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Windows 11 schon jetzt


PC Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 9/2021 vom 05.08.2021

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Bildquelle: PC Magazin, Ausgabe 9/2021

Microsoft hat sich viel Zeit gelassen, den Nachfolger für Windows 10 ins Rennen zu schicken. Nach der ersten Version von Windows 10 (Build 1507) am 29. Juli 2015 folgten elf weitere Builds bis zur offiziellen Vorstellung von Windows 11 (Codename: Sun Valley) am 24. Juni.

Neugierig auf Windows 11? Dann sollten Sie das Betriebssystem unbedingt in einer virtuellen Maschine installieren. Von einem Upgrade eines Produktivsystems mit Windows 10 raten wir ab. Dazu sind die ersten Insider-Builds zu unfertig und instabil. Eine Installation auf einem älteren PC wird voraussichtlich an den hohen Systemvoraussetzungen scheitern. Also bietet sich Virtualbox von der Heft-DVD an. In der virtuellen Umgebung klappt die Installation von Windows 11 auf Anhieb.

Bestehende Windows-10-VM auf Windows 11 aktualisieren

Sie haben bereits eine VM mit Windows 10? Dann können Sie das System mithilfe der ...

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... Update-Funktion von Windows auf die neueste Insider-Build von Windows 11 aktualisieren. Dazu müssen Sie lediglich Windows-Insider sein (siehe Kasten oben). Falls Sie die VM mit Windows 10 behalten möchten, erstellen Sie einen Klon. Dazu starten Sie Virtualbox und klicken links mit der rechten Maustaste auf den Eintrag der Windows-10-VM. Im Kontextmenü wählen Sie Klonen. Danach vergeben Sie einen Namen und legen den Speicherpfad fest. Nach einem Klick auf Weiter wählen Sie vollständiger Klon und drücken Klonen. Der Vorgang kann etwas dauern.

Um das Update einzuspielen, starten Sie die VM mit Windows 10. Mit der Tastenkombination [Win]+[I] öffnen Sie die Einstellungen-App. Im Bereich Update und

Sicherheit wird das Update auf Windows 11 nicht automatisch angezeigt. Klicken Sie auf Update suchen. Sollten Sie erst vor Kurzem auf das Insider-Programm umgestellt haben, kann es einige Zeit dauern, bis die Vorabversion von Windows 11 zum Download bereitsteht. Ist das der Fall, fahren Sie mit Klicks auf Herunterladen und Installieren fort. Das Update wird eingespielt. Danach können Sie Windows 11 ausprobieren.

Erste virtuelle Maschine einrichten und Windows 11 komplett neu installieren

Sie sind Neuling auf dem Gebiet der Virtualisierung? Dann installieren Sie zunächst die Software Virtualbox von der Heft-DVD. Übernehmen Sie dabei die Vorgaben des Installationsassistenten, und starten Sie die Software zum Abschluss.

Normalerweise stellt Microsoft auf der Webseite https://bit.ly/3ellapn die Windows Insider Preview als IOS-Datei zum Download bereit. Zum Redaktionsschluss waren aber nur verschiedene Windows-10-Editionen verfügbar. Das kann und wird sich mit Sicherheit ändern. Solange es die ISOs nicht bei Microsoft gibt, müssen Sie sich eine alternative Download-Quelle suchen. Empfehlenswert ist die Seite www.deskmodder.de/ blog. Hier gibt es Links zum Download verschiedener ISO-Dateien von Windows 11.

Nach dem Download fahren Sie mit der Einrichtung der neuen virtuellen Maschine in Virtualbox fort. Mit einem Klick auf Neu starten Sie den Assistenten, der Sie durch die Einrichtung führt. Vergeben Sie zunächst einen Namen für die VM und wählen dann im Aufklappfeld das Betriebssystem aus. Da Windows 11 noch nicht aufgeführt ist, wählen Sie Microsoft Windows und Windows 10 (64 Bit) aus. Nach einem Klick auf Weiter legen Sie den Arbeitsspeicher der Windows-11-VM fest. Empfehlenswert sind mindestens vier GByte – abhängig davon, wie viel Arbeitsspeicher der echte PC (Host) besitzt. Weiter geht es mit der virtuellen Festplatte. Die Option Festplatte erzeugen ist voreingestellt. Nach einem Klick auf Erzeugen und Auswahl des Festplattentyps VDI sowie dynamisch alloziert vergeben Sie im weiteren Verlauf einen Namen und legen als Größe für die Festplatte 50 GByte fest. Einige Augenblicke nach dem Klick auf Erzeugen wird der Assistent geschlossen, und der neue virtuelle PC erscheint in der Konsole von Virtualbox.

