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Wie gut kümmern Sie sich um sich selbst?


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Donna - epaper ⋅ Ausgabe 2/2022 vom 05.01.2022

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Bildquelle: Donna, Ausgabe 2/2022

Heute liebe ich mich so, wie ich bin

Je anstrengender die Zeiten, desto größer das Bedürfnis, sich selbst etwas Gutes zu tun – klar, von anderen kommt in solchen Phasen ja meistens wenig. Alle zu busy, alle gestresst, man selbst natürlich auch, was erklärt, warum die Sache mit der Selfcare dann auch nicht richtig klappt. Woher die Zeit nehmen? Und überhaupt: Ist es nicht egoistisch, erst mal und vor allem an sich selbst zu denken, während um einen herum gefühlt alles zusammenbricht? Ist es nicht! Sich etwas zu gönnen – Pausen, Ruhe, Erholung – ist kein Ausdruck von Egoismus, sondern eine Kunst, die man erlernen kann und sollte. Die folgenden Fragen helfen zu erkennen, wie gut Sie diese Fähigkeit beherrschen und wo Sie Halt finden, wenn es darauf ankommt.

„Verrückte Zeiten übersteht man nur mit viel Selbstliebe”

LESE-TIPP: Lohnt sich für alle, die mehr für sich tun wollen: „Ich bin dann mal bei mir: 12 Auszeiten für die Seele. Ein ...

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... Selbstversuch” von Verena Carl und Anne Otto, Beltz, 259 Seiten, 19 Euro

Von morgens bis abends Meetings und dazwischen Deadlines. Wie ernähren Sie sich an solchen Tagen?

● Nach dem Belohnungsprinzip – und abends freue ich mich auf ein Glas Wein.

■ Darüber denke ich nicht nach. Ich esse intuitiv.

▲ Wie jeden anderen Tag auch, nach einem strikten Plan.

Planen Sie sich feste Pausen ein?

● Zu oft verliere ich mich, und plötzlich ist es 19 Uhr.

■ Meist schaue ich nur mal aus dem Fenster, aber einmal in der Woche schaffe ich auch einen Spaziergang.

▲ Ja. Und die nutze ich konsequent für Sport und Yoga.

Wie gehen Sie mit Kränkungen um?

● Ich hoffe auf bessere Zeiten und setze auf schnelle Trostpflaster wie Online-Shopping.

■ Zuerst gönne ich mir Selbstmitleid und schaue dann, was genau mich trifft.

▲ Ich werde schnell wütend und bin leider nachtragend.

Ihre Kollegin hat Eheprobleme und seit Monaten kein anderes Thema mehr …

● Sie tut mir leid, und wenn es ihr hilft, höre ich mir das an.

■ Ich sage ihr, dass sie sich keinen Gefallen tut, nur um diesen Mann zu kreisen.

▲ Sie wird ihre Mittagspause ohne mich verbringen müssen.

Eine Freundin hat sich eine kleine, renovierungsbedürftige Altbauwohnung gekauft. Eigentlich war das Ihr Traum.

Wie reagieren Sie?

● Bewunderung für ihren Mut und ihre Zielstrebigkeit.

■ Ich freue mich – auch über die Gelegenheit, mir anzuschauen, ob es wirklich das ist, was ich will.

▲ Schön für sie. Aber die Kompromisse „klein” und „renovierungsbedürftig” will ich nicht.

Werden Sie mehr von anderen beneidet, oder beneiden Sie eher andere?

● Ich finde, ich sollte mehr an dem Faktor „beneidenswert” in meinem Leben arbeiten.

■ Darüber habe ich mir noch nie Gedanken gemacht.

▲ Ich denke, dass mich einige sehr beneiden. Ich tue aber auch viel dafür.

Mit welchen Fantasy-Heldinnen können Sie sich identifizieren?

● Cinderella

■ Mary Poppins

▲ Harley Quinn

Sie wollen jemanden kennenlernen. Wo suchen Sie?

● Gar nicht. Das muss sich von selbst ergeben.

■ Auf Tinder. Da trifft man die unterschiedlichsten Typen.

▲ Ich leihe mir den Hund meiner Freundin.

Den runden Geburtstag wollen Sie allein verbringen.

Wie reagiert Ihr Umfeld?

● Sehr besorgt und beleidigt.

■ Verständnisvoll.

▲ Gar nicht, denn ich würde so etwas nicht tun.

Sie sollen jetzt sofort und innerhalb von einer Stunde Ihren Schrank ausmisten. Wie viel Prozent schaffen Sie?

● Bestimmt 20 Prozent. Kann aber gut sein, dass zehn Prozent wieder zurück wandern.

■ Keine Ahnung.

▲ Ich miste ohnehin regelmäßig aus. Also gibt es eigentlich nichts, wovon ich mich trennen müsste.

Mehr Selbstfürsorge

1 Einen Pausenplan machen: Immer mal wieder Zeiten in den Tag einbauen, in denen man nichts Zweckgebundenes tut.

Und dann sich einfach nur mal treiben lassen. In den Himmel schauen, spazieren gehen.

2 Mikro-Abenteuer suchen: Jeden Tag eine Sache anders machen als bisher. Opernkarten statt Konzerttickets kaufen, eine neue App runterladen, in ein Restaurant gehen, das man nicht kennt usw. So lernt man, sich und die Welt mit anderen Augen zu betrachten – und erweitert seinen Horizont.

