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WINTER-WELSE ohne Winter-Pause


AngelWoche - epaper ⋅ Ausgabe 30/2020 vom 22.01.2020

Wenn der Winter keine Anstalten macht, seinem Ruf gerecht zu werden, bleiben Welse aktiv. Unser Autor Frank Focke hat das an seinem Heimatfluss, der Elbe, festgestellt.


Artikelbild für den Artikel "WINTER-WELSE ohne Winter-Pause" aus der Ausgabe 30/2020 von AngelWoche. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: AngelWoche, Ausgabe 30/2020

Frank Focke im Ringkampf mit einem mächtigen Wels. Wasser und Luft sind warm genug, dass die Uriane noch richtig Power haben


In den letzten Wochen wurden nicht nur von mir einige Waller in der Elbe gefangen: Fische zwischen 80 cm bis knapp an die 2-m-Marke. Ein Gastangler konnte sogar einen „Megawaller“ von 226 cm landen.

WELSE HOCH-AKTIV ...

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Dabei fiel auf, dass die Fische nicht nur direkt am Grund bissen, sondern sogar auf im Mittelwasser geführte Köder, und die manchmal bis ans Ufer verfolgten. Das zeigt, dass die Temperaturen in diesem Winter jedenfalls noch hoch genug sind. Wichtig sind nur die Stellen, die man befischt. Uhrzeit, Ködergröße und -farbe sind eher unwichtig.

ANGELN IN DER WELS- KANTINE

Strömungsarme Flussabschnitte sind jetzt die bevorzugten Einstände der Räuber. Die Wassertiefe ist offenbar zweitrangig. Es wurden Welse in sehr tiefen und in eher flachen Bereichen gefangen.

Eine Voraussetzung musste aber immer erfüllt sein: Beutefische in der Nähe! Bei uns sind das die großen Brassenschwärme, die sich jetzt in Ufernähe aufhalten. Gut erkennen kann man diese Standorte an sonnigen Tagen in der Frühe und abends, wenn sie an der Oberfläche buckeln und Nahrung suchen. Hier ist der Tisch gedeckt, hier ist die „Wels-Kantine“!

Drill in leichter Rückenlage: Ein großer Wels biegt die Rute krumm


Fotos: Frank Focke

GUMMIFISCH: HÜPFEN UND LEIERN

Nichts geht über den Gummifisch! Man kann ihn auf dem Grund ganz klassisch jiggen, ihn nach dem Absinken zum Grund anjiggen und in verschiedenen Wassertiefen einholen, oder ihn direkt nach dem Eintauchen durchs Mittelwasser leiern usw. Bisse haben alle Varianten gebracht, abhängig von der Tagesform der Waller - einfach ausprobieren! 12 cm bis 16 cm lange Gummifische als Köder sind ausreichend. Wichtig ist nur, dass sie ordentlich Druck unter Wasser machen und ein lebhaftes Spiel zeigen.

Franks Lieblingsgummis, 12 cm lang, reißfeste Gummimischung, großer Schaufelschwanz und sehr lebhafter Lauf


BISSE: MANCHMAL ZART, MANCHMAL HART

Bisse kommen manchmal eher zaghaft als ob man an einem Gummiband hängen bleibt und manchmal wie ein Blitzschlag. Deshalb ist es wichtig, immer Kontakt zum Köder zu halten und sofort anzuschlagen, wenn man etwas an der Rute spürt - sonst ist der Fisch wieder weg.

Franks „personal best“: 198 cm Winter-Wels auf 12-cm-Gummifisch!


Auch muss man um diese Jahreszeit nicht zwingend mit einem Knüppel auf die Uriane fischen. Eine Rute mit 100 g Wurfgewicht, ordentlich verarbeitet und mit straffer Aktion bis ins Handteil, die die Fluchten des Wallers abfedert, ist völlig ausreichend. Mit einer stabilen 4000-5000er Rolle mit 20er Geflecht und 50er Monovorfach ist man auf alle Fälle gut gerüstet, um einen Winterwaller landen zu können.

Man sollte aber die Fische trotzdem nicht unterschätzen, manchmal entpuppt sich ein vermeintlich kleiner Waller der im Drill kaum gegengehalten hat, am Ufer plötzlich als echter Gegner. Deshalb sollte man immer bis zum Schluss im Drill hochkonzentriert bleiben und die Rollenbremse in der Endphase des Drills etwas öffnen. Denn nichts ist schlimmer als den „personal best“ kurz vorm Landen doch noch durch Schnurbruch zu verlieren.