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Wenn es zu viel wird mit dem Helfen


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flow - epaper ⋅ Ausgabe 66/2022 vom 01.06.2022

Psyche

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Bildquelle: flow, Ausgabe 66/2022

Die Kollegin, die ohne zu murren Aufgaben anderer übernimmt, auch wenn ihr die eigene Arbeit über den Kopf wächst. Die Freundin, die sich wie ein rettender Engel immer wieder der Probleme ihrer Freund:innen annimmt. Oder der Ehemann, der alles tut, um seine Partnerin glücklich zu machen, und der seine eigenen Bedürfnisse ignoriert: Wir alle kennen sie, diese Menschen, die sich so sehr und so leidenschaftlich um andere kümmern, dass es fast schon zu viel des Guten ist. Und vielleicht machen wir das selbst auch manchmal? In der Psychologie bezeichnet man dieses Phänomen als Helfersyndrom. Menschen, die ständig für andere da sind, richten ihren Fokus stark nach außen. Sie sind unentwegt mit den Problemen, Gefühlen und Bedürfnissen anderer beschäftigt. Und laufen Gefahr, sich selbst aus den Augen zu verlieren.

Auf den ersten Blick wirkt das Verhalten der Kümmerer durchaus fürsorglich und ...

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... selbstlos: Denn was gibt es Schöneres, als andere zu unterstützen? Doch wann handeln wir aus Empathie und Mitgefühl und wo ist die Grenze, wo uns und unserem Gegenüber das nicht mehr guttut? Die Coachin und Expertin Fiona van Rees Vellinga erklärt: „Jemand mit Helfersyndrom handelt letztlich aufgrund eines verborgenen Motivs. Die Hilfe zielt darauf ab, Wertschätzung und Liebe zu bekommen. Bleibt die Belohnung aus, kann Unmut entstehen. Nach dem Motto: ‚Ich gebe mir so viel Mühe und bekomme nichts dafür zurück.‘ Diese Dynamik ist nicht gesund.“

ÜBERMÄSSIG HELFENDE LEHNEN ES AB, SICH ALS BEDÜRFTIG UND SCHWACH ZU ERLEBEN

Einer, der sich intensiv mit dem Helfersyndrom auseinandergesetzt hat, ist der Psychoanalytiker Wolfgang Schmidbauer.

Er machte die Erfahrung, dass oft gerade Menschen in helfenden Berufen nicht so selbstlos handeln, wie man meinen sollte. Schmidbauer nennt sie „hilflose Helfer“. „Es geht darum“, schreibt er, „dass der Helfer es für sich selbst ablehnt, sich jenen emotionalen Bereichen zu nähern, in denen er sich als schwach, unvollkommen und bedürftig erlebt. Er will stark sein, etwas abzugeben haben, sein Können beweisen.“ Der Fokus auf die Bedürfnisse der hilfsbedürftigen Person ersetze, so erklärt der Experte weiter, die Wahrnehmung eigener Bedürftigkeit und das Gefühl, auch für die eigene Zufriedenheit zuständig zu sein. Was Menschen mit Helfersyndrom von anderen Helfenden unterscheide, sei die fehlende Dimension der Gegenseitigkeit. Schmidbauer: „Zu helfen, privat wie professionell, beruht (...) auf einem Austausch. Weil hier Kreativität, Spiel, Gefühle und Fantasien eine wichtige Rolle spielen, wäre es unsinnig, diesen Austausch einer genauen Rechnung zu unterwerfen.“ Und weiter: „Wer sich freut, einem Fremden den Weg zu sagen und von seinem Lächeln belohnt zu werden, ist ein glücklicherer Mensch mit einer weniger belasteten Vergangenheit, als der Misstrauische oder Abweisende, der sich jedes Mal fragt, ob er auch ‚etwas davon hat‘, wenn er etwas gibt.“

