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Wer bist du?


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Auszeit - epaper ⋅ Ausgabe 5/2021 vom 07.10.2021

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Bildquelle: Auszeit, Ausgabe 5/2021

Das meine ich durchaus nicht negativ, ich mag es sogar, mich das ein oder andere Mal von meinen Gefühlen treiben zu lassen. Die ein oder andere Träne dabei tut auch gut – es ist ein reinigendes Ritual für mich, diese Gefühle zuzulassen, es tut mir gut. Das beginnt bereits im Oktober, wenn die Tage kürzer und grauer werden, ich im Dunklen aufstehe und im Dunklen wieder nach Hause komme. Die Sonne wandert flach hinter meinem Büro am Himmel entlang und schafft es nur selten, die alte Linde im Hof in diesem geheimnisvollen Spiegel-Licht erstrahlen zu lassen, das ich so mag. Diese geheimnisvolle Zeit eignet sich nicht dazu, den Blick weit schweifen zu lassen, sondern bietet vielmehr die Gelegenheit, sich auf sich selbst zu besinnen, den Blick nach innen zu richten. Ich erwische mich in den letzten Jahren dabei häufig, mich selbst und mein Tun in Frage zu stellen:

• Habe ich alles richtig gemacht? ...

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• Ist das mein Leben, das ich leben möchte?

• Verbringe ich mit den Dingen, die mir wirklich wichtig sind, ausreichend Zeit oder verschwende ich mich?

Und ja, ich habe einige Tage und Nächte in dieser Zeit, in denen ich nach dem Ja auf diese Fragen suchen muss. Unruhige Nächte. Suchende Nächte.

Nimm dein Leben an

Doch mittlerweile weiß ich, dass am Ende dieses Prozesses das JA zu meinem Leben in einer Klarheit und Prägnanz steht, die es vor diesem erneuernden Prozess nicht mehr gehabt hat. Diese Zeit poliert sozusagen mein Selbstvertrauen auf Hochglanz, fegt meine Zweifel hinweg und gibt meinem inneren Feuer, mein Leben zu leben und meinen Weg zu gehen, neue Nahrung. Es lohnt sich, immer mal wieder die ein oder andere Frage an sich selbst zu stellen. Lass sie zu – es sind auf jeden Fall die richtigen.

„Glück bedeutet, zufrieden sein, den Fokus auf das Hier und Jetzt richten zu können, ohne seine Neugier zu verlieren.“

Und diese Fragen brauchen Antworten, immer wieder, auch weil sich die Antworten im Laufe der Zeit ändern werden.

Manche Antworten kommen spontan, manche benötigen etwas Zeit.

Dafür ist diese Jahreszeit genau der richtige Moment. Gibst du dir diese Zeit der Selbstfindung heute nicht,wird für dich im März schon wieder Oktober sein.

Wer bist du?

Wenn du gerade auch nach Antworten für dein Leben suchst, wenn du Lust hast auf ein klein wenig Herbstputz von innen, dann möchte ich dir hier eine kleine Geschichte erzählen. Eine Geschichte, die sich so bestimmt unzählige Male jeden Abend irgendwo auf dieser Welt zuträgt. Eine Geschichte, die dir zeigt, wie wichtig es ist, an den eigenen Weg zu glauben und ihn sich nicht von anderen ausreden zu lassen.Also, lass uns beginnen:

Diesen Beitrag hat Stefan Goedecke erstmals in seinen Auszeit Briefen veröffentlicht, die du hier kostenlos gratis kannst: www.auszeit.bio/achtsam. Wenn du ihm über dein persönliches Honigglas schreiben möchtest, schick ihm eine Nachricht an: stefan@alleswirdgut-buch.de

„Geben wir unseren Träumen Raum und Zeit“

Im Gespräch mit Stefan Goedecke

Stefan, deine Geschichte, die du uns auf diesen Seiten erzählst, bringt wie immer ganz wichtige Fragen auf den Punkt. Also mal genau auf diesen Punkt hin gefragt: Welcher Typ bist du, Rum-Cola oder entkoffeinierter Kaffee?

