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WHATSAPP EINST UND HEUTE


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Smartphone Praxis - epaper ⋅ Ausgabe 2/2019 vom 10.09.2019

Von der ersten WhatsApp-Version im Jahr 2009 bis zur aktuellen Version hat sich viel getan. War die App zu Anfang nur für das iPhone verfügbar, wurde sie im Laufe der Zeit auch für Blackberry, Symbian und Android zur Verfügung gestellt. Aber nicht nur das Design der App sondern auch ihr Funktionsumfang wurde in den letzten 10 Jahren stetig überarbeitet.


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Bildquelle: Smartphone Praxis, Ausgabe 2/2019

Im nächsten Schritt wurde WhatsApp für andere Betriebssysteme entwickelt, allerdings zuerst für Blackberry und Symbian. Letztlich dauerte es noch bis August 2010 bis eine erste Android-Version der App verö_ entlicht wurde. Bereits im Jahr 2011 konnte ...

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... Whats- App den nächsten Erfolg für sich verbuchen: In diesem Jahr zählte der Messenger-Dienst erstmals zu den beliebtesten und am meisten genutzten iPhone-Apps.

Der Erfolg lag nicht nur in der überaus simplen Funktionsweise der App, sondern auch daran, dass ein Account einfach mit der eigenen Handynummer erstellt werden konnte, was nach wie vor nur wenige Minuten dauert. Und weil WhatsApp das komplette Adressbuch des Smartphones durchforstete und alle Kontakte automatisch hinzufügte, hatte man im Handumdrehen ein mobiles Freundesnetzwerk in der Tasche.

Der uneingeschränkte Zugri_ auf Telefonnummern veranlasste schließlich Stiftung Warentest im Mai 2012 den Messenger als „sehr kritisch“ einzustufen. Dem Erfolg der App tat dies jedoch keinen Abbruch und das Unternehmen verkündete knapp ein Jahr später im Februar 2013 das Überschreiten der 200 Millionen- Nutzer-Grenze.

Facebook wird aufmerksam

Im Zuge des ungebremsten Erfolges von WhatsApp und der stetigen Zunahme an Nutzerzahlen wurden auch zunehmend Investoren auf das Unternehmen aufmerksam und wollten am Erfolg der App teilhaben. Im Februar 2014 wurde überraschenderweise verlautbart, dass Facebook WhatsApp für 19 Milliarden US-Dollar übernimmt. Der Aufschrei war groß, und zwar nicht nur bei den langjährigen Fans des Messenger-Dienstes, die befürchteten, es werde sich nun alles zum Negativen ändern. In diesen Tagen wechselten hunderttausende Nutzer aus Protest zu anderen Messengern wie beispielsweise

FAKTEN

Auch die täglichen Nutzungszahlen belegen den Erfolg von WhatsApp. Tagtäglich werden Milliarden von Nachrichten, Fotos und Videos rund um den Globus via WhatsApp an Freunde, Bekannte und Verwandte

65 MILLIARDEN NACHRICHTEN/TAG

4,5 MILLIARDEN GETEILTE FOTOS/TAG

Mark Zuckerberg

Der Facebook-Gründer blätterte im Februar 2014 die schier unglaubliche Summe von 19 Milliarden US-Dollar auf den Tisch, um WhatsApp zu übernehmen.

Threema, oder Telegram. Trotz allem konnte der Messenger im April 2014 die 500 Millionen- Anwender-Grenze knacken. Darüber hinaus wurde nach der Übernahme durch Facebook die Kritik an WhatsApp immer lauter. Neben der Befürchtung, dass die Nutzerdaten „für Werbezwecke kommerziell ausgebeutet“ werden könnten, wurde vermehrt auch der Datenschutz kritisiert.

Neue Verschlüsselungsmethode

Zahlreiche Datenschützer rieten dazu, statt WhatsApp andere Messenger zu verwenden. WhatsApp nutzte zwar bereits seit Ende 2012 ein Verschlüsselungsverfahren für sämtliche Nachrichten, dieses galt jedoch als höchst unsicher. Als Reaktion darauf verkündete WhatsApp im Oktober 2014 die Implementierung einer als äußerst sicher geltenden Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Komplett umgesetzt wurde die neue Sicherheitsfunktion schlussendlich erst im April 2016.


„KEINE ANZEIGEN, KEINE SPIELCHEN, KEINE TRICKS” Zitat: Brian Acton


Die Gründer verlassen WhatsApp

Um von Anfang an Einnahmen zu generieren, entschieden sich die beiden Gründer Acton und Koum dazu, auf Werbung zu verzichten und stattdessen WhatsApp kostenpfl ichtig zu machen. Mit der Übernahme durch Facebook wurde die kleine Abo-Gebühr in Höhe von 89 Cent pro Jahr abgescha_ t. Lediglich Unternehmen müssen noch in die Tasche greifen, wenn Sie via WhatsApp mit ihren Kunden kommunizieren möchten. Facebook will jedoch auch anderweitig Geld verdienen und vermehrt auf Werbung setzen. Künftig soll personenbezogene Werbung für zusätzliche Einnahmen sorgen. Noch in diesem Jahr soll diese in den Status-Updates aufscheinen. Die eigentlichen Chats bleiben nach wie vor von Werbeeinblendungen verschont. Der andauernde Streit um die Einnahmemöglichkeiten veranlasste letztlich Brian Acton und Jan Koum das Unternehmen zu verlassen.

Brian Acton vollzog diesen Schritt bereits im September 2017, im April 2018 folgte ihm Jan Koum nach. Für zusätzliche Aufregung sorgte im Januar 2019 auch die Ankündigung Mark Zuckerbergs, wonach sämtliche hauseigenen Messenger-Dienste (WhatsApp, Facebook- Messenger und Instagram) zu einer gemeinsamen Plattform zusammengelegt werden sollen.