EINE VERZWICKTE DYNAMIK

Eine besonders extreme Variante des Helfersyndroms ist die sogenannte Co-Abhängigkeit, bei der Menschen das Suchtproblem des Partners oder der Partnerin zu ihrem eigenen Thema machen. In dem Buch Verstrickt in die Probleme anderer beschreibt die Therapeutin Pia Mellody, dass Süchtige oft einen geliebten Menschen an ihrer Seite haben, der sich wie ein:e Betreuer:in verhält. Mellody sagt: „Diese Leute setzen alles daran, dem Partner oder der Partnerin aus der Sucht herauszuhelfen, doch wenn sie es geschafft haben, macht sie das gar nicht glücklich. Unbewusst brauchen sie die Probleme des anderen, um ihre eigenen negativen Gefühle erklären zu können.“ Mellody beobachtet eine ähnliche Dynamik auch in anderen Arten von Beziehungen, in denen Gebende und Nehmende sich gegenseitig brauchen. „Es ist ziemlich komplex“, bestätigt die Coachin Fiona van Rees Vellinga: „Die Rettenden in Liebesbeziehungen suchen sich häufig unbewusst Partner:innen aus, mit denen etwas nicht stimmt: Personen, die zum Beispiel zu viel Geld ausgeben, emotional unzugänglich sind oder psychische Probleme haben.“ Die Helfenden spielen ihre Rolle mit großer Überzeugung und tun alles, um den geliebten Menschen aus dem Sumpf zu ziehen. Doch kaum haben sie das geschafft, sehnen sie sich unbewusst nach einem neuen Problem, das sie bearbeiten können – notfalls in einer neuen Beziehung. Und wundern sich dann, warum sie sich immer wieder in hilfsbedürftige Personen verlieben.

Die 10 Kennzeichen eines Helfersyndroms

Expertin Fiona van Rees Vellinga listet hier Merkmale auf, an denen du erkennst, dass du möglicherweise zum Helfersyndrom oder zu Co-Abhängigkeit neigst. Dies kann der Fall sein, wenn drei (oder mehr) der folgenden Sätze zutreffen:

1 GESTÖRTE EMPFINDUNGSWAHRNEHMUNG Du nimmst körperliche Empfindungen wie einen Kloß im Hals oder körperliche Verspannungen nicht bewusst wahr, und wenn du sie spürst, hast du gelernt, nicht auf sie zu achten. Du ignorierst die Alarmsignale deines Körpers.

2 MANGELNDE SELBSTFÜRSORGE Du übernimmst keine Verantwortung für deine Bedürfnisse und Wünsche. Du schiebst die Verantwortung für dein Glück auf eine andere Person und machst dich von ihrer Anerkennung abhängig.

3 FEHLENDE TRANSPARENZDu äußerst deine Bedürfnisse nicht offen. Anstatt etwa zu sagen: " Ich finde es schön, wenn du mich in den Arm nimmst“, wirst du wütend, wenn dein Gegenüber es nicht tut, oder ziehst dich innerlich zurück.

4 SCHWIERIGKEITEN, GRENZEN ZU SETZEN Es fällt dir oft schwer, Nein zu sagen, weil du die andere Person nicht enttäuschen möchtest. Das engt deine Möglichkeiten ein, das zu tun, was du selbst gerne möchtest.

5 MANGELNDES SELBSTWERTGEFÜHL Du fühlst dich minderwertig und versuchst, anderen zu gefallen, um dich geliebt und akzeptiert zu fühlen.

6 AUSÜBEN ODER ZULASSEN VON NEGATIVER KONTROLLE Du willst bestimmen, was andere über dich denken und dir gegenüber fühlen. Aber anstatt dich offen zu äußern, kommunizierst du indirekt: Indem du gefällst, hoffst du, Liebe und Anerkennung zu erhalten. Umgekehrt lässt du dich von deinem Partner/deiner Partnerin stark beeinflussen. Du verbiegst dich. um der anderen Person zu gefallen.

7 UNMUT UND RACHEGEDANKEN Wenn dein Partner dir nicht die Wertschätzung und Anerkennung entgegenbringt, die du brauchst, wirst du wütend. Deine Wut kehrt sich aber nach innen, wo sie gärt, bis du irgendwann explodierst.

8 PERFEKTIONISMUS Du willst als Partner:in, Freund:in, Mutter/Vater, Arbeitnehmer:in perfekt sein. Du gestehst dir keine Fehler zu, weil sie dein Selbstwertgefühl ankratzen.

