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Wir machen uns Luft!


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LandApotheke - epaper ⋅ Ausgabe 1/2023 vom 21.12.2022
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Bildquelle: LandApotheke, Ausgabe 1/2023

Inhalieren befeuchtet die Schleimhäute und verflüssigt Sekrete: So lassen sie sich leichter abhusten und ausschnäuzen

Ein und aus. Zehn bis 15 Mal pro Minute atmen Erwachsene im Ruhezustand; das sind rund 23 000 Atemzüge täglich. Dieser Vorgang gewährleistet den lebensnotwendigen Gasaustausch: Wir nehmen Sauerstoff auf und geben Kohlendioxid an die Luft ab. Doch unsere Atemwege tun noch mehr: Sie befeuchten und reinigen das eingesogene Gasgemisch. Unerwünschte Eindringlinge, egal ob Staubpartikel oder Keime, befördern die Flimmerhärchen auf unserer Schleimhaut zurück Richtung „Ausgang“. Indem wir ausatmen, etwa mit einem herzhaften Nieser oder einem kurzen Husten, setzen wir solche Fremdkörper rasch wieder vor die Tür, während die Lungenbläschen am Ende der Bronchiolen den Sauerstoff ans Blut und somit in jede Region unseres Körpers weiterleiten. Ein faszinierendes System, das jedoch in der Infektsaison auf ein wenig Hilfe angewiesen ist.

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... Erkältung; Kinder erwischen Schnupfen, Husten und Halsweh noch viel öfter. Besonders in der kalten, dunklen Jahreszeit treiben Erreger von Atemwegserkrankungen ihr Unwesen, doch zum Glück ist dagegen weit mehr als ein Kraut gewachsen. Mit den richtigen Heilpflanzen und bewährten Hausmitteln helfen wir einerseits Bronchien und Co. bei ihrer Arbeit und können unsere Atemwege andererseits im Kampf gegen Keime unterstützen. Tees, Säfte und Inhalationen, aber auch äußerliche Anwendungen wie Bäder, Wickel und Einreibungen bringen unser Immunsystem in Stellung. Das ist auch bereits bei einem vermeintlich harmlosen Schnupfen sinnvoll, denn die Erkrankung kann sich sonst von den oberen auf die unteren Atemwege verlagern. Fachleute sprechen hier vom sogenannten Etagenwechsel. Um dies zu vermeiden, gilt neben den auf den nächsten Seiten folgenden Heilmitteln auch viel Ruhe als unerlässlich: So sparen wir die erforderliche Energie, die unser Organismus zur Regeneration benötigt. Insbesondere der nächtliche Schlummer trägt nachweislich zu unserer Gesundung bei; allerdings ist das bei einer dauerhaft verstopften Nase und ständigem Husten oftmals leichter gesagt als getan …

BERUHIGUNG FÜR BRONCHIEN

Um den erholsamen Schlummer bei einer Erkältung zu erleichtern, empfiehlt sich das Schlafen mit erhöhtem Oberkörper: Das verringert den unangenehmen Druck in den Nebenhöhlen und kann auch den Hustenreiz reduzieren. Tipp: Vor dem Zubettgehen eine Tasse entkoffeinierten Schwarztee trinken. Denn der Sud enthält die Substanz Theobromin, der unsere Bronchien erweitert. So machen wir uns auch im Schlaf besser Luft.

Stephanie Drönner

ES IST ZEIT FÜR EINEN ARZTBESUCH, WENN …

Ein grippaler Infekt ist lästig, aber meist kein Grund zur Sorge. In manchen Fällen sollten Sie jedoch medizinische Hilfe suchen, etwa dann, wenn Sie unter Vorerkrankungen wie Asthma leiden. Auch bei Immunschwäche und im fortgeschrittenen Alter empfiehlt sich eine ärztliche Untersuchung. Ebenso, wenn das Fieber plötzlich in die Höhe schnellt oder sich ein intensives Krankheitsgefühl einstellt; dann handelt es sich womöglich um die Echte Grippe Influenza.

