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Windows: Frühlings-Update: Windows 10.5


PC Welt - epaper ⋅ Ausgabe 6/2018 vom 04.05.2018

Die nächste Ausgabe von Windows 10 bietet interessante neue Funktionen. Zudem gibt es verbesserte Möglichkeiten, an dieses und zukünftige Updates schneller heranzukommen. Hier finden Sie alle Informationen – und die erforderlichen Tools dazu auf Heft-DVD.


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Das nächste große Windows-10-Update steht ab Mitte April 2018 bereit. Nach den bisherigen Erfahrungen wird es aber über das automatische Windows-Update zeitverzögert angeboten und eine Weile dauern, bis es auf Ihrem PC landet. Doch Sie können die Wartezeit verkürzen (Punkt 1). Das „Spring Creators Update“ trägt die ...

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... Versionsnummer 1803 (Codename: „Redstone 4“). Es ist das fünfte Funktions-Update nach Version 1511 vom November 2015. Wir haben den Anfang April 2018 verfügbaren Build 17133.1 getestet, der wahrscheinlich die endgültige Version darstellt.


„Windows 10 Version 1803 zeigt eine aufgefrischte Oberfläche und bietet auch einige neue Funktionen.“


1. So kommen Sie schneller an das Windows-Update

Die Installation des Updates erfolgt – so es beim bisherigen Verfahren bleibt – nur mit Zustimmung des Nutzers. Wenn Sie nichts unternehmen, kann es einige Wochen dauern, bis Microsoft Ihnen mitteilt, dass die neue Windows-10-Version verfügbar ist.
Vor einem umfangreichen Update sollten Sie eine Sicherungskopie des bisherigen Systems erstellen. Dafür können Sie beispielsweise Aomei Backupper Standard (auf Heft-DVD) verwenden.
Wenn Sie das Update zeitnah durchführen wollen, gehen Sie in den „Einstellungen“ (Win-I) auf „Update und Sicherheit“. Klicken Sie auf „Nach Updates suchen“. Sollte das 1803-Update für Sie verfügbar sein, finden Sie unter „Updatestatus“ einen entsprechenden Hinweis. Klicken Sie auf den Link „Ja, was muss ich tun?“. Es öffnet sich eine Seite im Webbrowser, über die Sie das Microsoft Update-Tool herunterladen. Starten Sie es, und folgen Sie den Anweisungen des Update-Assistenten. Das Update-Tool lädt die erforderlichen Dateien herunter und leitet die Installation ein. Laut Microsoft soll das Update den PC weniger lang blockieren als bei den vorherigen Versionen.
Nach dem Windows-Update sollten Sie den Microsoft-Store öffnen und im „…“-Menü rechts oben „Downloads und Updates“ wählen. Klicken Sie auf „Updates abrufen“, und installieren Sie die angebotenen Aktualisierungen. Sie erhalten dann neuere, zum Betriebssystem passende Apps.
Alternative Update-Methode: Microsoft wird die Version 1803 auch über das Media Creation Tool für Windows 10 als ISO-Datei zum Download anbieten. Über den Kontextmenüpunkt „Bereitstellen“ binden Sie die ISO-Datei in das Dateisystem ein. Starten Sie „Setup.exe“ vom virtuellen DVD-Laufwerk, um das Update durchzuführen.
Über Windows ISO Downloader (auf Heft-DVD) erfolgt der Download teilweise schneller. Das Tool lädt auch ältere Versionen von Windows 8.1 und 10 und neuere Insider-Versionen herunter. Mit Rufus (auf Heft-DVD) transferieren Sie den Inhalt der ISO-Datei auf einen USB-Stick. Wie Sie an die neuesten Insider-Updates auch ohne Registrierung bei Microsoft herankommen, lesen Sie im Kasten auf Seite 26 .

