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Windows 11 Service Pack 1


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PC Welt - epaper ⋅ Ausgabe 4/2022 vom 04.03.2022

Windows

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Bildquelle: PC Welt, Ausgabe 4/2022

Ein Windows-System erfordert wenigstens ein Minimum an regelmäßiger Wartung. Dazu gehören beispielsweise Windows-Updates, die Prüfung von Festplatten und SSDs, die Kontrolle der Temperaturen von Prozessor und Laufwerken sowie Backups. Treten Probleme auf, etwa häufige Abstürze oder eine Verlangsamung des Systems, sind genauere Untersuchungen erforderlich. Windows bringt von Haus aus einige Tools mit, mit denen sich das System prüfen, analysieren und reparieren lässt. Oft bieten diese aber nur Basisfunktionen und helfen nicht in jedem Fall weiter. Auf der Heft-DVD finden Sie einige empfehlenswerte Werkzeuge mit mehr Funktionen oder für spezielle Aufgaben.

„Erweitern Sie Ihr Windows mit Profi-Tools: So pflegen, analysieren und verbessern Sie laufend Ihr System.“

Mit zusätzlichen Tools lassen sich weitere Mängel beseitigen, insbesondere unter Windows 11. Dem neuen Design der Oberfläche sind ...

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... einige Einstellungen zum Opfer gefallen. Wer möchte, kann das Verhalten von Windows 10 über Tools teilweise wiederherstellen.

1 Updateprobleme mit Bordmitteln beheben

Windows-Updates erfolgen standardmäßig still im Hintergrund und sorgen dafür, dass das System stets aktuell und damit sicher ist. Nicht selten schlägt die Installation von Updates jedoch fehl. Den Status sollte man daher regelmäßig kontrollieren. Dazu rufen Sie unter Windows 10 oder 11 die „Einstellungen“ auf, was am schnellsten mit der Tastenkombination Win-I erfolgt. Gehen Sie unter Windows 10 auf „Update und Sicherheit –› Windows Update“, Nutzer von Windows 11 klicken in der Navigation links im Fenster direkt auf „Windows Update“. Sie sehen Meldungen, die über gerade laufende Updates informieren, oder es erscheint „Sie sind auf dem neuesten Stand“.

Sollten Fehler bei einem Update aufgetreten sein, sehen Sie einen Fehlercode, nach dem Sie im Internet zusammen mit der KB-Nummer des letzten Updatepakets nach Lösungen suchen können. Mit einem Klick auf „Updateverlauf“ (Windows 10: „Updateverlauf anzeigen“) lässt sich eine Liste der installierten Updates aufrufen. Hier sind ebenfalls Fehler vermerkt, wenn ein Update fehlgeschlagen ist.

Problembehandlung verwenden: Sollte eine Internetsuche keine hilfreiche Lösung für ein Updateproblem liefern, versuchen Sie einige grundsätzliche Reparaturen. Windows bietet dafür die Problembehandlungen an, die Sie unter Windows 11 in den „Einstellungen“ unter „System –› Problembehandlung –› Andere Problembehandlungen“ finden. Windows-10-Nutzer gehen in den „Einstellungen“ auf „Update & Sicherheit –› Problembehandlung –› Zusätzliche Problembehandlungen“. Starten Sie die Problembehandlung beim Eintrag „Windows Update“ und folgen Sie den Anweisungen des Assistenten. Starten Sie Windows abschließend neu.

2 Windows-Reparaturen mit Zusatztool durchführen

Mit dem Tool Windows Repair All In One (auf Heft-DVD) lassen sich zahlreiche Windows-Probleme beheben, darunter auch die Reparatur der Windows-Update-Funktion. Nach dem Start des Tools wählen Sie beim ansonsten englischsprachigen Tool als Sprache „German | Deutsch“. Windows Repair empfiehlt, alle Reparaturen im abgesicherten Modus durchzuführen. Dazu klicken Sie auf „Neustart im abgesicherten Modus“ und bestätigen mit „Ja“. Sobald Windows wieder läuft, starten Sie Windows Repair erneut.

