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WIE GELINGT DER ANSCHLUSS ANS HAUS?


TASPO GARTEN-DESIGN - epaper ⋅ Ausgabe 2/2020 vom 06.03.2020

Spaziergänge in Neubaugebieten sind für mich immer eine große Herausforderung. Bei fast jedem Haus möchte ich meine Visitenkarte einwerfen. Wenn ich das Gebäude und den Übergang zum angrenzenden Gelände sehe, dann fällt mir eine gewisse Unbeschwertheit der Außenanlagenbauer auf. So wird direkt an das Haus herangepflastert, Kies an die ungeschützte Fassade geschüttet, einlagige Noppenbahnen verwendet, Fassadenrinnen ohne Anschluss gebaut, Lichtschächte erhöht…


Artikelbild für den Artikel "WIE GELINGT DER ANSCHLUSS ANS HAUS?" aus der Ausgabe 2/2020 von TASPO GARTEN-DESIGN. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: TASPO GARTEN-DESIGN, Ausgabe 2/2020

An dieser Tür sieht man die richtige Abdichtungsmöglichkeit mittels Flüssigfolie. Hinter der Flüssigfolie dürfen sich keine Hohlräume befinden.

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Fotos: Britta Weiß

Offensichtlich ist noch nicht überall bekannt, dass man als GaLaBauer alle Vorleistungen prüfen muss, auf die man dann baut. Das gilt auch für den Fall des Bauens an oder gegen die Fassade. Dass diese Prüfpflicht besteht, hat etwa das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf in seinem Urteil vom 12. November 1999 (199-22 U 71/98) festgestellt. Dort heißt es: Ein Unternehmer, der die Vorleistungen anderer Unternehmer, auf denen sein Gewerk aufbaut, nicht prüft und seinen Auftraggeber nicht auf Mängel an den Vorleistungen hinweist, kann sich nicht darauf berufen, der Auftraggeber habe die Bauarbeiten nicht ausreichend beaufsichtigt und deshalb mitverschuldet.

Wie ein Anschluss an ein Gebäude zu erfolgen hat, dazu gibt es einige recht aussagekräftige Richtlinien, die sich sogar weitestgehend einig sind. Wichtig ist als erstes immer festzustellen, welcher Geltungsbereich für das jeweilige Regelwerk maßgebend ist. Meines Erachtens steht an erster Stelle die Flachdachrichtlinie. Alle anderen beziehen sich in vielen Teilen auf diese oder ergänzen sie.

Einlagige Noppenbahn an einer Bitumenabdichtung. Die Noppen drücken sich in das elastische Bitumen und beschädigen es. Eine Gleitfolie fehlt.


NOW-HOW TECHNIK

An dieser Stelle können nur die anzuwendenden Basics aufgezeigt werden. Vor Ort muss der Fachmann entscheiden, ob er dem Regelwerk folgen mag oder nicht. Falls nicht, muss er dies aber gegenüber dem Auftraggeber erklären - in schriftlicher Form.

Die Flachdachrichtlinie

Die Flachdachrichtlinie (12/2016) gilt für die Planung und Ausführung von Abdichtungen

nicht genutzter und genutzter Dächer, einschließlich extensiv genutzter Flächen,

erdüberschütteter Deckenflächen, Balkone, Terrassen, Intensivbegrünungen,

befahrene Dach- und Deckenflächen aus Stahlbeton, mit Abdichtungsbahnen und Flüssigkunststoffen sowie allen für die Funktionsfähigkeit des Dachaufbaus erforderlichen Schichten.

Damit ist klar geregelt, dass der Schichtenaufbau oberhalb von abgedichteten Flächen nach diesem Regelwerk auszuführen ist. Die Fachregel gilt nicht für Abdichtungen bei erdberührten Wänden nach DIN 18533.

