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WINDOWS 11 im Überblick


Computer Bild - epaper ⋅ Ausgabe 14/2021 vom 02.07.2021

TOP-STORY

1 STARTMENÜ OHNE KACHELN

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Bildquelle: Computer Bild, Ausgabe 14/2021

Buchstäblich im Zentrum von Windows 11 steht das neue Startmenü. Das frische Design mit transparenten, schwebenden Fenstern und abgerundeten Ecken wirkt leichter und „klebt“ nicht mehr auf der Taskleiste. Zudem hat Windows 11 die unbeliebten Kacheln verbannt und zeigt Apps als Symbole, die sich wie beim Smartphone „anpinnen“ lassen. Weitere Neuerungen:

■ Geräteübergreifend: Neben den selbst angehefteten Apps zeigt Windows 11 im Startmenü auch empfohlene und zuletzt verwendete Apps – darunter sollen auch Programme sein, die der Nutzer auf anderen Windows-Geräten geöffnet hatte.

■ Alle Apps: Die aus Windows 10 bekannte, alphabetisch sortierte Appliste gibt es weiterhin. Sie erscheint nach einem Klick auf Alle Apps.

■ Herunterfahren: Der Ein-/Aus-Knopf findet sich jetzt unten rechts. Nach einem Klick darauf erscheinen die bekannten Optionen zum Beenden von Windows. ...

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■ Abmelden: Links neben dem Ein-/Aus-Knopf ist nun das Profilbild. Darüber meldet sich der Nutzer wie zuvor ab, sperrt den PC und ändert Kontoeinstellungen.

Wer übrigens die Sprachassistentin Cortana sucht: Die hat Microsoft aus dem Startmenü verbannt. Sie lässt sich aber über den Store nachinstallieren.

2 TASKLEISTE MITTIG 3

Auch die Taskleiste von Windows 11 ist nun ins Zentrum gewandert, siehe Bild in Punkt 1. Dort finden sich zudem komplett neue Symbole inklusive überarbeitetem Windows-Logo.

Taskleiste beliebig anpassen

Mit der zentrierten Taskleiste hat Microsoft vor allem die Nutzung auf Tablet-PCs im Blick – am PC dürfte das Design jedoch schnell für Platzprobleme sorgen. Zum Glück ist die Optik nicht vorgeschrieben: So findet sich in den Taskleisten-Einstellungen der Testversion die Option, die Symbole linksbündig anzuordnen. Auch bei den Ausmaßen zeigt sich Windows 11 flexibel und lässt eine Vergrößerung und Verkleinerung der Leiste inklusive ihrer Symbole zu – das konnte nicht mal Windows 10. Da es in der Testversion noch eines Registry-Eingriffs bedurfte, ist aber unklar, ob die Option kommt.

3 NEUE KLÄNGE

2012 deaktivierte Microsoft den Startsound von Windows 8 und 10 – der klassische Begrüßungsklang vorm Erscheinen des Anmeldefensters (siehe Bild unten) dürfte daher viele Windows-11-Nutzer überraschen. Doch anders als in früheren Zeiten wirkt der Sound dezent und nicht so fanfarenhaft wie noch in Windows 3.11, 95 oder XP.

Neues Soundschema für Windows 11

Neben dem Begrüßungsklang erhält Windows 11 ein komplett neues Soundschema mit sanften, gedeckten Klängen. In der Vorabversion waren schon einige Unterschiede zu Windows 10 hörbar, etwa beim Akkustand-Alarm und beim Standardton. Die Systemsounds sind wie bisher in den Windows- Einstellungen unter Personalisierung, Designs und Sounds zu finden. Um den Startsound abzustellen, entfernen Sie dort den Haken bei „Windows-Startsound wiedergeben“.

4 NEUE SYMBOLE

Ein Klick auf den gelben Aktenordner in der Taskleiste öffnet wie gewohnt den Windows Explorer. Dort finden sich zwar keine neuen Funktionen, dafür aber komplett neue System-Icons.

Abgerundete Fenster und Scrollleisten

Die neuen Symbole sind ein wichtiger Bestandteil des neuen Designs. Neben dem Programmfenster selbst haben auch die Scrollleisten abgerundete Ecken. Diese erscheinen nun etwas dunkler und fallen so viel schneller ins Auge. Wie im Bild oben zu sehen, haben neben den Systemordnern auch die Laufwerke neue Symbole. Dadurch wirkt Windows 11 homogener und moderner als der Vorgänger.

Bestätigungshinweise aufgefrischt

Zudem erhält Windows 11 neue „Flyouts“ – das sind die kleinen Bestätigungen, die beim Drücken der Lautstärke- oder Abspieltasten erscheinen. Die Meldungen poppten bisher noch im „Metro“-Design von Windows 8 auf, künftig regiert auch hier die neue Optik.