2. Mehr Einstellungen für Datenschutz und Privatsphäre

Bei der Neuinstallation und beim Update auf die Version 1803 erscheinen jetzt nacheinander mehrere Einzelbildschirme mit jeweils nur einer Einstellung. Der Nutzer muss die gewünschte Option auswählen („Ja“ oder „Nein“) und dann auf „Annehmen“ klicken.
Neu hinzugekommen ist „Mein Gerät suchen“. Die Einstellung lässt sich später in den „Einstellungen“ unter „Update und Sicherheit → Mein Gerät suchen“ ändern. Über „https://account.microsoft.com/devices “ können Sie den Standort des Gerätes auf einer Landkarte ermitteln. Da PCs und Notebooks in der Regel nicht mit GPS ausgestattet sind, erfahren Sie allerdings nur den Standort des Internetproviders. Mehr Nutzen hat die Funktion auf Smartphone oder Tablets unter Windows 10, weil hier per GPS eine genauere Ortung möglich ist. Ebenfalls neu ist die Option „Freihand- und Eingabeerkennung verbessern“. Ist sie aktiviert, sendet Windows zusätzliche Diagnosedaten an Microsoft, um die Spracherkennung zu verbessern. Um die Option später im laufenden System zu ändern, gehen Sie in den „Einstellungen“ auf „Datenschutz → Diagnose und Feedback“.
Die Liste der Einstellungen unter „Datenschutz“ ist inzwischen recht umfangreich. Neu sind App-Berechtigungen für „Dokumente“, „Bilder“, „Videos“ und „Dateisystem“. Sie können Apps beispielsweise generell den Zugriff auf die Dokumentbibliothek verwehren, für ausgewählte Apps jedoch erlauben. In der Liste unter „Apps auswählen, die Zugriff auf Ihre Dokumentbibliothek haben“ sehen Sie, für welche Apps die Erlaubnis notwendig ist. Wenn Sie den Zugriff trotzdem verbieten, funktioniert die App wahrscheinlich nicht mehr richtig.
Ganz fertig scheint die Zugriffskontrolle jedoch noch nicht zu sein. Offenbar bewirkt ein Klick auf „Ändern“ und Umschalten auf „Aus“ das Gleiche wie der Schalter direkt darunter. Bei „Dateisystem“ tauchte auf unseren Test-PCs keine App auf, die diesen Zugriff benötigt. Man kann aber davon ausgehen, dass für fast alle Apps Zugriff auf das Dateisystem erforderlich ist. Ist der Zugriff untersagt, zeigt beispielsweise die Foto-App weiterhin alle Bilder aus den bereits hinzugefügten Ordnern an. Neue Ordner lassen sich dagegen nicht in die Sammlung aufnehmen. Eine Fehlermeldung erscheint nicht.

ISO-Download: Das Media Creation Tool ist der offizielle Weg zum Download von Windows 10. Für ein Update genügt die ISO-Datei, für die Windows-Neuinstallation lässt sich auch ein bootfähiger USB-Stick erstellen.


Nutzern mit erhöhtem Sicherheitsbedürfnis mag es sinnvoll erscheinen, etwa den Zugriff unter „E-Mail“ oder „Kontakte“ einzuschränken, wenn einzelne Apps in diesen Daten eigentlich nichts zu suchen haben, die Rechte aber trotzdem anfordern. Der Entzug der Rechte unter „Dokumente“ oder gar „Dateisystem“ kann jedoch unerwartete Folgen haben. Die Einstellungen betreffen aber nur UWP-Apps aus dem Microsoft Store (Universal Windows Platform). Herkömmliche Desktop-Anwendungen berücksichtigen die Einschränkungen der Rechte nicht.

