. Die häufigste und bekannteste Form ist die Alzheimer-Erkrankung, von der etwa 65 Prozent betroffen sind, Frauen doppelt so oft wie Männer.

„Das liegt zum einen daran, dass Frauen eine höhere Lebenserwartung haben. Zum anderen vermutet man, dass hormonelle Einflüsse, insbesondere der sinkende Östrogenspiegel nach der Menopause, eine Rolle spielen“, erläutert Prof. Gunter Eckert von der Justus-Liebig-Universität in Gießen.

Eine Demenz kann in jeder Lebensphase auftreten, besonders verbreitet ist sie aber in höherem Alter. Nach Angaben des Bundesministeriums für Gesundheit sind von den 65- bis 70-Jährigen lediglich drei Prozent betroffen, ab 85 Jahren ist bereits jeder Fünfte erkrankt und ab 90 Jahren jeder Dritte.

Ökonomie des Denkens

Nicht jede Vergesslichkeit ist aber bedenklich. Mal den Haustürschlüssel verlegen oder ein Zimmer betreten und nicht mehr wissen, was man dort wollte – das sind Situationen, die auch in jungen Jahren auftreten und harmlos sind. Ein gewisses Maß an Vergesslichkeit gehört zu einem gesunden Alterungsprozess dazu. Würde unser Denkorgan alle eingehenden Reize speichern, wären wir nicht mehr handlungsfähig. Um fit zu bleiben, braucht unser Gehirn Training – und das regelmäßig. Es gibt zwar eine Art geistigen Reservespeicher, der Aufgaben übernimmt, wenn es in bestimmten Bereichen des Kopfes zu Ausfällen kommt. Genau wie beim Sport sind aber immer wieder neue Einheiten nötig, gemäß dem Motto: je weniger Routine, desto besser. Also weg mit dem Kreuzworträtsel und Sudoku – und her mit echten Herausforderungen.

„Eine Demenz ist auch für Angehörige eine große Herausforderung

Dorothea Hirsch (57) pflegte ihre erkrankte Mutter lange selbst

„Das kann das Erlernen einer neuen Sprache oder eines Instruments sein, aber auch der Besuch eines Vortrags zu Themen, von denen man vorher noch nie etwas gehört hat“, erklärt die Altersforscherin Dr. Ann-Kristin Folkerts von der Uniklinik Köln.

Training für die Hirnzellen

Eine besonders beliebte Gedächtnisstrategie heißt „Loci“, abgeleitet von dem lateinischen Wort Locus (der Ort). Loci spricht das Kurzzeitgedächtnis an und funktioniert so: Man legt sechs Erledigungen, die man sich merken will, im Geiste an sechs unterschiedlichen Plätzen ab. Zum Beispiel: In der Küche „Milch kaufen“ Neben der Waschmaschine „Tante Thea zurückrufen“ Im Bett „Hemden aus der Reinigung holen“ usw. Will man sich an diese Aufgaben erinnern, wandert man im Kopf ganz einfach durch sein Zuhause. Dieses Gedächtnisspiel lässt sich aber auch mit jedem anderen vertrauten Ort machen, es müssen nicht die eigenen vier Wände sein. Möglich sind etwa die favorisierte Spaziergangsroute oder der Weg zum Supermarkt. Warum Loci hilft? Das Gehirn liebt Geschichten! Daher sind auch Eselsbrücken eine gute Merk-Methode. Was unsere Gedächtnisleistung darüber hinaus unterstützt: eine gesunde Ernährung. „Hier gibt es eine ganz einfache Faustformel: Alles, was gut fürs Herz ist, stärkt auch das Gehirn“, sagt Experte Prof. Eckert. „Untersuchungen belegen, dass die mediterran e Küche mit viel Obst und Gemüse, Hülsenfrüchten, Olivenöl und Nüssen, ab und an Fisch und wenig Fleisch das Demenz-Risiko senkt.“ Insbesondere sekundäre Pflanzenstoffe aus buntem Obst und Gemüse stärken die Zellgesundheit im Gehirn und verhindern zusammen mit genug Bewegung Entzündungen im Körper.

7 Tipps für ein gesundes Gedächtnis

Entspannen

Chronischer Stress bringt das neuronale Netzwerk aus der Balance und kann die Hirnstruktur verändern. So lassen zu wenig Pausen vom Alltag die Neuronen im Hippocampus, der Gedächtniszentrale im Gehirn, schrumpfen – man wird vergesslicher!

Gesund essen

Die Zellkraftwerke des Körpers (Mitochondrien) können mithilfe von sekundären Pflanzenstoffen (Polyphenole) gestärkt werden. Das hilft auch dem Gehirn. Polyphenole kommen vor allem in Gemüse, Obst und Getreide vor. Empfohlen wird die mediterrane Küche. Meiden sollte man Frittiertes, Süßigkeiten, Alkohol und Weißmehlprodukte – sie reduzieren die Gehirnleistung.

