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WER BRAUCHT NOCH KAMERAS ?AMERAS ?


Computer Bild - epaper ⋅ Ausgabe 18/2021 vom 27.08.2021

Kameras gegen Smartphones

Artikelbild für den Artikel "WER BRAUCHT NOCH KAMERAS ?AMERAS ?" aus der Ausgabe 18/2021 von Computer Bild. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Computer Bild, Ausgabe 18/2021

„Ein gutes Smartphone knipst nebenbei so gut wie eine Kompaktkamera!“

Michael Huch Stellv. Ressortleiter Telekommunikation und Internet

„Mehr schleppen? Ja, aber dafür schieße ich auch die besseren Bilder.“

Sven Schulz Redakteur

Warum schleppst du immer eine Kamera mit, Sven?

Du hast doch ein Smartphone!“ „Ja, aber selbst eine Kompaktkamera macht bessere Fotos als ein Handy, Michael.“ „Das wollen wir doch erst mal sehen“. Das war in der Kurzversion die Vorgeschichte zu diesem Test.

Jeder sollte sich drei Geräte aussuchen. Bei den Smartphones griff Michael zu den bewährten Foto- Artisten Apple iPhone 12 Pro Max, Samsung Galaxy S21 Ultra und Xiaomi Mi 11 Ultra. Die Oberklasseboliden kosten zwischen 900 und 1700 Euro. Eigentlich kostet das Mi 11 Ultra „nur“ 1200 Euro, aber die knappe Verfügbarkeit treibt die Preise in die Höhe. Die Ehre der Kameras wollte Sven mit der Canon EOS ...

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... M50 Mark II, Nikon D3500 und Panasonic Lumix TZ96 retten. Diese Modelle sind mit Preisen zwischen 370 bis 700 Euro so günstig, dass meist noch Geld für ein ordentliches Smartphone übrig bleibt. Und das, obwohl die etwas ältere Nikon sogar als Kit mit zwei Zoom-Objektiven zum Test antrat.

So lief der Vergleich ab

Die beiden Redakteure Michael und Sven gingen zusammen auf Fotosafari und knipsten mit ihren Geräten dieselben Motive in fünf Szenarien mit Automatikmodus:

1. U-Bahnhof: Weitwinkel bei Kunstlicht.

2. Blume: Nahaufnahme.

3. Straßenszene: Tele-Zoom bei Tageslicht.

4. Denkmal: Porträtmodus bei Tageslicht.

5. Kunstkopf: Blitz/Nachtmodus bei sehr schlechter Beleuchtung.

Der Automa- tikmodus ist bereits die Hürde für Kamera- Tester Sven, der eigentlich eine bessere Einstellungsidee als die Automatik und gern auch für jedes Motiv das passende Objektiv im Gepäck hat.

Der Handy-Tester Michael verlässt sich da lieber auf die Automatik – zack, fertig. Ins Heft haben es aus Platzgründen jeweils das beste und das schlechteste Foto des Smartphone- und des Kamera-Trios geschafft.

Ich versteh nur Bahnhof

Der erste Weg führt in die U-Bahn- Station Überseequartier. Wenig Tageslicht und viele Leuchtstoffröhren erzeugen eine besondere Lichtsituation und die erste dicke Überraschung: Bei Rauschverhalten und Detailwiedergabe können die Kameras nicht mit den Smartphones mithalten. Am besten meistert noch die Nikon D3500 die Situation, die sich aber bei der Belichtung etwas verschätzt und ein zu dunkles Bild abliefert. Das sorgt für feines Bildrauschen. Details wie Schriften und Kanten sind unschärfer als bei den Handys, aber besser als bei der Panasonic Lumix TZ96, die Michael mit grobem Bildrauschen und unsauberen Kanten in seiner Meinung bestärkt.

In der Gruppe der Smartphones sind die Unterschiede eher gering, aber das Mi 11 Ultra setzt sich mit dem klarsten, detail-reichsten und am wenigsten rauschenden Foto durch. Doch auch die anderen Handys haben in bestimmten Bildbereichen ihre Vorzüge: Das iPhone ist bei den Pfosten im Vordergrund am genauesten. Am Bahnsteig zeigt das Mi 11 Ultra die meisten Details, während das S21 Ultra die Stufen glatt filtert und es an den Fliesen ordentlich rauschen lässt.