Für die Installation von Windows 11 starten Sie die neue VM. Im ersten Schritt wählen Sie die zuvor geladene ISO-Datei von Windows 11 aus. Klicken Sie im entsprechenden Fenster ganz rechts auf das kleine Ordner-Symbol. Gehen Sie auf Hinzufügen und dann in den Ordner, in dem die heruntergeladene ISO-Datei zu Windows 11 liegt. Markieren Sie die ISO-Datei, anschließend wählen Sie Öffnen.

Nach Klicks auf Auswählen und Starten bootet die virtuelle Maschine. Bestätigen Sie zuerst die Installations- und Tastatursprache, und klicken Sie dann auf Jetzt installieren. Die Einrichtung unterscheidet sich kaum von der Vorgehensweise bei Windows 10 und dauert einige Zeit.

Nach dem ersten Start von Windows 11 installieren Sie noch die Gasterweiterungen im Menü Geräte einer laufenden VM. Sie sorgen unter anderem dafür, dass zusätzliche Bildschirmauflösungen in Windows 11 auswählbar sind. Falls das Setup nicht automatisch startet, führen Sie es im Explorer manuell aus. Nach einem Neustart von Windows 11 passen Sie die Bildschirmauflösung an. Nun sollten Sie den aktuellen Zustand der VM einfrieren: In der Virtualbox-Konsole klicken Sie auf das Symbol am Ende der Zeile des VM-Eintrags und dann auf Sicherungspunkte. Über Erzeugen fahren Sie fort. Bestätigen Sie den Speichervorgang per Klick auf OK. Zu einem Snapshot kehren Sie mit Wiederherstellen zurück.

Der Einstieg: neue Funktionen, neue Optik und noch viel Luft nach oben

War der Umstieg von Windows 8.1 auf Windows 10 noch ein großer Schritt, so fällt er bei Windows 11 sehr viel kleiner aus. Die Microsoft-Entwickler haben im Grunde ein Facelifting vorgenommen und an der ein oder anderen Stelle die vorhandene Technik optimiert. Wir stellen nun die wichtigsten Neuerungen vor.

• Neues Startmenü: Direkt nach dem Start von Windows 11 erfreuen wir uns am freundlichen Look mit frischen Symbolen, neuen Farben und neuen Schriften. Ganz im Look-and-feel von Mac-OS taucht das Startmenü nun mittig am unteren Bildschirmrand auf – als schwebendes Fenster. Im oberen Fensterbereich befindet sich die Suchleiste. Darunter im Abschnitt Angepinnt tauchen die Symbole häufig genutzter Programme sowie App-Empfehlungen auf. Geht es nach Microsoft, sollen hier alle relevanten Programme, Ordner und Speicherorte zentral zugänglich ein. Das ist (derzeit) aber nur eingeschränkt möglich. Denn mehr als 18 Icons werden nicht angezeigt. Gibt es mehr, müssen Sie mit dem Mausrad oder den Anklickpunkten am rechten Rand durch die Icon-Sammlung scrollen. Für mehr Ordnung lassen sich die Symbole mit der Maus umordnen, um etwa oft angeklickte Elemente im Kontextmenü der rechten Maustaste nach oben zu schieben. In einer der nächsten Insider-Builds soll dann auch das Anheften beliebiger Ordner und Laufwerke möglich sein. Der untere Fensterbereich Empfohlen füllt sich dynamisch mit Icons und Links zu den zuletzt geöffneten Dateien auf Ihrem PC oder bei Cloud-Speicherdiensten wie Onedrive. Mit einem Klick auf Alle Apps zeigen Sie die komplette Programmliste an. Links unten im Startmenü rufen Sie Aktionen für das aktive Benutzerkonto auf: Kontoeinstellungen ändern, Sperren und Abmelden. Mit einem Klick auf das rechte Icon werden Herunterfahren, Neustarten oder Ruhen des Systems angezeigt.

• Dynamische Taskleiste: Aktive Anwendungen und die auf der Taskleiste angepinnten Icons ordnet Windows 11 mittig an. Kommt ein neues Icon hinzu, verschieben sich alle anderen nach links. In der Einstellungen-App lässt sich die Taskleiste so konfigurieren, dass sie automatisch ausgeblendet wird. Auch gibt es hier die meisten der bislang im Kontextmenü der Taskleiste unter Windows 10 verfügbaren Optionen.

• Neue Themes und Dark Mode: In der Einstellungen-App unter Personalisierung gibt es sechs Designs zur Auswahl. Darunter ist auch ein echter Dark Mode (Windows dunkel) – so wie Sie es von Smartphones und Tablets kennen. Das abgedunkelte Farb- schema mit seinen blau-schwarzen Farbverläufen, angenehmen Schattierungen und gutem Kontrast soll die Augen schonen, vor allem bei einem schwachen Umgebungslicht. Die weiteren Desktop-Designs Glühen, Aufgezeichnete Bewegung, Sonnenaufgang und Fluss gefallen ebenfalls mit gut abgestimmten Farben. Passend dazu gibt es auch neue Systemsounds, die standardmäßig aktiviert sind.

