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WILDER KAFER


Träume Wagen - epaper ⋅ Ausgabe 10/2019 vom 27.09.2019

Ein Dahr lang verbrachte Martin Mette jede freie Minute mit dem Bau seines Offroad-Kä- fers. Nun erobert er mit seiner Frau Elisabeth auf Rallyes ganz Europa


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Bildquelle: Träume Wagen, Ausgabe 10/2019

„Danken Sie nicht mir, danken Sie ihrem Auto” heißt es oft – zum Beispiel wenn sie auf einem überfüllten Campingplatz doch noch reingelassen werden. „Egal wo, die Leute sind immer hin und weg von unserem Käfer”, erzählt Elisabeth Mette. Dabei war die IT-Frau vor zwei Jahren ganz und gar nicht begeistert davon, was ihr Mann da vorhatte. Er war 650 km gefahren, um einen alten Käfer zu kaufen, der eigentlich nur noch Schrott ...

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... war, ohne Motor, ohne Getriebe, komplett heruntergekommen und wollte ihn zu einem Offroad-Modell umbauen. „Doch dann habe ich gesehen, wie leidenschaftlich Martin mit dem Aufbau beschäftigt ist und wie auch andere davon begeistert sind”, erzählt sie weiter. Die Idee dazu kam Martin Mette durch einen Kollegen, der einen Offroad-Käfer besaß. Als er diesen gesehen hatte, war ihm sofort klar, dass er auch so einen haben möchte. Doch er wollte ein Modell mit Straßenzulassung, mit dem er auch außerhalb des Offroad-Parks fahren kann. Kaum daheim setzte er sich an den Rechner und fand einen Käfer Baujahr 1973. „Er war in einem schlimmen Zustand, aber er hatte die wichtigsten Umbauten eingetragen. „Und nur das war wichtig”, erklärt Martin Mette.

Ein Jahr lang bastelte er jede freie Minute an dem Auto, restaurierte, baute einen Motor. Das Ergebnis: ein Käfer mit Hazard Streaker Umbau, höher gelegt im Baja Stil. Geschraubt hat der studierte Betriebswirt mit der Spezialisierung auf Startups immer schon gern. Durch seinen Job als Produktionsleiter bei einem Teilehersteller für luftgekühlte VWs kam er leicht an die entsprechenden Teile. „Ich hatte immer ein Ziel vor Augen: Die Teilnahme an der Rallye von München über Barcelona nach Amsterdam, für die wir uns schon angemeldet hatten”, so Martin Mette. Drei Tage vor Start bekam er die TÜV-Zulassung.
Die jetzige Farbe ist eigentlich nur eine Grundierung. „Für eine Lackierung war keine Zeit mehr.” Den jetzigen Ton will das Paar nun so lassen, weil er irgendwie doch super zu ihm passt. Auch innen ist alles noch spartanisch. Das einzig „Luxuriöse” sind die neuen
Leder-Porsche-Sitze.
Lange an etwas zu tüfteln war für Martin nicht neu. Vor seiner Anstellung als Produktionsleiter hat er aus Autoteilen Möbel hergestellt, so zum Beispiel einen „Strandkorb” aus einem alten Käfer oder eine „Barecke” aus einem Ford Taunus. „Für ein Stück habe ich teilweise 3 Monate gebraucht. Das war irgendwann zu teuer und schwierig zu verkaufen”, erklärt Martin Mette. Aber einige Exemplare hat er bei sich jetzt stehen und erfreut sich daran.

MÖBEL AUS ALTEN AUTOS

Der Käfer von 1973 war in einem schlimmen Zustand und wurde komplett auseinander und neu aufgebaut. Seine ursprüngliche Farbe Blau wurde durch eine Grundierung ersetzt, die nun den heutigen Look ausmacht. Durch den monatelangen Aufbau entdeckte Martin Mette seine Liebe zum Käfer noch mal neu und begann, Anzeigen aus den 60er und 70er Jahren zu sammeln. „Autowerbung war damals viel lustiger als heute.”

OFF ROAD KÄFER
INKL. STRAßENZULASSUNG

In den letzten beiden Jahren hat das Ehepaar bereits an drei Rallyes durch Europa teilgenommen. „Wir genießen es, mit ganz wenig Gepäck und unserem Dachzelt auf Tour zu gehen. Gerade für mich als IT-Frau ist die freie Zeit in der Natur der perfekte Ausgleich”, so Elisabeth Mette, „Natürlich gerät man auf so einer Rallye als Paar dann manchmal an seine Grenzen. Doch wir haben das im Griff, einer liest die Karte, der andere fährt. Aber wir haben auch schon Paare erlebt, die plötzlich getrennt abgereist sind.”
Und jetzt wird nur noch die Welt entdeckt? Von wegen! Martin hat schon ein neues Projekt im Kopf:„Ich möchte einen Käfer mit einem anderen Auto kombinieren, aber mehr verrate ich noch nicht.”