Auf der abgedichteten Fläche soll das Gefälle mindestens 2 Prozent betragen, und ist vom GaLaBauer vor seinem Aufbau zu prüfen. Weniger wäre eine Sonderbauweise, die dann mit dem Auftraggeber gesondert vereinbart werden muss. Verstärkte Pfützenbildung an Schweißnähten ist zu vermeiden, die Schweißnähte müssen in Gefällerichtung angelegt sein. Von der Pfützenbildung darf keine Schädigung an Belägen oder Vegetation durch kapillar aufsteigende Feuchtigkeit entstehen. Es muss dafür Sorge getragen werden, dass das Wasser abfließen kann. Dränschichten müssen so hoch ausgeführt werden, dass sie die tiefste Pfütze so hoch überragen, dass von dieser keine kapillar aufsteigende Feuchtigkeit in die oberen Schichten geleitet wird. Bei verzögertem Wasserabfluss auf dem Belag, sind Dränschichten auf der Abdichtung erforderlich.

Dachabläufe müssen immer zu Wartungszwecken freigehalten werden. Ein Überbauen mit dem Belag kann nur erfolgen, wenn dort eine leicht zu entfernende Wartungsöffnung eingerichtet wird.

Bei der Verlegung von Platten beispielsweise in Splitt muss bei einer einlagigen Abdichtungsbahn eine Schutzbahn untergelegt werden. Diese Schutzfunktion kann auch durch eine Dränagematte erzielt werden.

Die Höhe der Abdichtung soll bei einer Neigung bis circa 9 Prozent mindestens 15 Zentimeter (cm) über dem Anschlusshorizont liegen. Dies ist vor dem Bau zu kontrollieren oder zu erfragen.

Die Anschlusshöhe an Türen soll ≥15 cm über Oberfläche, Belag, Kies, etc. liegen.

Zu jeder Zeit muss ein einwandfreier Wasserabfluss gegeben sein. Es müssen Schutzmaßnahmen vor Wasserstau, Schlagregen, Winddruck, Vereisung oder verstopfte Abläufe vor Eindringen von Niederschlagswasser über die Türschwelle getroffen werden.

Eine geringere Anschlusshöhe von 5 cm ist möglich, wenn besondere Maßnahmen getroffen werden. Dies wäre durch einen rinnenförmigen Entwässerungsrost oder eine vergleichbare Konstruktion im unmittelbaren Tür- oder Fensterbereich mit unmittelbarem Anschluss an die Entwässerung gegeben.

Bei Belägen auf Stelzlagern muss die Rinne nicht angeschlossen werden, da das Wasser über die untere Entwässerungsebene abgeführt wird. Hier ist darauf zu achten, dass das Wasser auch aus dieser Ebene ablaufen kann!

Wenn die Spritzwasserbelastung nicht durch eine Überdachung minimiert wird, soll eine mindestens 150 Millimeter (mm) breite Rinne angeschlossen werden. Die Breite und Tiefe des Vordaches ist wetterabhängig und wird in seiner Größe nicht vorgegeben. Es ist ebenfalls nicht vorgegeben, inwieweit sich die Rinnenbreite bei einem Vordach minimieren kann. Dies ist vor Ort durch den Fachmann/Planer festzulegen.

Die Richtlinie Fassadensockelputz/ Außenanlage

Die Richtlinie Fassadensockelputz/ Außenanlage 2013 gilt für die Schnittstelle des Sockels zur Außenanlage. Sie behandelt die Anschlüsse an Putze auf gedämmten oder ungedämmten Flächen. Grundsätzlich muss ein Sockelputz wasserabweisend sein. Dies sollte immer als erstes getestet werden.