IM ÜBERBLICK: TOOLS FÜR WINDOWS-INSTALLATION UND UPDATE

3. Änderungen beim Design der Oberfläche und des Startmenüs

Die Grundlagen für das Fluent Design System hat Microsoft bereits in das Fall Creators Update (Version 1709) eingebaut. Wirklich spektakuläre Effekte waren hier aber kaum zu sehen. Mit Version 1803 werden die Änderungen auffälliger. Bei einigen Apps zeigt sich die Titel- und Seitenleiste jetzt mit deutlicher Transparenz. Das gilt auch für die Seitenleisten der „Einstellungen“, das Startmenü und das Info-Center. Je nachdem, was sich gerade im Hintergrund befindet, färben sich die Bereiche unterschiedlich ein. Im Startmenü können Sie auch den „Reveal“-Effekt beobachten, wenn Sie die Maus über einer Kachel oder einem Eintrag in der Programmliste hin- und herbewegen. In der Hervorhebung ändert sich die Beleuchtung wie unter einer bewegten Taschenlampe.
In den „Einstellungen“ unter „Personalisierung → Farben“ lassen sich die Transparenzeffekte abschalten. Standardmäßig folgt die Akzentfarbe der Farbgebung des Hintergrundbildes. Sie können aber auch eine andere Farbe wählen. Das wirkt sich dann beispielsweise auf die Beschriftungen in den „Einstellungen“ und auf den Hintergrund der Kacheln und Icons im Startmenü aus. Die Akzentfarbe lässt sich außerdem für den Hintergrund von Start, die Taskleiste und das Info-Center sowie für Titelleisten aktivieren.
Noch mehr zum Thema „Farben“ ist in den „Einstellungen“ unter „Erleichterte Bedienung → Farbfilter“ zu finden. Die Optionen sind vor allem für Personen mit eingeschränkter Farbwahrnehmung gedacht. Schalten Sie den Farbfilter ein und aktivieren Sie dann beispielsweise „Graustufe“ oder „Rot-Grün“. Die Änderungen sind auf dem Bildschirm sofort zu sehen. Ein Farbrad im Fenster hilft bei der Beurteilung der Darstellung.
Schneller zu den App-Einstellungen: Der Weg zu den Einstellungen der Apps führt standardmäßig über „Einstellungen → Apps und Features“. Klicken Sie eine App an und dann auf „Erweiterte Optionen“. Sie können eine App beenden, wenn diese nicht mehr reagiert, zurücksetzen oder deinstallieren. Über den Kontextmenüpunkt „Mehr → App-Einstellungen“ einer Kachel oder eines Eintrags bei „Alle Apps“ gelangen Sie bei der Version 1803 jetzt schneller zu den Einstellungen.

Neue Privatsphäre-Einstellung: Ist „Mein Gerät suchen“ aktiviert, lässt sich ein verlorenes Notebook über eine Landkarte lokalisieren. Ohne GPS sind die Angaben jedoch sehr ungenau.


App-Berechtigungen: Unter „Datenschutz“ können Sie Apps beispielsweise den Zugriff auf den „Dokumente“ verwehren. Das kann jedoch zu Fehlfunktionen führen, wenn die App auf den Ordner zugreifen muss.


4. Einstellungen und schrittweise Ablösung der Systemsteuerung

In den „Einstellungen“ unter „Personalisierung“ ist jetzt auch die Verwaltung der „Schriftarten“ zu finden. Sie sehen, welche Fonts installiert sind. Klicken Sie eine Schriftart an, um sich Details und Textbeispiele anzeigen zu lassen. Hier gibt es außerdem die Schaltfläche „Deinstallieren“. Neue Fonts können Sie per Klick auf „Weitere Schriftarten aus dem Microsoft Store abrufen“ herunterladen. Bereits heruntergeladene Schriftartdateien richten Sie am einfachsten über den Windows-Explorer und den Kontextmenüpunkt „Installieren“ ein. „Schriftarten“ ist aber auch weiterhin mit den gewohnten Funktionen in der Systemsteuerung erhalten.
„Sound“ ist ebenfalls noch in der Systemsteuerung zu finden. Ein Rechtsklick auf das Lautsprechersymbol im Infobereich zeigt jetzt über „Sounds“ auch den Menüpunkt „Sound-Einstellungen öffnen“. Dieser führt in „Einstellungen → System → Sound“. Sie können hier beispielsweise das Ausgabe- und Eingabegerät festlegen und die Lautstärke ändern.
Unter „System → Anzeige“ gibt es eine neue Einstellung, die hinter dem Link „Grafikeinstellungen“ versteckt ist. Die Einstellungen sind nur bei Notebooks oder PCs mit mehreren Grafikchips sinnvoll. Sie wählen zwischen „Klassische App“ oder „Universelle App“ und geben dann das gewünschte Programm über „Durchsuchen“ beziehungsweise „App auswählen“ und „Hinzufügen“ an. Es erscheint ein Eintrag für das Programm unter den Schaltflächen. Klicken Sie ihn an und dann auf „Optionen“. Sie haben die Wahl zwischen „Standardeinstellungen des Systems“, „Energiesparmodus“ und „Hohe Leistung“. Bei „Hohe Leistung“ wird für dieses Programm der schnellere Grafikprozessor aktiviert, etwa eine Nvidia-GPU, wenn sich ein passender Chipsatz in Ihrem Notebook befindet. Andernfalls kommt die GPU-Einheit des Hautprozessors zum Einsatz, beispielsweise Intel HD-Grafik. Eine Änderung der Einstellung lohnt sich vor allem für Spiele und andere grafikintensive Anwendungen oder wenn Sie auf die Leistung verzichten können oder wenn Sie wollen, dass der Akku länger durchhält.