Ich bin eher so der Typ Kaffee mit Wasser – zumindest morgens – abends gerne mal ein alkoholfreies Bier :). Also, im Ernst – ehrlicherweise kann ich das nicht so genau sagen.

Es ist mal so, mal so. Ich liebe es, Vater zu sein, meine gewohnten Abläufe zu haben und ein Stück Gewissheit zu haben, wissen, was mir die Tage meines Lebens schenken werden.

Diese Routine tut mir gut. Doch ehrlicherweise ist in unserem Leben nichts wirklich „sicher“. Ich verändere mich, mein Umfeld tut das, die Welt – das ganze Leben ist Veränderung.

Mal mehr, mal weniger. Und wenn wir vor solchen Brüchen, vor neuen Dingen stehen, dann verschieben sich Routinen ganz automatisch, der Alltag ist ein anderer als er gestern war. Ganz plötzlich, oft auch ohne dass wir uns das wünschen. Das habe ich schon oft in meinem Leben erfahren, so dass ich mittlerweile meinen Alltag meist als sehr erfüllend sehen kann.

Natürlich holen mich auch manchmal meine eigenen Zweifel ein, meine Fragen an mich selbst und mein Leben, meine Unsicherheit, ob „es“ das jetzt so „war“ oder auch „bleiben soll“.

Vielleicht kennst du diese Sinnfragen ja auch. Das ist in Ordnung so – es ist gut, immer mal wieder zu schauen,ob es uns auf unserem Weg gefällt, ob wir noch auf dem richtigen Weg sind. Die Antworten auf diese Fragen können manchmal unser Leben völlig durcheinanderbringen, immer dann, wenn wir lieber abbiegen wollen statt weiter geradeaus zu fahren. Dann, wenn wir mal etwas gänzlich anderes ausprobieren möchten, ausbrechen aus dem Alltag, der uns, der mir ja die eigenen Grenzen zeigt. Jeder hat Wünsche und Träume, egal ob wir nun eher unstet oder gleichförmig durch unser Leben gehen. Wichtig allein ist, dass wir unseren Träumen Raum und Zeit geben, damit sie in uns weiter reifen können und irgendwann, mit Vorstellungskraft und ein wenig Mut, zu unserer Realität werden können. Das wünsche ich mir –Träume zuzulassen. Denn sie sind der Anfang. Und manchmal, manchmal reicht dafür auch schon eine Rum-Cola aus. Oder eben der Kaffee ohne Koffein….

Gab es einen Punkt in deinem Leben, an dem du dir sicher warst: Das ist mein Weg?

Tatsächlich ja: als ich das erste Mal meinen Sohn, vor nunmehr 20 Jahren in den Armen hielt, kurz nach der Geburt, ganz klein und zerbrechlich, da wusste mein Herz von einem Moment auf den anderen, wo es hingehört.Und zwar in diesem Moment ausschließlich. Alles andere war plötzlich egal. Beruf, Zeit, Kariere, Freunde. Plötzlich war so vieles anders: Auf der Autobahn Tempo 130 maximal.Früh zu Hause sein, nah sein. Nah genug um mitzuerleben wie er groß wird. Und immer, wenn mir das nicht gelang oder auch gelingen konnte, tat mein Herz weh. Aber jedes Leben hat eben auch immer Schienen, in denen es fährt, und manchmal müssen wir für eine Richtungsänderung erst auf den nächsten Rangierbahnhof warten. Und das schmerzt. Auf dem Weg zu meiner Arbeit, damals 550 km weit weg von der Familie. Oder wenn ich nur telefonieren statt „einfach“ nur da sein konnte. Mein Herz hat mir gezeigt, dass ich etwas ändern muss in meinem Leben, um mit meinem Leben Schritt halten zu können. So zog ich wieder zurück nach Leipzig und setzte alles wieder auf Anfang. Viele Freundschaften ließ ich zurück, ein Leben als Jugendlicher, ein großes Stück Freiheit und einen sicheren, gut bezahlten Job. Das alles tauschte ich gegen viel Unsicherheit in einem neuen Leben aber vor allem gegen Liebe. Und das lohnt sich so sehr, egal wie viel „Wert“ auf der anderen Seite der Gleichung steht.

