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WER MACHT DAS RENNEN?


Computer Bild - epaper ⋅ Ausgabe 24/2021 vom 19.11.2021

Robo-Putzhilfen

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„Smart und gründlich saugen? Das geht auch günstig. Gutes Wischen gibt’s erst ab etwa 500 Euro.“

Timo Schurwanz Redakteur

Niedlich anzusehen, oft stets bemüht, aber immer sündhaft teuer – vor ein paar Jahren waren Saugroboter noch ein Luxusobjekt im Smarthome. Das hat sich geändert. Die Hersteller packen in ihre Geräte immer mehr Putz-Fähigkeiten, smarte Funktionen und Automatiken und drehen zugleich die Preisschraube nach unten.

Deshalb fahren Saug- und Wischroboter durch immer mehr deutsche Wohnungen, holen geduldig Wollmäuse unter dem Sofa hervor und wischen auch gleich feucht durch. Für viele Menschen sind sie aus dem Haushalt nicht mehr wegzudenken. Das zeigen auch die einfallsreichen Namen, die viele Besitzer dem neuen Familienmitglied verpassen – ob Robbie, Krümel, Terminator oder Dirty Harry (siehe nächste Doppelseite). Nur welcher aktuelle Robo hat so viel Wertschätzung ...

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... wirklich verdient? Das klärt COM- PUTER BILD im Test von acht smarten Putzhilfen.

Putzhilfen für jeden Geldbeutel

Neben vier teureren Modellen haben es auch vier Schnäppchensauger in den Vergleich smarter Putzroboter geschafft. Obwohl Käufer und Käuferinnen für die günstigen Robos nur 150 bis 350 Euro hinblättern müssen, ist bei allen auch eine Wischfunktion an Bord. Aber verrichten die Günstig-Sauger den heimischen Putzdienst genauso gut wie die teureren Topmodelle bis 700 Euro?

Smart müssen sie sein!

Ein Saug- und Wischroboter ist nur dann eine Hilfe im Haushalt, wenn er selbst wenig pflegebedürftig ist und möglichst viel selbst übernimmt. Daher sollte der smarte Haushaltshelfer diese Putztalente mitbringen:

Putzen nach Plan: Wer smart putzen will, freut sich über eine Smartphone-App als Helfer. Alle Roboter im Test lassen sich damit in Betrieb nehmen und dann auf Putztour schicken. Auch Zeitpläne sind programmierbar, damit das Gerät etwa jeden zweiten Abend oder sonntags nach dem Frühstück loslegt.

Ortskundig: Um sich gut zurechtzufinden, haben fast alle Robos einen Laser zur Navigation an Bord. Der vermisst Räume haargenau und fertigt eine virtuelle Karte an. Das Gerät weiß also stets, wo’s langgeht, und fährt alles systematisch Bahn für Bahn ab – wichtig für große und verwinkelte Wohnungen mit vielen Räumen! Bei Yeedi schaut sich eine Kamera um, bei Medion übernehmen Sensoren die Navigation – leider weniger zuverlässig.

Schön flach: Der beste Roboter taugt nicht, wenn er nicht an den Schmutz herankommt. Alle Geräte im Test messen 33 bis 35 Zentimeter im Durchmesser. Das ist meist kompakt genug, um sich gekonnt um Stuhl-und Tischbeine zu schlängeln. Kleine, aber feine Unterschiede gibt’s bei der Höhe:

Der flache Yeedi (7,7 Zentimeter) kommt oft besser unter Betten, Sofas und Kommoden als der hohe Hobot (10,5 Zentimeter).

Leise: Alle Testkandidaten erledigen ihren Job einigermaßen geräuscharm. Wer es besonders leise mag, lässt Ecovacs, Eufy oder Dreame zu Hause einziehen. Nebenbei Fernsehen gucken ist trotzdem schwierig. Schön diskret: Ecovacs erkennt Menschen und spart „bewohnte“ Räume auf seiner Putztour erst einmal aus.

Ausdauernd: Roborock und Eufy halten mit einer Akkuladung bis zu drei Stunden durch – doppelt so lange wie der Medion, der bereits nach 90 Minuten schlapp machte. Zu dumm, dass ausgerechnet der zwar zur Ladestation zurückfährt, seine unterbrochene Putzarbeit nach dem „Auftanken“ aber nicht automatisch fortsetzt. So selbstständig waren sonst alle anderen im Test.

Hungrig: Nach einigen Proberunden zum Kennenlernen der Räumlichkeiten streuten die Tester für jeden Roboter 100 Gramm Schmutz aus, bestehend aus 70 Gramm Katzenstreu, 20 Gramm Müsli und 10 Gramm Holzspänen. Wie viel davon konnte jeder vom Teppich-und PVC-Boden aufsammeln? Das Ergebnis: Der Beste nahm fast alles mit (Ecovacs, 97 Gramm), der Schlechteste nur drei Viertel (Medion, 75 Gramm). Damit der Schmutz an Bord kommt, schubsen ihn rotierende Seitenbürsten zur Öffnung. Oft befördern kräftige Rollen oder Bürstenwalzen den Dreck dann ins Innere. Nur der Hobot saugt Staub und Krümel einfach durch einen Schlitz – und versagt so etwa bei in den Teppich eingetretenem Dreck.

SAUGLEISTUNG: SCHLUCKEN GEGEN SCHLUDERN

Was dem Ecovacs Deebot T9 Aivi an Schmutz vor die Nase kommt, schluckt er fast vollständig. Nur wenige Krümel ließ er im Test zurück. Das liegt auch daran, dass der Roboter bei viel Dreck oder Teppichboden die Saugkraft verstärkt und dank smarter Lasernavigation keine Nische unentdeckt bleibt. Ebenfalls saugstark unterwegs: der Roborock S7 und der Eufy Robovac X8 Hybrid.

