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Windows 11 gefahrlos ausprobieren


PC Welt - epaper ⋅ Ausgabe 10/2021 vom 03.09.2021

Windows

Artikelbild für den Artikel "Windows 11 gefahrlos ausprobieren" aus der Ausgabe 10/2021 von PC Welt. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: PC Welt, Ausgabe 10/2021

Microsofts Ankündigung, in diesem Herbst mit Windows 11 eine neue Version seines Betriebssystems zu veröffentlichen, kam durchaus überraschend. Bislang hieß es immer, man würde Windows 10 über die großen Funktionsupdates weiterentwickeln und an der Bezeichnung festhalten. Nun also die Kehrtwende, wobei man streiten kann, ob Windows 11 wirklich „neu“ ist oder doch eher ein großes Update unter neuem Namen darstellt.

Darum und um die neuen Funktionen geht es hier jedoch nicht. Alles, was in Windows 11 auf Sie zukommt, fasst ausführlich der PC-WELT-Beitrag „Jetzt kommt Windows 11“ auf Heft-DVD zusammen. Im Folgenden zeigen wir vielmehr, wie Sie das zukünftige Windows bereits jetzt installieren, bevor es dann voraussichtlich noch im Herbst offiziell erscheint.

„Wenn Sie neugierig sind und Windows 11 schon kennenlernen möchten, ist das ganz ohne Risiko möglich.“

Besonderes Augenmerk richten wir ...

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... darauf, wie Sie Windows 11 ohne Gefahr für die laufende Konfiguration und Ihre Daten nutzen. Ganz trivial ist das deshalb nicht, weil es bislang keine Möglichkeit gibt, ein fertiges ISO-Abbild des neuen Betriebssystems herunterzuladen, um daraus eine DVD oder einen USB-Stick für das Setup zu erstellen.

Windows Insider-Programm, Entwicklerkanal und Zweit-PC

Microsoft stellt das neue System zum Vorab-Testen über sein Insider-Programm zur Verfügung (https://insider.windows.com). Das ist kostenlos, erfordert jedoch eine einmalige Registrierung. Dabei weist Microsoft Sie auch auf die Übertragung zahlreicher Telemetriedaten und mögliche Probleme hin, wie sie von jeder experimentellen Vorabversion ausgehen. Auch wir raten ausdrücklich, Windows 11 zum jetzigen Zeitpunkt keinesfalls auf Ihrem produktiv genutzten Rechner zu installieren. Ideal dafür ist ein Zweit-PC. Der Kasten auf Seite 19 erläutert die nun deutlich höheren Mindestanforderungen. Doch auch ohne separaten Rechner gibt es Möglichkeiten, die neue Version sicher zu betreiben.

Wichtig beim Insider-Programm sind an dieser Stelle die drei „Kanäle“: Und zwar deshalb, weil Microsoft Windows 11 derzeit nur im „Entwicklerkanal“ und im „Betakanal“, nicht aber im „Release-Vorschau- Kanal“ zur Verfügung stellt. Über diese erhalten Sie erst später bereits länger getestete, stabilere Versionen. Welches Betriebssystem in welchem Kanal verbreitet wird, erkennen Sie im Insider-Portal an den fünfstelligen Build-Nummern: 19043 steht für das aktuelle Windows 10 Version 21H1, 22000 für Version 11.

Haben Sie einen separaten Rechner nur für das neue Betriebssystem, ist die Installation ganz einfach. In der Einstellungen-App von Windows 10 klicken Sie auf „Update und Sicherheit –› Windows-Insider-Programm –› Los geht’s –› + Konto verknüpfen –› Microsoft-Konto“. Hier wählen Sie das Outlook-Konto aus, mit dem Sie sich zuvor auf der Insider-Webseite registriert haben. Wichtig im nächsten Schritt vor dem Bestätigen und Neustart ist die Auswahl des „Dev Channels“ (Dev steht für Developer) oder des „Betakanals“.

Sobald Sie nach dem Reboot im Windows- Update nach neuen Updates suchen, wird die Insider Preview heruntergeladen und danach Windows 11 installiert. Der Down- load ist ebenso wie die häufigen Versionsupdates im Entwicklerkanal jeweils mehrere GByte groß, kann also etwas Zeit in Anspruch nehmen.

