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Wild Rooster


The Unleashed - epaper ⋅ Ausgabe 22/2019 vom 15.08.2019

Interview beim 20. Rock‘n‘Roll-Weekender in Walldorf

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Bildquelle: The Unleashed, Ausgabe 22/2019

Wild Rooster garantieren Stomping Rock’n‘Roll aus Schweden. Die Band startete im Jahr 2007 mit Steve Riot (Vocals and Rythm Guitar), dem damaligen Bassisten sowie Dick Dahlgren (Drums) und Kim Amberg (Lead Guitar). In den ersten Jahren war die Band recht erfolgreich, tourte unter anderem in den USA, Japan und sogar Brasilien. Bis 2014 wurden 5 Alben veröffentlicht. Als der Bassist dann die Band verließ, wurde es etwas ruhiger. Doch mit dem Einstieg von Rick Tanner (Double Bass and Backing Vocals) im Jahr 2017 starten die Schweden wieder durch.

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Wir sprachen mit Steve und Rick am Rande des Rock `N` Roll Weekenders in

Tolle Show, es hat Spaß gemacht, euch zuzuhören. Wie seid ihr als Band zusammengekommen? Denn du, Rick, stammst ja aus San Franzisco, oder?
Rick: Stimmt, ich komme aus San Franzisco und habe dort angefangen, mit einigen Bands zu spielen. Unter anderem mit den Hellbillys. Irgendwie landete ich dann bei Demented Are Go – das war 2006.

Du hast dann also auch in England gelebt?
Rick: Oh ja – ich habe sogar mit Sparky zusammengewohnt.

Was, wirklich – du hast mit Mark „Sparky“ Phillips zusammengewohnt?
Rick: Oh ja – aber das ist eine andere Geschichte, aber wir hatten viel Spaß! Es war eine aufregende Zeit und mir war gar nicht bewusst, wie gut die Band damals im Geschäft war. Erst als wir in einem Berliner Club spielten – er hieß, glaube ich, SO36, wurde mir klar, wie groß die Band ist. Wir spielten vor etwa 1000 Leute und da waren Kameras, die uns filmten. Später waren wir dann Vorgruppe von Motörhead. Lemmy habe ich aber leider nicht kennengelernt. Wir wurden auf die Bühne geleitet, spielten und mussten dann wieder runter. Aber ich habe mir mit Lemmy die Bühne geteilt. Ja, das war eine Klasse Zeit. Das war im Jahr 2006, ich spielte etwa 6 Monate mit Demented, dann ging ich zurück in die Staaten und hatte eine eigene Band. Irgendwie hörte ich dann von Wild Rooster und mir gefiel die Musik. Ich versuchte dann, übers Internet und über soziale Medien mit Steve in Kontakt zu kommen, jedoch ignorierte der zunächst meine Anfragen.
Steve: Ja, ich dachte: Was soll das? Wer ist dieser Typ? Ein Psychobilly mit Kontrabass?! Wir hatten ja bis dahin einen E-Bass und ich dachte, der will mich verschaukeln. Ich war kurz davor, ihm zu sagen, er solle doch endlich aufhören mich zu kontaktieren. Doch dann tauschten wir uns doch aus und ich stellte fest: Hey, der Typ ist eigentlich ganz nett!
Rick: Ja, meine Band zerfiel damals – der Schlagzeuger kaufte ein Haus und gründete eine Familie. Ich suchte was Neues und erfuhr, dass sie einen Bassisten brauchten, und so flog ich dann im kalten Winter nach Schweden, und das war verrückt für jemanden aus Kalifornien. Ja, so kam ich zu Wild Rooster.
Steve: Auch ich habe in verschiedenen Bands gespielt, unter anderem bei Snakebite.Ich schrieb Song für Song, doch irgendwann wollte ich weg von der Teddyboy-Szene. Und habe dann Wild Rooster gegründet. Es lief gleich gut für uns, wir machten insgesamt 5 Alben, waren ständig auf Tour, unter anderem in Japan und Brasilien, bis wir uns dann vom Bassisten trennten. Doch mit Rick geht es nun wieder steil bergauf. Wir haben eine neue Managerin und bis zum nächsten Sommer sind wir für 150 Auftritte gebucht.

Steve, du spielst die Telecaster, habe ich heute gesehen. Welche Instrumente bevorzugt ihr beim Live-Gig?
Steve: Nun, jeder kennt Buddy Hollly, richtig? Er spielte die Fender! Rock‘n‘Roll ist immer Fender, und jeder gute Rocker spielt die Telecaster, weil das ist der Sound of Rock‘n‘Roll – und Country. Und du kannst wirklich alles auf der Telecaster machen – von Jazz über Country bis Hard Rock.

Ja, auch bei den Jazz-angehauchten Musikern dominiert die Tele oder beim Country, besonders beim Bakersfield-Sound.
Steve: Den Bakersfield-Sound – du solltest ihn auf unserem neuen Album hören. Es ist großartig, eine einfache Gitarre – wie eine Zigarrenkiste mit Saiten. Aber es ist sehr effektiv. Wenn du vergleichst, Gretsch, Gibson und Fender und zurückschaust von den späten 40er Jahren bis heute: Welche Gitarre hat die Qualität in den letzten 70 Jahre? Die Fender!

Besonders in den 60er Jahren, als sie an CBS verkauft wurde.
Steve:Nun, das ist eine Dekade, über die wir nicht sprechen wollen. Das war die dunkle Zeit von Fender. Jede Rockabilly Band spielt auf Gretsch und ich hasse es. Kreiert euren eigenen Sound! Deshalb spiele ich seit über 20 Jahren auf der Telecaster

Es hängt auch vom Sound ab, den man spielen möchte. Für den Eddie Cochran-Style braucht man auf jeden Fall eine Gretsch.
Steve: Oh ja. Auf jeden Fall, da passt es – aber wie gesagt: wir wollen unseren eigenen Style. Und das muss aber jeder für sich selbst entscheiden. Sicher passt zu einigen die Gretsch oder wieder andere spielen auf der Les Paul, für mich und unseren Style passt die Telecaster einfach perfekt!

Und ihr seid Fans von Dandy Don Rich und Danny Guett?
Steve: Oh ja, Rich war ein großartiger Gitarrenspieler. Wir lieben ihn! Ebenso Danny, sie haben auch unsere Musik beeinflusst.

Du erwähntest noch euer neues Album, wann wird es erscheinen?
Steve: Oh, wir arbeiten daran, es ist so gut wie fertig. Ich denke bald, möchte mich jetzt aber noch nicht festlegen. Es wird auf jeden Fall kommen!

Ok, vielen Dank für das Interview und euch weiterhin viel Erfolg.
Rick und Steve: Es war uns ein Vergnügen.

Info:
redhotmusic@bluewin.ch
http://redhotmusic.ch/wild-rooster

Bilder: Adriano Baltoba