Schritt 1: Folgen Sie dem Assistenten, indem Sie auf „Zu Schritt 1 gehen“ klicken. Sie erhalten die Empfehlung, Windows neu zu starten. Wenn Sie Windows – wie empfohlen – im abgesicherten Modus neu gestartet haben, ist das bereits erledigt.

Schritt 2: Klicken Sie auf die Schaltfläche mit dem Pfeil nach rechts, dann auf „Vorab-Scan aufrufen“ und auf „Scan starten“. Sollten im Ergebnis Informationen über nicht vorhandene „reparse points“ auftauchen, ignorieren Sie das.

Schritt 3: Im nächsten Schritt klicken Sie auf „Prüfen“, um einen Check des Dateisystems einzuleiten. Dieser sollte ohne Fehler abgeschlossen werden. Andernfalls klicken Sie auf „Beim nächsten Booten Datenträger prüfen aufrufen“ und wählen die erste Option: „(/F) Behebt Fehler auf dem Datenträger“. Klicken Sie auf „Zum nächsten Boot hinzufügen“ und starten Sie Windows neu. Nachdem die Datenträgerreparatur abgeschlossen ist, starten Sie Windows über Windows Repair All In One erneut im abgesicherten Modus, rufen das Tool wieder auf, überspringen Sie die ersten drei Schritte und fahren mit dem letzten Schritt fort.

Schritt 4: Klicken Sie auf „Prüfen“. Jetzt kommen „sfc /scannow“ und einige dism-Befehle zum Einsatz, mit denen die Systemdateien überprüft und repariert werden.

Schritt 5: Der letzte Schritt im Assistenten bietet „Sicherungswerkzeuge“. Sie sollten zumindest das angebotene Backup der Registry wahrnehmen. Bei Problemen lässt sich die Registry im abgesicherten Modus nach Klicks auf „Wiederherstellen“ und „Restore Registry“ zurücksichern.

Nach diesen Vorbereitungen gehen Sie auf „Reparaturen – Hauptteil“. Klicken Sie beispielsweise auf „Voreinstellung: Windows-Update“, wenn Sie die Updatefunktionen reparieren möchten. Unter „Reparaturen“ ist vor allen Optionen ein Häkchen gesetzt, die Auswirkungen auf das Windows-Update haben. Klicken Sie auf „Reparaturen starten“. Nach Abschluss der Reparaturen starten Sie Windows neu.

BOOTUMGEBUNG UND WINDOWS-BOOTMENÜ KONFIGURIEREN UND ERWEITERN

Wer nur ein Windows-System auf dem PC installiert hat, sieht das Bootmenü standardmäßig nicht und muss sich darum auch nicht weiter kümmern. Anders sieht es bei der Parallelinstallation etwa von Windows 10 und 11 aus. Wer beispielsweise die Bootreihenfolge ändern möchte, ist auf das eher kompliziert zu bedienende Kommandozeilentool bcdedit angewiesen. Eine Basiskonfiguration bietet auch die „Systemkonfiguration“, die Sie über Win-R mit msconfig aufrufen. Damit kann man beispielsweise den abgesicherten Start aktivieren oder das Timeout für das Bootmenü einstellen.

Das Tool Bootice (auf Heft-DVD) bietet deutlich mehr Funktionen. Auf der Registerkarte „BCD“ lassen sich nach einem Klick auf „Easy Mode“ alle wichtigen Optionen der Startkonfiguration anpassen, und Sie können neue Einträge hinzufügen. Über die Registerkarte „Uefi“ kann man auch die Efi-Booteinträge ändern. Unter „Physical disk“ erhält man außerdem Zugriff auf einen einfachen Partitionsmanager, über den sich Partitionen löschen beziehungsweise neu erstellen lassen.

Windows Repair All In One bietet auch Voreinstellungen für „Malware Cleanup Repairs“, das Sie nach der Entfernung von Schadsoftware durch einen Virenscanner verwenden. Oder Sie wählen „Common Repairs“, über das sich mehrere bekannte Problembereiche reparieren lassen. Bei Bedarf lässt sich auch gezielt eine einzelne Reparaturfunktion aktivieren.

