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WINDOWS FÜR UNTERWEGS


PC Go - epaper ⋅ Ausgabe 11/2018 vom 05.10.2018

Es muss nicht immer die Festplatte sein: Windows 10 bootet auch vom USB-Laufwerk, läuft als virtuelle Maschine und startet sogar von der NAS im Browser.


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Bildquelle: PC Go, Ausgabe 11/2018

Die FreewareWinToUSB erstellt eine 1:1-Kopie von Windows, die vom USB-Laufwerk startet.


Windows 10 lässt sich normalerweise nur auf interne Datenträger installieren, was die Auswahl auf Festplatten und SSDs beschränkt. Mehr Spielraum gibt es offiziell erst bei der Enterprise- und der Education- Version mit dem Zusatzfeature Windows To Go. Damit erweitern beide die Liste der Installationsziele um externe Datenträger wie USBSticks oder ...tinyurl. ...

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Windows 10 lässt sich normalerweise nur auf interne Datenträger installieren, was die Auswahl auf Festplatten und SSDs beschränkt. Mehr Spielraum gibt es offiziell erst bei der Enterprise- und der Education- Version mit dem Zusatzfeature Windows To Go. Damit erweitern beide die Liste der Installationsziele um externe Datenträger wie USBSticks oder USB-Festplatten/SSDs. Auf diese praktische Funktionalität müssen Sie nicht verzichten. Mit dem Tool WinToUSB (tinyurl. com/ybkr2juq ) rüsten Sie Windows To Go kostenlos für jede Windows-Version nach und können damit eine überall lauffähige USB-Version des Betriebssystems erstellen. Das Tool, sowie die meisten anderen der hier besprochenen Tools, und zwei zusätzliche Artikel finden Sie auf der Heft-DVD im Tool- PaketWindows2Go . Damit haben sich die „To Go“-Möglichkeiten für Windows aber noch nicht erschöpft. Wir zeigen auch, wie Sie das Betriebssystem in eine virtuelle Maschine verwandeln, die unabhängig von der Rechner- Hardware läuft. Starten Sie den virtuellen PC auf einem NAS-Laufwerk, wird Ihr persönliches Windows endgültig mobil – dann können Sie es unterwegs im Browser nutzen.

Mit WinToUSB zum USB-Windows auf dem Stick

WinToUSB legt auf einem USB-Datenträger ein portables, aber voll funktionsfähiges Windows 10 an. Bootet man das USB-Windows an einem fremden Rechner, erkennt es die Hardware in der Regel problemlos, verwendet ein Basis-Set an Treibern und lädt bei entsprechender Konfiguration auch die persönliche Arbeitsumgebung. Am Gast-System ändert das mobile OS nichts, merkt sich aber wie jedes Standard- Windows alle Änderungen, die Sie vornehmen. Beispielsweise stehen Ihnen installierte Anwendungen, gespeicherte Dokumente und heruntergeladene Dateien auch beim nächsten Booten zur Verfügung.

