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Wir vermissen dich!


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Geliebte Katze - epaper ⋅ Ausgabe 9/2022 vom 09.08.2022

TIERSCHUTZ

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Bildquelle: Geliebte Katze, Ausgabe 9/2022

Es ist der absolute Albtraum jedes Katzenhalters. Das geliebte Haustier kommt einfach nicht nach Hause. Warten und Hoffen, Hoffen und Warten. Doch das Tier kehrt nicht zurück. Höchste Zeit, etwas zu unternehmen. Wir geben Tipps, was Sie in diesem Fall tun können, und sagen Ihnen, warum Sie die Hoffnung niemals aufgeben sollten. Schon bevor der absolut schreckliche Fall eintritt, dass Ihr Tier verloren geht, können Sie dafür etwas tun, damit Sie Ihre Mieze eventuell leichter wieder finden können.

Das Allerwichtigste ist es, Ihre Katze chippen zu lassen. Mithilfe einer Spritze kann der Tierarzt einen Mikrochip unter die Haut injizieren. Der ist nicht größer als ein Reiskorn – und Ihr Liebling erleidet dabei lediglich einen kurzen Stich, wie bei einer Impfung. Fest versprochen. Was bringt das? Ganz einfach: Jeder Chip trägt eine Registrierungsnummer. Mithilfe eines Lesegeräts wird diese ...

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... sichtbar, und Ihr Tier kann genau identifiziert werden. Besonders wichtig ist es, dass Sie Ihre Katze(n) dann auch im Haustierregister eintragen lassen – zum Beispiel bei Tasso. So kann auch wirklich nachverfolgt werden, wem die Mieze gehört.

Entweder, wenn sie gefunden wird. Oder auch, wenn jemand Ihnen Ihren Liebling streitig machen möchte oder ihn Ihnen gar stiehlt. Dann können Sie genau nachweisen, dass es auch wirklich Ihre Katze ist.

Freigänger oder Stubentiger – bitte chippen lassen

Und wenn die Katze verloren geht, dann kann man Sie als Besitzer leichter ausfindig machen, weil ja Ihr Name der Registrierungsnummer auf dem Chip zuzuordnen ist. Übrigens wird in der Regel auch empfohlen, Hauskatzen chippen zu lassen. Selbst, wenn der Halter noch so aufpasst – es ist immer möglich, dass auch eine reine Wohnungskatze verschwindet. Sie kann ein Schlupfloch durch den sonst so gesicherten Balkon finden und kommt dann „draußen“ viel weniger gut zurecht als ein Freigänger, findet also vielleicht nicht mehr nach Hause. Oder sie entwischt dem Katzensitter während Ihres Urlaubs durch die geöffnete Tür.

Für Freigänger ist das Chippen ohnehin oberstes Gebot. Aber vielleicht haben Sie auch einen kleinen Streuner, der gerne tagelang durch die Gegend streift und es ganz „vergisst“, mal wieder daheim vorbeizuschauen. Auch das beunruhigt seine Menschen, ganz klar. In diesem Fall gibt es GPS-Halsbänder, die anzeigen, wo Ihr Schatz gerade herumstreift. Diese „Tracker“ geben Ihnen eine präzise Ortung Ihres Herumtreibers und sagen in der Regel alle paar Sekunden genau, wo er sich gerade aufhält. Es bleibt Ihnen überlassen, ob Sie ihn weiter seine Abenteuer treiben lassen und ganz einfach beruhigt sind, dass Sie wissen, dass er in der Nähe ist. Oder ob Sie die Katze holen gehen, weil Sie der Meinung sind, dass nun „Schluss mit lustig“ ist.

Trotz guter Vorsorge kann es aber dennoch passieren: Die Katze verschwindet und kommt auf alles Rufen, auf alles Locken, auf alles sonst so magische Rascheln mit der Leckerlitüte nicht mehr zurück. Dann sollten Sie keine Zeit verschwenden und die ersten Maßnahmen einleiten. Erst einmal natürlich sollten Sie selber suchen.

Informieren Sie Ihr Umfeld über den Verlust

Haben Sie Ihr Tier irgendwo eingesperrt? Befindet es sich in der Nähe? Gleichzeitig sollten Sie die Nachbarn einbinden. Viele Augen sehen mehr als zwei. Und so mancher nette Mensch von nebenan hat vielleicht ganz unwissend seine Garage geschlossen, seinen Schuppen zuge-sperrt oder war im Keller – und hält ohne sein Wissen Ihr Tier in Gefangenschaft. Sprechen Sie möglichst viele Leute an und bitten Sie sie, bei sich zu Hause nachzusehen. Dass die Mieze eingesperrt ist und gar nicht heim kann, auch, wenn sie das will, ist die naheliegendste Lösung. Zudem können viele Informierte auch viel besser Ausschau halten.

Die wichtigsten Haustierregister

Der Chip allein bringt nichts. Die Katze muss über den Chip registriert werden. Das können Sie zum Beispiel hier tun:

• FINDEFIX: Registrieren Sie Ihren Liebling kostenlos bei FINDEFIX, dem Haustierregister des Deutschen Tierschutzbundes. Eine Anleitung, wie es geht, finden Sie unter findefix.com

• TASSO: Mittlerweile sind 10 Millionen Tiere bei TASSO registriert und mehr als 7 Millionen Tierhalter vertrauen diesem Register. Dieses Jahr feiert TASSO seinen 40. Geburtstag. Wie Sie Ihr Tier hier registrieren können, finden Sie unter tasso.net

Gleichzeitig sollten Sie das Haustierregister informieren, bei dem Ihr Vierbeiner registriert ist. Dort gibt es umfangreiche Hilfestellung – Tipps und Hinweise, was Sie tun können, Suchmeldungen und sogar professionelle Plakate, die Sie zum Beispiel in Ihrem Viertel oder beim Tierarzt aufhängen können. Hier wird man Ihnen helfen. Und Plakate sind überaus sinnvoll, um möglichst viele Menschen zu animieren, Ihnen Hinweise zu geben, wenn sie etwas sehen oder wissen.

