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Wiener Grätzln


Spa Inside - epaper ⋅ Ausgabe 4/2021 vom 01.07.2021

Meistens verbringen Gäste zwei, drei Tage in Wien. Buchen einen kurzen City-Trip mit vollem Kulturprogramm: Museums- und Kaffeehausbesuch, Schnitzel essen, Fiaker fahren, auf Sisis Spuren in Schloss Schönbrunn wandeln. Eigentlich sehr schade. Denn die Donaumetropole ist perfekt für einen längeren Aufenthalt, einen Urlaub mit allem Drum und Dran. Und gerade jetzt im Sommer ist Wien mit seinem Mix aus kaiserlichem Glanz und Gloria, charmanter Pracht, urbanem Lifestyle und schönster Natur unschlagbar. Die Natur ist nämlich in Österreichs Hauptstadt ganz nah, ja sogar mittendrin. Herrliche öffentliche Parks und Gartenanlagen laden zum Relaxen und Durchatmen, aber auch zum Sporteln und Picknicken. Donauinsel und das Gebiet Alte Donau, ein Naherholungsgebiet der besonderen Art mit einem reizvollen Kontrast zwischen der angrenzenden Stadtlandschaft samt ihren Grätzln, den Wohnbezirken also. Und der ...

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Bildquelle: Spa Inside, Ausgabe 4/2021

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... Idylle des ehemaligen Donauarms, zieht alle an, die das Wasser lieben und Abkühlung suchen. Ein Naturparadies zum Baden, Surfen, Paddeln oder einfach auf der Terrasse eines der Strandlokale sitzen. Hinkommen ist bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln (U-Bahn U1). Oder Sie leihen sich ein Fahrrad aus, beispielsweise bei Pedal Power nahe der Karlskirche (www.pedalpower.at) und radeln hinaus. Eine tolle Strecke, hin und zurück etwa 14 Kilometer, ein kleines Stück geht es durch den Prater-Park. Wer lieber die Wanderschuhe schnürt, den lädt der nahe Wienerwald zu ausgedehnten Wanderungen und besten Aussichten auf die Stadt ein. Beides kombinieren können Sie im Krapfenwaldlbad, wenn Corona es zulässt. Das höchstgelegene Sommerbad Wiens finden Sie auf den Hängen des Cobenzel Berges im 19. Wiener Bezirk. Allerdings müssen Sie hierfür 50 Fahrminuten einplanen.

Ein quirliges Zentrum mit einem Mix aus historischen Gebäuden und moderner Museumsarchitektur. Kunstgenuss versprechen z. B. das Leopold Museum, das Museum für Moderne Kunst (mumok) und die Kunsthalle Wien. Lebenslust versprühen die Cafés und Shops, besonders am Abend herrscht hier eine tolle Stimmung. Highlights bei Einheimischen wie Touristen sind die immer wieder anders gefärbten Betonliegen. Eine ganz andere Szenerie: das romantische Biedermeierviertel Spittelberg, ganz nah im 7. Bezirk: enge Gässchen, idyllische Hinterhöfen, nette Restaurtants wie das Tian Bistro, Witwe Bolte oder Das Spittelberg. Dazu schicke kleine Läden. www.spittelberg.at

1. BEZIRK/ALTSTADT

Wiens Zentrum, der 1. Bezirk oder auch die Innere Stadt, liegt innerhalb der Ringstraße. Mittendrin: der Stephansdom – genannt: Steffl. Glänzen an der Ringstraße historische Prachtbauten und Paläste, Burgtheater, Parlament und Rathaus, wird es hintem Steffl enger. Im Blutgassenviertel, eine der ältesten und malerischsten Ecken der Stadt, schmiegen sich die Häuser in schmalen, gepflasterten Gassen aneinander. Teils öffnen sie sich zu schönen Plätzen und Höfen – wie Trienter Hof und Domherrenhof. Eine Wiener Besonderheit: Durchgangshäuser. Versteckte, aber öffentliche Wege, verbinden zwei Parallelstraßen. In den idyllischen Innenhöfen gibt es Geschäfte oder Lokale. Fürs Luxusshopping gemacht: das Goldene Quartier, Kärntnerstraße, Graben und Kohlmarkt.

SERVITENVIERTEL

Das Servitenviertel in Wiens 9. Bezirk hat ein außergewöhnliches Flair und wird gerne als „Petit Montmartre“ bezeichnet. Ob Käse-Bar, Schokoladenmanufaktur, Bio- Laden, französisches Bistro, Szene-Lokal – die pulsierende Ader dieses lebendigen Grätzls ist die Servitengasse. Eine Straße mit charmanten Hausfassaden, schattenspendenden Bäumen und der hübschen Servitenkirche, die älteste barocke Kirche Wiens. Drumherum herrscht fröhliches Treiben, besonders im Sommer, wenn überall die Schani-garten der umliegenen Lokale öffnen. Ums Eck, im Haus Berggasse 19, lebte und ordinierte der Vater der Psychoanalyse. Heute ist es das Sigmund-Freud-Museum. Ihm direkt gegenüber darf im Dhevari Spa (www.dhevari. at ) auf die Liege, wer wohltuende Entspannung sucht.