9 VERDRÄNGUNG Du verdrängst die Realität, indem du dich in die Arbeit oder intensive Beziehungen flüchtest.

10 VERMEIDUNG VON INTIMITÄT Du stehst nicht gut mit dir selbst in Kontakt und tust dich schwer, eine tiefe Beziehung zu anderen einzugehen.

„WENN WIR AUS GÜTE HERAUS HANDELN, FÜHLEN WIR UNS IM EINKLANG MIT UNSEREN TIEFSTEN MENSCHLICHEN WERTEN.“

Laut der kanadischen Psychologin Anna-Maria Tosco leiden die übermäßig Helfenden oft ebenso unter einer Persönlichkeitsstörung wie diejenigen, für die sie sich bis zur Selbstverleugnung aufreiben. In der Zeitung The Suburban schreibt sie: „Genauer betrachtet sieht es so aus: Die Gebenden bieten unendlich viel Hilfe an und opfern sich auf, um die Bedürfnisse anderer zu erfüllen – selbst wenn ihnen der Burn-out droht. Tief im Inneren befürchten sie, nicht gut genug zu sein. Zu helfen gibt ihnen mehr Selbstwertgefühl.“ Wenn man ständig für andere die Kohlen aus dem Feuer hole, so Tosco weiter, sei das jedoch in Wahrheit keine effektive Hilfe. Wer für sein Kind die Miete zahle, weil es in keinem Job durchhält, unterstütze sein Verhalten. Und wer ständig Aufgaben von Kolleg:innen übernehme, werde sie nicht dazu bringen, verantwortungsbewusster zu handeln.

Immer wieder die Probleme von jemandem zu lösen, helfe der Person nicht weiter. Im Prinzip nehme man ihr die Möglichkeit, eigene Kräfte zu entwickeln, so Tosco. „Wie soll jemand seine Ressourcen anzapfen, dem immer geholfen wird? Jede:r muss seine eigenen Fehler machen und daraus lernen. Wenn man andere immer wieder auffängt, macht man sie von sich abhängig.“

Das heißt natürlich nicht, dass wir uns ab sofort immer fragen sollten, ob unsere Hilfe auch selbstlos genug ist.

Die amerikanische Zen-Buddhistin Joan Halifax hat in ihrem Leben viel sozial gearbeitet. Sie schreibt in ihrem BuchGratwanderung, in dem sie sich mit einer achtsamen Ethik beschäftigt, dass man Altruismus als eine Art „Grat-Zustand“ betrachten solle, um sich der Risiken bewusst zu sein, die Helfen mit sich bringt. Dann könnten wir uns besser auf die guten Seiten der Fürsorge konzentrieren: Bei anderen Leid und Sorgen zu mindern macht ihrer Erfahrung nach glücklich und stärkt uns. „Wenn wir aus Güte heraus handeln, fühlen wir uns im Einklang mit unseren tiefsten menschlichen Werten.“

KEIN ICH OHNE EIN WIR

Eine gewisse Abhängigkeit von anderen findet der Philosoph Jan Drost dabei auch ganz normal, vor allem in der Liebe. Ihm zufolge sind wir keine einsamen, unabhängigen Individuen, sondern soziale Wesen, die sich gegenseitig brauchen – auch um zu erfahren, wer wir sind. „Wenn ich mich frage, wer ich bin, kann ich mir kaum einen Aspekt meiner Identität vorstellen, für den ich keinen anderen Menschen brauche. Ich bin nur ein Freund, wenn es jemanden gibt, der mich als solchen anerkennt. Und nur wenn ich in einer Liebesbeziehung bin, habe ich die Möglichkeit, geliebt zu werden und tatsächlich zu lieben“, sagt Drost. „Wir müssen uns umeinander kümmern. Wenn wir unsere Abhängigkeit weiterhin als Schwäche ansehen und versuchen, Liebe, Glück und Geborgenheit nur in uns selbst zu finden, verlieren wir die Fähigkeit zu lieben. Und das bedeutet, dass wir uns selbst verlieren.“