Lass Blumen sprechen

Gleich am U-Bahn-Ausgang wartet das nächste Motiv: eine Blume, die sich im Wind bewegt. Hier sind die Unterschiede gewaltig. Schlusslicht ist das Samsung Galaxy S21 Ultra, dessen Automatik sich offenbar total vergriffen hat. Der Kontrast ist völlig überzeichnet, es rauscht gewaltig das Bild ist unscharf – fast wie ein Comic- Filter. Alle anderen Kandidaten liefern klar bessere Bilder. Das Xiaomi Mi 11 Ultra bietet ein enorm detailreiches Foto, in der Schärfeebene sind kleinste Krümel aus Blütenstaub erkennbar.

Hier muss sich selbst die beste Kamera strecken. Die Nikon D3500 zeigt ebenso viele Details, produziert darüber hinaus ein noch natürlicheres Bild. Das Kamera-Schlusslicht Lumix TZ96 kann bei der Schärfe nicht ganz mithalten und muss sogar dem Mi 11 Ultra den Vortritt lassen.

Es hat Zoom gemacht

Siegesgewiss nimmt der Handy- Experte Michael Aufstellung auf der Magdeburger Brücke und peilt mit seinen Smartphone- Zoom-Monstern mit 100- und

KAMERA V S. SMARTPHONE

Nach dem Motto „20 Bilder sagen mehr als tausend Worte“ können Sie sich auf den folgenden Seiten ein eigenes Bild von den Aufnahmen der Kameras und Smartphones machen. Aus Platzgründen ist immer nur das Foto der besten und schlechtesten Kameras und Smartphones eines Bildmotivs zu sehen. Weil die Beurteilung auf so kleiner Fläche nur bedingt möglich ist, war für den Test der Foto-Vergleich an Monitoren ausschlaggebend.

SO LIEF DER TEST

2 . SZENARIO NAHAUFNAHME

Die Nikon D3500 verschätzte sich bei der Belichtungsmessung – und schoss ein zu dunkles Bild. Die Folgen: leichter Verlust an Detailgenauigkeit und geringes Bildrauschen – die beste Kamera blieb sie trotzdem, knapp vor der Canon EOS M50 Mark II.

Schummerlicht mag die Panasonic Lumix TZ96 nicht so gern, hier gerät der kleine Sensor an seine Grenzen. Das Bild im Treppenhaus zeigt deutlich weniger Details als die Fotos der anderen Testkandidaten und obendrein leichtes Bildrauschen.

Kräftige und sehr natürliche Farben, dazu sehr viele Details und ein sanftes Abfallen der Schärfe zum Hintergrund: Beim Fotografieren der Stockrose machte die Nikon D3500 die beste Figur, ähnlich gut war nur das Xiaomi Mi 11 Ultra.

Besser als viele Smartphones, aber nicht so gut wie das Xiaomi Mi 11 Ultra – die Panasonic Lumix TZ96 lieferte ein gutes Foto, aber nicht so farbstark und detailreich. Der nur leicht unscharfe Hintergrund macht das Bild etwas unruhig.

120-facher Vergrößerung das Maritime Museum an. Die Enttäuschung kommt dann mit der Auswertung am großen Monitor. Die Kameras haben zwar keine aberwitzigen Zooms mit 100-facher Vergrößerung, dafür bieten sie viel mehr Details und Reserven, um die Bilder digital per Bildbearbeitung zu vergrößern.Am besten schlägt sich hier die Lumix TZ96 mit ihrem optischen 30-fach- Zoom. Schlusslicht im Kamera- Trio, aber kaum schlechter, ist die Canon EOS M50 Mark II.

Die Handys vergrößern vor allem digital und übertreiben dabei oft. Das 120-fache Zoom des Mi 11 Ultra ist nun mal eine Kombination aus einem optischen Fünffach-

Zoom und einem 48-Megapixel- Sensor. Bis zu einer zehnfachen Vergrößerung sind die Ergebnisse gut, danach werden nur noch Pixel interpoliert.Auf der optischen Seite bieten die Kameraobjektive zudem mehr als die Periskop- Konstruktionen der Handys.

Das iPhone beteiligt sich mit seinem 2,5-fachen optischen Zoom erwartungsgemäß nur widerwillig am Zoom-Rennen und produziert im Vergleich zu den anderen Kandidaten Pixelbrei. Wäre das iPhone der Maßstab, könnten Mi 11 Ultra und S21 Ultra richtig glänzen, aber sobald eine richtige Kamera um die Ecke kommt, ist es mit dem Angeben vorbei. Trotzdem ist es beeindru-

Das Xiaomi Mi 11 Ultra ist die Überraschung im Testfeld. Nicht mal die Kameras schaffen eine so ausgeglichene Belichtung und vor allem ein derart detailreiches Bild. Auch Rauschen ist kein Thema. Am Bildrand war das iPhone ähnlich stark.

