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Windows Sofort- Check


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PC Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 1/2023 vom 02.12.2022

WINDOWS-CHECK

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Bildquelle: PC Magazin, Ausgabe 1/2023

Maximale Leistung und Zuverlässigkeit gibt es nur, wenn alle Windows-Komponenten gesund sind. Zwischendurch sollten Sie Ihr PC-System darum überprüfen. Ähnlich wie der regelmäßige Besuch beim Zahnarzt oder TÜV hilft der Windows-Check, Probleme frühzeitig zu erkennen, die im System schlummern. Dazu setzen Sie verschiedene Windows- Bordwerkzeuge sowie Prüfprogramme von der Heft- DVD ein. Der PC-Selbsttest ist schnell durchgeführt – planen Sie zwischen einer und zwei Stunden dafür ein. Erkannte Probleme räumen Sie durch einfache Anpassungen an der Konfiguration leicht aus.

CHECK 1 Sind Windows und die installierten Programme aktuell?

UpdatesbeseitigenFehlerundbringenErweiterungen. Deshalb ist ein Update-Check Pflicht. Öffnen Sie die Einstellungen-App, und gehen Sie zu Windows Update. Steht hier Sie sind auf dem neuesten Stand, ist Windows mit Aktualisierungen und Bugfixes gut ...

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... versorgt. Erscheint stattdessen sollten Sie diese installieren. Falls Ihr PC mit dem Internet verbunden ist und die Installation trotzdem fehlschlägt, starten Sie den Fehlerbehebungsassistenten unter

Anders als bei Windows macht das Aktualisieren mancher Anwendungen und Tools mehr Umstände. Verwenden Sie die in manchen Programmen eingebaute Online-Update-Funktion, um zu prüfen, ob Aktualisierungen zur Verfügung stehen. Sonst müssen Sie sich selbst um die Aktualisierung kümmern.

CHECK 2 Meldet der Geräteleistungsund Integritäts-Check Probleme?

Zu den Selbstkontrollmechanismen in Windows 11 und 10 gehört der Geräteleistungs- und Integritäts- Check. Damit weist Sie der PC auf Probleme bei der Systemleistung und Sicherheit hin. Eingebaut hat Microsoft die Funktion etwas unglücklich in die Windows-Sicherheit, die Sie über das Startmenü öffnen. Klicken Sie auf das Herz-Icon bei Geräteleistung und -integrität. Windows überwacht vier Bereiche: den freien Speicherplatz auf Ihren Laufwerken, Apps und Software auf Updates und Beschädigungen sowie den Windows-Zeitdienst. Er synchronisiert die Systemuhr und ist für Signatur- und Dateiabgleichsfunktionen wichtig. Bei Notebooks im Batteriebetrieb werden zusätzlich noch Programme erfasst, die den Akku übermäßig stark beanspruchen. Zeigt Windows überall ein grünes Häkchen und Keine Probleme an, hat das System keine Unregelmäßigkeiten festgestellt. Andernfalls sehen Sie Hinweise zur Fehlerbehebung.

Zuverlässigkeits-Check: Bei Windows unter die Haube blicken

Der Zuverlässigkeitsverlauf zeigt, wie stabil Ihr System arbeitet. Das Tool ist bei Windows 11 / 10 dabei – aber so gut wie unbekannt.

Im Zuverlässigkeitsverlauf lesen Sie ab, was imWindows-Alltag passiert ist, und wann und wo etwas schiefgelaufen sein könnte. Der Zuverlässigkeitsverlauf gehört zur Ereignisanzeige in Windows und protokolliert viele Systemfehler. Für eine anschauliche Darstellung bereitet das Bordwerkzeug die relevanten Einträge aus dem Ereignisprotokoll tageweise auf. Starten Sie das Check-Tool im Startmenü durch die Eingabe von Zuverlässigkeitsverlauf und einen Klick auf Zuverlässigkeitsverlauf anzeigen. ImHauptfensterdokumentierteine Zeitleiste alle Vorkommnisse mit Datum. Die blaue Linie oben im Diagramm steht für die Systemstabilität und zeigt den Gesamtzustand an. Verläuft sie oben beim Wert 10, ist alles in Ordnung. Treten kritische Probleme auf, sackt die Linie ab. Je mehr schwerwiegende Fehler hinzukommen, desto deutlicher nähert sich die Linie dem Wert Null an – ein klarer Indikator, dass Sie den Fehlerursachen möglichst bald auf den Grund gehen sollten.