Nutzen Sie Medien mit großer Reichweite

Neben Plakaten gibt es viele weitere Möglichkeiten, Ihr Umfeld dazu zu bewegen, die Augen offenzuhalten. Eine super Möglichkeit sind Anzeigen in der lokalen Tageszeitung.

Hier gibt es meist eine extra Rubrik „entlaufen/entflogen“. Sie können Ihren Wunschtext gegen einen fixen Anzeigenpreis platzieren, am besten auch mit Foto. Beschreiben Sie dabei Ihr Tier möglichst genau und weisen Sie auch darauf hin, sollte die Katze scheu sein und nicht leicht eingefangen werden können. Das ist ganz wichtig. Geben Sie eine Telefonnummer an, unter der Sie immer erreichbar sind, denn manchmal muss einem Hinweis schnell nachgegangen werden. Vielleicht versprechen Sie auch einen kleinen Finderlohn.

Der Vorteil an einer Tageszeitung und einem Anzeigenblatt ist die Reich-weite Ihrer Stadt, Ihrer Gemeinde oder darüber hinaus. Will heißen: Gut möglich, dass Ihre Mieze sich gerade nicht lediglich in der nächsten Straße befindet, sondern dass sie etwas weiter weggelaufen ist. Oder dass sie sogar neugierig zu jemand ins Auto gehüpft ist, ohne dass der es gemerkt hat. Es gibt die unmöglichsten Geschichten, und es lohnt sich, jeden Weg zu verfolgen, damit Ihr Liebling wieder schnell zu Ihnen kommt.

Eine super Möglichkeit, Ihren Vierbeiner zu suchen und für ihn Auf-merksamkeit zu erreichen, sind auch die sozialen Medien. Kostenlos erzielen Sie hier in der Regel eine sehr hohe Reichweite. Sie können zum Beispiel einen Facebook-Post erstellen. Auch hier sind genaue Beschreibungen, auch zum Charakter des Tieres, wichtig – und natürlich Fotos. Wichtig ist, dass Sie den Beitrag so posten, dass er von anderen geteilt werden kann. Super ist, wenn ihn Tierschutzvereine teilen oder spezielle Facebook-Gruppen. Je mehr Reichweite, desto höher auch die Wahrscheinlichkeit, dass man Ihr Tier findet.

So unglaublich traurig es sein mag – manchmal endet eine Suche auch in einer Schreckensnachricht.

Das Tier wurde überfahren. Dann bleibt nur noch, den armen Schatz heimzuholen. Doch es gibt so viele Geschichten, die von erfolgreichen Heimkehrern berichten, von Tieren, die gefunden werden – auch nach vielen Jahren. Sie dürfen daher nie die Hoffnung aufgeben und sollten daher die Suche auch sehr lange aufrechterhalten. Oft kommt ein Tier erst nach Wochen wieder heim oder wird gesichtet, manchmal nach Monaten, seltener nach Jahren. Was es bis dahin erlebt hat, bleibt oft das Geheimnis der Katze. Die Geschichte ihres Verschwindens kann sie nicht erzählen. Aber Ihre gemeinsame Geschichte fortsetzen und wieder bei Ihnen sein.

❤ Happy-End-Geschichten

7 Jahre später

❤ Chebon: Robert wollte damals von Kalifornien nach Ohio ziehen. Kurz vor dem Umzug verschwand seine Katze Chebon. Der Amerikaner war unendlich traurig und wandte sich über die sozialen Medien an die Welt. Er postete Fotos und eine Beschreibung von Chebon. Sieben Jahre später kam der mittlerweile 19 Jahre alte Kater durch eine aufmerksame Leserin der Plattform zu Robert zurück.

Nach 536 Tagen wieder zu Hause

❤ Cat: Manchmal kann man es einfach nicht fassen. Katze Cat war eines Tages nicht mehr heimgekommen. Ihre Besitzerin Mindy war krank vor Sorge. Nach langer Zeit der Hoffnung und der Suche gab die Katzenbesitzerin schließlich auf. Nach 536 Tagen kam ein Anruf des Haustierregisters, bei dem Cat registriert war. Sie hatten die Katze durch ihren Cip gefunden.

13 Jahre lang vermisst

❤ Lucy: Ein Jahr lang suchte Janet nach ihrer Katze Lucy. Sie war spurlos verschwunden. Sie drehte jeden Stein um, nichts. Die Hoffnung kam zum Erliegen. Schweren Herzens gab sie die Suche auf. Aber dann, 13 Jahre später, erhielt sie den Anruf eines Tierarztes, der 40 Meilen entfernt praktizierte. Durch den registrierten Chip hatte er Lucy zuordnen können und die kam heim.

1 Jahr lang hoffen

❤ Syd: Es könnte nicht besser sein. Ein Jahr lang war Kater Syd verschwunden. Alles Suchen half nichts. Dann kam der erlösende Anruf eines Tierheims. Sie hatten den gechippten Kater zuordnen können. Syd geht es in seinem Zuhause wieder wunderbar.

20 Tage Bangen

❤ Nacho: Plötzlich war der Stubentiger entwischt. Für die Suche hängten die Besitzer Plakate mit seinem Foto in der Umgebung auf. Nach 20 Tagen meldete sich ein Nachbar, der Nacho gesehen und eingefangen hatte.