Sanfte Säfte und Sirups

Spitzwegerich-Sirup

reizlindernd, schleimhautbesänftigend und entzündungshemmend

ZUTATEN:

2 Handvoll Spitzwegerichblätter, 250 g Zucker, -Saft von 1 kleinen Zitrone, 2 Schraubgläser (je 350 ml)

ZUBEREITUNG:

1 Spitzwegerich sammeln, waschen, trocken tupfen. Blätter in 1 cm große Stücke schneiden, abwechselnd schichtweise mit dem Zucker ins desinfizierte Glas füllen, mit einem Löffel festdrücken. Mit Zucker enden und die Blätter komplett bedecken. Glas verschließen, 6 Wochen kühl und dunkel ruhen lassen.

2 Nach der Ziehzeit das Glas im Wasserbad erwärmen, Zitronensaft und 25 ml abgekochtes, noch warmes Wasser zufügen, 2 Stunden ziehen lassen.

3 Ins zweite Glas abseihen; der Sirup ist nun fertig und kann verschlossen werden.

ANWENDUNG: Bereits bei den ersten Anzeichen von Husten mehrmals täglich 1 Teelöffel einnehmen. Im Kühlschrank aufbewahren und zur Anwendung stets einen frischen Löffel verwenden.

Großmamas Rettich-Zauber

wirkt antibakteriell, etwa bei Entzündungen der unteren Atemwege

ZUTATEN: 1 Schwarzer Rettich, brauner Kandiszucker,

Zucker, Rohrohrzucker oder mehrere Esslöffel Honig,Stricknadel,

Schraubglas (ca. 500 ml, je nach Rettichgröße)

ZUBEREITUNG:

1 Rettichdeckel abschneiden. Das Gemüse in der Mitte mit einem Teelöffel großzügig aushöhlen. Rettichfleisch klein schneiden, beiseite stellen. Mit einer Stricknadel mehrere Löcher in den Rettichboden stechen. Hierdurch tropft später der Sirup in ein Glas.

2 Den Hohlraum zur Hälfte mit Zucker oder Honig füllen. Die Zuckerwahl hat keinen Einfluss auf den Effekt des Hustensafts. Rettichfleisch auf den Zucker geben, beides vermischen. Deckel aufsetzen und den Rettich auf ein Glas stellen.

3 Den nach einigen Stunden fertig eingetropften Sirup in ein sauberes Schraubglas umfüllen. Der Sirup ist sofort nutzbar und hält im Kühlschrank mehrere Tage.

ANWENDUNG: 

3 Mal täglich 2 Teelöffel einnehmen, wenn ein Husten quält. Der Saft kann auch bei Keuchhusten helfen und löst hartnäckigen (Schnupfen-)Schleim.

Wohltuende Wickel

Kartoffelwickel

regt die Durchblutung an, hilft den Schleim zu verflüssigen

ZUTATEN: 5 weich gekochte Kartoffeln

ZUBEREITUNG:

1 Die noch warmen Kartoffeln mit Schale zerstampfen, in das Innentuch einschlagen.

ANWENDUNG:

Mindestens 30 Minuten auf die Brust legen; sollte die Wärme unangenehm werden, den Wickel aber sofort entfernen.

Zwiebelwickel

antibakteriell, fungizid und entzündungshemmend

ZUTATEN: 2 Zwiebeln

ZUBEREITUNG:

1 Die Zwiebeln hacken und auf das Innentuch legen.

2 Zusammenfalten und anwärmen, indem Sie es auf den umgedrehten Deckel einer Pfanne mit kochendem Wasser legen.

ANWENDUNG:

Das Zwiebelpaket auf die Brust legen, restlichen Wickel wie gewohnt durchführen. Mindestens 30 Minuten einwirken lassen; spätestens nach 2 Stunden abnehmen.

Wickel mit ätherischen Ölen

Für einen Ölwickel jeweils 3–5 Tropfen ätherisches Öl, wie z. B. Lavendel, Eukalyptus oder Thymian, in 50 ml Pflanzenöl, etwa Oliven- oder Mandelöl geben, aufs Innentuch gießen, mit dem restlichem Wickel wie gewohnt verfahren.