5 SNAP LAYOUTS

Fenster ließen sich schon in Windows 7 andocken. Die Funktion hieß dort „Aero Snap“: Der Nutzer schob ein Fenster mit der Maus an den linken oder rechten Bildschirmrand, worauf es dort wie „magnetisch“ haftete – alternativ klappte das auch mit den Tastenkürzeln Ü+p und Ü+o. In Windows 11 heißt die Funktion „Snap Layouts“ und kann mehr. Zum einen hilft jetzt ein Menü beim Sortieren der Fenster: Zeigt der Nutzer länger auf das Vergrößerungssymbol in der Titelleiste eines Fensters, erscheint wie im Bild unten ein Raster.

Per Klick auf eine Form lässt sich das Fenster im entsprechenden Bildschirmbereich andocken. Zum anderen lässt sich der Desktop jetzt in drei oder vier Zonen aufteilen – die Funktion hat Microsoft aus seinem eigenen Werkzeugkasten PowerToys übernommen, wo es „Fancy Zones“ heißt.

6 WIDGETS WIEDER DA

Mit Windows Vista führte Microsoft die sogenannten Widgets ein. Das waren „Miniprogramme“ auf dem Desktop, etwa eine Uhr, die Wettervorhersage oder ein Taschenrechner. Mit Windows 8 verbannte der Hersteller die beliebten Helfer wieder – angeblich wegen Sicherheitsrisiken. Mit Windows 11 kommen sie nun zurück.

Klickt der Nutzer aufs mittlere Symbol in der Taskleiste, erscheinen die Infoboxen wie im Bild rechts. In der Mitte Juni durchgesickerten Version beschränkte sich das Angebot allerdings noch auf die von Windows 10 bekannte Newsleiste „Neuigkeiten und interessante Themen“.

Kuratierter Newsfeed

Beim Windows-Event am 24. Juni zeigte Microsoft eine neuere Version, in der sich Widgets hinzufügen, verschieben und bildschirmfüllend anzeigen ließen. Mit dem Newsfeed will Microsoft zudem Medien und Verlagen neue Möglichkeiten bieten, personalisierte Inhalte auszuspielen – ähnlich wie bei Facebook News. Schon länger gibt es Gerüchte, dass Microsoft auch Widgets von anderen Software-Herstellern verfügbar machen will.

7 ANGRIFF AUF STEAM

Auch für Zocker bringt Windows 11 satte Verbesserungen. Microsoft verspricht vollmundig überragende Grafik, erstaunliches Tempo und eine unglaubliche Spieleauswahl. Möglich werden soll das mit folgenden drei Neuerungen.

Knalligere Farben

Mit einer Technik namens Auto HDR erweitert das neue Betriebssystem automatisch den Kontrastumfang in vielen Spielen, die keine eigene HDR-Funktion mitbringen. Die Spiele sehen also brillanter aus. Das soll mit rund 1000 Titeln klappen – ein HDR-fähiger Bildschirm vorausgesetzt. Microsofts aktuelle Konsolen Xbox Series X und S nutzen die Technik bereits erfolgreich.

Mehr Tempo

Ebenfalls von der Xbox Series X/S stammt eine weitere Neuerung: Falls Sie eine moderne SSD-Festplatte mit NVMe-Technik nutzen, profitieren Sie beim Windows-11-Gaming vom sogenannten DirectStorage. Damit übertragen Spiele Daten direkt an die Grafikkarte – ohne den Umweg über den Hauptprozessor. Das soll die CPU entlasten und kürzere Ladezeiten sowie detailliertere Spielwelten ermöglichen.

Wie viel es bringt, müssen Tests zeigen.

Spiele für alle

Schon jetzt bietet Microsoft mit dem Xbox Game Pass ein Spiele-Abo für Windows- PCs. Mit Windows 11 wird die Nutzung einfacher: Die Xbox-App mit Game Pass wird fest in Windows integriert und kommt damit auf Millionen PCs. Der Ultimate-Tarif (12,99 Euro pro Monat) bringt nicht nur Xbox-Titel auf den PC, sondern eine Option für Spiele-Streaming aus der Cloud – unabhängig von der Hardware.

So lassen sich selbst auf alten Möhren aktuelle Spiele genießen. Mit der Tiefenintegration des eigenen Spiele-Abos will Microsoft ganz klar dem Hauptkonkurrenten Steam das Wasser abgraben.

8 EINFACHERER START

Windows 11 erhält einen komplett neuen Einrichtungsassistenten. Statt blauer Textwüsten erwartet die Nutzer ein frischer Set-up-Dialog mit bunten Bildern, der im Handumdrehen durchgeklickt ist.

Gezielte Einrichtung

Neben den obligatorischen Fragen zum Datenschutz stehen im neuen Set-up die Optionen „Gaming“, „Familie“, „Kreativität“, „Schularbeiten, „Unterhaltung“ und „Business“ zur Wahl (Bild links). Damit will Microsoft besser verstehen, wie ein Nutzer den PC verwenden möchte, und die Konfiguration von Windows erleichtern.