Wenn der Yeedi 2 Hybrid über den Fußboden rollt, bleibt einiges liegen. 100 Gramm Dreck streuten die Tester aus, 82 Gramm landeten im eingesetzten Schmutzbehälter. Den Rest, also knapp ein Fünftel, wollte sich das Gerät im Test nicht einverleiben. Noch etwas nachlässiger beim Saugen zeigten sich nur der Dreame L10 Pro und der Medion MD 19601.

Eingesammelter Schmutz fährt bei allen Geräten in der Staubbox mit. Die ist beim Dreame mit 570 Milliliter Fassungsvermögen großzügig bemessen. Beim Ecovacs (300 ml) ist häufigeres Ausleeren nötig. Immerhin erinnern Sprachansagen und App-Meldungen daran.

Links liegen lassen, bitte

Die Robos können zwar die unordentliche Wohnung nicht aufräumen, aber immerhin bringt das Chaos schlaue Geräte nicht aus dem Takt. Sie analysieren mit Kameras und Sensoren den Weg und vermeiden so, dass sie herumliegende Gegenstände verschieben oder gar „fressen“. Das gelang im Test aber nur Dreame und Ecovacs souverän: Sie erkannten Kabel, Socken, Schuhe und sogar Plastik-Hundehaufen als Hindernisse, bremsten ab, stoppten die Seitenbürsten und fuhren mit etwas Abstand drum herum. Anders die anderen Robos: Sie schoben die Gegenstände eifrig durch die Gegend oder fuhren drüber.

So geht Wischen

Wer zu Hause wenig Teppich und überwiegend Parkett oder Fliesen hat, braucht eine Wischfunktion. Alle Roboter im Test sind Hybridgeräte, die auch diese Arbeit übernehmen wollen: einfach Wassertank befüllen, Wischmatte anbringen, und schon wischen die Geräte feucht durch.

Der Test zeigt, dass nur wenige auch beim Wischen glänzen: Eufy, Dreame und Yeedi ziehen die Matte mit wenig Druck hinter sich her und „streicheln“ den Boden eher. Hartnäckigen Schmutz oder festgetrocknete Flecken beseitigt das nicht. Mies: Bei Medion kommt obendrein kaum Wasser auf den Boden. Durchgefallen! Besser machen es Ecovacs, Roborock und Zaco. Mit Extra-Wassertank, Wasserpumpe und Rüttelplatte ausgestattet, lässt sich ihnen ansatzweise ein Schrubben attestieren. Alle drei bringen eine Teppicherkennung mit, die den geliebten Flokati schützt – bei Zaco nicht immer zuverlässig. Beim Hobot fahren gleich zwei Putzlappen mit, einer zum Wischen, einer zum Polieren. Blöd nur, dass er damit auf dem Teppich ständig hängen bleibt. Wie’s besser geht, zeigt der Roborock. Er hebt seine Wischplatte an, sobald er über die Auslegeware rollt oder in der Ladestation parkt.

[tsz]

FAZIT

Sparfüchse müssen ganz stark sein: Wie der Test zeigt, sind für wirklich gutes und smartes Putzen ein paar Euro fällig. Hier machen Ecovacs (699 Euro) und Roborock (480 Euro) das Rennen. Wer kaum wischen muss und vor dem Putzen etwas Ordnung schafft, findet auch in den günstigeren Geräten von Dreame (320 Euro), Zaco (350 Euro) oder Yeedi (200 Euro) hilfreiche Reinigungskräfte.

SO NENNEN DEUTSCHE IHREN ROBO

Naheliegend

Bertie, Berta, Robbie, Robert, Staubi, Wischi, Saugi, Schlucki, Dusty

Stars & TV-Sternchen

Bill Cleanton, Dirty Harry, Dust in Hoffmann, Elon Dust, Helene Wischer, Iron Man, Käpt’n Kehrk, Wischerman’s Friend

Tierisch

Saugetier, Tyrannosaugus Rex, Lumpi, Fiffi

Witzig

Staubkind, Krümel, Strolchi, Hubert, Reinemann, Reinhold, James, Alfred, Bobby, Mampffred

Roboter & Comic-Helden

Arielle die Kehrjungfrau, Robocop, Wall-E, R2-D2, RoboCop, Terminator, Pac-Man, K.I.T.T.

Quelle: Mariella Wendel, www.homeandsmart.de

WISCHLEISTUNG: SCHRUBBEN GEGEN STREICHELN

Ein echtes Wischtalent will der Hobot Legee 7 sein. Dafür hängen unten gleich zwei Wischlappen dran (siehe Bild). Vier Düsen sollen die passende Wassermenge ausspucken. Das gefiel den Testern.

Blöd nur, dass der Robo auch den Teppich nass machte und sich mitunter festfuhr. Besser gelingt das Schrubben den „rüttelnden“

Wischplatten von Ecovacs, Roborock oder auch Zaco.

Der Medion MD 19601 kommt zwar mit einer Wischfunktion, die ist aber lieblos umgesetzt. Das Gerät gibt kaum Druck auf die Wischplatte und die kaum Wasser auf den Boden. Kein Wunder: In den schmalen Tank (siehe kleines Bild) passen gerade einmal 100 Milliliter. Feucht durchwischen geht anders! In dieser Disziplin ebenfalls recht talentfrei zeigte sich der Yeedi 2 Hybrid.