5. Mit der Zeitleiste im Verlauf zurückblättern

Die Zeitleiste sollte schon Einzug in die letzte Windows-10-Version halten, ist dann aber nicht rechtzeitig fertig geworden. Die englischsprachige Bezeichnung „Time Line“ trifft die Funktion etwas genauer, denn es geht um die aktuellen und in der Vergangenheit aufgezeichneten Aktivitäten. Damit die Zeitleiste funktioniert, müssen Sie bei Windows mit einem Microsoft-Konto angemeldet sein.
Sie rufen die Zeitleiste über die Tastenkombination Win-Tab oder das neue Icon rechts neben dem Suchfeld in der Taskleiste auf. Bisher haben Sie mit Win-Tab in Windows 10 virtuelle Desktops hinzugefügt oder zwischen ihnen umgeschaltet. Diese Funktionen sind vom unteren in den oberen Bereich des Bildschirms gewandert. Darunter finden Sie jetzt eine Übersicht mit den gerade aktiven Anwendungen, wie sie sich auch über Alt-Tab aufrufen lässt. Für eine Reise in die Vergangenheit scrollen Sie weiter nach unten. Sie sehen beispielsweise, welche Webseiten oder Word-Dokumente Sie geöffnet hatten. Per Klick auf einen Eintrag öffnen Sie die zugehörige Webseite oder das Dokument.
Die Zeitleiste zeigt pro Tag immer sechs Aktivitäten an. Sind mehr vorhanden, klicken Sie neben dem Datum auf „Alle Aktivitäten von [Zahl] anzeigen“. Wenn Sie mehrere PCs oder Notebooks unter Windows 10 Version 1803 einsetzen, erscheinen auch die Aktivitäten auf diesen Geräten in der Zeitleiste. Sie erkennen das am Gerätenamen neben einem Eintrag. Bei Webseiten ist die URL hinterlegt, und die lässt sich auf jedem PC öffnen. Wenn sich ein Eintrag jedoch auf ein Dokument bezieht, muss die zugehörige Anwendung installiert und das zuvor bearbeitete Dokument vorhanden sein. Fehlt eine Anwendung, ist der Eintrag in der Zeitleiste grau hinterlegt. Er lässt sich nicht öffnen oder Windows installiert die passende App automatisch aus Microsoft Store. Befindet sich ein Dokument nicht am gleichen Ort, versucht Windows es trotzdem zu öffnen, und Sie erhalten eine Fehlermeldung. Daher funktioniert die Zeitleiste geräteübergreifend nur problemlos, wenn überall die gleichen Programme installiert sind und Sie Dateien nur von lokalen Netzwerklaufwerken oder Onedrive laden.

Leicht durchschaubar: Ist „Transparenz“ in den Einstellungen aktiviert, leuchtet der Hintergrund durch die Seitenleiste. Die Akzentfarbe wirkt sich hier auf die Umrandung aus.


Kleine Anpassungen: Das Startmenü zeigt jetzt ebenfalls mehr Transparenz, und über das Kontextmenü von Apps und Kacheln gelangen Sie schnell zu den „App-Einstellungen“.