ES IST WICHTIG ZU ÜBEN, WIE WIR ANDEREN DIE EIGENEN GRENZEN AUFZEIGEN KÖNNEN

GEGENSÄTZLICHES VERHALTEN

Womit wir wieder bei der Frage wären, ab welchem Punkt Hilfe und Abhängigkeit ungesund werden. „Das ist definitiv dann der Fall, wenn es für uns kein ‚Ich‘ ohne ein ‚Wir‘ gibt“, erklärt Fiona van Rees Vellinga. „Wenn man seine eigenen Bedürfnisse und Wünsche vernachlässigt, um der anderen Person zu gefallen.“ Laut der Coachin liegt der Ursprung für ein Helfersyndrom oft in der Kindheit. „Man hat damals nicht die Liebe, Wertschätzung und Anerkennung erhalten, die man gebraucht hätte. Möglicherweise war das Elternhaus nach außen hin intakt, aber die Eltern haben den Gefühlen, Bedürfnissen und Grenzen ihrer Kinder nicht viel Aufmerksamkeit geschenkt, und deswegen tut man sie auch im Erwachsenenalter als unwichtig ab und beachtet sie nicht genügend. Vielleicht reagierten die Eltern auch wütend oder traurig, wenn man selbst Grenzen setzte, was belastend war. Jedes Mal, wenn man heute Grenzen setzt, wird man wieder von dem alten Schmerz ergriffen, und deshalb vermeidet man dieses Verhalten.

Wer aber keine Grenzen setzt, erlebt oft, dass andere übergriffig werden.“

Will man solche Muster durchbrechen, ist es sinnvoll, das unzureichende Rüstzeug von einst durch neue Fähigkeiten zu ersetzen. Van Rees Vellinga erklärt: „Im ersten Schritt muss man sich klarmachen, dass es einem nicht guttut, andere immer an die erste Stelle zu setzen und Grenzen zu ignorieren. Oft müssen die Betroffenen erst in eine Krise geraten, bevor sie sich dessen bewusst werden. Sie erleiden einen Burn-out oder finden sich in einer toxischen Beziehung wieder.“ Das wird zum Weckruf. Van Rees Vellinga rät: „Wer dazu neigt, seine Grenzen zu ignorieren, sollte zunächst üben, sie aufzuzeigen. Am Anfang ist das schwierig, weil man es nicht gelernt hat. Daher ist es sinnvoll, sich vorher zu überlegen, wie man sich ausdrücken will. Etwa so: ‚Ich werde diese Aufgabe nicht übernehmen, weil ich keine Zeit habe‘; ‚Ich mag es nicht, wenn du das und das zu mir sagst, es ist nicht respektvoll mir gegenüber‘. Das ist anfangs sehr unangenehm. Doch wenn man die damit verbundenen Gefühle aushält, lassen sie von selbst nach. So sollte man versuchen, den alten Schmerz aus der Kindheit, der in einem aufsteigt, zu akzeptieren und darauf zu reagieren, wie man auf den Schmerz eines Kindes reagieren würde: sanft und mit liebevoller Aufmerksamkeit. Je mehr man das übt, desto einfacher wird es.“

Sein Helfersyndrom abzulegen bedeutet ja auch nicht, dass man anderen nicht mehr helfen soll. Es bedeutet nur, dass man seinen eigenen Bedürfnissen den gleichen Stellenwert einräumt wie denen der anderen. Oder wie es der Australier Andrew Matthews, Autor diverser Selbsthilfebücher, ausdrückt: „Es bedeutet, dass man sich nicht rechtfertigen muss, warum man Urlaub macht, warum man ausschläft, warum man sich neue Schuhe kauft und sich von Zeit zu Zeit verwöhnt. Es ist ein angenehmes Gefühl, all das zu tun, was das Leben besser und schöner macht.“

MEHR LESEN

Wolfgang Schmidbauer: Das Helfersyndrom – Hilfe für Helfer (rororo)

Pia Mellody, Andrea Wells Miller, J.K.

Miller: Verstrickt in die Probleme anderer. Über Entstehung und Auswirkung von Co-Abhängigkeit (Kösel) Joan Halifax: Gratwanderung – Achtsame Ethik für ein nachhaltig bewusstes Leben (O.W.Barth)

TEXT OTJE VAN DER LELIJ, CHRISTIANE WÜRTENBERGER