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Wieder die große Küchen-Oper


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KüchenNews - epaper ⋅ Ausgabe 10/2022 vom 10.06.2022

Und die Tafel der Eurocucina war reich gedeckt – die Hallen 9 und 11 waren komplette Küchen-Domäne. Hinzu kam ein Teilbereich in den Hallen 13 und 15, der unter dem Label „FTK – Future Kitchen Technology“ Zubehör-Marken versammelt hat. Und man muss der Messe lassen, dass sie für den Rahmen keine Kosten und Mühen gescheut hat, schließlich feierte der Salone mit pandemiebedingter Verspätung seinen 60. Geburtstag. Im Küchenbereich zeigte das beispielsweise die Sonderschau „Design in Kitchen“, die Küchen-Ikonen der vergangenen sechs Jahrzehnte als Miniaturen präsentierte.

Schon am Montagmittag ...

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... war es proppevoll. Auf einigen Ständen war die Pandemie längst vergessen, denn bei Boffi und auch bei Bora ging es nur im Gedränge über den Stand – Masken wurden ohnehin nur von einem guten Fünftel der Besucher getragen, wenn überhaupt.

Die (wenigen) deutschen Aussteller machten bella figura auf dem Messegelände von Rho. Dabei war die Anspannung vorher schon zu spüren, denn niemand konnte wissen, wie viele Menschen nach Mailand reisen würden. „Und dafür ist es schon ein Riesen-Investment, wenn man nicht weiß, was einen erwartet“, konstatierte Karin Padinger, Head of Marketing & Interior Design bei Häcker Küchen.

Aber diese Bedenken lösten sich schnell in Wohlgefallen auf. Das galt auch für Markus Schüller und sein Team, der schon früh einen zufriedenen Eindruck machte.

Ein echtes Highlight war der neue Messestand von Schock, der mit hellen, aber warmen Farbtönen und einem Spiegelkabinett sich erfrischend abhob von den konventionellen Standgestaltungen. Dabei testeten die Niederbayern gleich auch einen Prototyp. Eine Spüle – mit Kochfunktion!

Was ja durchaus Sinn machen kann, sollten einmal alle Kochfelder besetzt sein … Mal sehen, ob die Handelspartner das auch so sehen.

Daneben standen vor allem aber die neuen Farben im Vordergrund – und da war es, als hätten sich die Deutschen abgesprochen, denn Häcker, Schüller und eben auch Schock setzen auf tiefe Blau-Töne – mit beruhigender Wirkung in beunruhigenden Zeiten.

Was allerdings die Standgestaltung anbelangte, war die dominierende Farbe Schwarz – bei den Italienern gern auch mit Begrünung. Das wirkt in Summe ein bisschen steril. Einen fröhlichen Kontrast dazu lieferten Smeg mit einem bunten, weitläufigen Auftritt und Elica ganz in Weiß. Neff inszenierte eine Tafel in italienischem Setting, was sehr charmant und einladend wirkte.

Auch in der Stadt fand einiges zum Thema Küche statt: Die Showrooms von Boffi, Gaggenau und SieMatic gehörten wohl zu den am meisten frequentierten Küchen-Destinationen.

Bei dem typischen Mailänder Spektakel rückten die erdrückenden Probleme entlang der Supply Chain und in Bezug auf die Preisspirale fast ein wenig in den Hintergrund. Auch wenn Maria Porro, die jüngste Salone-Präsidentin aller Zeiten, im Pressegespräch natürlich darauf hinwies, dass man diskutiert habe, ob es zulässig sei, in Kriegszeiten eine globale Messe zu organisieren. „Es ist aber unsere Pflicht, Verbindungen zu knüpfen“, so die beliebte Messe-Chefin. Und natürlich kommen auf dem Salone ganz unterschiedliche Perspektiven zusammen und längst nicht überall auf der Welt sorgt der Ukraine-Krieg für eine solche Verunsicherung wie in Europa. Deshalb war die Stimmung alles andere als gedrückt und die Kauflaune bei vielen internationalen Besuchern vorhanden.

Ohne Frage gehört zum Mailänder Spektakel auch der typische Reisestress für die Besucher. Nachdem schon seit dem Sonntag sich die abenteuerlichen Geschichten über Verspätungen, Wartezeiten und Informationsdefizite häuften, wurden am Mittwoch dann auf einen Schlag Hunderte Flüge gecancelt, weil die Fluglotsen und ein Teil des Bodenpersonals streikte. Auf dem Flughafen Malpensa ging es deshalb einigermaßen chaotisch zu. Aber auch das ist ja Teil des Salone-Erlebnisses und die Besucher haben jede Menge zu erzählen, wenn sie abgekämpft wieder zu Hause sind.