3 Originalzustand der Systemdateien wiederherstellen

Sollte sich Windows nicht reparieren lassen, massive Fehler zeigen oder ständig abstürzen, kann man das System zurücksetzen. Die Funktion „Diesen PC zurücksetzen“ ist bei Windows 11 in den „Einstellungen“ unter „System –› Wiederherstellung“ zu finden, bei Windows 10 unter „Update & Sicherheit –› Wiederherstellung“. Die persönlichen Dateien können beim Zurücksetzen erhalten bleiben, installierte Programme gehen jedoch verloren und müssen neu eingerichtet werden.

Deshalb sollte man vorher ein In-place-Upgrade ausprobieren, bei dem auch die Programme erhalten bleiben. Sie benötigen dafür ein Windows-Installationsmedium, das zum installierten Windows passt. Oder Sie verwenden ein neueres, um bei der Gelegenheit gleich ein Upgrade durchzuführen. Welche Windows-Version aktuell installiert ist, erfahren Sie, indem Sie Win-R drücken, winver eintippen und auf „OK“ klicken. Über das Microsoft Media Creation Tool für Windows 10 oder 11 laden Sie von Microsoft die aktuellste Version des Systems als ISO-Datei herunter. Hängen Sie die ISO-Datei über den Windows-Explorer und den Kontextmenüpunkt „Bereitstellen“ in das Dateisystem ein. Starten Sie dann „Setup. exe“ vom virtuellen DVD-Laufwerk und folgen Sie den Anweisungen des Assistenten.

4 Windows-Reparaturen über ein Rettungssystem

Einige Reparaturen lassen sich weder im laufenden Windows noch im abgesicherten Modus durchführen. Dafür benötigt man ein Zweitsystem. Microsoft liefert eines mit dem Windows-Installationsmedium (Punkt 3). Wenn Sie den PC davon booten, lassen sich nach einem Klick auf „Weiter“ die „Computerreparaturoptionen“ starten.

Die Möglichkeiten sind jedoch begrenzt. Mehr Funktionen bietet die Lazesoft Recovery Suite (auf Heft-DVD). Damit lässt sich ein Rettungssystem erstellen, über das Sie beispielsweise den Bootmanager reparieren, gelöschte Dateien wiederherstellen, das Windows-Anmeldepasswort zurücksetzen oder Backups erstellen können. Es gibt außerdem einen Dateimanager, über den sich wichtige Dateien sichern lassen, wenn Windows nicht mehr starten sollte.

Bitte beachten Sie: Die bei Redaktionsschluss aktuelle Version nennt als Systemvoraussetzungen Windows XP bis Windows 10 (20H2). Windows 11 wird nicht offiziell unterstützt, die wichtigsten Funktionen sollten aber auch hier problemlos arbeiten. Das Tool ist nur teilweise (schlecht) auf Deutsch übersetzt und zeigt daher meist englischsprachige Beschriftungen.

5 Windows-Backup und -Wiederherstellung

Windows 10 und 11 bieten eine Backup-Funktion, die in der Systemsteuerung über eine Suche nach sichern unter der Bezeichnung „Sichern und Wiederherstellen (Windows 7)“ zu finden ist. Microsoft rät jedoch selbst von der Nutzung ab, weil die Methode als veraltet gilt und in einer der nächsten Windows-Versionen wegfallen soll.

Aus Sicht von Microsoft scheinen Onedrive für die Sicherung persönlicher Dateien in der Cloud und „Diesen PC zurücksetzen“ (Punkt 3) für die Wiederherstellung des Systems auszureichen. Wer mehr will, muss ein zusätzliches Backup-Tool installieren.

Empfehlenswert ist beispielsweise das kostenlose Aomei Backupper Standard (auf Heft-DVD). Sie können damit das System sichern, die komplette Festplatte, einzelne Partitionen oder ausgewählte Ordner. Für jede Backup-Aufgabe lässt sich ein Zeitplan erstellen. Außerdem kann man zwischen einem vollständigen oder einem platzsparenden inkrementellen Schema wählen, bei dem nur die Änderungen gegenüber dem Vorgänger gesichert werden. Backups lassen sich beispielsweise auf einer zweiten Festplatte oder einem Netzwerklaufwerk speichern.

