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White Lightfiredurch dasFeuer


LebensGeist Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 2/2019 vom 20.10.2019

INITIATION bezeichnet die Einführung oder Weihung eines Menschen in einen anderen Bewusstseins- oder Seinszustand, beispielsweise – von einem Heil- oder Kräuterkundigen zum Schamanen. Die am meisten verbreiteten Initiationen sind heute besondere Reifungs- und Stammesinitiationen, die innerhalb einer Gemeinschaft stattfinden. Jene Weihungen werden häufig in herkömmlicher Tradition der antiken Mysterienschulen durchgeführt, um erweiterte Bewusstseinszustände zu erfahren.


Auf den Spuren einer schamanischen Visionssuche

Artikelbild für den Artikel "White Lightfiredurch dasFeuer" aus der Ausgabe 2/2019 von LebensGeist Magazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Fotos: Matthias Walter

Die meisten Menschen wissen mit dem Wort Initiation gar nichts ...

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Du hast gleich einige der interessantesten, traditionellen Weihungen erlebt, die Menschen erhalten können.
Kannst du uns erzählen, was du unter einer solchen geistigen Einführung verstehst?

White Lightfire: Gerne, da es für unsere momentane Situation des kollektiven Wandels auf der Erde und in der Menschheit auch sehr wichtig ist.

Viele kommen in ihrem Leben an einen Punkt der Unzufriedenheit. Sie können im Materiellen nicht finden, wonach sich ihr Geist sehnt. Ab dem Zeitpunkt, wo jemandem dies bewusst wird, beginnt er seine Suche.

Wenn unsere Ausrichtung dabei stimmt und wir es von ganzem Herzen wünschen, werden wir nach dem Resonanzprinzip Umstände erfahren, wodurch wir genau zur richtigen Zeit, am richtigen Ort den richtigen Menschen treffen, der uns solch eine Brücke bauen kann. Bei mir war das Bewusstsein schon in meiner frühen Kindheit stark ausgeprägt, sodass ich eine imaginäre Luke unter meinem Bett öffnen konnte, durch die ich in unterschiedliche Dimensionen reiste.

Mit indianischer Spiritualität habe ich mich nach meinem Empfinden schon immer beschäftigt. Zu meinem 14. Geburtstag bekam ich so zum Beispiel das Buch der Hopi geschenkt. Ich las es tief berührt und ab diesem Zeitpunkt wusste ich einfach, warum ich auf die Erde gekommen war und welchen Auftrag ich hier hatte, nämlich: mein Bestes zu geben, um die Prophezeiung des Regenbogenstammes mit zu erfüllen und die Erde wieder grün zu machen.

Initiationen an sich sind ganz natürlich - zum Beispiel ist die Geburt eine Initiation ins Leben oder das Sterben ist eine Initiation in die Ebene, in die wir nach dem Tod übergehen.
Die Naturvölker haben zu anderen Anlässen – vom Kind zum Jugendlichen oder vom Jugendlichen zum Mann – eigene Initiationsriten.

Bei den Indianern ist dies die Visionssuche - Hanblecha auf Lakota Sprache genannt – was übersetzt „die Suche nach dem eigenen Gesicht“ bedeutet.

Das eigene Gesicht wiederfinden

Sie sind der Meinung, dass man solange ein anderes Gesicht lebt – das, welches die Eltern oder die Gesellschaft wollen – bis man sein eigenes Gesicht gefunden hat.

Diese Visionssuche habe ich mehrfach durchlaufen und gebe dieses wundervolle Geschenk nach meiner Einweihung zum Visionssuche-Leiter bis heute weiter.

Wie kamst du zu dem Stamm der Crow-Indianer?

White Lightfire: Das Leben führte mich erst einmal ganz anders – in eine sportliche Karriere im American Football, zum besten Team in Europa, den Hamburg Blue Devils.

Dort lernte ich meinen ersten spirituellen Lehrer kennen, einen Sufi-Meister, der mit dem Häuptling und Medizinmann der Crow-Indianer befreundet ist. Dieser nahm mich unter seine Fittiche und ich wurde von ihm nach 11 Jahren Lehrzeit zum heiligen Sonnentanz eingeladen.

