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Wie PhöNix Aus Der Asche!


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Basket - epaper ⋅ Ausgabe 1/2022 vom 15.12.2021

Top Ten

10 NeW Jersey Nets

(2000-2002/ 26 siege)

2000-2001: 26-56 2001-2002: 52-30

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Bildquelle: Basket, Ausgabe 1/2022

Der heutige Mavericks- Coach Jason Kidd lief von 2001 bis 2008 für New Jersey auf.

Als Zwölfter der Eastern Conference und einem Laster von 56 Niederlagen aus der Vorsaison gingen die New Jersey Nets in die Spielzeit 2001/02. Ein Glück, dass sich Coach Byron Scott fortan auf Point Guard Jason Kidd verlassen konnte. Dieser galt um die Jahrtausendwende als einer der begnadetsten Spielmacher der NBA und schöpfte diese Skills bei den Nets nach der belastenden Horror-Saison voll aus. Es war die erste Saison überhaupt, in der New Jersey (heute bekannt als ‚Brooklyn Nets‘) die Marke von 50 Siegen knacken konnte. Abseits davon gelang dem Team zudem ein weiteres seltenes Kunststück. Denn in der Historie ist es nicht besonders häufig vorgekommen, dass ein Team, welches sich im Vorjahr nicht einmal für die Playoffs qualifizieren konnte, in der darauffolgenden Season direkt in die Finals einzog. ...

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... Hier allerdings zogen Kidd und Co. gegen die Los Angeles Lakers ohne einen einzigen Sieg klar den Kürzeren.

9 PhoeNix suNs

(1987-1989/ +27 siege)

1987-1988: 28-55 1988-1989: 55-27

Zum ihrem zwanzigsten NBA-Jubiläum hatten sich die Suns 1988/89 offensichtlich ordentlich was vorgenommen. Irgendwie auch logisch, denn mit Blick auf die ernüchternde Gesamtleistung ein Jahr zuvor war Phoenix für all seine Anhänger in der Bringschuld. Cheftrainer Cotton Fitzsimmons kehrte zurück, nachdem er bereits von 1970 bis 1972 Suns-Coach gewesen war. Doch als Verpflichtung der Saison muss zweifellos Power Forward Tom Chambers genannt werden. Dieser führte sein Team mit einem Average von 25,7 Punkten pro Spiel nicht nur auf Platz drei der Western Conference, sondern auch erfolgreich durch die ersten zwei Playoff-Serien gegen die Golden State Warriors und die Denver Nuggets. Die Lakers erwiesen sich im Halbfinale mit einem seinerzeit überragenden Magic Johnson dann schließlich als zwei Nummern zu groß (0:4).

Die Historie der NBA hat bislang nachhaltig bewiesen, dass Überraschungen in der prestigeträchtigsten Basketball- Liga der Welt bei Weitem keine Seltenheit sind. Hierbei kann das Pendel häufig in die eine oder eben andere Richtung ausschlagen. So mancher Anhänger wird sich während seiner Zeit als Fan eines Teams schon verwundert die Augen gerieben haben. Waren seine Farben noch in der Vorsaison dominierend, auf lange Sicht mitunter sogar Titel-Anwärter, ging es im darauffolgenden Jahr steil bergab. Solche Krisen haben zumeist mehr als nur eine Ursache, stehen aber häufig in direktem Zusammenhang mit dem Ausfall elementarer Unterschiedsspieler. Im Regelfall dauert es eine gewisse Zeit, bis sich eine Franchise von einer enttäuschenden Saison rehabilitiert hat.

Manchmal ist es allerdings auch exakt umgekehrt. Denn bei allen negativen Konsequenzen, die eine sportlich verheerende Saison so mit sich bringt, gibt es durchaus Chancen zur schnellen Wiedergutmachung. In der Regel steht Teams, die von diesem Schicksal betroffen sind, im Vorfeld der nächsten Season nämlich ein hoher Draft-Pick in Aussicht. Wer die NBA regelmäßig verfolgt, der weiß, wieviel Einfluss ein ei - ziger neuer Youngster oder vor allem ein wiedergenesener Top- Star auf eine Starting Five haben können. Auch die Verpflichtung bereits abgeschriebener Stars hat nicht selten dazu geführt, dass Teams von der einen auf die andere Saison plötzlich wieder an ihrem Leistungslimit performten.

Die folgende Top-10 listet die außergewöhnlichsten Single Season Turnarounds, die es in der NBA jemals gegeben hat. Führt man sich die zurückliegenden Dekaden vor Augen, so ist in beinahe jedem Jahrzehnt eine solche Trendwende dokumentiert – wenn auch jeweils in unterschiedlichem Ausmaß. Unsere Reise geht sogar zurück bis in die späten 60er-Jahre, in denen Kareem Abdul-Jabbar als einer der größten Spieler aller Zeiten bei den Milwaukee Bucks brillierte. In den 90ern schienen besonders die San Antonio Spurs ein Händchen für Revivals dieser Art zu haben. Aber welches ist eigentlich das größte Comeback aller Zeiten?