Wird ein Putz unter die Geländeoberfläche geführt, so muss eine Abdichtung erfolgen. Auf dem Putz ist eine mineralische flexible, am besten überstreichbare Abdichtung aufzubringen. Diese ist 50 mm über die Geländeoberfläche hinaus zu führen, bei Treppen mindestens 80 mm, da hier mit verstärkter Feuchtigkeitsbelastung zu rechnen ist. Im Erdbereich muss die Abdichtung mindestens 50 mm über den unteren Putzabschluss hinaus überlappen. Dieser Abschluss ist in der Regel sichtbar und nicht vermeidbar, da die Struktur des zumeist raueren Putzes durch die Dichtschlämme glatter dargestellt wird. Vor die Putzabdichtung ist eine Schutzschicht anzubringen, die vor mechanischen und thermischen Beanspruchungen schützen soll. Solche Schutzbahnen sollten mindestens 200 mm überlappen. Eine Schutzschicht kann auch eine dränierende Wirkung haben. Allerdings ist darauf zu achten, dass die einlagige Noppenbahn nur dort zum Einsatz kommt, wo sie auf einen druckstabilen Untergrund trifft. Wenn die Gebäudeabdichtung bituminös erfolgt ist, muss die Schutzbahn/Noppenbahn zum Beispiel mittels einer Gleitfolie entkoppelnd gegenüber dem Bitumen wirken.

Oben: Nur das Anstellen der Noppenbahn verhindert nicht, dass die Feuchtigkeit hinter dem Putz aufsteigt. Hier ist die zusätzliche Schwierigkeit, dass der Übergang von bituminöser zu mineralischer Abdichtung erfolgen muss.


Rechts Mitte: Barrierefreier Eingang ohne Rinne, aber der Belag ist sogar zwei Zentimeter höher ankommend als der Fußboden. Die Teilüberdachung an der Wetterseite reicht nicht aus.


In dieser Richtlinie wird auch darauf hingewiesen, dass ein Spritzschutzstreifen mindestens 30 cm breit oder 10 cm breiter als die Dachtraufe ausgeführt werden sollte. Die oberste Schicht sollte 10 cm stark sein und grobkörniger (zum Beispiel 32/63 Millimeter), die darunterliegenden Schichten müssen filterstabil und wasserdurchlässig aufgebaut sein. Es können auch Dränsteine oder Dränmatten unter der Kiestraufe angeordnet sein.

Bei barrierefreien Zugängen oder dort wo die Mindestanschlusshöhe von 50 mm nicht eingehalten werden kann, wird auf die Flachdachrichtlinie verwiesen. Damit sind Rinnen immer anzuschließen. Nur dort, wo ein einwandfreier Wasserabfluss in eine ausreichend dimensionierte Dränschicht garantiert ist, kann eine sogenannte gelochte Fassadenrinne mit Entwässerung in den Boden erfolgen.

In dieser Richtlinie sind sehr gute Detailskizzen für alle nur möglichen Wandanschlüsse vorhanden, somit gehört sie für mich zum Rüstzeug jedes Bauleiters oder Vorarbeiters.

Die FLL-Richtlinie

In der Richtlinie Empfehlung für Planung, Bau und Instandhaltung der Übergangsbereiche von Freiflächen zu Gebäuden 2012 der Forschungsgesellschaft für Landschaftsentwicklung und Landschaftsbau (FLL) sind noch weitere wichtige Parameter festgelegt.

Bei Fassadenausbildung von holzbasierten Wänden müssen als Minimum 15 cm Abstand zur Geländeoberkante eingehalten werden. Der Spritzschutzstreifen muss mindestens 30 cm breit sein. Dies sind auch die Abstände, die von dem jewei- ligen Systemhaus in ihren Anschlussdetails angegeben werden. Ratsam ist, sich von dem jeweiligen Systemhausbauer das Anschlussdetail aushändigen zu lassen. Dort sind Anschlüsse von Holzterrassen und Gittersystemen im Anschluss an die Fassade oder auch Befestigungen an der Fassade genau erläutert. Die Hausbauer drohen oft mit Verlust der Mängelansprüche bei Nichteinhaltung ihrer Regeln.

An diesem Holzständerbau wurde der offene Lüftungsstreifen zu schmal gewählt. Die Rückenstütze des angrenzenden Randsteins reicht bis fast ans Gebäude, Feuchtigkeit sickert nicht rasch genug ab.


KNOW-HOW TECHNIK

Vegetationsflächen sollen nicht unmittelbar an Fassaden herangeführt werden. Es soll immer ein wenigstens 30 cm breiter Spritzschutzstreifen angelegt werden oder ein Traufplattenstreifen mit mindestens 2,5 % Gefälle vom Haus weg.

