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Winterausflügemit Aussicht


Land & Berge - epaper ⋅ Ausgabe 1/2020 vom 11.12.2019

Der erste Schnee ist da, und zwischen Eifel und Südtirol werden weiße Wanderrouten gespurt. Kommen Sie mit auf die schönsten Höhenwege und Panoramaterrassen, zu Gipfelkreuzen und Ausblickspunkten, wo der Blick über die Märchenlandschaft schweifen kann


Artikelbild für den Artikel "Winterausflügemit Aussicht" aus der Ausgabe 1/2020 von Land & Berge. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Land & Berge, Ausgabe 1/2020

Eine echte Genießerwanderung: die Winterrunde um das Neunerköpfle im Tannheimer Tal (Tirol)


Was wäre eine Winterwanderung ohne gemütliches Aufwärmen – sei es aus der mitgebrachten Thermosflasche oder in der urigen Hütte


Jede Menge Aussichten: der Premium-Winterwanderweg auf der oberbayerischen Hemmersuppenalm


1.Chiemgau/Oberbayern

Landschaft skino auf der ...

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... Hemmersuppenalm

Reit im Winkl (696 m) gilt ja sowieso als Schneeloch.

Wenn es in anderen Alpentälern noch grün ist, zieht hier oft schon der Winter ein. Und oberhalb des Ortes in rund 1200 Metern auf der

Hemmersuppenalm leuchtet dann die weiße Märchenlandschaft

. Der ideale Ort also, um hier einen

Premium-Winterwanderweg einzurichten.

Startpunkt der Sechs-Kilometer-Runde oben auf der Alm ist der Alpengasthof Hindenburghütte, den man zu Fuß in zwei Stunden ab Reit im Winkl erreicht. Oder (besser!) mit dem kleinen Shuttle- Bus des Hüttenwirts (siehe Info). Und dann, bevor einen die leckeren Essensdüft e aus der Hütte zu sehr ablenken, läuft man einfach los. Der von der Pistenraupe gewalzte Weg windet sich über die schneebedeckte Hochfläche, ein Blick zurück geht hinunter Richtung Chiemsee, links und rechts sieht man weiß beschneite Berge. Echtes Landschaft skino. Als Stummfilm. Es ist still hier oben, Langläufer sind auf einer Loipe unterwegs. Auch die Häuser der Oberen Hemmersuppenalm sind im Winter verlassen. Nur aus dem Schornstein der Hindenburghütte steigt zum Glück (!) Rauch auf. So kann man die Wanderung mit einem zünft igen Essen beschließen und dabei überlegen, ob man auf den Bus wartet – oder auf einem Leihrodel die vier Kilometer ins Tal fährt.

INFO Länge: 6,1 km, Gehzeit: rund 2 Std. ab/ bis Hindenburghütte (www.hindenburghuette.de ). Bus-Shuttle von Reit im Winkl (Tourist-Info) zur Hindenburghütte von Dezember bis April, tgl. ab 9 Uhr laufend, letzte Talfahrt 16.30 Uhr. Kosten pro Fahrt: 7 Euro. Infos unter Tel.: 01 71/5 43 79 23; Auskünfte zur Region:www.oberbayern.de, www.chiemsee-chiemgau.info

2.Schwarzwald

Durch den Schnee zur Genießerhütte

Nicht ohne Grund nennt sich unser Ziel Panorama-Hütte, denn auf deren Sonnenterrasse hat man einen einzigartigen Blick ins Murgtal. Und kann sich außerdem nach der Winterwanderung stärken

Die Hütten an den Wanderwegen von Baiersbronn sind im Nordschwarzwald Legende. Viele von ihnen werden nämlich von ambitionierten Gastronomen aus der Gemeinde betrieben, unter anderem von den beiden berühmten Sternerestaurants „Traube Tonbach” und „Bareiss”.

