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Wie kann ich um mein Enkelkind kämpfen?


Bildwoche - epaper ⋅ Ausgabe 12/2020 vom 12.03.2020

Jährlich passiert es rund 150.000 Mal - wenn Großeltern der Kontakt verboten wird, leiden viele Betroffene schwer


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Bildquelle: Bildwoche, Ausgabe 12/2020

WARUM NUR? Bricht der Kontakt zu den Enkeln ab, sollten Großeltern nach den Gründen fragen


Dieter (68) und Cornelia (65) aus Mainz sind stolze Großeltern. Noch vor drei Jahren haben sie mit ihrer Enkelin Ronja (heute 8) einen traumhaften Urlaub am Meer verbracht. Doch seither ist alles anders: Ihre Tochter Evelyn (35) hat einen neuen Mann kennengelernt und auf einmal jeglichen Kontakt abgebrochen. Sie ist inzwischen ...

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... umgezogen, das Ehepaar kennt die neue Adresse nicht und hat auch keine Handynummer. Was der Auslöser für den Kontaktabbruch war? Das ist dem Ehepaar bis heute ein Rätsel.

Recht auf Umgang

Die beiden sind nicht allein mit ihrer Ohnmacht. Jährlich verlieren rund 150.000 Kinder den Kontakt zu Oma und Opa, weil die Eltern den Umgang verbieten. Welche Rechte haben die „verwaisten“ Großeltern in diesem Fall? „Nach Paragraph 1685 des Bürgerlichen Gesetzbuches BGB steht Großeltern ein Recht auf Umgang mit dem Enkelkind zu - wenn dies dem Wohl des Kindes entspricht“, weiß Christine Theobald-Frick aus Koblenz. „Beim Umgangsrecht der Eltern dagegen wird unterstellt, dass er immer zum Wohle des Kindes ist“, erklärt die Fachanwältin für Familienrecht.
Verweigern Eltern den Kontakt zum Enkelkind, so können die Großeltern sich ein Umgangsrecht erklagen. Doch die Anwältin weiß aus langjähriger Erfahrung: „Gerichtliche Auseinandersetzungen finden praktisch nicht statt.“ Das liegt wohl daran, dass ein Umgangsrecht sehr schwer durchzusetzen ist. Das Risiko, im Prozess zu unterliegen, ist hoch. Denn das Hauptproblem besteht darin, dass die Großeltern nachweisen müssen, dass der Kontakt zum Enkelkind dem Kindeswohl dient. Und das gilt schon dann als gefährdet, wenn die Gefahr besteht, dass das Kind ins Fadenkreuz der Konflikte zwischen Eltern und Großeltern gerät. Was können Opa und Oma also stattdessen tun?
Die Anwältin rät, sich mit dem eigenen Kind in Verbindung zu setzen. Fragen Sie nach den Gründen des Kontaktabbruchs, vielleicht liegt nur ein Missverständnis vor oder Sie haben sich zu sehr in die Erziehung eingemischt. Versuchen Sie, Besuchszeiten auszuhandeln.

Hilfe suchen

Bleiben Sie hartnäckig oder suchen Sie Hilfe bei Mediatoren. Deren Aufgabe ist es, das Gespräch zwischen den Beteiligten zu lenken, damit diese eigene Regelungen erarbeiten können. „Sie selbst dürfen keine Lösungsvorschläge unterbreiten“, so die Anwältin. In Selbsthilfegruppen können sich Betroffene austauschen und voneinander lernen. Auch Dieter und Cornelia gehen zu regelmäßigen Treffen - das gibt ihnen Kraft. Und sie geben die Hoffnung nicht auf, dass sich ihre Tochter an die guten Zeiten erinnert und zur Einsicht kommt, dass sie einen großen Fehler macht.
Nach Meinung von Experten sollten Kinder gehört werden. Denn im schlimmsten Fall kann es bei ihnen zu seelischen Schäden führen, wenn sie ihre geliebten Großeltern nicht mehr sehen dürfen oder gar zum Spielball zwischen den Erwachsenen werden.

UNSERE EXPERTIN

Christine Theobald-Frick, Fachanwältin für Familienrecht, rechtsanwaeltefrick. de

GROSSES LEID Kinder verstehen nicht, warum sie ihre Großeltern nicht sehen dürfen


Darum sind Oma und Opa so wichtig

Egal, was im Leben eines Kindes passiert - Großeltern bleiben stets eine Konstante. Sie lieben die Kleinen bedingungslos, haben immer ein offenes Ohr für sie. Und: Niemand kann in unserer digitalen Zeit handwerkliche Fähigkeiten besser vermitteln als die ältere Generation.