6. Zeitleiste und Funktionen für mobile Geräte

Die Zeitleiste soll auch unter Android und iOS funktionieren. Die Voraussetzung dafür sind die passenden Microsoft-Apps für diese Betriebssysteme. Bereits bei der Installation fragt Sie Windows 10 nach Ihrer Handy-Nummer, und später können Sie Ihr mobiles Gerät in den „Einstellungen“ unter „Telefon“ verknüpfen. Sie erhalten per SMS einen Link, der Sie zur Installation einer App führt. Bei Android ist das der Microsoft Launcher, über den Sie schnell auch Word, Excel oder Edge installieren können. Für iOS sind bisher Microsoft Edge und beispielsweise Word und Excel verfügbar. Stand April 2018 hat Microsoft die Zeitleiste jedoch noch nicht in die Apps integriert, eine deutsche Version von Cortana fehlt bisher ebenfalls.
Was schon funktioniert: Auf dem ersten Bildschirm des Microsoft Launchers für Android können Sie unter „Letzte Aktivitäten“ etwas länger auf ein Bild tippen und „Weiter auf dem PC“ wählen. Das Foto wird dann bei Onedrive hochgeladen. Anschließend wählen Sie einen mit dem Handy verknüpften Windows-10-PC, auf dem sich der Onedrive-Link automatisch im Browser öffnet.
In Microsoft Edge (Android und iOS) tippen Sie am unteren Rand des Bildschirms auf das dritte Icon von links. Wählen Sie den PC, auf dem sich die gerade angezeigte Webseite im Browser öffnen soll.
Sie können außerdem die Favoriten, die Leseliste sowie gespeicherte Passwörter zwischen den Edge-Browsern synchronisieren. Klicken beziehungsweise tippen Sie auf „…“ und wählen Sie „Einstellungen“. Unter Windows stellen Sie den Schalter unter „Konto“ auf „Ein“. Android-Nutzer klicken auf die Zeile mit dem Microsoft-Konto und aktivieren die Option „Synchronisierung“.

„Einstellungen“ statt „Systemsteuerung“: Das Audio-Ausgabegeräte lässt sich jetzt ebenfalls in den „Einstellungen“ festlegen. Der Weg über die „Systemsteuerung“ ist aber weiterhin möglich.


Schwarz statt Bild: Die aktualisierte Microsoft Foto App kann ab Version 2018.18022 jetzt zwar im Prinzip HEIF-Dateien öffnen, benötigt dazu aber einen kostenpflichtigen Codec aus dem Microsoft Store.