Methode 1: Mobile 1:1-Kopie der aktuellen Windows-Installation

Starten Sie WinToUSB, nachdem Sie das USBLaufwerk am PC angeschlossen haben, und entscheiden Sie sich für eine Installations- Variante. Davon gibt es drei: Installation von einer Image-Datei (unterstützte Formate sind ISO, WIM, ESD, SWM, VHD und VHDX), Installation von der Windows-Setup-DVD oder Klonen des aktuellen Systems. Die interessanteste dürfte sicherlich die dritte Variante sein, um Windows in eine Mobil-Version umzuwandeln. Bei Variante 1 und 2 ist die Vorgehensweise ähnlich (siehe Methode 2). Um Windows auf das USB-Laufwerk zu klonen, klicken Sie im WinToUSB-Hauptfenster auf dasFestplatten-Symbol , gefolgt vonWeiter . Suchen Sie dann in der Drop-down- Liste das Ziellaufwerk aus. Eventuell muss es formatiert werden. Dann können Sie die Vorauswahl aufMBR für BIOS stehen lassen, damit das USB-Laufwerk auch von älteren Systemen erkannt wird. Anschließend zeigt Ihnen WinToUSB die aktuelle Partitionierung des USB-Laufwerks an. In der oberen Grafik legen Sie durch Anklicken die System Partition fest (die Bootumgebung), in der unteren die Boot Partition (das Laufwerk, auf dem Windows installiert ist). Gibt es nur eine Partition, verwendet sie das Tool parallel als System Partition und Boot Partition. Die Installationsmethode beschreibt, in welcher Form Windows auf dem USB-Laufwerk vorliegen soll. MitLegacy werden die Systemdateien wie bei einer herkömmlichen Installation direkt auf das Laufwerk geschrieben. Entscheiden Sie sich fürVHD (Virtual-Hard- Disk-Format), verpackt WinToUSB Ihr Windows in einen VHD-Container. Die Größe der virtuellen Festplatte tragen Sie optional im darunterstehenden Feld ein und können dabei den vorgeschlagenen Wert übernehmen. In der Freeware-Version steht die dritte Option VHDX nicht zur Verfügung. Soll dasmobile Windows eine exakte Kopie Ihrer PC-Installation sein, setzen Sie noch ein Häkchen beiSektor fürSektor Klonvorgang . Win- ToUSB überträgt nun alle Sektoren 1:1 auf das USB-Laufwerk und legt auch eine gleich große Systempartition an.
NachWeiter undJa löscht WinToUSB alle eingangs ausgewählten Partitionen, startet den Rechner neu und kopiert Windows auf dem USB-Datenträger. Je nach Laufwerk und Größe kann das dauern. Die 50 GByte große Windows- Partition unseres Testrechners verschob Win- ToUSB in rund 10 Minuten auf eine externe USB-3.0-SSD. In der Standardeinstellung schaltet das Tool den Rechner automatisch aus, sobald der Kopiervorgang beendet ist. Hat alles funktioniert, bootet das mobile Windows. Tut sich nichts, liegt das oft an einer im BIOS unpassend eingestellten Bootreihenfolge. Alternativ rufen Sie mit [F8] dasBootmenü auf und wählen den USB-Datenträger aus.

Betriebssystem nach Maß:WinToUSB installiert Windows auf Wunsch auch komplett neu auf dem USB-Laufwerk. Wie im Bild zu sehen, steht eine Vielzahl an System-Varianten zur Wahl.


Methode 2: Neuinstallation von Windows auf dem USB-Laufwerk

Wollen Sie Windows neu auf dem USB-Laufwerk installieren, klicken Sie im Hauptfenster von WinToUSB auf dasCD-Symbol . Den Speicherort des Datenträgerabbildes (der ISO-Datei) von Windows teilen Sie dem Programm in der ZeileImage Datei mit und starten die Installation mitWeiter.
TIPP: Besitzen Sie keine ISO-Datei von Windows 10, laden Sie sich von der Microsoft- Webseite (tinyurl.com/nhu4bmm ) ganz offiziell eine aktuelle Version herunter. Der direkte Download klappt jedoch nicht, wenn Sie die URL mit einem Windows-Rechner aufrufen. Hier hilft einUser Agent Switcher weiter, der der Webseite ein anderes OS vorgaukelt. Passende Add-ons gibt es unter anderem für Google Chrome (tinyurl.com/yaszch8m ) und Mozilla Firefox (tinyurl.com/ybutrrad ). Stellen Sie damit das Betriebssystem beispielsweise auf Linux um und rufen die Microsoft-Webseite erneut auf, können Sie die aktuellste ISO-Datei (das April-2018-Update) von Windows 10 herunterladen.

VHD-Problemfall: Versions- Updates für Windows 10 gehen nur mit einem Trick

Damit die Versions-Updates von Windows 10 wie das aktuelle April-Update (OS-Version 1803) reibungslos funktionieren, empfehlen wirLegacy als Installationsmethode. Haben Sie sich fürVHD entschieden, lässt sich Windows 10 zwar wie gewohnt mit Updates und Treibern versorgen, streikt aber dann leider bei den Versions-Updates.
Mit einem Trick finden Versions-Updates aber auch ihren Weg auf das VHD-Laufwerk: Starten Sie die VHD-Datei mit einem Virtualisierungstool wie VirtualBox oder Microsoft Hyper-V, und führen Sie dann dort die Aktualisierungen durch. Damit das VHD-Image in der virtuellen Maschine bootet, müssen Sie ihm aber erst noch einen Bootloader hinzufügen. Dieser fehlt, weil das VHD-Image den Bootloader des USB-Datenträgers verwendet. Klicken Sie im Windows-Explorer doppelt auf dieVHD-Datei , damit sie von Windows als neues Laufwerk bereitgestellt wird, und öffnen Sie eine Eingabeaufforderung mit Administratorrechten. Das Kommando bcdboot E:\windows /s E: /l de-de /f all fügt dem in diesem Beispiel unter E:\ bereitgestellten VHD-Image den Bootloader hinzu. Über den KontextmenübefehlAuswerfen entfernen Sie das VHD-Laufwerk anschließend wieder aus dem Explorer und booten es mit dem Virtualisierungstool. Achten Sie dabei darauf, dass die Windows-Partition in der VHDDatei als aktiv gesetzt ist. Ändern können Sie diese Einstellung in der Datenträgerverwaltung, wenn das Laufwerk bereitgestellt wurde.