Obwohl ich gar nicht genau wusste, was das war, musste ich ein Versprechen abgeben, vier mal in meinem Leben zu tanzen – also einen kompletten Zyklus. In diesen 4 Tänzen erhielt ich meine geistige Führung und alle meine Visionen an deren Umsetzung ich seither arbeite.

Wie viele solcher Weihungen erhieltst du dort? Wie können wir uns das vorstellen?

White Lightfire: Ein Sonnentanz dauert 4 Tage und Nächte. Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang wird um den Sonnentanzbaum getanzt. Die Tänzer tragen eine Pfeife, welche das Herz eines Sonnentänzers repräsentiert.

Währenddessen gibt es indianische Gesänge und die Pow-Wow-Trommeln, der Verzicht auf Essen und Trinken, die Hitze und letztendlich auch ein spezieller Ritus, in dem man etwas von sich selbst gibt - bringen einen in eine tiefe Trance.

In dieser Trance erschien mir meine Geistführerin, die weisse Büffelkalbfrau. Sie hat bei den Indianern den Stellenwert, den bei den Christen Mutter Maria hat.

Die weisse Büffelkalbfrau hat dem indianischen Volk die 7 heiligen Riten anvertraut, die alle dem Erhalt und der Erneuerung aller Lebenskreisläufe dienen.

Dieses Wissen benötigen wir heute mehr denn je - wenn wir diesen Planeten noch für künftige Generationen lebenswert erhalten und hinterlassen möchten.

Wie hast du dich während dieser Zeremonie gefühlt? Bist du zwischenzeitlich mal umgekippt oder schwach geworden?

White Lightfire: Nicht nur einmal. Ich durfte dabei so tief gehende transformatorische Einweihungen durchlaufen, die in Worten kaum zu beschreiben sind. Das sind Medizingeschichten, die ich – wenn überhaupt – nur im persönlichen Rahmen, in heiligen Kreisen weitergebe, weil viele Menschen aus dem Kontext heraus kaum etwas damit anfangen könnten.

Sonnentanz mit Ohnmacht

Eine kleine Geschichte kann ich jedoch erzählen: Es war mein vierter und letzter Sonnentanz. Dieses mal konnte ich jene unglaubliche Hitze nicht an Mutter Erde weitergeben und fiel in Ohnmacht.

In einer Vision erschien mir meine Geistführerin erneut und bedankte sich bei mir, dass ich mein Versprechen erfüllt und damit den heiligen Kreis wieder geschlossen hätte. Sie entließ mich aus dieser Form des Sonnentanzes und gab mir für unsere Kultur die Vision eines anderen Tanzes - den Regenbogentanz.

Dieser ist sehr verwandt mit der keltischen Tradition, läuft nur 24 Stunden und wird zu Vollmond getanzt um die Sonnen- und Mondenergie im Tanz aufzunehmen.

Hast du jemals in Zweifel gezogen, ob es das Richtige für dich ist?

White Lightfire:: Ja, sehr oft sogar! Einmal war ich richtig verzweifelt. Als Träumer-Schamane träumte ich immer genau und schon vorher, was und wie ich im Sonnentanz tanzen soll.

Dieses Mal waren es sehr heftige Träume und ich wollte sie nicht wahr haben, denn ich hatte Angst davor, dass sie sich erfüllen könnten. Als wir im Vorfeld Holz gemacht haben, stach ich mir dabei einen Holzsplitter in den Zeh. Am nächsten Tag zeigten sich von der Wunde ausgehend rote Streifen bis hoch zu meinem Herzen. Also ganz klar eine Blutvergiftung!

Ich wurde sofort auf Antibiotika gesetzt und der Doc sagte, dass ich damit auf keinen Fall tanzen darf. Was war jedoch mit meinen Träumen? So eine Leere und soviel Zweifel hatte ich noch nie in meinem Leben gespürt und ich stellte Alles in Frage.

In der Folgenacht hatte ich wieder denselben Traum. Am nächsten Morgen ging ich bei Sonnenaufgang zum Trommeln und Singen. Plötzlich bekam ich eine Sonnentanzpfeife. Ich zog daran und fühlte mich augenblicklich besser.