SCHNELL UND BEQUEM ZU INSIDER-VORABVERSIONEN

Wer sich für das Windows Insider-Programm registriert, kann die Entwicklung von Windows 10 ständig verfolgen und Rückmeldungen zu Mängeln oder neuen Funktionen geben. Ein produktiv eingesetztes Windows sollten Sie dafür jedoch nicht verwenden, denn in den Vorabversionen sind zahlreiche Fehler zu erwarten. Für eine Zweit-Windows benötigen Sie eine freie Partition, eine zweite Festplatte oder Sie installieren Windows in einer virtuellen Festplattendatei (VHD). Was bei der Parallelinstallation mehrerer Betriebssysteme zu beachten ist, können Sie unterwww.pcwelt.de/2077272 nachlesen. Partitionen verkleinern Sie bei Bedarf mit Minitool Partition Wizard (auf Heft-DVD).
Das Zweit-Windows aktiviert sich auf dem gleichen PC automatisch und ist damit für Insider-Builds bereit. Gehen Sie in den „Einstellungen“ auf „Update und Sicherheit“, klicken Sie auf „Windows-Insider-Programm“ und dann auf „Erste Schritte“. Folgen Sie den Anweisungen des Assistenten.
Insider-Builds direkt herunterladen: Microsoft bietet auch ISO-Dateien der Insider-Builds für Neuinstallationen oder Updates an (www.pcwelt.de/gnE5SY ). Allerdings finden Sie hier meist nicht die neuste Version. Die können Sie aber über UUP dump Miniserver (auf Heft-DVD) herunterladen. Eine Anmeldung beim Insider-Programm ist dafür nicht erforderlich. Entpacken Sie das Tool, führen Sie zuerst „update.cmd“ und danach „run.cmd“ aus. Es öffnet sich eine Webseite im Browser, über die Sie die gewünschte Version sowie Sprache auswählen und herunterladen. Im Ordner des Tools finden Sie anschließend einen Ordner mit einer Bezeichnung wie „Windows 10 Insider Preview [Build-Nummer] (rs_prerelease)“ und darin „amd64/ de-de“ mit einigen ESD-Dateien. Verwenden Sie das Tool ESD File Converter (auf Heft-DVD), um daraus eine ISO-Datei für die Installation zu erzeugen. Gehen Sie auf die Registerkarte „UUPs → ISO“, und klicken Sie auf „uup-converter-wimlib starten“. Es öffnet sich eine Eingabeaufforderung, in die Sie den Pfad zum Ordner mit den heruntergeladenen ESD-Dateien einfügen. Anschließend tippen Sie 1 ein und bestätigen mit der Enter-Taste. Die ISO-Datei finden Sie danach im Ordner „ESDUUP-File-Converter\Tools\uup-converter-wimlib“. Für einen Test der ISO-Datei verwenden Sie Virtualbox (auf Heft-DVD).
Tipp für Profis: Mit Win NT Setup (auf Heft-DVD) lässt sich Windows 10 ganz einfach vom laufenden Windows aus in einer VHD-Datei oder einer leeren Partition installieren. Der umständliche Weg über ein Setup-Medium entfällt. Das Windows in einer VHD-Datei lässt sich jedoch standardmäßig nicht auf eine höhere Windows-Version aktualisieren. Das geht nur über ein Virtualisierungs-Software wie Hyper-V. Bei der Installation in einer eigenen Partition gibt es diese Einschränkung nicht.

7. Unterstützung für Apples neues Bildformat HEIF

Mit iOS 11 und Mac OS High Sierra (10.13) hat Apple ein neues Containerformat für Bilddateien eingeführt. Es trägt den Namen High Efficiency Image File Format (HEIF). Die Dateien tragen die Endung „.heic“. Das Format bietet eine effizientere Komprimierung als das bisherige JPEG-Format, und es lassen sich mehrere Bilder und Audiospuren im Container unterbringen.
In die Version 1803 hat Microsoft eine Basis-Unterstützung für HEIF eingebaut, die sich von Entwicklern für neue Apps nutzen lässt. Die Foto-App wurde ebenfalls für HEIF aktualisiert, wird jedoch nicht mitgeliefert. Über den Microsoft Store können Sie aber ein Update auf die Version 2018.18022 (oder inzwischen höher) durchführen. Dateien mit der Endung „.heic“ sind danach mit der Foto-App verknüpft und lassen sich per Doppelklick darin öffnen. Betrachten lassen sie sich aber nicht. Denn dazu fehlt noch ein Codec. Die Foto-App zeigt auch gleich den Link an, über die „HEIF and HEVC Media Extensions“ für 0,99 Euro im Microsoft Store erwerben können. Wer das Geld nicht ausgeben mag, kann auch ein kostenloses Programm wie Xnview und das HEIF-Plug-in für Xnview verwenden (für Windows 7 bis 10, beide auf Heft-DVD). Entpacken Sie das HEIF-Plug-in in den Ordner „Plugins“ der Xnview-Installation. In Xnview navigieren Sie zum Ordner mit den „.heic“-Dateien und öffnen eine Datei per Doppelklick. Über „Datei → Exportieren“ lässt sich die Datei in einem anderen Format speichern.
Ein weiteres kostenloses Tool, das sich ebenfalls unter Windows 7 bis 10 nutzen lässt, ist HEIF-Utility (auf Heft-DVD). Entpacken Sie es und starten Sie zuerst „HEIF-Utility-Setup.exe“ als Administrator. Folgen Sie den Anweisungen des Assistenten. Klicken Sie auf „Enable HUTP“, um die Bildvorschau im Windows-Explorer zu aktivieren. Jetzt müssen Sie nur noch bei einer „.heic“-Datei über den Kontextmenüpunkt „Öffnen mit“ die Datei „HEIF-Utility.exe“ als für diese Dateinamenserweiterung zuständiges Programm festlegen. Für die Bildbetrachtung genügt jetzt ein Doppelklick. Über „File → Save“ lassen sich die Dateien im JPEG-Format speichern. Unter „More → Batch Conversion“ gibt es außerdem eine Funktion für die Umwandlung mehrerer Dateien.

