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Wer bezahlt den Umbau?


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Neue Welt - epaper ⋅ Ausgabe 13/2022 vom 23.03.2022

Spätestens im Lockdown sind viele Mieter auf die Idee gekommen, ihr Zuhause gründlich zu verschönern. Ob ebenerdige Dusche, neue Einbauküche oder Wintergarten: Millionen von Menschen hat in den letzten Jahren das „Nestbau-Fieber“ befallen. Dazu tragen auch die aktuellen Energiepreise bei: Immer mehr Mieter wollen sich offene Kaminstellen oder Holzöfen einbauen. Doch selbst, wenn Mieter bereit sind, zu investieren und Ihren nach dem Auszug anderswo Umbau selbst zu tragen, sollten sie ihr Vorhaben unbedingt mit dem Vermieter abklären, sonst könnten sie rechtlich böse Überraschungen erleben.

EXTRA -TIPP

Als Mieter alles, was man der Wohnung hinzugefügt hat und nach dem Auszug anderswo verwenden kann, wieder mitnehmen, so das Weg-nahmerecht § 539 Abs. 2 BGB ...

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Bildquelle: Neue Welt, Ausgabe 13/2022

Toll, wenn sich Vermieter und Mieter auf ein neues Bad einigen konnten
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● Wann sollte man mit dem Vermieter sprechen?

Immer, wenn es sich um An-oder Umbauten handelt, die sich nicht wieder in den ursprünglichen Zustand versetzen lassen, ist das Okay des Vermieters nötig. So etwa, wenn Sie das Bad mit neuen Fliesen ausstatten, den Wohnzimmerboden mit Parket auskleiden, einen Treppenlift einbauen oder einen Wintergarten einrichten wollen.

● Worauf müssen wir als Mieter achten?

Gute Voraussetzungen für das Gespräch mit dem Vermieter sind ein unbefristeteter Mietvertrag und vor allem ein harmonisches Mietverhältnis. In der Regel profitiert der Vermieter von Ihrer Verschönerungs-Aktion ja, denn sie zieht eine Wertsteigerung nach sich. Genau das ist der Punkt: Sie müssen klären, was im Falle Ihres Auszugs geschieht. Übernimmt der Vermieter die Umbauten oder müssen Sie die Wohnung wieder in den Originalzustand versetzen? Zahlt er eventuell sogar einen sogenannten Wertersatz oder erlaubt er, dass Sie von den Nachmietern eine Ablöse verlangen dürfen? Hier sollten Sie sich sich ganz konkret schriftlich absichern. Eine mündliche Zusage hat vor Gericht keinen Bestand.

● Was hat es mit der Rückbaupflicht auf sich?

„Gleichgültig, ob der Mieter mit oder ohne Zustimmung seines Vermieters investiert, er muss damit rechnen, beim Auszug seine Modernisierung wieder rückgängig machen zu müssen“, warnt der Deutsche Mieterbund: Nach dem Gesetz hat der Vermieter Anspruch auf Rückgabe der Wohnung im ursprünglichen Zustand, solange das im Vertrag nicht geändert wurde. Um sich dagegen abzusichern, brauchen Sie eine schriftliche Zusage, dass der Vermieter die Umbauten übernimmt oder der Nachmieter dafür aufkommt.

● Was wenn wir einfach heimlich umbauen?

Stimmt der Vermieter Ihren Renovierungsplänen nicht zu, müssen Sie sich damit arrangieren oder sich eine andere Wohnung suchen. Wer heimlich umbaut, riskiert Baustopp, den sofortigen Rückbau aller Veränderungen, eine Abmahnung und letztendlich sogar die Kündigung des Mietverhältnisses. Dann nämlich wenn er sich weigert, seine Umbauten wieder rauszureißen.

Nie mehr Ärger mit der RENOVIERUNG

1Müssen Mieter beim Aus-zug renovieren? Früher war Renovierung vor Auszug Pflicht der Mieter. Doch der Bundesgerichtshof hat in den letzten Jahren viele Grund-satzurteile gefällt, die zur Fol-ge haben, dass Mieter bei Auszug nicht renovieren müs-sen, obwohl es in einer Klau-sel im Mietvertrag steht. Richter urteilen in Sachen Renovierung immer häufiger mieter-freundlich.

2Welche Klauseln sind ungültig?Wenn der Mietvertrag vorschreibt, die Wohnung innerhalb bestimmter Fristen zu renovieren, kann der Mieter sich freuen. Solche Fristen sind nicht wirksam. Das heißt: Die gesamte Klausel im Mietvertrag zu Renovierungsfristen und Schönheitsreparaturen ist ungültig. Alle anfallenden Renovierungsarbeiten sind dann automatisch Aufgabe des Vermieters Prüfen Sie die exakten Klauseln in Ihrem Mietvertrag.

3 Welche Klausel ist denn wirksam? Mit der For- mulierung „in der Regel“ empfiehlt der Vermieter dem Mieter Schönheitsreparaturen. Die Klausel schreibt die Fristen nicht strikt vor und ist damit wirksam. In diesem Fall muss der Mieter renovieren. Die Formulierung entscheidet über die Renovierungspflicht.

4Was, wenn man schon renoviert hat? Wer trotz ungültiger Schönheitsreparaturklausel Renovierungsarbeiten durchgeführt hat, kann die Kosten von der Renovierung innerhalb von sechs Monaten, vom Vermieter zurückfordern Es lohnt sich zu klären, ob die Renovierung überhaupt nötig war.