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Wie ehrlich sind die neuen Schlaumacher-Plakate?


Auto Bild - epaper ⋅ Ausgabe 40/2021 vom 07.10.2021

Artikelbild für den Artikel "Wie ehrlich sind die neuen Schlaumacher-Plakate?" aus der Ausgabe 40/2021 von Auto Bild. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Auto Bild, Ausgabe 40/2021

Hinweistafeln wie diese geben zukünftig an der Tankstelle Auskunft über die Energie kosten

WAS SOLL DAS DENN JETZT WIEDER? Ist es Ihnen beim Tanken (oder Laden) auch schon aufgefallen? Es gibt neue Plakate, manchmal auch Bildschirme, auf denen die Kosten für Benzin, Diesel, Erdgas, Autogas, Strom und Wasserstoff pro 100 Kilometer Fahrstrecke aufgelistet sind. Die einfache Botschaft: Strom, den es an den meisten Tanken (noch) gar nicht gibt, ist billiger.

Will da jemand die Masse der Autofahrer ärgern? Was steckt dahinter?

Das hat sich letztlich das Bundeswirtschaftsministerium ...

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... ausgedacht. Hintergrund ist die bereits im Oktober 2014 erlassene EU- Richtlinie über den Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe. Sie legt fest, dass die Kosten verschiedener Energieträger künftig ausgeschildert werden müssen, und zwar bezogen auf eine Maßeinheit (Euro/100 km). Der Aushang soll es Tankstellenkunden ermöglichen, trotz unterschiedlicher Einheiten (Liter, Kilogramm, Kilowattstunden) möglichst ein- fach Preise zu vergleichen. Die Aushangpflicht trifft alle Tankstellen mit mehr als sechs Zapfsäulen, an denen jeweils verschiedene Produkte zur Auswahl stehen, sogenannte Mehrproduktzapfsäulen. Der Vergleich muss entweder an der Hälfte aller Zapfsäulen oder im Kassenbereich zu finden sein, alternativ auch als digitale Anzeige.

Pro dargestellter Fahrzeugklasse werden die drei meistverkauften deutschen Modelle herangezogen und nach Verkaufszahlen gewichtet. Die WLTP-Verbräuche werden bei den Herstellern erfragt.

Die Verbräuche (auf 100 Kilometer berechnet) werden mit dem durchschnittlichen Preis des Kraftstoffs im letzten Quartal multipliziert. Die Berechnungen werden alle drei Monate aktualisiert. Es geht also nicht darum, einen möglichst aktuellen Preis zu zeigen. Der Mineralölverband kritisierte die Maßnahme als wettbewerbsverzerrend, da für die Berechnung der Strompreise nur Hausstrompreise herangezogen würden.

Die Kosten werden in Euro pro 100 km ausgewiesen – unabhängig von der Kraftstoffart

„Öffentliches und vor allem schnelles Laden ist meist teurer, und das reduziert den Preisunterschied zum Benziner erheblich“, sagt der Hauptgeschäftsführer des Mineralölwirtschaftsverbandes (MWV) Christian Küchen. Stimmt! Eine Kilowattstunde Strom kostet zu Hause je nach Tarif zwischen 21 und 31 Cent. Es wird auch unterschieden zwischen Hoch- und Niedertarifzeit; das bedeutet, dass der Strom nachts günstiger ist als tagsüber. An Schnellladesäulen sind es – hat man nicht den richtigen Anbieter – bis zu 79 Cent. Unterwegs zu laden kann also deutlich stärker ins Geld gehen. Das zeigen die Plakate nicht. Auch mögliche Leitungsverluste werden nicht eingerechnet.

Deutschland half in einem Pilotprojekt als eines von neun Ländern, die Kriterien für den Kraftstoffkostenvergleich zu erarbeiten. Es umfasste sowohl einen Praxistest verschiedener Werbemittel an 15 Berliner Tankstellen als auch Umfragen vor Ort und online. Laut Bundeswirtschaftsministerium stuften dabei mehr als 80 Prozent der Befragten ihr Wissen zu alternativen Kraftstoffen und 50 Prozent zu batterieelektrischen Antrieben als nicht ausreichend ein. 55 Prozent der Befragten gaben an, dass zusätzliche Informationen zu den Kraftstoffkosten ihre nächste Fahrzeugwahl beeinflussen würden.

tom