8. Neue Funktionen und Verbesserungen beim Webbrowser Edge

Beim Browser haben die Entwickler den Vollbildmodus (F11) verbessert. Wird dieser aktiviert, ist nur die aktuell im Browser geöffnete Website bildschirmfüllend zu sehen. Neu ist: Bewegt man die Maus an den oberen Bildschirmrand, dann zeigt der Browser Adresszeile, geöffnete Tabs und Navigationselemente an. Sie müssen daher den Vollbildmodus nicht verlassen, wenn Sie die Website wechseln möchten. Die Drucken-Funktion entfernt jetzt beim Ausdrucken alle Werbeelemente und andere störende Inhalte.
Die Oberfläche hat etwas Kosmetik erfahren und kann nun in den Hubs mehr Inhalte als bisher darstellen. Verbessert wurde die Autoausfüllen-Funktion und die Funktion zum Lesen von elektronischen Büchern und Dokumenten im Epub- oder PDF-Format. Die Änderungen gelten auch für den Lesemodus von Edge. Beim Lesen von Büchern gibt es nun ein neues Pop-Up-Menü für Notizen und Lesezeichen. Mit Strg-G wechseln Sie schnell zur gewünschten Seite, indem Sie die Seitenzahl in das Feld am unteren Bildschirmrand eintippen. Neu hinzugekommen ist eine Vollbildschirm-Ansicht für den Lesemodus (F11). Im Privatmodus gibt es jetzt die Möglichkeit, Passwörter auf Websites automatisch auszufüllen oder Browser-Erweiterungen zu verwenden. Allerdings werden neu eingegebene Passwörter und andere Nutzerdaten in diesem Modus nicht gespeichert.

Was bisher geschah: Die Zeitleiste bietet eine Übersicht mit den Aktivitäten der letzten 30 Tage von allen verknüpften Geräten. Per Mausklick gelangen Sie beispielsweise zurück zu einer zuvor geöffneten Webseite.


Browser und elektronische Bücher: Edge zeigt nach Strg-G einige Bedienelemente an. Tippen Sie die Seitenzahl ein, um zur gewünschten Seite zu navigieren.


BROWSER-SYNCHRONISIERUNG OHNE WINDOWS

Wenn Sie Firefox bevorzugen, müssen Sie auf die Synchronisierung nicht verzichten.
Zudem läuft der Webbrowser unter allen Windows-Versionen sowie Linux, Android und iOS. Gehen Sie beim Windows-Firefox in die „Einstellungen“ und dann auf „Firefox-Konto“. Erstellen Sie ein neues Konto, wenn Sie noch keins besitzen. Nach der Anmeldung können Sie wählen, welche Elemente Sie synchronisieren möchten. Melden Sie sich auf anderen PCs oder Smartphones mit dem gleichen Konto an. Bei Firefox für Android beispielsweise finden Sie die Anmeldung direkt in den „Einstellungen“ oder unter „Allgemein“.
Im Windows-Firefox blenden Sie die Sidebar über die Tastenkombination Strg-B ein und wählen statt „Lesezeichen“ den Eintrag „Synchronisierte Tabs“. Unter Android wählen Sie im „…“-Menü den Menüpunkt „Chronik“. In beiden Fällen sehen Sie eine Liste mit den in Tabs geöffneten Webseiten auf den anderen Geräten. Wen Sie eine Internetadresse direkt an ein anderes Gerät senden möchten, gehen Sie unter Windows auf „…“ rechts neben der Adressleiste und dann auf „Tab an Gerät senden“. Wählen Sie das gewünschte Gerät aus. Unter Android verwenden Sie ebenfalls „…“ und dann das Pfeil- oder Teilen-Symbol.