Installationsmedium: Mit dem für Firefox und Chrome erhältlichen Add-onUser Agent Switcher erlaubt Ihnen die Microsoft-Webseite den Download der aktuellsten ISO-Datei von Windows 10.


Das mobile Windows verschlüsseln

Weil sich ein mit WinToUSB erzeugtes USBWindows genauso verhält wie eine Installation auf dem lokalen Rechner, funktionieren auch Verschlüsselungstools wie VeraCrypt (tinyurl.com/ydborlt2 ). Die Open-Source- Software chiffriert auf Wunsch die Windows- Partition oder das komplette Laufwerk und verlangt vor jedem Bootvorgang die Eingabe eines Passworts. Wer es nicht kennt, kann Windows weder starten, noch kommt er anderweitig an Ihre Daten heran, weil sie ohne den korrekten Schlüssel nicht lesbar sind. Es gibt nur eine Einschränkung: VeraCrypt unterstützt keine Betriebssysteme, die in einem VHD-Container abgelegt sind. Damit das Tool Ihr mobiles Windows verschlüsseln kann, müssen Sie bei WinToUSB die InstallationsmethodeLegacy wählen.

Oracle VirtualBox führt virtuelle PCs direkt auf dem Desktop aus.


VMware vSphere Workstation sichert die Windows-Installation als virtuellen PC.


Windows als eine virtuelle Maschine einrichten

Windows in eine virtuelle Maschine (VM) umzuwandeln, ist eine weitere Möglichkeit, das Betriebssystem mobil zu machen. Dabei haben Sie die Wahl: Sie können Ihr laufendes Windows in eine VM konvertieren oder es komplett neu in einer VM installieren. Dabei werden die Windows-Treiber in beiden Fällen durch generische Treiber ersetzt, die dann die virtuelle Hardware ansprechen. Damit läuft das virtuelle Windows nicht nur auf dem PC, auf dem es erstellt wurde, sondern lässt sich genauso wie ein mittels WinToUSB erstelltes USB-Windows auch auf anderen Windows-Rechnern starten.

Im Betrieb: Windows virtualisieren

Um Ihre Windows-Installation als VM zu speichern, empfiehlt sich der kostenlose VMware vSphere Converter (tinyurl.com/y77auu3s ). Starten Sie das Programm per Rechtsklick als Administrator, und wechseln Sie mitConvert Machine zum Virtualisierungs-Assistenten. Los geht es mit dem Source System: Wählen Sie unterSelect source type die EinstellungenPowered on sowieThis local machine und konfigurieren Sie dann mitNext dasDestination System . Nichts ändern müssen Sie an den Voreinstellungen fürSelect destination type (VMware Workstation or other VMware virtual machine) undSelect VMware product (VMware Workstation 11.x/12.x) . BeiVirtual machine details teilen Sie dem Programm überBrowse den Speicherort für die VM mit und passen in denOptions wahlweise noch die Hardware an, was normalerweise aber nicht erforderlich ist. Soll nicht die ganze Festplatte virtualisiert werden, entfernen Sie überEdit beim PunktData to copy das Häkchen vor der oder den Partitionen.
WICHTIG: Wählen Sie Einträge ohne Laufwerksbuchstaben oder vorangestelltem \\ nicht ab, weil es sich dabei in der Regel um Systemlaufwerke wie die Boot- oder Wiederherstellungspartition handelt.
NachNext undFinish startet vSphere Converter mit der Umwandlung der Windows- Installation, die er als VMDK-Datei (Virtual Machine Disk) anlegt. Je nach Größe der Windows- Installation und der umzuwandelnden Partitionen kann dieser Vorgang viel Zeit und Speicherplatz beanspruchen. Nur als grober Richtwert dient daher die 50 GByte große Windows-Partition unseres Testrechners, die zu vier Fünfteln mit Daten belegt war. Das VMware-Tool benötigte rund 7 Minuten, um sie in ein etwa 37 GByte großes VMDKImage zu verpacken.