Noch am selben Nachmittag setzte ich die Antibiotika ab. Am nächsten Tag waren alle Streifen komplett weg!
Ich durfte tanzen und konnte meine Träume wahr machen!

Gab es Botschaften, Bilder, Visionen dabei? Kannst du dich an Einzelheiten erinnern?

White Lightfire: Ja, jede Menge! Das würde hier den Rahmen sprengen - aber ich kann etwas zu meinen Visionen sagen. Im 1. Sonnentanz 2005 kam meine Geistführerin, die mir ab da in jedem folgenden Sonnentanz eine Vision schenkte.

Im 2. Tanz 2007 sollte ich einen Wolfs-Clan ins Leben rufen. Ich hatte damals wirklich keine Ahnung, wie ich das machen sollte. Doch bereits im darauf folgenden Jahr gründete sich der Clan in Klandorf (Schorfheide, im Norden von Berlin) und es waren drei kleine neu geborene Wolfsbabys anwesend. Letztes Jahr feierten wir im Tipidorf Sauldorf unser 10jähriges Jubiläum.
Den Clan habe ich mittlerweile an sich selbst übergeben, um mich ganz der Friedensbaum Vision widmen zu können, die ich zusammen mit meiner Frau im 3. Sonnentanz erhalten habe.

Weltweites Friedensbaum-Netzwerk

In sieben Jahren haben wir nun ein weltweites Friedensbaum-Netzwerk gepflanzt. Unser Kurzdokumentarfilm hat acht internationale und zwei Friedensfilmpreise gewonnen.

Für unsere völkerverbindende Arbeit und Qualität in der Bildung wurde der Friedensbaum Stiftung im letzten Jahr der Bundespreis für Nachhaltigkeit verliehen.
Meine Visionen sind also sehr kraftvoll. Sie führen mich jeweils zur richtigen Zeit, an den richtigen Ort, zu den richtigen Menschen, damit ich im nächsten Schritt jene Vision manifestieren kann.
Die Friedensbaum-Stiftung ist gerade dabei zu einer weltweiten Bewegung zu werden.

Wie haben sich diese Zustände im erweiterten Bewusstsein für dich ausgewirkt? Wie hat sich dein Leben verändert im Anschluss?

White Lightfire: Ich habe mehr und mehr mein eigenes Gesicht gelebt. Nach meiner aktiven Footballkarriere war ich dann der jüngste Bundesliga-Manager. Kurze Haare, Anzug, Krawatte … Mit 32 Jahren war ich außerdem der jüngste mit Burn-out. Seitdem lebe ich mein eigenes Gesicht und bringe meine Visionen auf die Erde. Nicht zuletzt dadurch bin ich insgesamt viel glücklicher und ausgeglichener – auch wenn mein Herzensweg oft viele Herausforderungen mit sich bringt. Der Umgang damit wird einfacher, da ich die höhere geistige Führung dahinter spüren kann.

Dein Weg führt dich auch heute noch immer wieder in die Welt hinaus, doch nun mit einem ganz anderen Ziel. Du bist ein Friedensbaum Stifter, kann man das so bezeichnen? Kannst du uns etwas darüber erzählen?

White Lightfire: Die Friedensbaum Vision ist ein riesiges Geschenk für uns, für die ganze Menschheit und für Mutter Erde. Wenn ich es nicht selbst erlebt hätte, dann könnte ich es nicht glauben. Aber es ist alles so geschehen. Die Bäume werden von uns in einer ganz besonderen Zeremonie gepflanzt.

Dabei laden wir die sieben heiligen Richtungen ein. Die vier Himmelsrichtungen, Vater Himmel, Mutter Erde und die Liebe aus der siebten Richtung, die unserem Herzen entspringt. Dies schafft einen heiligen Raum und ein Torusfeld entsteht, das mit allem verbunden ist. Darin speisen wir unsere Gebete in Form unserer Bilder ein – die wir vorm geistigen Auge entstehen lassen – für eine bessere und friedvolle Zukunft.