Auch die Panorama-Hütte oberhalb vom Ortsteil Schwarzenberg gehört zu einem Gasthof, dem „Löwen” unten im Ort. In der Hütte gibt es natürlich nur eine kleinere Karte (und eine kleinere Küche), aber hier wird mit der gleichen Leidenschaft gekocht wie im Haupthaus, was man besonders gut nach einer Wanderung genießen kann. Auch im Winter. Denn zum Glück hat die Panorama-Hütte 365 Tage im Jahr geöff net – und zum Glück gibt es einen schönen Winterwanderweg, der direkt an der Hütte vorbeiführt. Von der S-Bahn-Haltestelle Schönmünzach geht es über die Schienen, dann flußabwärts bis zur Tummelhalde. An der Gabelung den rechten Weg (gelbe Raute) nach Grub einschlagen und mit schönem Blick übers Murgtal bis zur Hütte wandern. Wo es sich bei Windstille gut eingemummelt auch auf der Terrasse aushalten lässt – bei frischem Blechkuchen oder hausgemachten Fleischküchle mit schwäbischem Kartoff elsalat. Nach der Einkehr geht es bergab zum S-Bahnhof Schwarzenberg und von hier mit der Bahn (oder zu Fuß am Fluss entlang) zurück nach Schönmünzach.

INFO Länge der Runde: 6,9 km, reine Gehzeit: ca. 2,5 Std. (je nach Schneelage). Einkehrtipp: Panorama- Hütte (www.panoramahuetteschwarzenberg.de ), geöff net tgl. 11–18 Uhr, Tel.: 0 74 47/93 20. Auskünfte zu den Winterwanderwegen in Baiersbronn:www.baiersbronn.de, Tel.: 0 74 42/8 41 40

Mancher Ausblick wird im Sitzen noch schöner: bei einem Imbiss auf der Terrasse der Panorama- Hütte in Schwarzenberg


Fotos: Chiemgau Tourismus e. V. (2), Baiersbronn Touristik/Ulrike Klumpp (2)

Der Blick geht vom Winterwanderweg über das weiß beschneite Murgtal im nördlichen Schwarzwald


Wie ein Laufsteg führt der Rundweg von der Bergstation des Chäserrugg mitten hinein ins Panoramaglück


Fotos: Toggenburg Bergbahnen AG, picture alliance/Oliver Berg, Nationalpark Hohe Tauern/Seebacher

3.Toggenburg/Schweiz

Wer zählt die Gipfel, nennt die Namen?

Ein Alpenpanorama zum Niederknien: Von einem Rundweg auf dem Chäserrugg in der Schweizer Region sieht man 500 Berge in sechs Ländern

Eigentlich ist der Rundweg von der Bergstation Chäserrugg über den Rosenboden in der Region Toggenburg (Kanton St. Gallen) in einer knappen Stunde zu schaff en. Aber ehrlich: Warum diese Eile? Warum unterwegs nicht stehen bleiben und die Aussicht genießen – egal, wie lange das am Ende dauert?

Gedacht, getan. Während die Kinder während der ständigen Gehpausen jauchzend im tiefen Schnee umherstapfen, der sich links und rechts des geräumten Weges anhäuft , interessieren wir uns, nicht weniger jauchzend, für all die Berge ringsum. 500 Gipfel in sechs verschiedenen Ländern soll man an Sonnentagen mit klarer Luft von hier oben eindeutig erkennen können. Also mal schauen: Markante Schweizer Bergmassive in unserem 360-Grad-Panorama sind natürlich der nahe Säntis und der fast so nahe Tödi. Richtung Osten geht der Blick über das Rheintal hinweg zu den Bergen Liechtensteins und weiter in Richtung Österreich und Bayerische Alpen. Im Süden meint jemand im Dunst den Ortler und damit Italien zu erkennen. Doch für Frankreich und den Montblanc reicht die Sicht heute nicht aus. Wir müssen also wiederkommen auf den Chäserrugg, um unsere Sammlung zu vervollständigen an Ländern und Gipfeln – und an genussvollen Pausen.