• Widgets zeigen Informationen: Die kleinen Helfer für den Desktop sind nicht wirklich neu, haben aber bislang eher ein Schattendasein geführt. Das soll nun mit Windows 11 besser werden. Auf dem Desktop zeigen die Mini-Programme Infos wie Wetter und Nachrichten oder den Status von Geräten an. In der aktuellen Insider-Build sind die Widgets Aktienkurse, Fotos, Sport, Verkehrslage, Kalendereinträge, To-do, Onedrive, E-Sports und Tipps enthalten. Weitere könnten folgen. Übrigens: Der Nachrichten-Feed sammelt Inhalte aus über 4.500 internationalen Medienkanälen.

• Gelifteter Datei-Explorer: In Bezug auf die Grundfunktionen gibt es nichts Neues beim Datei-Explorer in Windows 11. Allerdings haben die Entwickler auch den Explorer einer optischen Frischzellenkur unterzogen. Neue, buntere Icons und abgerundete Ecken sowie eine reduzierte Symbolleiste fallen sofort ins Auge. Hier stehen nur noch die wichtigsten Funktionen zur Verfügung. Die ein-und ausblendbare Seitenleiste lässt sich etwas kompakter darstellen – nicht mehr und nicht weniger.

• Reduzierte Kontextmenüs: Dem Wildwuchs im Kontextmenü von Ordnern und Dateien begegnet Windows 11 mit einer neuen Strategie. Zunächst werden nur wenige logische Einträge angezeigt. Erst ein Klick auf den aktuell noch nicht übersetzten Befehl Show more Options bringt die komplette Auswahl. Am oberen Rand des Kontextmenüs gibt es Icons für Ausschneiden, Kopieren, Umbenennen, Freigabe und Löschen. Laut Microsoft soll sich keine Software ungefragt im reduzierten Kontextmenü einnisten können.

• Neuer Microsoft Store: Erfolgreich war die Anlaufstelle für Apps, Spiele und Unterhaltung bislang nicht. Das soll sich ändern. Im neuen Microsoft Store fällt die UWP-Pflicht (universelle Windows-Plattform), sodass jetzt auch normale Programme wie in einem Download-Portal angeboten werden. Auch verzichtet Microsoft weitgehend auf die Hoheit im Store und überlässt den Software-Entwicklern die Bereitstellung und Aktualisierung ihrer Programme. Zudem hat Microsoft das Provisionsmodell zu Gunsten der Entwickler überarbeitet.

• Generalüberholte Einstellungen-App: Die zentrale Anlaufstelle für die Windows-Konfiguration ist moderner, übersichtlicher

und besser strukturiert. Aber auch Windows 11 verzichtet nicht auf die alte Systemsteuerung. Vieles bei der Einstellungen-App ist noch nicht lokalisiert. Hier gibt es noch viel Arbeit für die Windows-Entwickler.

• Benachrichtigungscenter und Schnelleinstellungen: In Windows 11 trennt Microsoft den kombinierten Bereich für das Benachrichtigungscenter und die Schnelleinstellungen. Diese lassen sich mit der Tastenkombination [Win]+[A] aufrufen, um etwa Helligkeit und Lautstärke anzupassen, den Flugmodus einzuschalten oder die WLAN-Verbindung zu verwalten. Auch hier hat das Design einen hübscheren Anstrich erhalten. Bei der Audio-und Videowiedergabe einer unterstützten App wird rechts oben ein zusätzliches Steuerungsfenster eingeblendet. Ein Klick auf das Zahnrad-Symbol öffnet die Einstellungen-App.

Ausblick: Windows 11 bedeutet das sichere Aus für Millionen PCs

Bei aller Freude über Windows 11 mit der Vielzahl neuer Funktionen und Verbesserungen – nicht alle Windows-10-Nutzer werden auf die 11er-Version umsteigen können. Microsoft hat die Systemvoraussetzungen nach oben geschraubt und erklärt auf einen Schlag wahrscheinlich Millionen PCs für untauglich. Vor allem bei den unterstützten Prozessoren gibt es einen harten Schnitt (bit.ly/3k5uUYy). Während TPM 2.0 (Trusted Platform Module) für viele ältere Rechner eine unüberwindbare Hürde darstellt, sind andere fehlende Voraussetzungen wie Secure Boot oft durch entsprechende BIOS-Einstellungen aktivierbar. Erfüllt Ihr PC nicht alle Anforderungen, um das neue Windows 11 zu installieren (siehe Kasten links)? Dann kann Ihnen das Gratis- Tool WinPass11 von der Heft-DVD helfen. Per Registry-Hack werden Windows 11 die Voraussetzungen vorgegaukelt.