Wird sich die Antwort auf die Frage „Wer bin ich“ in deinem weiteren Leben noch ändern?

Ach, gerade erfindet sich mein Leben wieder neu. Mein Sohn ist heute größer als ich (ja, der „kleine“ von „damals“), meine Töchter erzählen mir, was „swag“ bedeutet und wie wichtig „yolo“ ist. Und ich stehe manchmal daneben und frage mich, ob ich noch in diese Zeit passe, ich frage mich, was ich jetzt, an dieser Stelle meines Lebens noch gerne tun möchte. Ich frage mich, wie viel Zeit ich dafür noch habe und ob diese Zeit reicht für all das, was ich noch tun möchte. Ich frage mich, ob es nicht für einige Dinge schon zu spät ist. Doch das ist ein Prozess, kein Ereignis, das alles umkrempelt. Und so gehe ich schon heute andere Wege als vielleicht vor zwei, drei Jahren. Ich bin nicht abgebogen, nein, ich fühle mich wohl auf meinem Weg, doch ich schaue immer mal genauer hin, was so an meinem Wegesrand zu sehen ist. Ich spüre den Wind der Veränderung, der in mein Leben weht. Mal ist er warm und einlandend, kündet von neuen Abenteuern. Mal ist er kalt wie der Frost in Sibirien, immer dann,wenn er von Abschied und Loslassen kündet. Die Herausforderung ist, nun mit beiden Winden zu segeln, ohne zu wissen, aus welcher Richtung er gerade bläst. Ich habe darüber viel in meinem Buch geschrieben, das hat mir geholfen, mich auf die wirklich wichtigen Dinge des Lebens zu konzentrieren.

In deinem Buch „Alles wird gut“ bekommt das Mädchen Mia ja quasi einen Lebenskompass geschenkt. Was wirst du deinen Enkeln einmal mit auf ihren Weg geben?

Naja, erstmal meinen Kindern. Enkel sind noch keine da (lacht). Aber wenn es eine solche Leitplanke für das Leben gibt, dann wäre es vielleicht dieser Satz: „Du kannst dir Glück nicht kaufen“. Es ist weder die Packung Duplo an der Supermarkt-Kasse, noch das erste Auto oder ein Urlaub auf den Malediven. Denn Glück bedeutet, zufrieden sein, den Fokus auf das Hier und Jetzt richten zu können, ohne seine Neugier zu verlieren.

Bereit zu sein für alles, was uns das Leben noch schenken wird. Und für dieses Geschenk auch etwas zu tun. In meinem Buch formuliert es Mias Großmutter so: „Bewahre dir stets ein paar mehr Träume im Herzen, als du dir jetzt selbst erfüllen kannst.“Das wäre auch mein Wunsch an und für meine Kinder, wenn einst der Tag kommt, an dem wir einander loslassen müssen.

Stell dir an dieser Stelle ein kleines Café vor, es ist Herbst und es wird so langsam Abend. Zwei Männer sitzen in diesemCafé, ohne dass der eine den anderen wahrnimmt. Der eine sitzt an „Tisch 7“, der andere an der Bar.