Für mehr Informationen sehen Sie sich die Symbole auf dem Zeitstrahl an. Wichtig sind die runden roten Icons. Sie stehen für kritische Fehler, die sich nach Einschätzung von Microsoft auf die Systemstabilität auswirken können. Klicken Sie darauf, erscheint unten im Fenster eine kurze Erklärung. Ein Doppelklick auf die entsprechende Zeile oder ein Klick auf den unter Aktion angezeigtenLink Technische Details anzeigen öffnet ein Fenster. Darin finden Sie Angaben zur fehlerursächlichen Datei und weitere Hinweise. Diesen Input können Sie für eineSucheüberGoogleverwenden. Ein gelbes Dreiecksymbol steht für eine Warnung, die in der Regel keine gravierenden Folgen für das System hat. Warnmeldungen wirken sich ebenso wie blaue i-Info- Icons nicht auf den Verlauf der Stabilitätslinie aus.

Passwort-Check: Mit wenig viel bewirken

Verbessern Sie die allgemeine Systemsicherheit, indem Sie erst die Passworttiefe erhöhen und sich dann per XXL-PIN in Windows 11 oder 10 anmelden. Ist Ihr Windows-Passwort nach heutigen Maßgaben sicher? Wahrscheinlich nicht. Eine der wichtigsten Maßnahmen, Ihr Microsoft-Onlinekonto für die Anmeldung an Windows besser zu schützen, ist die Wahl eines komplexen Passworts. Microsoft empfiehlt einen mindestens zwölf Zeichen langen Mix aus Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Symbolen.

Versuchen Sie, gebräuchliche Wörter mit Zeichen und Symbolen zu verfremden. Leicht zu merken, aber für Roboter-Tools schwer zu knacken sind einprägsame Ausdrücke wie k!eiNeR_lu!tb@LL0n. Prinzipieller Nachteil von Passwörtern: Ist IhrRechneronline,überträgtWindowsdas eingegebene Passwort zur Überprüfung an den Microsoft-Server. Zwar ist das Kennwort beim Transport codiert, trotzdem könnte es unterwegs abgefangen und anschließend missbraucht werden. An diesem Punkt kommt die Windows- PIN ins Spiel, die Sie in der Einstellungen- App unter Konten / Anmeldeoptionen / PIN (Windows Hello) einrichten. Die PIN dient als Alias für Ihr Passwort. Der PIN-Code ist nur auf Ihrem Computer gültig und gelangt nicht ins Netz. Von Haus aus akzeptiert Windows ausschließlich Zahlen für diesen PIN-Code. Um die Sicherheit zu erhöhen, aktivieren Sie Buchstaben und Symbole einschließen. Denken Sie sich einen PIN-Code aus, der den Grundsätzen für sichere Passwörter entspricht.

CHECK 3 Der Windows-Stabilität im Belastungstest auf den Zahn fühlen

Läuft Ihr Windows-Rechner unter Last stabil? Im Stresstest checken Sie das Laufzeitverhalten des Systems bei hoher Beanspruchung. Ausgangspunkte für den Belastungs-Check sind der Prozessor und das Lüftersystem. Gibt es hier Probleme, schlägt sich das im Betrieb nieder. Symptome sind das Einfrieren von Windows, fehlschlagende Systemstarts oder Rechnerabstürze. Den Test führen Sie mit dem Gratis- Tool Prime95 von der Heft-DVD durch. Die Freeware simuliert eine große Zahl von CPU-Zugriffen auf alle Prozessorkerne und setzt die Hardware mit permanenten Rechenvorgängen unter Last. Zur Vorbereitung schließen Sie zuerst alle offenen Dokumente, dann starten Sie Prime95. Klicken Sie im Begrüßungsfenster auf Just Stress Testing, und übernehmen Sie die Standardeinstellung Blend (all of the above) mit OK. Der Test startet und ist im Hintergrund aktiv – lassen Sie ihn etwa eine Stunde lang laufen. Sie können währenddessen mit dem Computer weiterarbeiten, wenn auch gebremst. Im Task-Manager von Windows sehen Sie unter Leistung, dass die Systemlast über die gesamte Laufzeit bei 100 Prozent liegt.