RICHTIG GEWICKELT

Ein Wickel besteht aus drei Stofflagen. Die erste wird direkt auf der Haut platziert und im Falle eines feuchten Wickels in Wasser oder einen zubereiteten Sud getaucht. Auswringen, faltenfrei und fest um die entsprechende Körperpartie, z. B. die Brust, winden. Hierüber wird ein schützendes, trockenes Zwischentuch gelegt und als letzte Lage ein wärmendes Außentuch. Bitte nur Tücher aus Naturmaterialien verwenden; ideal fürs Innentuch ist Leinen, das Mitteltuch sollte aus Baumwolle sein und das Außentuch aus Wolle.

Heiß oder kalt:

Kalte Brustwickel kurbeln die Durchblutung an und helfen so dem Organismus, festsitzendes Bronchialsekret besser abhusten zu können. Zudem hat ein kalter Brustwickel entzündungshemmende, schmerzlindernde und fiebersenkende Effekte. Ein heißer Brustwickel empfiehlt sich bei krampfartigem Husten, da er die Bronchialmuskulatur lockert. Zudem wirkt er auswurffördernd und schleimlösend, sollte aber nur bei Fieberfreiheit angewendet werden.

Aromatische Inhalationen

Anti-Schleim-Dampfbad

keimtötend, verflüssigend und immunstärkend

ZUTATEN: je 1–2 Tropfen Latschenkiefernöl, Eukalyptusöl und Zitronenöl

ZUBEREITUNG:

1 Im Topf 2 Liter Wasser zum Kochen bringen und von der Kochplatte nehmen.

2 Ätherische Öle zufügen.

ANWENDUNG:

Topf mit rutschfester und hitzebeständiger Unterlage z. B. auf den Küchentisch stellen, mit einem Handtuch über dem Kopf ca. 5 Minuten die wohltuenden Dämpfe inhalieren, danach ruhen.

Kräuter-Kick

beruhigt gereizte, verkrampfte Atemwege, lockert festsitzendes Sekret

ZUTATEN: 20 g Kamillenblüten, 10 g Thymiankraut, Schraubglas

ZUBEREITUNG:

1 Kräuter in ein Schraubglas füllen, mischen.

2 1 gehäuften EL in einer hitzefesten Schüssel mit 1/2 l kochendem Wasser überbrühen.

3 Kurz abkühlen lassen.

ANWENDUNG: Schüssel mit rutschfester und hitzebeständiger Unterlage z. B. auf den Küchentisch stellen, mit einem Handtuch über dem Kopf ca. 10 Minuten abwechselnd durch Mund und Nase einatmen.

Selbst gemachter Inhalierstift

befreit die Nase bei Schnupfen, besänftigt die gereizte Nasenschleimhaut

ZUTATEN: schmales Schraubfläschchen (ca. 10 ml, Braunglas oder kleines Schnapsfläschchen), Baumwollstück oder Cellulose-Watte, Fichtennadelöl, Eukalyptusöl, Lavendelöl ZUBEREITUNG:

1 Watte oder Stoff (gerollt) ins Fläschchen schieben, evtl. mit Stricknadeln nachhelfen. Flasche füllen, aber den Inhalt nicht pressen.

2 Je 10 Tropfen Fichtennadel- und Eukalyptusöl hineintropfen, dann 3 Tropfen Lavendelöl.

3 Fläschchen verschließen.

ANWENDUNG:

Bei den ersten Anzeichen eines grippalen Infekts das Fläschchen öffnen, recht dicht unter die Nase halten und 2–3 Atemzüge inhalieren. Den Stift dunkel und kühl lagern; nimmt das Aroma ab, etwas Öl hinzufügen.

KRÄUTER ODER ÖL?