Hier ist es unfair, von einem Verlierer zu sprechen, denn das Samsung Galaxy S21 Ultra macht seine Sache eigentlich ganz gut, zumindest hält es locker mit den Kameras mit. Allerdings ist das Foto nicht so scharf, und es rauscht mehr als beim Xiaomi.

Typisch Handy: Durch die kürzere Brennweite gibt’s mehr vom Hintergrund zu sehen. Wer mit dem Autofokus des Xiaomi Mi 11 Ultra den gewünschten Punkt trifft, bekommt ein scharfes und farbenfrohes Bild – nur die Nikon war noch etwas besser.

Da hat die Automatik des Samsung Galaxy S21 Ultra den falschen Gang beziehungsweise ein unpassendes Motivprogramm eingelegt. Die Kontraste sind überzeichnet, und es rauscht gewaltig. Mit Abstand das schlechteste Foto im Test.

3 . SZENARIO OPTISCHES ZOOM

Panasonic Lumix TZ96 1,0

100-fach-Zoom? Braucht die Panasonic Lumix TZ96 nicht. Ihr reicht schon ein 30-fach-Zoom, um die kleine Ape aus rund 200 Meter Entfernung schön detailreich und knackig-scharf abzulichten – das schaffte sonst kein anderer Testkandidat.

Canon EOS M50 Mark II 1,0

Der Canon geht beim Zoom als erste Kamera die Puste aus. Zum Ranholen der Ape reicht das Zoom zwar nicht, aber die Aufnahme mit dem EF-M 55–200mm f4.5–6.3 IS STM (280 Euro) liefert genug Reserven für eine digitale Vergrößerung in sehr guter Qualität.

4 . SZENARIO PORTRÄT: ECHTES BOKEH

Nikon D3500 1,0

Sehr detailreich, knackig scharf, kontraststark und – im Bildausschnitt schwer zu sehen – mit unscharfem Hintergrund: Die Nikon D3500 setzt den Maßstab bei Porträts. Da kann kein Smartphone und nur eine Kamera mithalten – die Canon EOS M50 II.

Panasonic Lumix TZ96 2,0

Bei Porträts kann die Panasonic TZ96 nicht mit der Canon und der Nikon mithalten, ihre Bilder sind weniger detailreich. Zudem sorgt der kleinere Sensor für einen schärferen Hintergrund und damit weniger Bokeh. Besser als ein Handy ist sie hier allemal.

5. SZENARIO DUNKELHEIT: BLITZ

Nikon D3500 1,0

Der eingebaute Mini-Blitz der Nikon D3500 sorgt für den Unterschied: Damit gelingen auch in extrem schummriger Umgebung gute Bilder, deutlich besser als im Nachtmodus der Smart phones. Ähnlich gut ist nur die Canon EOS M50 Mark II.

Panasonic Lumix TZ96 2,0

Auch die Panasonic Lumix TZ96 bringt einen Blitz mit – der ist aber schwächer als bei Canon und Nikon. Im Kombination mit dem kleineren Bildsensor sorgt das für einen sichtbaren Qualitätsverlust. Besser als die Smartphones ist die TZ96 aber trotzdem.

3. SZENARIO ZOOM: OPTISCH UND DIGITAL

Xiaomi Mi 11 Ultra 3,0

Das Xiaomi Mi 11 Ultra hat auf dem Papier einen gigantischen 120-fachen Zoom, der sich mit seiner vornehmlich digitalen Herkunft in der Praxis aber deutlich den Kameras geschlagen geben muss. Zum Angeben in der Handywelt reicht’s aber locker.

iPhone 12 Pro Max 6,0

Dem iPhone 12 Pro Max fällt im Zoom-Vergleich der letzte Platz zu. Mit seinem 2,5-fachen optischen Zoom kommt man schnell an Grenzen, das weiter reichende Digitalzoom führt zu Unschärfe. Das Foto offenbart wesentlich weniger Details als alle anderen.

4. SZENARIO PORTRÄT: KI-BOKEH

iPhone 12 Pro Max 3,0

Unter den Handys macht das iPhone das beste Porträtfoto. Es lässt den Hintergrund künstlich verschwimmen, rechnet dabei allerdings am Motiv herum. Dadurch verschwimmen Details, zudem fallen Kanten weniger präzise aus als bei den Kameras.