CHECK 4 Den Arbeitsspeicher mit Windows-Bordmitteln überprüfen

Genauso empfindlich und bei Temperaturproblemen fehleranfällig wie der Prozessor ist der Arbeitsspeicher (RAM). Bei unerklärlichen Programmabbrüchen und Einfrieren des PCs ist daher ein RAM-Check ratsam. Mit dem vorinstallierten Speicherdiagnose-Tool ist die Überprüfung kein großer Akt. Schließen Sie alle laufenden Programme. Geben Sie im Startmenü windows-speicherdiagnose ein, und starten Sie das gleichnamige Tool. Es öffnet sich ein kleines Dialogfenster, in dem Sie Jetzt neu starten und nach Problemen suchen (empfohlen) wählen. Ihr PC wird neu gestartet, und der RAM-Test beginnt automatisch. Mit der [F1]-Taste können Sie in den Modus Erweitert wechseln und den Testumfang erweitern. Auf dem Monitor sehen Sie, ob Fehler gefunden wurden. Das Prüfresultat trägt das Testprogramm auch in das Systemprotokoll ein, das Sie sich in Windows mit der App Ereignisanzeige ansehen können. Ist der Test abgeschlossen, startet Windows neu.

CHECK 5 Ist mit dem Dateisystem auf der Festplatte oder SSD alles okay?

Mit einen schnellen Check des Dateisystems stellen Sie sicher, dass in der Datei- und Ordnerstruktur auf Ihren Laufwerken keine Fehler vorliegen. Den Test starten Sie im Datei-Explorer: Klicken Sie in der linken Spalte auf Dieser PC und rechts mit der rechten Maustaste auf das Laufwerk, das Sie prüfen wollen. Gehen Sie im Kontextmenü auf Eigenschaften, und klicken Sie bei Tools auf Prüfen und, falls angezeigt, auf Laufwerk scannen. Findet das Prüf-Tool einen Fehler, versucht Windows automatisch, ihn zu reparieren. Für einen Zweit-Check installieren Sie das kostenlose Minitool Partition Wizard Free von der Heft-DVD. Klicken Sie in der Partitionsübersicht mit der rechten Maustaste auf das zu prüfende Laufwerk und im Kontextmenü auf Dateisystem überprüfen.

CHECK 6 Bremsen Fehler im Autostart den Bootvorgang?

Programme, die sich für einen automatischen Start gemeinsam mit Windows einrichten, verzögern das Hochfahren des Betriebssystems. Der Bremseffekt macht sich vor allem auf älteren Geräten mit Festplatte statt SSD bemerkbar. Wegen überflüssiger Autostarteinträge müssen Sie länger als nötig warten, bis Windows einsatzbereit ist. In der Einstellungen- App unter Apps / Autostart nehmen Sie einzelne Programme vom Start beim Hochfahren von Windows aus. Gehen Sie die Autostart-Übersicht der Reihe nach durch, und bringen Sie den Schalter bei allen überflüssigen Programmen in die Aus-Position. Möchten Sie die Autostart-Liste für einen besseren Überblick entschlacken, installieren Sie das Gratis- Tool Autoruns von der Heft-DVD. Es entfernt Autostarteinträge, die Sie bereits deaktiviert und als unkritisch eingestuft haben, per Rechtsklick und Delete endgültig. Außerdem zeigt das Tool auf der Registerkarte Scheduled Tasks Programme an, die Windows über die Aufgabenplanung ausführt. Entfernen Sie das Häkchen in der ersten Spalte, um einen Eintrag vorübergehend oder dauerhaft abzuschalten.

CHECKLISTE AKKU-CHECK FÜR NOTEBOOKS

Ob schnelles oder sparsames Laptop – die Wahl der Akkueinstellungen sollten Sie nicht blind Windows überlassen.

Akkueinstellungen prüfen: Über Klicks auf das Akkusymbol in der Taskleiste und in den Schnelleinstellungen öffnen Sie den Strom und Akku-Dialog. Wenn Windows hier ein blaues i-Symbol mit Tipps zur Anpassung der Energieeinstellungen anzeigt, setzen Sie diese um.

Modus vorgeben: Im bei den meisten Notebooks als Standard eingestellten Stromsparmodus Empfohlen regelt Windows 11, dass der Akku möglichst lange hält. Können Sie Einbußen bei der Laufzeit akzeptieren, wählen Sie Bessere Leistung. Zählt gerade nur das Tempo, stellen Sie Beste Leistung ein.