WINDOWS LÄSST SICH IN EINEVIRTUELLE MASCHINE VERWANDELN, DIE AUCH AUF FREMDER RECHNERHARDWARE LÄUFT.
Quelle: Autor


Eine Alternative zu vSphere Converter ist die von Microsoft angebotene, nur 7 MB große Freeware Disk2vhd (tinyurl.com/ydb2olog ), die Windows-Partitionen in VHD- und VHDXImages umwandelt.

VMs starten und neu anlegen

Eine mit VMware vSphere Converter oder Disk2vhd erstellte VM können Sie mit Virtualisierungstools wie VMware Workstation Player (tinyurl.com/ybseu38l ) oder Oracle VirtualBox (tinyurl.com/677c7rl ) starten. Beide sind kostenlos und lassen sich leicht konfigurieren. Wie das funktioniert, zeigen wir am Beispiel von VirtualBox. Starten Sie VirtualBox, und klicken Sie im Hauptfenster aufNeu , um eine neue VM zu konfigurieren. Vergeben Sie unterName eine aussagekräftige Bezeichnung wie Windows 10, passt VirtualBox die Version praktischerweise automatisch an. Achten Sie hier darauf, dass die Version entsprechend Ihrem System auf 32 Bit oder 64 Bit eingestellt ist. Die Speichergröße können Sie unverändert übernehmen.

Auf den aktuellen NAS-Systemen von Asustor, QNAP (im Bild) und Synology laufen Windows und andere Betriebssysteme bei Bedarf auch virtuell im Netzwerk.


Um Ihre virtuelle Maschine in VirtualBox einzubinden, wählen SieVorhandene Festplatte verwenden und geben ihren Speicherort an. MitErzeugen legt VirtualBox die neue VM an, die Sie dann im Hauptfenster per Doppelklick oder über den grünen Pfeil starten.
Mit VirtualBox eine neue VM anzulegen, funktioniert bis zur Auswahl des Laufwerks genauso wie oben beschrieben. StattVorhandene Festplatte verwenden wählen Sie nun jedochFestplatte erzeugen . Als VMFormat können Sie das VirtualBox-eigene Format VDI (VirtualBox Disk Image) übernehmen, wenn die virtuelle Maschine nicht auf einer anderen Virtualisierungssoftware lau- fen soll. Besser dafür geeignet sind die zu anderen VM-Tools kompatibleren VM-Formate VHD und VMDK. Tipp: Die Umwandlung von VDI in VHD oder VMDK funktioniert auch nachträglich. Rufen Sie dazu im Hauptfenster überDatei den Manager für virtuelle Medien auf. Wählen Sie dann die VDI-Datei aus, können Sie mitKopieren VHD oder VMDK als Zielformat angeben.
Zurück zur neuen virtuellen Festplatte: Legen Sie das neue Laufwerk alsdynamisch alloziert an, wächst es automatisch mit den daraufgeschriebenen Daten. Andernfalls weisen Sie dem Laufwerk eine feste Größe zu und klicken aufErzeugen . Jetzt müssen Sie nur noch die Installations-DVD von Windows in den virtuellen PC einlegen. Dazu klicken Sie im Hauptmenü auf die neu angelegte virtuelle Maschine und fügen dann überÄndern ,Massenspeicher das ISO-Image hinzu. Unter System ist die Boot-Reihenfolge so voreingestellt, dass der virtuelle PC zuerst von DVD startet. Starten Sie jetzt die VM, können Sie Windows wie auf einem „echten“ PC installieren.