Tisch 7 ist Typ Buchhalter. Etwas unsicher, lichtes Haar, der Mantel bleibt an, weil die Garderobe ja nicht sicher ist. Der Mann an der Bar ist der Rebell. Wacher Blick, einnehmendes Wesen – Jacke braucht er selbst an kalten Tagen wie heute nicht. So ein Art Nespresso-Clooney-Typ. Beide Anfang 40, die ersten grauen Haare an den Schläfen – der eine trägt seine Haare zu einem Zopf gebunden, der andere hat obenrum nicht mehr so viele, dass da noch ein würdevoller Zopf herauskommen würde. Unser George bestellt eine Rum-Cola, Tisch 7 einen entkoffeinierten Kaffe mit einem Wasser ohne Gas. Alles ohne – wie

„Ich verändere mich, mein Umfeld tut das, die Welt – das ganze Leben ist Veränderung.“immer, eigentlich. Es ist fast 20.00 Uhr, draußen ist es nun schon dunkel und der Tag war für beide nicht einfach. Die beiden Helden der Geschichte haben Gelegenheit über ihr Leben zu sinnieren. Während unser Buchhalter daran denkt, aus allem einmal auszubrechen, Job, Familie mal für einige Tage hinter sich zu lassen, etwas Neues wagen – ein richtiges Abenteuer eben – von denen er so wenig hat in seinem Leben. Die Rum-Cola sehnt sich dagegen nach einer Konstanz in seinem Leben. Nach einer Richtung, er will weg von wellenartigen Hochs und Tiefs, will endlich Beständigkeit. Vielleicht Familie, bestimmt sogar. Kinder, ja, das wäre was. Und beide sind hier in dieser Bar.

Beide wollen mal was anders machen. Und beide haben sogar damit schon angefangen. Der Buchhalter ist sonst nie hier, schon gar nicht 20.00 Uhr, denn zu dieser Zeit bringt er nämlich seine Kinder ins Bett. George ist sonst erst nach 23.00 Uhr auf einen Absacker da – vorher nie, da ist er noch woanders unterwegs. Doch heute ist es irgendwie anders. Auch die Getränkewünsche –immer dasselbe kann auf Dauer ja auch nicht schmecken, oder? Für die Verlängerung der Bedenkzeit bestellt unser Familienvater also eine gewagte Cola.

Zwar ohne Rum, aber „die mit Zucker, ausnahmsweise“. Für den gezopften Rebellen gibt es einen Kaffee ohne Koffein, „für die Gesundheit“, das hat er sich vorgenommen.

„Wie früher“, denkt nun der eine und kostet ein Stück Vergangenheit. Der andere denkt dagegen: „So schmeckt dasalso“, und kostet ein Stück Zukunft. Die ersten drei Schlucke sind gut, doch nach dem sie jeder ein halbes Glas geleert haben, stellen beide fest, dass ihnen nicht schmeckt, was sie nun trinken. „Zu süss“, der eine – „Zu fad“, der andere. Sie schieben die Gläser weg und bestellen noch einmal das Gewohnte. Und stellen verwundert fest: Es schmeckt jetzt viel besser. Und auch irgendwie wieder „anders“.

Raus aus der Routine

Weißt du – manchmal ist es nur diese eine, eigentlich doch so kleine Änderung der täglichen Gewohnheiten, die uns unseren Alltag in neuen Farben erscheinen lässt – um bei dem Bild zu bleiben: appetitlicher eben. Kleine Dinge kannst du einfach mal machen, statt nur von den Großen zu träumen: Cola statt Kaffee, wieder mal ausgehen – trotz anderer Erwartungen an dich, Jeans statt Anzug, Bus statt Auto, um zur Arbeit zu gelangen. Es muss nicht immer der „Retreat im Oktober“ oder „Yoga in Indien, wenn ich in Rente bin“ sein, um eine Pause von seinen eigenen Routinen einzulegen. Wenn wir in unserem Alltag immer mal etwas Neues ausprobieren, kleine Highlights setzen,werden wir meist feststellen, dass das, was wir haben, doch eigentlich sehr schön ist.