Bei einem Wasserbecken, das unmittelbar an die Fassade herangeführt wird, sollte darauf geachtet werden, dass sich die Konstruktion im gefrorenen Zustand ausdehnt und dabei nicht die Fassade beschädigt. Die Fassade muss 15 cm über dem Wasserspiegel abgedichtet werden. Bei Wasserentnahmestellen an der Fassade sollte eine gezielte Wasserableitung geplant werden. Gleiches gilt für Wasserspeier von Vordächern

Standrohre im Sockelbereich sind aus einem geeigneten Werkstoff herzustellen, der mechanischen Belastungen standhält (Steinzeug, Stahl, Guss).

Beläge dürfen nicht in Lichtschächte entwässern. Auch seitlich eindringendes Wasser ist zu vermeiden. In der Regel werden Lichtschächte oder ihre Rahmen am Gebäude abgedichtet, so das auch seitlich kein Wasser eindringen kann.

Schön gestaltete kleine und große Lichthöfe sollten ebenfalls nicht höher als 15 cm zur Unterkante Fensterbank herangeführt werden und ankommendes Wasser darf nicht über die Dränage abgeführt werden, sondern braucht einen eigenen geregelten Ablauf.

Oftmals werden Lichtschächte dem neu geplanten Geländeniveau angepasst und angehoben. Vorher sollte geklärt werden wie hoch die - nicht sichtbare - Gebäudeabdichtung ausgeführt wurde. Diese sollte immer mindestens 15 cm höher sein als das fertige Gelände oder der Belag.

Die neue Abdichtungsnorm

Im Jahr 2017 hat die DIN 18533 Abdichtung von erdberührten Bauteilen die DIN 18195 „Bauwerksabdichtung“ abgelöst. Diese besteht weiter als Grundlagennorm für Begriffe. Die neue Abdichtungsnorm stellt eine umfassende Grundlage für die Planung und Ausführung dar. Auch der Landschaftsgärtner hat durchaus Berührungspunkte zu dieser Norm. Ich möchte dem Landschaftsgärtner dringend davon abraten, Gebäudeabdichtungen zu erstellen.

In diesem Regelwerk ist vieles aus den bereits genannten Richtlinien wiederholt oder noch deutlicher dargestellt.

DIN 18533 Abdichtung von erdberührten Bauteilen gilt für die Planung, Wahl und Ausführung der Abdichtung von erdberührten Bauteilen mit bahnenförmigen und flüssig zu verarbeitenden Kunststoffen. Sie gilt für die Abdichtung gegen:

Bodenfeuchte,

nicht drückendes Wasser,

von außen drückendes Wasser,

nicht drückendes Wasser auf erdüberschütteten Decken,

Spritzwasser am Wandsockel,

Kapillarwasser in und unter Wänden. Was interessiert den Landschaftsgärtner und nicht nur den Rohbauer oder Dachdecker an dieser Regelung?

Die Abdichtungsschicht ist 30 cm über Geländeoberkante zu führen, damit eine ausreichende Anpassungsmöglichkeit gegeben ist (15 cm dürfen nicht unterschritten werden!)

Der Sockelputz wurde auf den angrenzenden Asphalt heruntergeführt. Keine Trennung beispielsweise durch eine Schiene unterbindet das Aufsteigen der Feuchtigkeit.


Auch Verputzer haben wenig Ahnung, wie ein Anschluss herzustellen ist. Der Putz müsste hinter den Treppenbelag geführt werden, oder wenn nicht mehr möglich, durch eine Schiene getrennt werden.


Die Lichtschachtbefestigung ist sicher nicht abgedichtet, der Sockelputz auch nicht, offenes Gewebe saugt Feuchtigkeit nach oben.


An dieser Tür kommen verschiedenste Materialien an, die nicht einfach durch eine Dichtschlämme zu überstreichen sind.