Virtuelles Windows und virtuelle Anwendungen von der NAS starten

Virtuelle Maschinen und NAS-Server sind eine gute Kombination: Einzelne Anwendungen oder das komplette Betriebssystem lassen sich damit über das Netzwerk bereitstellen. Dann können Sie das virtuelle Windows beispielsweise in einem lokal installierten VM-Tool wie VirtualBox starten, eine schnelle LAN-Verbindung wie Gigabit Ethernet vorausgesetzt. Oder Sie konfigurieren den NAS-Server so, dass die virtuelle Maschine direkt auf dem Netzwerkspeicher läuft und sich dann wie eine Webanwendung im Browser nutzen lässt. Anwendungsszenarien sind zum Beispiel eine Testumgebung für neue Software oder die persönliche Arbeitsumgebung, die an zentraler Stelle bereitstehen soll. Die Virtualisierung funktioniert nicht auf jeder NAS, weil es einiges an Rechenleistung braucht, um die virtuellen Anwendungen zum Laufen zu bringen. Welche Modelle sich zur Virtualisierung eignen, beschreiben die NAS-Hersteller auf ihren Webseiten.
Eine Virtualisierung unterstützen derzeit die NAS-Systeme von Asustor, QNAP und Synology. Dabei gehen alle drei Hersteller nach dem klassischen Virtualisierungsschema vor: Sie führen mittels VirtualBox (Asustor), der App Virtualization Station (QNAP) beziehungsweise des Virtual Machine Manager (Synology) virtuelle Maschinen direkt auf dem Netzwerkspeicher aus.
Asustor und QNAP haben mit Docker noch eine zweite VM-Methode in petto, die deutlich weniger Ressourcen benötigt. Statt eines kompletten Betriebssystems stellt Docker einzelne, fertig konfigurierte Web- Anwendungen virtualisiert bereit. Für beide genannten NAS-Systeme gibt es dabei einen umfangreichen Pool an Docker-Apps.

INFO Optimales Laufwerk für das USB-Windows

Selbst 120-GByte-SSDs wie die SanDisk SSD Plus kosten in Online-Shops nur etwa 30 Euro.


Windows auf einem langsamen USB-Laufwerk zu starten, macht keinen Spaß. Mit der Ideallösung, einer externen SSD, läuft das OS dagegen genauso flott wie auf dem PC. Ein mobiles Windows lässt sich ohne schnelles USB-Laufwerk kaum sinnvoll einsetzen. Nicht nur das Booten dauert dann gefühlt eine Ewigkeit, sondern auch alle weiteren Lese- und Schreibvorgänge.

Externe SSDs für weniger als 50 Euro
USB 3.0 sollten PC und das USB-Laufwerk mindestens unterstützen. Verwenden Sie einen USB-3.0-Stick, sind auch dessen 4 KB Reads/ Writes entscheidend. Je höher seine 4K-Transferraten ausfallen, desto schneller kann der USB-Stick auch zufällige Lese- und Schreiboperationen abarbeiten, die unter Windows laufend vorkommen. Sequenzielle Datentransfers, bei denen gute USB-3.0-Sticks deutlich dreistellige MB/s-Werte erzielen, haben dagegen eher Seltenheitscharakter. Ein Beispiel dafür wäre das Kopieren einer mehrere GByte großen Windows-ISO-Datei. Besonders schnell läuft das USB-Windows von einer SSD. USB-3.0-Gehäuse kosten etwa 15 Euro, während 120 GByte große SSDs teilweise unter 30 Euro liegen.

INFO Lizenzen für das mobile Windows

Eine Lizenz für Windows 10 gilt immer nur für einen PC. Einen zweiten Rechner nutzen Sie aber schon, wenn das OS in einer virtuellen Maschine oder vom USB-Stick läuft.
Wollen Sie das in einer virtuellen Maschine oder auf dem USB-Stick installierte Windows dauerhaft nutzen, benötigen Sie dafür jeweils eine eigene Lizenz. Es spricht aber nichts gegen einen temporären Einsatz. Beispielsweise können Sie Windows auch ohne Lizenzcode installieren, indem Sie während des Setups auf „Ich habe keinen Product Key“ klicken. Genauso wie ein 1:1 auf den USB-Stick kopiertes oder ein zur virtuellen Maschine umgewandeltes Windows lässt es sich ohne Einschränkungen nutzen, muss dann aber nach spätestens 30 Tagen aktiviert werden.

Neuaktivierung bei Hardware-Wechsel
Weil offiziell nur Windows 10 Enterprise und Education die Windows-To-Go-Funktionalität unterstützen, kann es auch trotz gekaufter zweiter Lizenz zu Problemen kommen. Setzen Sie etwa Windows 10 Home als USB-Windows auf unterschiedlichen PCs ein, wird unter Umständen eine Neuaktivierung fällig. Auf unbegrenzt viele Aktivierungen wird sich Microsoft nicht einlassen.