INFO Länge der Rundwanderung: 3 km ab Bergstation. Die Seilbahn auf den Chäserrugg (2262 m) startet in Unterwasser (910 m). Dieser Ort im St. Gallener Toggenburg ist erreichbar per Pkw oder per Bus (Postauto) vom Bahnhof Nesslau. Weitere Auskünfte:www.chäserrugg.ch

4. Hohe Tauern: neue Aussichten bei Vollmond genießen

Im Silberlicht des vollen Mondes durch die Hohen Tauern wandern – das ist, als bewege man sich durch eine mystische Märchenlandschaft. Dieses ganz besondere Gefühl kann man bei einer zweistündigen Abendtour rund um Matrei in Osttirol erleben. Der Ranger erzählt unterwegs von den Geheimnissen der winterlichen Landschaft, lässt einem auch genug Zeit, die nächtliche Stille zu genießen. Termine: 10. 1., 7. 2. und 6. 3. 2020. Kosten: 17 Euro pro Person (Kinder 11 Euro) inklusive Schneeschuhe. Infos und (obligatorische) Anmeldung: Nationalparkhaus, A-9971 Matrei i. O., Tel.: 00 43/48 75/51 61 10,www.hohetauern.at

5.Eifel

Ein herrliches Schauspiel aus Licht und Schatten

Der Traumpfad „Wacholderweg” in der Eifel ist auch im Winter begehbar – und garniert die frostigen Momente unterwegs mit immer neuen Ausblicken auf bewaldete Bergkuppen und urwüchsige Heidelandschaft

Auch in der Eifel scheint im Winter nicht jeden Tag die Sonne vom blauen Himmel. Doch das tut dem Panoramaerlebnis keinen Abbruch. Im Gegenteil: Wenn Sonnenstrahlen sich durch Wolkenlücken schummeln, wenn Nebelschwaden dramatisch von rechts nach links wehen, wird aus einer normalen Aussicht ein herrliches Spiel aus Licht und Schatten, aus Bewegung und Ruhe.

In der Osteifel bietet sich für eine solche Performance der Traumpfad „Wacholderweg” an. Von Langscheid geht es am Naturschutzgebiet Wabelsberg ins Reich der Wacholderheiden. Unterwegs bieten sich grandiose Panoramablicke ins Nettetal und in die vom Vulkanismus geprägte Landschaft , deren kulinarische Aspekte man am Ende in der Wacholderhütte (s. unten) genießen kann.

INFO Länge: 8,6 km, Dauer: rd. 3 Std.; Auskünfte:www.eifel.info (Wacholderweg). Start und Ziel: Wabelsberger Wacholderhütte, 56729 Langscheid (www.wabelsberger-wacholderhuette.de, im Winter: Mo. und Di. Ruhetag)

Mit weiten Ausblicken geht es auf Schneeschuhen durch die weiße Pracht


Das Ziel versteckt sich in einem kleinen, idyllischen Seitental des Südtiroler Ultentals, dem Schmiedhofertal. Hier liegt die Steinrastalm (1723 m), die im Sommer Ausgangspunkt ist für viele Wanderungen. Und die sich jetzt im Winter in ein romantisches Schneeschuhwanderparadies verwandelt.

Schneeschuhe können direkt vor Ort geliehen werden. Die zahlreich markierten Rundwanderwege bieten wirklich viel Erlebnis und viel Panorama. Die meisten Besucher kommen allerdings nicht nur wegen der Schneeschuhwanderungen hierher – doch davon später mehr.

Erst mal geht es aber hinaus, auf Schneeschuhen durch die tief verschneite Landschaft . Je nach Tagesform zum Beispiel in einer nur gut einstündigen Tour hinauf zur Kuppelwieser Alm. Oder aber in knapp drei Stunden aussichtsreich hinüber zum Weiler St. Moritz und zurück. Dort steht übrigens das gleichnamige Höhenkirchlein, wahrscheinlich das älteste des ganzen Ultentals und wahrlich einen Besuch wert.