Maxi-Akkulaufzeit: Am längsten halten Laptop-Akkus durch, wenn der Stromsparmodus läuft. Von Haus aus aktiviert Windows ihn automatisch, sobald der Akkustand unter 20 Prozent fällt. Unter Stromsparmodus können Sie ihn sofort einschalten. Stellen Sie zudem einen hohen Prozentwert oder Immer ein, damit der Modus frühzeitig greift.

Stromfresser-Check: Welche Ihrer Programme besonders viel Energie verbrauchen, zeigt Windows 11 unter Akkunutzung pro App an.

Profile-Check: Alt-Konten finden und löschen

In vergessenen Online-Konten schlummert ein Sicherheitsrisiko. Bei fast jedem sammeln sich im Laufe der Zeit ungenutzte oder vergessene Accounts in Programmen und bei Online-Plattformen an. Ob Webforen, Streaming-Dienste, Cloud-Speicher oder Online-Shops: Verwahrloste Konten sind ein unterschätztes Sicherheitsrisiko. Vor allem, wenn Sie sich aus Gewohnheit oder um nur mal schnell etwas auszuprobieren immermit demselben Standard-Passwort angemeldet haben. Dann sind Sie für Hacker leichte Beute. Einen Weg, alle alten Konten auf einmal loszuwerden gibt es nicht. Gehen Sie deshalb schrittweise vor, und beginnen Sie mit den Programmen, die Sie installiert haben. Sehen Sie nach, in welcher Software Sie überflüssigerweise in der Cloud angemeldet sind. Loggen Sie sich aus, und löschen Sie das Online- Konto, falls das angeboten wird. Geht das nicht, vergeben Sie wenigstens ein individuelles Passwort. Am besten deinstallieren Sie in einem Aufwasch auch gleich die zugehörigen Client-Programme, die Sie nicht länger benötigen. Durchforsten Sie im nächsten Schritt die im Browser gespeicherten Zugangsdaten, um vergessene Anmeldungen zu finden. Gehen Sie die abgelegten Benutzernamen und Passwörter der Reihe nach durch. Nutzen Sie Ihr Google- oder Facebook-Konto, um sich an Webseiten oder in Programmen anzumelden? Dann prüfen Sie in den Kontoeinstellungen bei Google oder Facebook, wo überall Sie den Zugang verwenden.

CHECK 7 Ist die Aufräumautomatik im Betriebssystem aktiviert?

Die Speicheroptimierung inWindows 11 und 10 findet und entfernt Datenunrat auf den Laufwerken. Die Aufräumautomatik greift jedoch nur, wenn Sie die Funktion in der Einstellungen-App aktivieren. Dazu muss unter System und Speicher der Schalter hinter Speicheroptimierung auf der Ein-Position stehen. Ist das bei Ihnen nicht der Fall, klicken Sie auf das Wort Speicheroptimierung. Setzen Sie im nächsten Fenster ein Häkchen vor Sorgen Sie dafür[…]. Aktivieren Sie den Schalter neben Automatische Bereinigung des Benutzerinhalts. Stellen Sie bei Speicheroptimierung ausführen die Option Jede Woche und bei Dateien aus dem Papierkorb löschen, die älter sind als den Mittelwert 14 Tage ein. Die temporären Internetdateien Ihres Browsers löscht die Speicheroptimierung zwar nicht; Sie können den Browser aber anweisen, die im Cache gespeicherten Surfdaten über Bord zu werfen. Das geht in Edge, Chrome und Firefox händisch über die Tastenkombination [Strg]+[Umsch]+[Entf]. Wählen Sie als Zeitraum Alles oder Gesamte Zeit aus. Bequemer ist es, den Datenmüll über die Browser-Einstellungen am Ende einer Sitzung automatisch entsorgen zu lassen. Der kostenlose HDCleaner von der Heft-DVD hilft, über den Browser hinaus unnötige Dateien zu entfernen.