Samsung Galaxy S21 Ultra 4,0

Das Samsung Galaxy S21 Ultra erzeugt unter den Handys noch die beste Kante ums Motiv, verschwommen ist sie trotzdem. Das gilt leider auch für Klaus Störtebeker, dessen Struktur auf der Statue zu großen Teilen weggebügelt wird.

5. SZENARIO DUNKELHEIT: NACHTMODUS

iPhone 12 Pro Max 3,0

Bei Blitzaufnahmen versagen die meisten Handys. Dabei gehören die iPhones noch zu den besseren Kandidaten. Das gilt auch für den Nachtmodus, der automatisch die Belichtung verlängert und wenigstens unter den Smartphones das beste Foto liefert.

Xiaomi Mi 11 Ultra 5,0

Eigentlich gehört auch das Mi 11 Ultra zu den Smartphones, die die Nacht zum Tag machen, aber das Szenario des Test-Stilllebens hat dem Mi nicht geschmeckt. Es rauscht, die Bildschärfe ist mies. So reicht es nur zum letzten Platz.

ckend, was die Hersteller in so flache Handys reinquetschen.

Allerdings nur, solange sich das Motiv nicht bewegt – dann sind die Kameras wieder klar im Vorteil, vor allem größere Systemund Spiegelreflex-Modelle. Die lassen sich dank Griff und Extrahalt am Objektiv leichter aufs Motiv ausrichten und haben einen schnelleren Autofokus.

Bokeh: Echt oder nicht?

Eigentlich dachte Michael, dass sich die großen Unterschiede beim Bokeh-Effekt – also ein scharfes Motiv vor unscharfem Hintergrund – nur mit Haaren und Brillen herausarbeiten lassen. Das sind oft neuralgische Punkte, an denen die Software der Smartphones bei der Objekterkennung zu knabbern hat. Denn Unschärfe müssen Handys meist errechnen.

In vielen Geräten gibt es zwar Assistenz- oder 3D-Sensoren, die Berechnungen mit Tiefeninformationen unterstützen, aber das erzeugt im besten Fall nur die Illusion von Bokeh.

Richtige Kameras müssen dagegen nicht rätseln, was Motiv und was Hintergrund ist und wo genau die Grenze verläuft: Der Fotograf definiert die Ebene, die scharf sein soll, der Rest verschwimmt. So gibt es keine „verrechneten“ Kanten. Selbst die schlechteste Kamera im Test zauberte ein wesentlich detailreicheres Bokeh- Bild als das iPhone, das unter den Handys am besten abschnitt. Doch selbst ohne Haare waren bei genauerer Betrachtung etliche Fehler erkennbar. So war die Kante durch einen weichen Rand gekennzeichnet, der bei echtem Bokeh messerscharf ausfiel.

Licht (fast) aus

Beim Fotografieren mit wenig Licht hat sich in den vergangenen Jahren viel getan. Lange Belichtungszeiten und die Kombination mehrerer Aufnahmen im Nachtmodus führen selbst bei fast totaler Dunkelheit noch zu Fotos, die Details zeigen, die das menschliche Auge kaum mehr erkennt.

Kameras sind bei langen Belichtungszeiten ohne Stativ aufgeschmissen, aber mit Blitz gelingen ihnen ordentliche Bilder. Selbst die schlechteste Kamera ist mit Blitz im Dunkeln besser als der beste Nachtmodus eines Smartphones. Dem iPhone gelingt der beste Kompromiss aus Details und Rauschen. Das S21 ist zwar heller, wirbelt aber die Farben wild durcheinander. Die wenigsten Details zeigt das Xiaomi Mi 11 Ultra.

[mhu/svs]

FAZIT

Ja, Kameras machen meist die besseren und natürlicheren Fotos. Doch extrem groß waren die Unterschiede im Test nicht. Und es gab auch Überraschungen: So verlor das Samsung-Handy mit 100-fachem „Space Zoom“ gegen das 30-fach-

Tele der Panasonic-Kamera. Andererseits schnitten die Handys bei wenig Licht teils besser ab als die Kameras. Natürlich können die Vorteile von Kameras in anderen Preisund Ausstattungsklassen größer ausfallen. Aber dann schleppt man noch mehr. Steht Top-Bildqualität im Vordergrund, können Smartphones den Kameras nicht das Wasser reichen. Aber Kompaktkameras kommen sie gefährlich nahe, das Xiaomi ist teils sogar besser. Und da oft der Zufall die besten Motive arrangiert, schießt das Handy oft das bessere Bild als die Profi-Kamera zu Hause.