Für die regelmäßige Sicherung persönlicher Daten eignet sich die Sync-Funktion. Dabei werden neue oder geänderte Dateien einfach in einen Backup-Ordner kopiert. Das kann einmal täglich geschehen oder bei Bedarf beispielsweise stündlich. Die Sicherung lässt sich auch auf einem Cloud-Laufwerk speichern.

6 Partitionen auf der Festplatte bearbeiten oder löschen

Bei Windows 11 sind einige Funktionen für die Festplattenverwaltung in den „Einstellungen“ unter „System –› Speicher –› Erweiterte Speichereinstellungen –› Datenträger & Volumes“ zu finden. Man kann Partitionen erstellen, deren Größe ändern oder die Beschriftung anpassen. Die klassische Datenträgerverwaltung ist – wie unter Windows 10 – weiter vorhanden und lässt sich über einen rechten Mausklick auf das Startmenü aufrufen.

Die Datenträgerverwaltung dürfte ausreichende Funktionen für die meisten Benutzer bieten. Bei einigen Aufgaben stößt sie jedoch an Grenzen. Laufwerke mit fremden Dateisystemen, etwa Ext4 von Linux, werden nicht erkannt, und USB-Sticks mit mehr als 32 GB lassen sich nur mit NTFS oder Exfat formatieren. Programme wie Minitool Partition Wizard Free (auf Heft-DVD) kennen diese Einschränkungen nicht und bietet zahlreiche Zusatzfunktionen.

7 Tools für die detaillierte Hardware-Analyse

Windows bietet nur wenige Werkzeuge, mit denen sich die Hardware genauer untersuchen lässt. Der Task-Manager, den Sie am schnellsten mit der Tastenkombination Strg-Shift-Esc aufrufen, liefert nach einem Klick auf „Mehr Details“ Infos zu den laufenden Prozessen. Auf der Registerkarte „Prozesse“ sind auch die Auslastung von CPU und Arbeitsspeicher zu sehen. Auf der Registerkarte „Leistung“ wird ebenfalls die CPU-Auslastung angezeigt und außerdem die Taktfrequenz. Unter „GPU“ gibt es Diagramme zur Auslastung des Grafikchips. Die Temperatur wird angezeigt, wenn die Grafikkarte mit einem Sensor dafür ausgestattet ist.

BESSERE EINSTELLUNGEN FÜR DATENSCHUTZ UND SICHERHEIT

Windows fragt bereits bei der Installation und manchmal auch nach Upgrades, welche Zugriffe auf persönliche Daten Sie erlauben wollen. In den „Einstellungen“ kann man unter „Datenschutz & Sicherheit“ (Windows 10: „Datenschutz“) die Berechtigungen jederzeit ändern. Besonders übersichtlich ist das nicht und bei einigen Optionen ist auch nicht auf den ersten Blick zu erkennen, welche Auswirkungen sie haben.

Das Tool O&O Shutup 10++ (auf Heft-DVD) bietet eine verbesserte Unterstützung. Es zeigt alle Windows-Einstellungen für Privatsphäre und Sicherheit in einer Liste an. Ein Klick auf die jeweilige Einstellung liefert genauere Informationen. Ein roter Schalter bedeutet, dass die Windows-Standardeinstellungen gelten. Ist der Schalter grün, wurde die Funktion deaktiviert. Orientierung bietet die Spalte „Empfohlen“. Steht hier „ja“ oder „bedingt“, sollten Sie die Wichtigkeit der Einstellung prüfen und sie dann abschalten. Bei „nein“ ist eine genauere Prüfung der Auswirkungen wichtig. Sie können beispielsweise die automatischen Windows-Updates deaktivieren. Das ist nicht empfohlen, weil das System ohne Updates potenziell unsicher ist. Es spricht jedoch nichts dagegen, den Update-Download zeitlich begrenzt abzuschalten, etwa wenn man gerade mit dem Notebook unterwegs ist und nur eine langsame Internetverbindung zur Verfügung steht.

Ein weiteres Tool sind die „Systeminformationen“, die Sie über Win-R, Eingabe von msinfo32 und „OK“ aufrufen. Sie erfahren etwa Hersteller und Typ der Hauptplatine und wie viel RAM im PC steckt.