Bei einem Aufguss haben wir die Wahl zwischen getrockneten Pflanzteilen oder ätherischen Ölen. Die beiden Zusätze unterscheiden sich unter anderem in der Intensität ihrer Effekte: Ätherische Öle enthalten konzentrierte pflanzliche Extrakte, was ihre Wirksamkeit erhöht. Allerdings führen Öle auch häufiger zu Reizungen der Augen, Haut oder Atemwege. Säuglinge, kleine Kinder, Allergiker und reizsensible Menschen sollten daher nicht oder nur nach ärztlicher Absprache mit ätherischen Ölen inhalieren. Wer sich für die Öl-Inhalation entscheidet, geht möglichst vorsichtig vor: Beginnen Sie zunächst mit 1–2 Tropfen und steigern Sie die Dauer des Dampfbads nur sukzessive.

Lindernde Einreibung

Balsam-Basis

hilft je nach Ölauswahl bei verschiedensten Atemwegsbeschwerden

ZUTATEN:

90 ml naturreines und kalt gepresstes Pflanzenöl als Basisfett (z. B. Mandel-, Oliven-, Jojoba- oder Johanniskrautöl), 10 g naturreines und ungebleichtes Bienenwachs, 30 Tropfen ätherische Öle (siehe Kasten „Gute Ölung“), Schraubglas

ZUBEREITUNG:

1 Bienenwachs und Basisöl in einer hitzefesten Schüssel im Wasserbad bei niedriger Temperatur schmelzen.

2 Hat sich das Bienenwachs verflüssigt, die Schüssel vom Herd nehmen, abkühlen lassen und die ätherischen Öle zufügen.

3 Alles gut verrühren und ins Schraubglas füllen.

4 Bei geöffnetem Deckel ganz kalt werden lassen.

ANWENDUNG:

Die fertige Salbe bei Husten und anderen Erkältungssymptomen bis zu 3 Mal täglich auf Brust und oberen Rücken auftragen.

GUTE ÖLUNG

Wenn Sie ätherische Öle für einen Balsam verwenden möchten, sollten Sie hochwertige bevorzugen. Ein guter Hinweis darauf ist die Bezeichnung „naturrein“. Naturreine Öle wurden aus nur einer Mutterpflanze gewonnen und enthalten keinerlei Zusatzstoffe. Noch besser: naturreine Öle aus Bio-Anbau.

Eukalyptusöl wirkt krampflösend, antiseptisch und regenerierend.

Lavendelöl beruhigt, wirkt schlaffördernd und erleichtert das Durchatmen.

Thymianöl hat auswurffördernde, pilzhemmende und antientzündliche Effekte.

Latschenkiefernöl hemmt das Bakterienwachstum, stärkt die Abwehr, wirkt schleimlösend. (Achtung, hautreizend!)

Pfefferminzöl wird zur Fiebersenkung eingesetzt, hat antimikrobielle Wirkung, bremst Entzündungen. (Achtung, nicht für Kinder unter 3 Jahren!)

Myrtenöl wirkt befreiend auf die unteren Atemwege, fördert das Abhusten.

Fichtennadelöl kann trockenen Reizhusten lindern,„öffnet“ dichte Nebenhöhlen.

Weihrauchöl hat entzündungshemmende und schmerzlindernde Effekte.

Wirkungsvolle Tees

Prima-Primel-Tee

auswurffördernd, verdünnt zähflüssiges Sekret, hilft beim Abhusten

ZUTATEN:

für Erwachsene ¼ TL geschnittene Wiesenprimelwurzel (Tagesdosis max. 1,5 g); für Kinder 1 TL getrockenete Wiesenprimelblüten

ZUBEREITUNG ERWACHSENE:

1 Zerkleinerte Primelwurzel im Topf mit 150 ml kaltem Wasser übergießen.

2 Langsam auf dem Herd zum Sieden bringen.

3 5 Minuten ziehen lassen, dann abseihen.

ZUBEREITUNG KINDER:

1 150 ml Wasser erhitzen, nicht kochen.

2 Blüten damit aufgießen.

3 5 Minuten ziehen lassen, dann abseihen.

ANWENDUNG: Bis zu 3 Tassen Primeltee können täglich getrunken werden. Da der Wurzelsud den Magen reizen kann, sollten Erwachsene bei schon gereiztem Verdauungstrakt auf die Kinder- Variante ausweichen; sie schmeckt milder und ist reizärmer in ihrer Wirkung.