Gehör checken

Wer schlecht hört, zieht sich zurück und bekommt automatisch weniger geistige Anregungen. Umso wichtiger ist es, das Hörvermögen spätestens ab 50 Jahren mindestens einmal im Jahr bei einem Akustiker überprüfen zu lassen.

Mit Ernährung vorbeugen

Wie die sogenannte Nonnen-Studie aus den USA vor einigen Jahren zeigte, ist der Lebensstil ganz entscheidend daran beteiligt, ob Symptome einer Demenz ausbrechen. So hatten in der Untersuchung viele der 600 Ordensschwestern starke Eiweißablagerungen im Gehirn – ein typisches Zeichen für Alzheimer. Sie waren jedoch geistig topfit. Wissenschaftler vermuten daher, dass die für die Gedächtniskrankheit typischen Ablagerunge n nur dann zur Demenz führen, wenn gleichzeitig Entzündungen vorhanden sind,

Wenn die Nerven sterben

Nicht rauchen

Rauchen erhöht das Demenz-Risiko laut „Alzheimer Forschung Initiative“ bei Menschen über 65 Jahre um 60 Prozent. Grund: Das Nikotin verschlechtert im Gehirn die Versorgung mit Sauerstoff.

In Bewegung bleiben

Moderate Bewegung wie Walking (vier- bis fünfmal pro Woche für mindestens 30 Minuten) optimiert die Durchblutung des Gehirns. Nur so können genug Nährstoffe und Sauerstoff das Gehirn erreichen und neue Neuronen wachsen. Das verbessert die Denkleistung. Besonders effektiv: Tanzen. Ideal sind 15 Minuten pro Tag.

Kontakte

Wer regelmäßig Verwandte, Freunde, Nachbarn und Kollegen trifft, hält sich geistig fit. Denn laut „Alzheimer Forschung Initiative“ haben Menschen, die ungewollt viel allein sind, ein doppelt so hohes Risiko für Alzheimer.

Impfen gehen

Eine neue Studie zeigt: Herpes-Viren können Alzheimer begünstigen! 95 Prozent der über 60-Jährigen tragen das Varizella-Zoster-Virus nach einer Windpocken-Erkrankung in der Kindheit im Körper. Wird es aktiviert, kann sich eine Gürtelrose bilden. Eine Impfung dagegen wird für alle ab 60 Jahren empfohlen. die auf Dauer durch zu wenig Bewegung und eine ungesunde Ernährung hervorgerufen werden. Auch Bluthochdruck und Diabetes als Folgen von Übergewicht gelten als mögliche Auslöser.

„Wenn wir bei den beeinflussbaren Risikofaktoren ansetzen, dann können wir bis zu 40 Prozent aller Demenz-Erkrankungen verhindern“, sagt Altersforscherin Dr. Ann-Kristin Folkerts („Der andere Anti-Demenz-Ratgeber“, 19,99 Euro).

86 Milliarden Nervenzellen

Förderlich für die Denkleistung sind vor allem neue, herausfordernde Reize, die im Gehirn dazu führen, dass neue Verbindungen zwischen den Nervenzellen entstehen, sprich: Erinnerungen. Experten bezeichnen diese als Engramme. Auch alltägliche Leistungen wie Gehen, Lesen und Sehen hinterlassen eine physiologische Spur im Gehirn. Milliarden von ihnen bilden schließlich unser individuelles Gedächtnis. Ermöglicht w erden diese Vorgänge im Gehirn von rund 86 Milliarden Nervenzellen, die sich immer w ieder neu verknüpfen können. Reserven gibt es also genug, man muss sie nur nutzen.

Auch wenn sich die Denkleistung trainieren und mit gesunden Lebensmitteln fördern lässt: Heilbar ist eine Demenz nicht. Doch die Forschung macht Hoffnung, dass es künftig eine Therapie geben wird. Aktuell befinden sich immerhin über ein Dutzend Medikamente im fortgeschrittenen Stadium der Erprobung. Bis sie für den deutschen Markt zugelassen werden, kann es aber noch Jahre dauern. Derzeit verschreiben Ärzte bei leichter bis mittelschwerer Ausprägung der Krankheit sogenannte Cholinesterase-Hemmer.

Ein sicheres Zuhause

Etwa zwei Drittel aller Menschen mit Demenz leben in ihren eigenen vier Wänden oder werden dort gepflegt. Sinnvolle Maßnahmen für daheim

Technik installieren

Absicherung für den Herd, Rauchmelder, Verbrüh-Schutz am Wasserhahn, Sensor-Türmatten

Stolperfallen entfernen

Rutschfeste Matten im Badezimmer auslegen, Treppenstufen mit Klebeband markieren, lose Kabel befestigen

Orientierung erleichtern

Gute Beleuchtung, nicht notwendige Türen aushängen

Gefährliche Gegenstände wegräumen

Z. B. Messer, Feuerzeuge, Scheren

Medikamente helfen

Sie stabilisieren die geistige Leistungsfähigkeit und sollen so das Fortschreiten der Erkrankung verzögern. Bei einer mittelschweren bis schweren Form von Demenz kommen wiederum Medikamente mit dem Wirkstoff Memantin zum Einsatz, die den Abbau geistiger Leistungen verlangsamen können.