Stefan Goedecke

„Alles wird gut“

Auerbach Verlag, 2021 ISBN: 978-3948537081

Das ist der Titel des neue Buches von Stefan Goedecke. Es geht um die Liebe zum Leben und die Hoffnung auf ein Wiedersehen. Mit seiner einfühlsamen Bildsprache erinnert der Autor seine Leser*innen an ihre Kindheit, an die Leichtigkeit im Herzen und spricht in tief berührenden Dialogen über die Geheimnisse des Lebens. Ab sofort im Buchhandel, bei Amazon oder direkt in seinem Buchshop: www.alleswirdgut-buch.de

Und dass es sich lohnt, daran festzuhalten. Und das Beste ist: Mit solchen kleinen Dingen kannst du auch viel leichter anfangen, als immer nur von der einen, ganz großen Veränderung in deinem Leben zu träumen. Diese kleinen Dinge, die dein Leben nicht von grundauf umkrempeln, aber eben doch anders sind als gestern, helfen dir, im Alltäglichen wieder das Besondere zu erkennen. Viel zu oft übersehen wir sie oder schätzen sie zu wenig wert.

Schärfe deinen Blick für die Details des Lebens und lerne dich dabei selbst besser kennen.

Neues wagen, etwas anderes tun, ist genau so, als wenn du jahrelang auf eine bunte Frühlingswiese schaust, aber erst heute wieder die Schönheit einzelner Tulpen und Krokusse erkennen kannst. Diesen Blick wünsche ich dir. Weil jeder Tag in deinem Leben zählt. Und vor allem: Weil auch deine Wiese so detailund facettenreich ist, dass sie jeden Moment des Betrachtens lohnt. Sieh genau hin. Nimm dir Zeit dafür.

Denn du machst das für dich. Für dich! Nicht für andere. Scheiß auf den Druck aus Gesellschaft, Medien oder deinen Bekannten. „Du musst doch mal ...“ (die Welt kennenlernen, mal was anderes machen, Schluss machen, einen Freund finden, blablabla.) Alles Quark:Du musst gar nix, es sei denn du willst es. Trink Kaffee, wenn du magst, probier mal das Fitnessstudio (und lass es danach wieder, wenn es dir nicht gefällt), geh mit deinen Freundinnen aus oder einfach mal spazieren im Park. Egal. Tu, was dir gut tut und was dir richtig erscheint und dein Leben erfüllt. Probiere dabei auch immer mal etwas Neues.Nur so kannst du wirklich wissen, dass die Cola doch nicht so deins und dein Leben so wie du es führst, eigentlich ganz in Ordnung ist.

Geh deinen Weg

Also: Cola oder Kaffee: Egal. Probiere! Koste vom Leben. Aber – und jetzt kommt’s: Wenn du gefunden hast, was dir schmeckt, dann halt es auch fest. Es lohnt sich, versprochen. Abenteuer wirst du auch in deinem gewohnten Leben erkennen. Sieh genau hin.Dafür wünsche ich dir heute und jetzt einen guten Anfang. Vielleicht mit einem gewagten, entkoffeinierten Kaffee?

STEFAN GOEDECKE

Stefan Goedecke

Stefan Goedecke teilt seine Gedanken mit zehntausenden Menschen als Herausgeber und Kraftquelle der Auszeit und der Ich bin. Seine sehr persönlichen Auszeit-Briefe berühren jede Woche tausende Menschen im Herzen. Stefan ist Autor zahlreicher Essays, Artikel, Kurse, Blogs und Gedichte. Du kannst dich hier gratis für seine Auszeit-Briefe eintragen: auszeit.bio/ achtsam. Als Willkommensgeschenk für dich gibt es das große Achtsamkeit-Grundlagenwerk mit der Essenz der schönsten Auszeit-Artikel über Achtsamkeit und Meditation im Alltag. Stefans neues Buch findest du unter: alleswirdgut-buch.de Wenn du magst, folge Stefan bei Instagram: @stefan.auszeit für eine Tagesinspiration.