Echinacea-Tee

entzündungshemmend, antioxidativ, stärkt das Immunsystem

ZUTATEN:

pro Tasse 1 EL getrocknete, zerkleinerte Blüten und Blätter

ZUBEREITUNG:

1 Wasser zum Kochen bringen.

2 Kurz abkühlen lassen, bei 90 Grad die Teedrogen damit aufgießen.

3 10 Minuten abgedeckt ziehen lassen, abseihen.

ANWENDUNG:

Der Tee kann nicht nur bei einem bestehenden Infekt eine Entzündung der Bronchien und Nebenhöhlen lindern, sondern auch prophylaktisch eingesetzt werden. Dazu den Tee mehrmals täglich warm und möglichst zwischen den Mahlzeiten trinken.

Lindenblüten-Aufguss

hustenreizstillend, schleimlösend, schweißtreibend und schmerzlindernd

ZUTATEN: 1 TL getrocknete oder 2 TL frische Lindenblüten

ZUBEREITUNG:

1 250 ml Wasser zum Kochen bringen.

2 Lindenblüten damit aufgießen.

3 10 Minuten ziehen lassen, abseihen. 

ANWENDUNG: Bei Atemwegserkrankungen 2–4 Tassen täglich trinken, so heiß wie möglich.

Heilsame Bäder

Kräuterbad entspannt die Seele ebenso wie die Atemwege, kurbelt die Durchblutung an und hat schleimlösende sowie entzündungshemmende Effekte

ZUTATEN: je 1 Beutel Pfefferminz- und Kamillentee, 1 Stück Ingwer (fingerdick; in Scheiben), 1 TL Anis

ZUBEREITUNG:

1 Im Topf 1 l Wasser aufkochen, Teebeutel, Ingwerscheiben und Anis zugeben.

2 10 Minuten ziehen lassen.

3 Sud durch ein Sieb seihen und ins warme Vollbad (ca. 38 Grad) geben.

ANWENDUNG:

In etwa 20 Minuten baden, anschließend noch eine halbe Stunde warm eingepackt ruhen.

Senfmehl-Fußbad

sorgt für einen Temperaturanstieg, wirkt kreislaufanregend, erwärmend und schleimlösend

ZUTATEN: 2 EL Senfmehl

ZUBEREITUNG:

1 2,5 l Wasser auf ca. 40 Grad erhitzen.

2 Das heiße Wasser in eine hitzebeständige große Schüssel füllen.

3 Senfmehl zufügen, gründlich verrühren.

ANWENDUNG: Die Beine 10 Minuten lang bis zur Wadenmitte ins Wasser stellen. Rötet sich Ihre Haut oder brennt, das Fußbad abbrechen. Anschließend Füße und Beine mit klarem Wasser abwaschen, abtrocknen und warme (Woll-)Strümpfe anziehen.

MEERSALZ-MISCHUNG

Für ein Erkältungsbad 500 g Meersalz mit einigen Tropfen ätherisches Öl mischen (siehe Kasten„Gute Ölung“) und in ein Schraubglas geben. Für ein Vollbad ca. 100 g der Mischung zum Wasser geben, 20 Minuten baden.

Fichtentraumbad

antibakteriell, keimtötend und durchblutungsfördernd

ZUTATEN: 3 Handvoll zerkleinerte Zweige und Zapfen

ZUBEREITUNG:

1 Fichtenzapfen und -zweige mit 2 l Wasser aufkochen.

2 10 Minuten kochen lassen.

3 Anschließend noch mindestens 15 Minuten ziehen lassen, abseihen.

4 Gefilterten Sud ins warme Wasser (ca. 36 Grad) geben.

ANWENDUNG:

Die ideale Badezeit beträgt 15–20 Minuten, danach mindestens eine Stunde ruhen. Tipp: Muss es mal schnell gehen, alternativ 5 Tropfen ätherisches Fichtennadelöl mit 1/2 l Sahne mischen und als Badezusatz verwenden.