CHECK 8 Im Speicherplatz-Check Kapazitätsengpässe aufspüren

Je länger Sie mit Windows arbeiten, desto schwerer fällt es, den Überblick über die Dateien und Ordner zu behalten. Die meisten Anwender fangen mit dem Aufräumen erst an, wenn die verfügbare Speicher- kapazität knapp wird. Sinnvoller ist ein regelmäßiger Datencheck, bei dem Sie unnötigen Krempel löschen. Windows hilft Ihnen, die dicksten Dateibrocken auf Ihren Laufwerken aufzuspüren, allerdings nicht im Explorer. Die Speicherplatzbelegung öffnen Sie in der Einstellungen-App unter System / Speicher per Klick auf den Link Weitere Kategorien anzeigen. Klicks auf die einzelnen Rubriken fördern weitere Informationen zutage – richtig schlau wird man daraus aber nicht. Die Freeware Meinplatz von der Heft-DVD zeigt den auf Ihren Laufwerken belegten Speicherplatz als sortierbare Tabelle an. Die Tools WizTree und Dissy visualisieren den Speicherplatzverbrauch. Sie erfahren dadurch, welche Ordner besonders speicherhungrig sind, wo in der Hierarchie sich die entsprechenden Ordner verbergen und durch welche Dateigruppen ein Speicherengpass drohen könnte.

CHECK 9 Mit dem Duplikate-Check doppelte Daten und Backups finden

Doppelt vorhandene Dateien machen die Festplatte unübersichtlich. Wenn Sie Dateien bearbeiten, die Sie mehrfach abgelegt haben, erzeugen Sie im Handumdrehen unterschiedliche Versionsstände. Damit steigt das Risiko, eine falsche Version zu verwenden, weiterzugeben oder gar zu löschen. Führen Sie den Check durch, und suchen Sie nach Dateiduplikaten, die Sie anschließend deduplizieren. Klingt kompliziert, meint aber einfach, dass Sie das Dublettenproblem lösen, indem Sie doppelte Dateien löschen. Sie benötigen ein Tool, das doppelte Daten identifiziert und verschiebt oder entfernt. DupeGuru, AllDup und Czkawka von der Heft-DVD finden Duplikate anhand von gleichen oder ähnlichen Dateinamen, Größen und Prüfsummen. Die Tools unterscheiden sich in Arbeitsweise, Bedienung und gefundenen Dopplern. Für einen gründlichen Check kann es sinnvoll sein, die Helfer nacheinander einzusetzen.

SSD-Check: Läuft das SSD-Laufwerk optimal?

SSDs arbeiten optimal, wenn Windows nicht unnötig oft Daten schreibt und das Laufwerk nicht gänzlich gefüllt ist.

1 Freien Speicherplatz schaffen: Ein SSD-Laufwerk wird umso langsamer, je voller die Speicherzellen beschrieben sind. Ist die SSD nur zu zwei Dritteln gefüllt, ist das Lese- und Schreibtempo höher als bei kompletter Belegung. Löschen Sie Datenmüll, und verschieben Sie Dateien zur Archivierung auf eine Festplatte.

2 Hersteller-Toolinstalliert?UmdenZustand Ihrer SSD zu checken, brauchen Sie das Wartungs-Tool des jeweiligen SSD-Herstellers in der neuesten Version. Sie laden es kostenlos von der Hersteller- Website. Stecken zwei SSDs unterschiedlicher Marken im PC, benötigen Sie auch zwei separate Tools.

3 Firmware checken: Sehen Sie im SSD- Tool nach, ob eine neuere Firmware für Ihr Laufwerk bereitsteht. Mit der Aktualisierung der Firmware bringen Sie die SSD auf den aktuellen Stand.

4 SSD-Fitness kontrollieren: Sehen Sie sich im Tool den Gesundheitszustand der SSD an. Wichtig sind die Laufwerktemperatur und das Fehlervorkommen. Das Tool warnt Sie auch, wenn Windows nicht optimal eingestellt ist.

5 Speicherreservierung prüfen: Bei modernen SSDs können Sie im Tool häufig Over-Provisioning aktivieren. Die Funktion reserviert einen Teil des Datenspeichers für Verwaltungsaufgaben. So sollen sich der Datendurchsatz erhöhen und die Lebensdauer verbessern. Nötig ist Over-Provisioning allerdings nicht.

CHECK 10 Systemprozesse prüfen und Softwarebasis verschlanken

Programme, die Sie länger als ein Jahr lang nicht verwendet haben, sollten Sie zugunsten eines schlanken Systems entfernen. Hartnäckige Programme löschen Sie mit dem kostenlosen BCUninstaller von der Heft- DVD. Im Task-Manager finden Sie heraus, welche Prozesse Windows ausführt und von welchen Programmen sie stammen. Das Profi-Tool Process Hacker von der Heft-DVD liefert zusätzliche Angaben.