Über den unteren Rand des wasserabweisenden Sockelputzes ist mindestens 5 cm über Geländeoberkante ein zusätzlicher Feuchteschutz aus MDS (Mineralische Dichtungsschlämme) anzuordnen.

Bei feuchteaufnehmender Perimeterdämmung (EPS-Platten) ist der Feuchteschutz bis zum Übergang auf die eigentliche Wandabdichtung auszuführen. Bei nicht feuchteaufnehmender Perimeterdämmung (XPS Platten) kann es ausreichend sein, wenn der Feuchteschutz 5 cm über das Putzende geführt wird.

Bei einem Lichtschacht darf das Gelände nicht hinein entwässern, ein Überstauen der Fensterbank muss sicher vermieden werden (gilt auch für Türen und bodentiefe Fenster).

Die Abdichtungsschicht ist durch eine Schutzlage oder -maßnahme zu schützen. Bei dieser Schicht sollte eine ausreichende Gleitfunktion erhalten bleiben. Übertragungen von Setzungsverformungen der Verfüllung auf die Abdichtung muss dauerhaft vermieden werden.

Die Baugrubenverfüllung und -verdichtung hat in Lagen ≤0,3 Meter zu erfolgen. Abdichtungsschicht und Schutzschicht dürfen durch das Verdichten nicht in ihrer Wirkung beeinträchtigt werden. Bauschutt und Geröll darf nicht an abgedichtete Wände angeschüttet werden.

Das Aufklärungsprotokoll

Diese ganze Abdichtungsproblematik gehört nicht wirklich zum Gewerk des Landschaftsgärtners, aber verschließen kann man sich davor nicht. Wenn dieser diese Arbeiten nicht leisten mag oder kann, sollte er sich wenigstens absichern. Und zwar am besten vor der Angebotsabgabe und nicht erst, wenn man gerade anfängt, bauen zu wollen.

In einem Aufkärungsprotokoll kann man viel klären und über Dinge informieren, die einem selbst klar sind, aber dem Auftraggeber eher nicht. Er findet es durchaus unschön, wenn die Sockelputzabdichtung 5 cm über einem Belag sichtbar ist und wenn ihm die Abdeckung des Entwässerungsrostes nicht gefällt, gibt es auch Ärger. Also lassen Sie sich Dinge bestätigen, die Sie nicht prüfen können und informieren über solche, die auch optisch relevant sind.

AUFKLÄRUNGSPROTOKOLL (IN TEILEN AUS SOCKELPUTZRICHTLINIE ÜBERNOMMEN)

□ Abdichtung des Putzes beziehungs weise der verputzten Außenwärme dämmung vorhanden □ Gebäudeabdichtungshöhe erfragt - Höhe:_____ □ geeigneter (wasserabweisender) Sockelputz P II, CS III vorhanden □ Schutzschicht auf der Bauwerksab dichtung ist eingebaut □ Entkoppelungsschicht gemäß DIN 18533 Pkt. 4.5.2.2 ist vorhanden □ Verdichtungsprotokolle des Rohbauers wurden vorgelegt □ Sonderbauweise Barrierefreiheit - Freigabe durch Planer erhalten □ Schnittstellen/Verantwortungsberei che der ausführenden Arbeiten festgelegt (zum Beispiel Türherstel ler, Abdichter, Innenausbauer) □ Höhe der Sockelputzabdichtung an Belag und Treppe erklärt □ Sockelstein bei Gefälle zum Haus mit Handskizze erläutert □ Fassadenrinnenabdeckung bemustert_____ Breite_____ □ sichtbaren Schutzbahnabschluss an Belag durch Fotomaterial belegt □ Minimierung der Traufbreite auf_____cm, Haftungsauschluss vereinbart □ Lichtschachtabdichtung, Anschluss an Entwässerung ist vorhanden.

Darauf hinweisen, dass bei Fehlen einer der vorgenannten Bedingungen Schäden durch Feuchtigkeit am Sockelputz oder gegebenenfalls am Gebäude nicht ausgeschlossen werden können. Und klar ist auch: Ohne Unterschrift ist das Protokoll relativ wertlos!