8 okl AhomA city thuNDer

(2008-2010/ +27 siege)

2008-2009: 23-59 2009-2010: 50-32

Die Premiere nach dem Umzug der einstigen Seattle Supersonics ging für das neue Team namens Oklahoma City Thunder ordentlich schief. Doch dafür lief es im zweiten Anlauf (2009/10) gleich umso besser, als die Anzahl der Erfolge mehr als verdoppelt werden konnte. Dabei erwies sich das Team von Scott Brooks sowohl vor heimischem Publikum (27-14) als auch in der Fremde (23-18) als solide Bank. Point Guard Russell Westbrook und Star-Flügelspieler Kevin Durant nahmen die Zügel in ihrer zweiten bzw. dritten NBA-Saison fest in die Hand. Besonders KD stieg in der Saison 2009/10 mit 30,7 Punkten und 7,6 Rebounds pro Spiel zum absoluten Superstar auf. Großen Impact lieferte außerdem Rookie James Harden (3. Pick im Draft 2009), der sich retrospektiv zu einem der besten Guards der Geschichte entwickeln sollte. Zum ersten Mal nahm Oklahoma nach dem Umzug der Franchise in dieser Saison an den Playoffs im Westen teil, musste sich jedoch nach sechs Spielen in Serie eins gegen die Lakers geschlagen geben (2:4).

7 miAmi heAt

(2007-2009/ +28 siege) 2007-2008: 15-67 2008-2009: 43-39

Großen Anteil am Aufschwung der Miami Heat hatte nach einer desolaten Saison 2007/08 ein überragender Dwayne Wade. Der Shooting Guard war in der Spielzeit zuvor durch anhaltende Verletzungssorgen beinahe komplett ausgefallen, was sich für die Heat nicht kompensieren ließ. Wade führte Miami als Star des Teams im Folgejahr auf Rang fünf der Eastern Conference. Dabei stellte er mit seinen Fähigkeiten das Herz auf dem Court dar. In den Playoffs reichte es gegen Atlanta nach sieben Spielen (3:4) in Runde eins nicht ganz, aber der Aufschwung der Heat nahm ab dieser Saison sukzessive zu. 2012/13 krönte sich Miami während der berüchtigten „Big Three-Ära“ um Wade, LeBron James und Chris Bosh zum Champion – übrigens unter Headcoach Erik Spoelstra, welcher bereits 2008 zum damalig jüngsten NBA-Trainer aller Zeiten befördert worden war.

6 mil WAukee Bucks

(1968-1970 / +29 siege) 1968-1969: 27-54 1969-1970: 56-26

Eine gute Sache hatte die Saison 1968/69, in der es für die Milwaukee Bucks insgesamt 54 Niederlagen hagelte, am Ende doch. Im darauffolgenden Sommer bescherte das durchaus ausbaufähige NBA-Debüt dem Team einen hohen Draft-Pick, welchen die junge Franchise bestens einzusetzen wusste. Denn ab 1969 lief ein gewisser Lew Alcindor, später bekannt als Kareem Abdul-Jabbar, in Milwaukee auf und drehte den Spieß für die Bucks komplett um. 28,8 Punkte sowie 14,5 Rebounds im Schnitt sorgten bei einer Körpergröße von 2,18 Metern für den großen Turnaround vom zweitschlechtesten zum zweitbesten Team der Eastern Conference. Im Ost-Finale konnten ‚Cap‘ und seine Kollegen den New York Knicks nicht standhalten (1:4). Jedoch spielte mit Abdul-Jabbar auch in den Folgejahren ein Center von Weltklasse-Format bei den Bucks, der dem Team bereits 1970/71 den Sieg in der Western Conference sicherte.

5 BostoN cel tics

1978-1980/ +32 siege) 1978-1979: 29-53 1979-1980: 61-21

Zwei Rookies verhalfen den Boston Celtics zu neuer Stärke, nachdem die Franchise in der Saison 1978/79 knapp die Playoff-Teilnahme verpasst hatte. Larry Bird und Kevin McHale gehörten in dieser Zeit zu den größten Talenten landesweit und bereicherten das Spiel der Kelten zusammen mit Robert Parish immens. 61 Siege bedeuteten klar den Top-Seed im Osten, doch das Conference-Finale ging gegen die Philadelphia 76ers (1:4) überraschend deutlich verloren. Die Zukunft allerdings sah mehr als rosig aus. Bird sicherte sich 1980 den ‚Rookie of the Year‘-Award und war bereits ein Star in der Liga. Das neue Trio ließ sich von der Niederlage gegen die Knicks nicht nachhaltig beeindrucken und zeigte in der folgenden Dekade seine ganze Klasse. Insgesamt trugen Bird, McHale und Parish zwölf Jahre gemeinsam das Celtics-Jersey und feierten mit drei NBA-Titeln (1981, 1984 und 1986) große Erfolge.