Dasselbe lässt sich dann auch über die Küche der „Steinrast” sagen. Denn Mutter Brunhild und Tochter Elisa bieten hier wirklich fantastische regionale Hüttenküche an – der Ruf ist legendär. Und zieht nicht nur Schneeschuhwanderer an. Aber die haben sich nach ihrer Tour den Genuss natürlich doppelt verdient …

INFO Bergrestaurant Steinrast, St. Walburg, I-39016 Ulten, Tel.: 00 39/3 28/9 03 98 85, Mail: elisa.kuppelwieser@rolmail.net; Weitere Auskünfte:www.ultental.com; Anfahrt: Durch das Ultental bis kurz vor Kuppelwies, dann rechts auf asphaltierter Bergstraße Richtung Schwemmalm. Wirtin Elisa begleitet manchmal auch Interessierte auf Schneeschuhwanderungen.

6.Südtirol

Warum die „Steinrast” im Ultental so viele Winterwanderer anzieht

Man nehme: ein romantisches Südtiroler Seitental, viele Möglichkeiten für Schneeschuhwanderungen mit Aussicht und zwei Frauen, die voll Leidenschaft kochen. Schon hat man das Rezept für einen perfekten Wintertag

Das Dream-Team von der „Steinrast” weiß, wie man hungrige Wanderer verwöhnt …


Weit geht der Blick vom Traufgang „Schneewalzer” hinunter auf die tiefer liegenden Stadtteile von Albstadt


Fotos: Albstadt Tourismus (2), IDM Südtirol/Frieder Blickle (2)

7. Schwäbische Alb: Ein Weg, den es nur bei Schneefall gibt

Wer die winterlichen Aussichten auf dem Premiumweg „Schneewalzer” genießen will, der muss auf Niederschläge hoff en. Denn nur bei genug weißer Pracht wird die Runde gewalzt und für Wanderer ausgeschildert

Wir hatten Glück im letzten Winter. Droben auf der Schwäbischen Alb hatte es während der Woche heft ig geschneit – deshalb konnten wir, als es Richtung Wochenende ging, voller Vorfreude im Internet auf www.albweiss.de die aktuelle Schneelage checken. Und tatsächlich: Rund um den Heersberg (964 m) bei Albstadt waren die erforderlichen 20 Zentimeter erreicht, sodass der „Schneewalzer” in der stillen Winterlandschaft entstehen konnte.

Startpunkt des Rundwegs ist der Parkplatz Heersberg im kleinsten Albstadter Teilort Burgfelden.

Und obwohl es auf der Tour nur 100 Höhenmeter zu überwinden gilt, gibt es immer wieder fantastische Aussichten. Allein schon der Blick über die weite weiße Hochfläche des Heersbergs tut der Seele gut. Der Wind braust uns frostig an den Ohren vorbei, die Wangen röten sich – und ringsherum leuchtet die unberührte Schneelandschaft . Weiß, überall weiß.

Tief unter uns liegt das Tal der Eyach, wir genießen die Aussicht auf Albstadt-Laufen, über die Traufkante der Schwäbischen Alb und auch Richtung Südosten ins Alpenvorland. Bevor wir wieder das malerische Dörfchen Burgfelden erreichen – und uns Kaff ee und Kuchen wieder aufwärmen.

INFO Gesamtlänge des Winterrundwegs „Schneewalzer”: 5,2 km, Dauer: rund 2,5 Std.; Einkehrtipps in Albstadt-Burgfelden: „Berg-Café” (www.bergcafe-burgfelden.de ), „Landhaus Post” (www.landhaus-post.de ). Weitere Auskünfte zu den Traufgängen (so heißen in Albstadt die Premiumwanderwege): Albstadt Tourismus, Marktstr. 35, 72458 Albstadt, Tel.: 0 74 31/1 60 12 04,www.albstadt-tourismus.de

8. Sauerland: Ein Berg mit drei neuen Gipfeln

Einen von drei neuen Gipfeln des Clemensbergs im Rothaargebirge ziert das alte Gipfelkreuz


Er ist einer der wenigen waldlosen Berge des Rothaargebirges in Nordrhein-Westfalen, deshalb eignet sich der Clemensberg besonders gut für eine Aussichtswanderung. Auch wenn sein eigentlicher Gipfel längst verschwunden ist – dafür hat er aber zwei neue gekriegt. Und das ging so:

Genau 839,2 Meter war der Clemensberg einmal hoch. Doch weil am Gipfel Diabas abgebaut wird, ein beliebtes Material im Straßenbau und für Grabsteine, liegt die höchste natürliche Stelle nur noch auf rund 837 Metern. Allerdings gibt es im Gipfelbereich eine Abraumhalde, die bis über 840 Meter reicht. Und das Gipfelkreuz steht auf einer weiteren Abraumkippe auf rund 835 Metern.