3 Ins Museum gehen und sich hier vor ein Bild setzen, das einen spontan anspricht (nicht zwingend das, vor dem schon alle anderen stehen). Und jetzt 20 Minuten wirken lassen, was man sieht.

4 Weniger ist mehr: Wer nicht nur den Schrank, sondern auch seinen Gefühlshaushalt ausmistet, Freundschaften auf Eis legt, die nur noch mühsam sind, und Zeit-und Energieräuber wie Insta und Co. überdenkt, bringt sich viele neue Freiheiten.

5 Selbstmitgefühl ist nicht „Selbstmitleid“: Sie dürfen traurig sein, neiderfüllt, rachedurstig. Akzeptanz ist besser als Ausweichen. Auch dies sind Gefühle, und sie haben eine Botschaft an Sie, die es wert ist, gehört zu werden.

Ihre liebste Farbe?

● Pink

■ Grün

▲ Blau

Eigentlich stand Sport auf dem Plan. Aber es ist draußen nass und kalt und drinnen kuschelig warm …

● Wenn das kein Zeichen ist!

■ Ich würde mal eine Ausnahme machen.

▲ Keine Ausreden. Die findet man nämlich immer.

Halten Sie es aus, einfach mal einen ganzen Tag nichts zu machen?

● Wenn man mich ließe, auf jeden Fall!

■ Sehr gut sogar.

▲ Wozu? Es gibt so viele spannende Dinge, die ich in meinem Terminkalender habe.

Was fällt Ihnen bei den Stichworten „Meditation“ und „Lotussitz“ ein?

● Dass ich dabei sicher einschlafen werde.

■ Noch so etwas, das ich unbedingt mal machen möchte.

▲ Verbraucht keine Kalorien, bringt mich nicht in Shape – also ehrlich gesagt: nichts für mich.

Welcher Typ sind Sie?

Wir haben Gerda Bornschier gefragt, wie man seinem Leben einen neuen Dreh geben kann. Die Münchnerin ist Coach und Expertin für Menschen, die einen Wendepunkt suchen.

Jetzt sind Sie mal dran!

Vorwiegend ● Darf ich das? Mir mehr Zeit nehmen, auch mal einfach herumliegen, in den Himmel starren, Nein sagen, Grenzen ziehen, egoistisch sein? Diese Fragen begleiten Sie ebenso durch Ihren Alltag wie die Antworten, die Sie sich meistens darauf geben: Nein, später oder Erst mal abwarten, wie die anderen das finden. So gut Sie darin sind, die Erwartungen anderer zu erfüllen, so wenig hören Sie auf Ihre eigenen Bedürfnisse. Sofort ist das Gefühl da, etwas Verbotenes zu tun, etwas, das Sie nicht verdient haben, das egoistisch ist. Oft auch befeuert von Kommentaren wie: Wozu brauchst du das? Das ist doch nix für dich. (Vermutlich der Soundtrack Ihrer Kindheit.) Tipp: Fangen Sie klein an. Lassen Sie einfach mal die Wäsche liegen, den Abwasch für morgen und gehen Sie nicht ans Telefon oder sagen Sie der Freundin, dass Sie heute lieber auf dem Sofa liegen bleiben. Man merkt schnell, dass deshalb die Welt nicht untergeht, wenn man sich mal rausnimmt.

Richtig im Hier und Jetzt

Vorwiegend ■ Sie lassen sich nicht so leicht aus Ihrem Selfcare-Konzept bringen und wissen Ihr eigenes Wohlfühlreich zu verteidigen – gegen Selbstzweifel, Unsicherheiten, Perfektionsanspruch, Beauty-Druck und die Erwartungen anderer. Sie kennen von Meditation bis hin zum Solo-Trip an die See sämtliche Notausgänge aus dem Hamsterrad und halten dabei eine beneidenswerte Balance zwischen Pflicht und Kür. Denn Selfcare ist mehr als nur ein Entspannungsbad am Abend und ein Leben nach dem Lustprinzip. Selbstfürsorge hat viel mit Disziplin zu tun, was sich spätestens dann zeigt, wenn wieder mal eine Entscheidung zwischen Schwarzwälder Kirsch und einer Rohkost- Bowl, zwischen einem Gin Tonic und einem Ingwertee getroffen werden will.

Öfter mal locker lassen

Vorwiegend ▲ Mehr geht nicht. Sie kümmern sich um Ihren BMI, um Ihren Hautwiderstand, um Ihren Job und eine möglichst nährstoffreiche, ausbalancierte Ernährung. Kurz: Sie haben hohe Ansprüche an sich. Und so streng, wie Sie sich betrachten, so streng ist auch Ihr Blick auf andere. Sie erwarten von ihnen dasselbe wie von sich, einen mindestens ebenso perfekten Partner zum Beispiel. Dabei hat Selfcare nichts mit dem olympiaähnlichen Prinzip „Schöner, fitter, erfolgreicher“ zu tun, sondern ist eigentlich eine Räuberleiter aus dem Hamsterrad, der Mitleid losigkeit mit sich und anderen. Dazu gehört auch ein wohlwollender Blick auf sich selbst und auf andere. Locker lassen! Das Leben ist keine ewige Prüfung, sondern voller Abenteuer, die man findet, wenn man auf hört zu planen und sich fragt: Wozu habe ich Lust? Wer kann ich noch sein, wenn ich auch mal anders sein darf als perfekt?