4 PhoeNix suNs

(2003-2005 / +33 siege) 2003-2004: 29-53 2004-2005: 62-20

Den Verlust wichtiger Leistungsträger wie Penny Hardaway oder Stephon Marbury konnte Phoenix 2003/04 nicht ersetzen und bekam dies deutlich zu spüren. Die damals hochgerankten, aber noch sehr jungen Amar’e Stoudemire und Shawn Marion waren noch nicht bereit, ihren Führungsrollen gänzlich gerecht zu werden. Ein Jahr später hatten die Suns dann ihren neuen Leader in einem Rückkehrer gefunden, der bereits von 1996 bis 1998 für die Franchise aktiv war. Steve Nash fungierte auf der Position des Spielmachers als Antreiber und Kopf des Teams, was ihm am Ende der Saison den ‚MVP‘-Award einbrachte. Phoenix dominierte die Conference in der Regular Season und kam sogar bis ins Endspiel der Western Conference (1:4, San Antonio Spurs).

3 sAN ANtoNio sPurs

(1988-1990 / +35 siege) 1988-1989: 21-61 1989-1990: 56-26

An die Rookie-Season von David Robinson erinnert sich wohl jeder Spurs-Fan gerne zurück. Mussten San-Antonio-Anhänger im Jahr zuvor noch einiges ertragen, brachte der 24-Jährige mit seiner physischen Präsenz ein neues Element ins Game der Texaner. Dass der Center allerdings einen derartigen Impact auf das Team und seinen folgenden Turnaround haben würde, war so im Vorfeld wohl kaum vorauszusehen. An der Seite von Spielern wie Guard Rod Strickland oder Forward Sean Elliott erreichte das Team von Coach Larry Brown als zweitbestes Team im Westen die Playoffs. Während „The Admiral“ lieferte mit durchschnittlich 3,9 Blocks und 1,7 Steals nicht nur defensiv, sondern steuerte am anderen Ende des Courts auch noch beinahe 25 PPS bei. Obwohl San Antonio in Playoff-Runde zwei an den Portland Trail Blazers scheiterte, läutete Robinson mit dieser Saison eine erfolgreiche Zeit für die Spurs ein.

2 sAN ANtoNio sPurs

(1996-1998/ +36 siege) 1996-1997: 20-62 1997-1998: 56-26

Eine dementsprechend gute Rolle hätte der Superstar wohl auch sechs Jahre später gespielt, wäre er nicht durch eine hartnäckige Verletzung in 76 von 82 Matches ausgebremst worden. Hiermit liegt der Grund für die wenig ruhmreiche Spurs-Saison 1996/97 eigentlich schon klar auf der Hand. Glücklicherweise konnte sich San Antonio per Draft anschließend die Dienste von Tim Duncan sichern. Der Power Forward und ein wiedergenesener Robinson führten die Organisation fast im Alleingang zu einem bemerkenswerten Turnaround, welcher zu diesem Zeitpunkt seinesgleichen suchte. Dabei spielte Duncan seinerzeit eine der besten Rookie-Seasons überhaupt, was seine 21 Punkte und 11,9 Rebounds im Schnitt untermauern und ihn letztendlich auch zum ‚Rookie of the Year‘ krönten. Der Run endete schlussendlich zwar „nur“mit Platz vier in der Western Conference, jedoch ist der Umschwung von einer derart negativen hin zu einer derart positiven Bilanz bis heute einer der fulminantesten der Geschichte.

1 BostoN cel tics

(2006-2008 / +42 siege)

2006-2007: 24-58 2007-2008: 66-16

Die respektable Spurs-Season ist an dieser Stelle keinesfalls zu schmälern. Doch gibt es in der Historie trotzdem noch einen Single Season Turnaround, welcher bis zum aktuellen Geschehen jedes Superlativ toppt. Die Boston Celtics kamen 2006/07 arg gebeutelt aus einem schwierigen Jahr als Schlusslicht der Eastern Conference. Auf einen darauffolgenden Leistungsanstieg dieser Art waren wohl die wenigsten Celtics-Fans vorbereitet. Da hatten sie die Rechnung allerdings ohne Manager Danny Ainge gemacht, der mit Ray Allen (Seattle Supersonics) und Kevin Garnett (Minnesota Timberwolves) zwei wichtige Trades eintütete. Das Duo, komplettiert durch einen gereiften Small Forward namens Paul Pierce, katapultierte Boston mit sagenhaften 66 Siegen bis an die Spitze des Ostens. Garnett fungierte hierbei als bester Defense-Player der Saison, während Allen und Pierce die offensiven Geschicke in die Hand nahmen. Die grandiose Celtics-Spielzeit wurde schließlich sogar mit dem Titel gegen die Lakers (4:2) garniert. Eine legendäre Perfomance!