Mehr Möglichkeiten bietet die Windows Repair Toolbox (auf Heft-DVD). Dabei handelt es sich um einen Programmstarter für mehrere Hardwaretools sowie einige andere systemnahe Werkzeuge. Auf der Registerkarte „Tools“ zeigt Windows Repair Toolbox die Schaltflächen für die unterstützten Programme. Nach einem Klick auf das gewünschte Tool erfolgen zunächst Download, anschließend der Start.

So liefert beispielsweise „HWiNFO“ detaillierte Informationen zur Hardware im Rechner. „CPU-Z“ ist auf Informationen zum Prozessor spezialisiert, und „GPU-Z“ liefert Daten zum Grafikchip. „GSmartCtrl“ dient zur Analyse von SSDs und Festplatten. Die Smart-Werte geben Auskunft über den Zustand der Laufwerke.

8 Tools für die Analyse des Windows-Systems

Was auf dem PC gerade läuft, erfährt man im Task-Manager (Strg-Shift-Esc). Auf der Registerkarte „Autostart“ wird angezeigt, welche Programme Windows automatisch startet. Wie sehr jedes einzelne Programm den Systemstart verlangsamt, ist in der Spalte „Startauswirkungen“ angegeben. Programme, die man nicht regelmäßig benötigt, sollte man über das Kontextmenü deaktivieren. Der Task-Manager zeigt jedoch nicht alle Programme, die automatisch starten. Das Microsoft Sysinternals-Tool Autoruns kann das besser. Es lässt sich zusammen mit anderen Tools über das Windows System Control Center (auf Heft-DVD) herunterladen, starten und aktuell halten. Autoruns zeigt alle bekannten Autostartrampen für Programme und Dienste an. Außerdem bietet das Tool eine Analyse über www.virustotal.com, ob es sich vielleicht um eine Schadsoftware handelt.

Eine gute Ergänzung ist das Sysinternals-Tool Process Explorer, das Sie ebenfalls über das Windows System Control Center starten. Dabei handelt es sich um einen verbesserten Task-Manager, der laufende Prozesse detaillierter anzeigt. Eine Suche bei www.virustotal.com nach verdächtigen Prozessen ist ebenfalls möglich.

9 Die Bedienbarkeit von Windows optimieren

Windows bietet nur begrenzte Möglichkeiten zur Anpassung der Oberfläche – von Hintergrundbildern, Farben und Designs abgesehen. In Windows 11 sind die Einschränkungen noch umfangreicher. Die Taskleiste beispielsweise lässt sich nur noch zentriert oder links ausrichten, die Icons werden immer gruppiert, was sich (bisher) nicht ändern lässt.

Wer eine Bedienung wie unter Windows 10 bevorzugt, installiert das englischsprachige Tool Explorer Patcher für Windows 11 (auf Heft-DVD). Die Konfiguration erfolgt über einen rechten Mausklick auf die Taskleiste und den Menüpunkt „Eigenschaften.“ In der Rubrik „Taskbar“ wählt man hinter „Taskbar style“ den Eintrag „Windows 10“. Hinter „Combine taskbar icons on primary taskbar“ ist „Never combine (default)“ eingestellt, die Icons werden also nie gruppiert. Wenn man „Combine when taskbar is full“ wählt, werden die Icons nur gruppiert, wenn nicht genug Platz in der Taskleiste vorhanden ist. Alle mit einem „*“ gekennzeichneten Einstellungen werden erst nach einem Klick auf „Restart File Explorer“ wirksam.

Explorer Patcher bietet noch weitere Optionen. Unter „File Explorer“ beispielsweise lassen sich die neue Symbolleiste und das reduzierte Kontextmenü im Windows-Explorer abschalten.

Wer nicht nur die Taskleiste, sondern auch das Windows-Startmenü optimal anpassen möchte, verwendet die Tools Start 11 (für Windows 10 und 11) oder Start All Back (nur für Windows 11), die beide ähnliche Funktionen bieten. Die Versionen auf der Heft-DVD lassen sich kostenlos 30 Tage lang ausprobieren. Startmenü X ist kostenlos, bietet aber nur ein alternatives Startmenü. Eine weitere Gratis-Alternative ist Open Shell Menu (auf Heft-DVD), das bisher aber nur unter Windows 10 läuft.