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Wer nicht zur 2. Impfung kommt, soll 30 Euro Strafe zahlen


Bild am Sonntag Gesamtausgabe - epaper ⋅ Ausgabe 27/2021 vom 04.07.2021

Weil immer mehr Menschen ihren Termin zur Zweitimpfung schwänzen, ist jetzt dem Präsidenten des Roten Kreuzes in Berlin der Kragen geplatzt!

Mario Czaja (45, CDU) fordert im RBB: Wer schwänzt, muss eine Strafzahlung von 25 bis 30 Euro leisten!

Der DRK-Präsident: „Wir erleben leider seit einigen Wochen, dass zunehmend Menschen sich nicht abmelden, obwohl sie einen Termin in den Impfzentren haben. ...

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... Das ist ziemlich unsolidarisch denen gegenüber, die schneller einen Termin haben wollen.“

Das Rote Kreuz betreibt einen Großteil der Impfzentren in Deutschland und muss mitansehen, wie etwa in Schleswig-Holstein jeden Tag 400 Impftermine verfallen. In Magdeburg taucht jeder Zehnte nicht auf.

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (58) beklagt in BamS: „Ich bin selbst Impfarzt im Impfzentrum Leverkusen und kenne das Problem. Es wäre richtig, wenn es eine Strafe gäbe für diejenigen, die nicht einmal ihren Termin absagen. Denn diese Terminausfälle führen dazu, dass wir langsamer impfen, als wir könnten, und dass wir Impfstoff wegwerfen müssen.“

Besonders alarmiert wegen der Abnahme der Impfbereitschaft ist die Wirtschaft. Vor der Drohkulisse eines dritten Lockdowns kommen scharfe Töne: „Es ist eine sittliche Pflicht für jeden Bürger, sich impfen zu lassen. Impfverweigerer ohne gesundheitlichen Grund handeln rücksichtsund verantwortungslos“, sagt Außenhandels-Präsident Anton Börner (66) und fordert eine deutliche Antwort von der Politik. „Eine Impfpflicht muss ernsthaft diskutiert werden. Auch wer seinen Impftermin grundlos sausen lässt, verhält sich grob unsolidarisch gegenüber seinen Mitbürgern.“ Wenn dieses Verhalten am Ende dazu führe, dass Impfdosen weggeschmissen werden, müsse es mit einem Bußgeld bestraft werden.

Hinzu kommt: Jede Impfung kostet – der Arzt im Impfzentrum bekommt ein Honorar von 20 Euro, eine Impfdosis kostet zwischen zwei (AstraZeneca) und 15 Euro (Moderna).

Der Unions-Fraktionsvize im Bundestag, Thorsten Frei (47), hält zwar wenig von einer Strafe, will aber Impf-Schwänzer an diesen Kosten beteiligen. Frei zu BamS: „Impftermine einfach verfallen zu lassen, ist nicht nur rücksichtslos, sondern ein Schlag ins Gesicht all derer, die derzeit noch auf den knappen Impfstoff warten. Wer nur zu bequem ist, zum Hörer zu greifen oder mit wenigen Klicks einen Termin abzusagen, sollte für die angefallenen Ausfallkosten aufkommen müssen.“

Scharfer Gegenwind kommt von den Kassenärzten. „Mit Bußen wird keine Akzeptanz gefördert. Solidarisches Verhalten kann man zudem nicht mit Strafen erzwingen“, sagt Kassenärzte-Chef Andreas Gassen zu BamS.

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