Auch bei der Diagnose geht die Forschung weiter. So sollen Blut-Untersuchungen dabei helfen, die Krankheit bis zu zehn Jahre im Voraus zu erkennen. Bislang können vor allem Angehörige oft kaum unterscheiden, ob die Vergesslichkeit der Eltern oder Großeltern normal oder als dement einzustufen ist. Typische Symptome für die Erkrankung sind laut „Alzheimer Forschung Initiative“:

■ Gedächtnislücken

■ Veränderungen der Persönlichkeit

■ Häufiges Verlegen von Gegenständen

■ Sozialer Rückzug

■ Probleme bei alltäglichen Aufgaben

■ Orientierungsschwächen. Im Zweifel ist der Hausarzt der erste Ansprechpartner. Er verweist bei Bedarf an einen Fachkollegen wie einen Neurologen oder Psychiater. Dieser stellt anhand von Gesprächen, einer körperlichen Untersuchung und verschiedenen Tests, die auf das Reaktions- und Erinnerungsvermögen abzielen, eine Diagnose. Bei Verdacht auf Demenz können bildgebende Verfahren wie Magnetresonanz-Tomografie (MRT) oder Computer-Tomografie (CT) sinnvoll sein, um mögliche Eiweiß-Ablagerungen im Gehirn nachzuweisen.

Solche Ablagerungen wurden vor acht Jahren auch bei Ursula Hirsch aus Düsseldorf gefunden. Nicht nur ein Schock für die heute 79-Jährige, sondern auch für ihre zwei Töchter. „Nach der Diagnose konnte meine Mutter noch allein in ihrer Wohnung bleiben“, erinnert sich die 57-jährige Dorothea Hirsch. Vor drei Jahren kam jedoch ein Anruf von Nachbarn ihrer Mutter, der alles veränderte: „Sie sagten, dass sie spätabends allein auf dem Spielplatz saß. Das war der Moment, als meiner Schwester und mir klar wurde, dass unsere Mutter Betreuung rund um die Uhr braucht“, so Dorothea Hirsch. Also pflegten die beiden Schwestern gemeinsam ihre Mutter – und das rund um die Uhr. „Ich wohnte freitags bis sonntags bei ihr und meine Schwester an den anderen Tagen“, erzählt Dorothea Hirsch. Erst im Frühjahr 2022 zog die 79-Jährige in ein Heim, weil die Alzheimer-Erkrankung weiter fortgeschritten war und die Töchter an ihre Grenzen kamen. Für Dorothea Hirsch ist die Krankheit ihrer Mutter ein Abschied auf Raten. „Sie baut immer mehr ab, ist von starker Unruhe getrieben und hat sich in ihrer Persönlichkeit verändert.“ Doch es gibt nach wie vor auch gute Momente, zum Beispiel, wenn die beiden gemeinsam in die Natur gehen – und die Mutter dort ruhiger wird.

„Das Leben mit Demenz hat Höhen und Tiefen – dennoch kann es erfüllend sein!

Helga Rohra (66) setzt sich seit ihrer Diagnose für Demenz-Kranke ein

Nachsicht mit sich selbst

Ähnliche Hochs und Tiefs kennt auch Demenz-Patientin Helga Rohra nur zu gut. „Es gibt Tage, da habe ich das Gefühl, mich an gar nichts mehr zu erinnern. Was habe ich gemacht? Habe ich heute überhaupt gefrühstückt? Aber da muss man sanft mit sich umgehen und gütig sein“, rät die 66-Jährige. Sie weiß aus eigener Erfahrung, dass den meisten Menschen nach der Diagnose überhaupt nicht klar ist, was sie alles noch machen und schaffen können. Ihre Botschaft lautet daher: „Es gibt trotz Demenz ein erfülltes Leben!“

Jutta Oster

Therapie mit Schall

Eine seit 2018 zugelassene, nicht medikamentöse Behandlung bei leichter bis mittelschwerer Alzheimer-Demenz ist die Transkranielle Puls-Stimulation (TPS). Dabei kommt ein spezielles Stoßwellen-Gerät zum Einsatz, das 30 Minuten lang gezielt Schallpulse in die erkrankten Gehirnregionen leitet. Erste Daten deuten darauf hin, dass dadurch noch funktionierende Gehirnzellen aktiviert werden können. Aussagekräftige Studien fehlen jedoch. Daher übernehmen die Kassen auch bislang nicht die Kosten (ca. 3.000 Euro für 6 Sitzungen innerhalb von 14 Tagen).