ISO-Datei für die weiteren Installationsoptionen erzeugen

Haben Sie keinen Zweit-PC, empfiehlt sich die Installation von Windows 11 von DVD oder vom USB-Stick. Dazu benötigen Sie das neue System als ISO-Datei, die bei Redaktionsschluss jedoch weder über das Insider-Programm (https://docs.microsoft. com/de-de/windows-insider/isos) noch über Windows ISO Downloader (auf Heft-DVD) zur Verfügung stand. Gilt das nach Erscheinen dieser Ausgabe noch immer, müssen Sie die ISO-Datei erst erzeugen.

So geht’s: Im Browser starten Sie die Web-App UUP dump (https://uupdump. net/?lang=de-de) und klicken hinter dem Eintrag „Latest Dev Channel build“ bei „Architektur“ auf „x64“, danach auf den einzigen Eintrag, auf „Weiter“ und auf „Windows Home“ und/oder „Windows Pro“. Übernehmen Sie die Voreinstellungen, als Downloadmethode „Herunterladen und Konvertieren in eine ISO“ sowie als Konvertierungsoption „Updates integrieren, wenn verfügbar“. Über „Downloadpaket erstellen“ laden Sie eine kleine Zip-Datei herunter, die Sie auf dem PC entpacken.

Den eigentlichen Daten-Download und das Zusammensetzen zur ISO-Datei starten Sie per Doppelklick auf die cmd-Datei „uup_ download_windows“ im entpackten Ordner; eine etwaige Sicherheitswarnung von Windows können Sie ignorieren. Nun heißt es sich gedulden, bis der Hinweis „Press 0 to exit“ erscheint – das kann auch mehr als eine Stunde dauern. Danach drücken Sie die „Null“-Taste, um das Fenster zu schließen.

Das ISO-Abbild finden Sie daraufhin im Ordner mit der zuvor entpackten cmd-Datei. Um aus der ISO-Datei eine Installations- DVD zu brennen, klicken Sie im Explorer mit der rechten Maustaste darauf und fahren mit „Datenträgerabbild brennen“ fort. Alternativ erzeugen Sie mit Win Setup From USB oder Rufus (beides auf Heft-DVD) einen Installations-Stick, der mindestens acht GByte Speicherkapazität aufweisen muss. Rufus bietet mehr Möglichkeiten, den USB-Stick hinsichtlich Partitionsschema (MBR oder GPT) und Installationsmodus (Uefi oder CSM) zu konfigurieren.

Windows 11 auf separater Festplatte oder Partition installieren

Im Folgenden beschreiben wir die Methoden, um Windows 11 auf einem Computer zu installieren, den Sie auch anderweitig verwenden. Dazu ein Tipp: Zwar birgt keiner dieser Wege ein besonderes Risiko, ein Backup der Systempartition und aller wichtigen persönlichen Daten sei dennoch empfohlen. Beides erledigen Sie mit Aomei Backupper (auf Heft-DVD).

Vollständig separieren lassen sich bisheriges und neues Betriebssystem, wenn Sie Windows 11 auf einer separaten Festplatte installieren. Auf einer internen Festplatte ist das problemlos, indem Sie den PC vom zuvor erstellten Installationsmedium (DVD oder Stick) booten und dem Setup-Assistenten folgen: „Jetzt installieren –› Ich habe keinen Product Key“, die Auswahl bezüglich Home- oder Pro-Version, „Benutzerdefiniert: nur Windows installieren …“ und Auswahl der zweiten Festplatte als Ziel.

Der Rest läuft automatisch, am Schluss verknüpfen Sie den PC mit einem Microsoft- Konto. Die Auswahl, von welchem Datenträger und damit mit welchem Windows der PC startet, treffen Sie beim Hochfahren per Bootauswahltaste jedes Mal neu.

Etwas umständlicher gestaltet sich das Windows-Setup auf einer externen USB- Festplatte, weil Sie dazu Windows 11 erst auf einer anderen Plattform installieren und den Inhalt von dort auf den externen Datenträger klonen müssen, beispielsweise mit Macrium Reflect (auf Heft-DVD) über die Funktion „Clone this disk“.