Coole Streetart & hippe Läden

Auf Entdeckungstour Gleich beim Biedermeierviertel Spittelberg im 7. Bezirk lassen sich z. B. in Burg-, Neustift-und Stiftsgasse hübsche kleine coole Läden und nette Lokale entdecken. An heißen Tagen der Renner: der Eis-Salon Veganista. Schönen nachhaltigen, handgefertigten Schmuck gibt es bei Makaro (www.makaro.com). Wiener Pflegeprodukte lassen sich in der nahen Gumpendorferstraße in der Apotheke Saint Charles (www.saint-charles.eu) ausprobieren. Feinste Waschzeug gibt’s bei Wiener Seifen in der Herrengasse im 1. Bezirk (www.wienerseife.at)

Wien hat so viele Bäume wie ganz Ö sterreich Einwohner 9 MIO

Viele Facetten der Stadt

Es gibt viele Möglichkeiten, die charmante, knapp Zwei-Millionen-Einwohner-Stadt zu entdecken. Für einen ersten Eindruck steigen Sie in die Tram, die Straßenbahn. Zum Beispiel in die Linie D, auch D-Wagen genannt, mit der Sie vom Wiener Hauptbahnhof über die Ringstraße bis in den Heurigenort Nußdorf fahren können. Entlang des berühmten Prachtboulevards Ringstraße, der die Wiener Innenstadt, den 1. Bezirk, einrahmt, fahren Sie an den Klassikern der Wiener Sehenswürdigkeiten vorbei: Staatsoper, Hofburg, Volksgarten, Parlament, Burgtheater und Rathaus. Spazieren Sie durch die engen Gassen der Innenstadt, trinken ein Kaffetscherl, wie der Wiener sagt, in einem der traditionsreichen Kaffeehäuser, und flanieren über den Graben und die Tuchlaben zum Goldenen Quartier, um Nobelläden zu schauen. Und weil es ein Klassiker ist, müssen Sie am Abend in einem der traditionellen Gasthäuser ein echtes Wiener Schnitzel essen.

Das junge und kreative Wien entdecken Sie in den quirligen Grätzln, den Kiezen im zweiten, dritten, siebten oder neunten Bezirk. Coole Läden mit fairen, nachhaltigen Produkten, hippe Modeshops, kleine Restaurants, die Gerichte aus aller Herren Länder anbieten, Kunst und Kleinkram. Der Donaukanal mit Beach-Bars und Graffiti verströmt mediterranes Flair und ist Hot-Spot zwischen Work und Life. Ein Gute-Laune-Ort zum Chillen und Sonnen, Sehen und Gesehenwerden. Mit einem G’Spritzten (Weinschorle) oder einem Sommer-Cocktail in der Hand fühlt sich das sehr nach Urlaub an! Auch wenn die Donau nicht das Meer ist. Dafür punktet Wien aber mit einem Lichtermeer. Lassen Sie den Tag doch auf einer der schicken Rooftop- Bars ausklingen, dann liegt Ihnen das Wiener Meer zu Füßen. Und Sie sagen leise „leiwand“ statt cool und verabschieden sich mit einem „Servus, baba“ von Ihrer Sommerstadt Wien.

Dorit Schambach

DRAUSSEN GENIESSEN

Heurige Er gehört zu Wien wie Sisi, Sachertorte und Stephansdom. Als Heuriger wird auch der Jahrgangswein bezeichnet. Den echten Wiener Heurigen, in dem ausschließlich Wiener Wein ausgeschenkt wird, erkennen Gäste am Föhrenbusch und an einer Tafel mit dem Wort „Ausg’steckt“. Heißt: Wir haben geöffnet. Die meisten sind in den alten Wiener Weinorten Neustift, Nussdorf, Sievering und Grinzing zu finden. Ausgeschenkt werden Top-Weine, dazu gibt’s gute Wiener Küche und beste Aussichten.

⊲ Mayer am Pfarrplatz Hier kehrte schon Beethoven ein. www.pfarrplatz.at

⊲ Weingut Cobenzl in Grinzing bietet beste Aussicht. www.weingutcobenzl.at

⊲ Heuriger Wieninger Spezialität: Wiener Gemischter Satz (drei Qualitätsrebsorten in einem Glas). www.heurigerwieninger.at

Schanigärten Eine Spezialität. Rund 3500 der meist umzäunten „Außenbestuhlungen“ bei einem Lokal gibt es:

⊲ Hollerkoch mit Ibiza-Flair im 18. Bezirk. www.hollerkoch.at

⊲ Ulrich am idyllischen St.-Ulrich-Platz im 7. Bezirk. www. ulrichwien.at

⊲ Il Sestante Unter Bäumen am Piaristenplatz im 8. www. sestante.at