Verschärfter Kontozwang

Seit Jahren drängt Microsoft die Kunden zur Windows-Anmeldung per Microsoft-Konto. Zumindest bei der „normalen“

Home-Version von Windows 11 wird das Umgehen wohl schwerer. So führte der Trick, bei der Einrichtung die Internetverbindung zu kappen, in der Vorabversion zum Installations-Abbruch. Ein anderer Kniff funktionierte jedoch weiter: Gibt man bei der Einrichtung ein falsches Microsoft-Konto mit Fantasie-Kennwort an, erlaubt Windows im nächsten Schritt die Eingabe eines lokalen Benutzernamens.

Kostenloser Umstieg

Offiziell sagt Microsoft, dass es ein Gratis-Upgrade für „berechtigte“ Windows-10-Versionen geben wird. Was das heißt, ist noch unklar. Vermutlich wird das aber für die meisten Windows- 10-Nutzer zutreffen, zumindest würde das zur bisherigen Politik von Microsoft gut passen.

Schließlich möchte man keine veraltete Software pflegen.

9 BESSERE TOUCH-BEDIENUNG

Beim Windows-Event demonstrierte Microsoft auch den neuen Tablet-Modus, der beim gewohnten Desktop-Feeling bleibt, dafür aber zum Beispiel Abstände in der Taskleiste vergrößert.

Neben zusätzlichen Touch-Gesten gibt es eine verbesserte Bildschirmtastatur, über die sich endlich auch Emojis und GIFs einfügen lassen.

Auch der Emoji-Picker, der beim Drücken des Tastenkürzels (Punkt) erscheint, bekommt neue Funktionen:

■ Suche: Dort lassen sich Emojis und andere Symbole per Stichwort finden.

■ GIFs: Endlich ist die bekannte Tenor-Datenbank integriert.

■ Zuletzt verwendet: Beim Start zeigt der Picker alle häufig genutzten Bilder an.

■ Zwischenablageverlauf: Nach der Aktivierung erscheinen hier alle zuletzt kopierten Bilder und Texte.

10 MEHR STI FT- UND SPRACHOPTIONEN

Neben den oben genannten Verbesserungen für die Bedienung per Finger bringt Windows 11 auch Optimierungen bei der Stifteingabe: Beim Arbeiten mit einem Pen erhalten Nutzer ein haptisches Feedback in Form von Vibrationen, während sie klicken, skizzieren oder schreiben.

Zudem bekommt das neue Betriebssystem eine neue Spracheingabe. Sie soll Diktate in beliebigen Textfeldern sowie die Steuerung des Diktiervorgangs mithilfe von Sprachbefehlen ermöglichen. Zudem liefert die Diktierfunktion laut Microsoft eine bessere Interpunktionsfunktion und vereinfacht die Zeichensetzung per Sprache deutlich.

Das Werkzeug starten Sie wie bisher mit dem Tastenkürzel Ü+H. Oder Sie betätigen das Mikrofonsymbol in der Bildschirmtastatur.

11 CLEVERER SSD-WÄCHTER

Seit Windows 8 tüftelt Microsoft an der Ablösung der Systemsteuerung durch die Einstellungs-App. Mit Windows 11 zieht nun das bordeigene Partitionierungsprogramm um und lässt sich künftig auch per Touchscreen komfortabel nutzen. Das Aufteilen, Verkleinern und Vergrößern von Laufwerken funktioniert aber wie bisher. Um die neue Datenträgerverwaltung zu öffnen, klicken Nutzer in den Einstellungen auf System, Speicher und Datenträger und Volumes verwalten.

Eingebauter SSD-Schutz

Neu ist die Überwachung von SSD-Laufwerken, die in den Eigenschaften entsprechender Geräte erscheint. Das Feature warnt frühzeitig und ganz automatisch per Benachrichtigung vor Problemen mit einer NVMe-SSD, damit für den Nutzer ausreichend Zeit zur Datensicherung bleibt.

FIT FÜR WINDOWS 11

Hardware-Anforderungen

Wer sich zum Jahresende Windows 11 installieren will, braucht natürlich einen PC oder ein Notebook mit ausreichend starker Hardware für das neue Betriebssystem.

Die gute Nachricht: Die meisten aktuellen Computer sollten auch mit Windows 11 problemlos laufen. Microsoft hat die Hardware-Anforderungen im Vergleich zu Windows 10 nur moderat angehoben. Folgende Mindestausstattung verlangt Windows 11:

■ Einen Dual-Core-Prozessor, der mit 1 Gigahertz oder höher getaktet ist und im 64-Bit-Modus-läuft.

■ 64 Gigabyte Festplatten- oder SSD-Speicherplatz.

■ 4 Gigabyte Arbeitsspeicher.

■ Eine DirectX-12-kompatible Grafikkarte.

■ Bei Notebooks ein Display mit mindestens 9 Zoll Diagonale und 720p-Auflösung.

Auf einem grundsoliden Notebook wie diesem Lenovo 82GX wird auch Windows 11 flüssig laufen.

Jetzt Computer checken!

Wer jetzt schon prüfen will, ob sein Computer fit für Windows 11 ist, kann das tun: Microsoft stellt die App PC Health Check ab sofort zum Download bereit. Das Gratis-Programm prüft alle Komponenten und „sagt“, ob Sie nachrüsten müssen. Den Download finden Sie unter www.cobi.de/12769.