Ähnlich wie bei zwei physisch getrennten Festplatten funktioniert die Parallelinstallation auf zwei Partitionen desselben Datenträgers. Dazu verkleinern Sie zunächst über die Windows-eigene Datenträgerverwaltung oder Macrium Reflect eine Partition um rund 50 GByte, erstellen danach auf diesem freien Platz eine neue Partition und nennen diese zur klaren Zuordnung „Windows 11“. Auf dieser installieren Sie wie beschrieben über den Reboot von DVD oder vom Stick das neue Betriebssystem. Bei der Parallelinstallation auf dem gleichen Datenträger fragt der Bootmanager bei jedem PC-Start nach dem gewünschten Betriebssystem. Weil beide hier zunächst mit „Windows 10“ bezeichnet sind, ist die Zuordnung unklar. Das korrigieren Sie mit Easy BCD (auf Heft-DVD), indem Sie den ersten (neuen) Eintrag über „Umbenennen“ in „Windows 11“ korrigieren und dies mit „Einstellungen speichern“ bestätigen.

Weitere Alternativen: Virtuelle Festplatte und virtueller PC

Virtuelle Festplatte und virtueller PC klingen zwar ähnlich, tatsächlich aber unterscheiden sie sich deutlich. Beim virtuellen PC müssen sich Host- und Gastsystem die vorhandenen Hardwareressourcen mit der Folge von Leistungsverlust teilen, zudem kann die Hardware-Emulation des virtuellen PCs zu Problemen führen. Bei der Installation von Windows 11 auf einer virtuelle Festplatte steht dem System die Hardware alleine und damit auch die volle Leistung zur Verfügung.

Virtuelle Festplatte: Für die Installation booten Sie den Computer wie gewohnt vom Installationsmedium (DVD oder Stick), klicken im Setup-Assistenten jedoch nicht (!) auf „Jetzt installieren“, sondern drücken die Tastenkombination Umschalt-F10. Es öffnet sich ein Kommandozeilenfenster, in das Sie diskpart eintippen, mit Enter bestätigen und so das Partitionierungstool starten. Kontrollieren Sie zuerst mit dem Befehl list volume gefolgt von Enter die Laufwerksbuchstaben und Partitionsgrößen.

Zum Erzeugen der virtuellen Festplatte tippen Sie den Befehl create vdisk file=c:\ win11.vhd maximum=50000 ein und drücken wieder die Enter-Taste. Statt „c“ können Sie auch ein anderes Laufwerk wählen und die Größe ändern (50000 steht für 50 GByte). Die weiteren Befehle lauten: select vdisk file=c:\win11.vhd, attach vdisk, exit und nochmals exit, jeweils gefolgt von der Enter-Taste.

Anschließend setzen Sie das Windows-Setup fort, wählen als Option „Benutzerdefiniert …“ und als Installationsziel ganz unten den Eintrag „Nicht zugewiesener Speicherplatz auf“.

Virtueller PC: Sie installieren Virtualbox (auf Heft-DVD), starten das Tool und klicken auf der Bedienoberfläche auf „Neu“. Bei den folgenden Schritten benennen Sie die virtuelle Maschine mit „Windows 11“, wählen unten „Windows 10 (64 Bit)“ und bestätigen im Einrichtungsassistenten alle weiteren Schritte.

Statt nun links gleich auf den neuen Listeneintrag klicken Sie oben auf das große „Ändern“-Symbol, markieren im nächsten Fenster links die Rubrik „Massenspeicher“ und in der Mitte das leere CD-Symbol. Durch Anklicken des CD-Symbols oben rechts binden Sie das zuvor erstellte und gespeicherte ISO-Abbild von Windows 11 ein. Schließen Sie das Fenster über die Schaltfläche „OK“, klicken Sie auf der Bedienoberfläche auf „Starten“ und ändern Sie im nächsten Schritt den Eintrag des Hostlaufwerks auf die ISO-Datei.

Dazu klicken Sie rechts auf das kleine schwarze Dreieck: Damit startet die Installation von Windows 11. Mehr Infos zu Virtualbox beschreibt unser Ratgeber unter www.pcwelt.de/1988620. ■