Von der Hochheide-Hütte in Niedersfeld (s. Info) führt ein Winterwanderweg als Rundtour durch die idyllische Hochheide. Ein Abstecher auf den Clemensberg bietet fantastische Ausblicke auf Rothaargebirge, Heidelandschaft – und Steinbruch.

INFO Länge: 2,9 km, Gehzeit: ca. 1 Std.; Start/Ziel: Hochheide-Hütte, Niedersfelder Hochheide, Winterberg- Niedersfeld, Tel.: 0 29 85/ 3 25 03 83 (Mi. Ruhetag); Anfahrt: per Pkw oder S-Bahn bis Niedersfeld.www.sauerland-hoehenflug.de

Fotos: TVB Tannheimer Tal/Achim Meurer (2), Osttirol Information, Sauerland Tourismus

9. Osttirol: unterwegs im Winterwanderdorf

Wer im Urlaub gern jeden Tag eine andere Winterwanderung machen will, der ist womöglich in Kartitsch (Osttirol) richtig. Das erste „Winterwanderdorf” Österreichs bietet nämlich gleich neun verschiedene Panoramatouren im Schnee an – für Familien, Genießer und sportlich Ambitionierte. Alle Wege bieten schöne Ausblicke, winterfeste Rastplätze und Gelegenheiten zur Einkehr. Infos:www.osttirol.com (Winter/Winterwandern)

10. Tannheimer Tal/Tirol: Panoramaausflug für stille Genießer

Nur eine gute Stunde dauert die Winterwanderung rund um den Gipfel des Neunerköpfles im Tannheimer Tal. Aber auch in 60 Minuten kann man viel Schönes erleben …

Der Schnee knirscht unter den Füßen, die Bäume rechts und links des Weges strahlen in winterlichem Weiß. Am Abend zuvor hat es frisch geschneit – und jetzt lacht die Sonne hier im Tannheimer Tal auf eine märchenhaft e Winterlandschaft herab.

So ein Wetter, solch einen Sonnenschein muss man natürlich ausnutzen. Also ging es am Morgen in das gut 1000 Meter hoch gelegene Tal im westlichsten, schon tirolerischen Teil der Allgäuer Alpen. Und dann mit der Gondelbahn von Tannheim hinauf zum Neunerköpfle (1862 m). Wenige Meter unter dem Gipfel liegt die Bergstation, und hier beginnt ein gut zwei Kilometer langer Rundweg um den Berg. Auf einer Piste flitzen Skiläufer vorbei, dann wird es ruhiger. Am Himmel kreisen Bergdohlen, der Blick schweift still über weiß gekleidete Berge hinweg und hinunter ins Tal. Was für eine Pracht! Bald schon, eigentlich viel zu bald ist der Wendepunkt erreicht. Nun steigt der Weg an Richtung Gipfel, Richtung hölzernes Gipfelkreuz – und zu dem berühmten überdimensionalen Gipfelbuch dort oben.

Dieser wunderbare Tag ist es wirklich wert, dass man ihn darin vermerkt, sich mit ein paar wohlüberlegten Worten für das Geschenk bedankt. Auch wenn kein Wort das auszudrücken vermag, was einem solch ein Naturerlebnis geben kann.

INFOwww.tannheimer-bergbahnen.at Anfahrt: Mit dem Auto über die B 199 bis Ausfahrt Tannheim, Neunerköpfle-Bergbahn. Mit dem Zug bis Sonthofen oder Reutte, dann per Bus nach Tannheim. Weitere Auskünfte: www.tannheimertal.com

Am Ende des Rundwegs wartet „das größte Gipfelbuch der Welt” auf einen Eintrag