Bäume senden Gebete an Mutter Erde

Die Bäume senden unsere Gebete und Wünsche nach Frieden über ihr Wurzelwerk zu Mutter Erde und über den Äther an ihre Baumgeschwister. Jenes morphische Bewusstseinsfeld erstreckt sich um die ganze Erde.

Es hilft uns dabei, das kollektive Bewusstsein auf Frieden auszurichten. Man kann sich das so vorstellen, wie in „Herr der Ringe“, als die Bäume plötzlich zum Leben erwachen und den Hobbits helfen, die Erde von Dunkel zu befreien.
In unserem Film sagen die heiligen Priester des Naturvolkes aus Kolumbien, die Mamos genannt werden: Möget ihr noch viele dieser Bäume in die Herzen der Menschen pflanzen. Es war so berührend zu sehen, wie Ihnen unsere Baumpflanzung Hoffnung gab. Als Kelten waren wir einst ja selbst ein Naturvolk. Wenn die Menschheit nun erwacht und ihren Platz im großen Medizinrad der Naturvölker einnimmt, trägt es dazu bei, die Erde zu heilen.

Jedes Naturvolk hat eine spezielle Hüterschaft für Mutter Erde. Die Mamos sind die Hüter ihres Herzen. Die Waitaha aus Neuseeland, sind die Hüter der Gewässer und wir waren wohl einst die Hüter der Bäume. Das schreibt auch Wolf-Dieter Storl – spannend dabei ist, dass wir unser Symbol für Friedensbaum auf einer uralten keltischen Münze entdeckt haben.
Ein weiteres Beispiel für diese ganzen unglaublichen Fügungen auf unserem Weg möchte ich gerne noch teilen: Als wir den Film „Die Mamos und die Bäume des Friedens“ (youtube) produziert hatten und er so erfolgreich wurde, bekam ich plötzlich einen Anruf vom Friedensbotschafter aus Neuseeland – der in seinem Land eine Berühmtheit ist – und gleichzeitig ein Musiker und Ältester vom Friedensvolk der Waitaha. Er besuchte uns zwei Wochen lang und lud uns danach auf eine sechswöchige Reise nach Neuseeland ein, um dort viele Friedensbäume und unter anderem einen Baum für die Wale zu pflanzen. Das beschreibt eigentlich wunderbar diese Magie, die in unser Leben kommen kann, wenn wir in der Lage sind, es einem höheren Sinn zu widmen.
Wir – meine Frau und ich – haben unsere Leben dem Frieden gewidmet. Das ist unser höchstes Prinzip und es verbindet uns miteinander. Wir leben diese Vision. Sie ist für uns – neben unseren beiden Söhnen – wie ein drittes Kind, das wir auf seinem Weg begleiten. Diesen Weg zu gehen, holt alles gnadenlos aus dem Unterbewusstsein hoch, was nicht im Frieden oder noch nicht erlöst ist!

Hast du noch so etwas wie einen Wunsch für die Zukunft?

Letztes Jahr haben wir uns als Familie eine Auszeit genommen, mit dem Fokus zu schauen, wie es mit der Friedensbaum-Vision weitergehen soll. Die Geister der Friedensbäume kamen in meine Träume und sagten mir, dass das Friedensbaum-Netzwerk nun stark genug ist und jeder es durch Baumpflanzungen unterstützen kann.

Wie pflanze ich einen Friedensbaum?

Daher entwickeln wir gerade ein Pflanzset mit allen Regenbogenbändern, Gebetssäckchen, Kristallen und dem Büchlein „Wie pflanze ich einen Friedensbaum“, so dass die Vision jetzt unabhängig wachsen kann. Natürlich werden wir auch weiterhin eigene Pflanzungen vornehmen. Zu beidem möchten wir alle Leser von Herzen einladen. Mehr Infos zum Stand des Pflanzsets, Termine, Vorträge und Möglichkeiten uns zu unterstützen sowie über eine ganz neue Seminar-Reihe gibt es auf Danke White Lightfire fürs Interview!www.peacetree.earth oderwww.friedensbaum.de

Fotos: Matthias Walter