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„Wir wohnen anders“


myself - epaper ⋅ Ausgabe 1/2019 vom 12.12.2018

Wenn einer Stil kann, dann wohl Interior-Designer. Drei haben uns nach Hause eingeladen


Artikelbild für den Artikel "„Wir wohnen anders“" aus der Ausgabe 1/2019 von myself. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Der Himmel über Mailand stand Pate beim Farbkonzept. Accessoires und Kunst (von Alberto Biasi) in Campari- Rot sind die Ergänzung.


Die Farb-Expertin

Caterina Magliulo lebt und arbeitet in Mailand. Ihr Trick: die Farben aus der Natur nach drinnen holen.

Wie Wolken schweben die Cocoon-Lampen, ein Glücksfund, über dem Esstisch.


FOTOS: ALESSANDRA IANNIELLO/LIVING INSIDE

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Ich wähle bei Projekten meistens zuerst die Möbel und Objekte aus. Je unterschiedlicher, desto besser. Wenn sie was Besonderes sind, harmonieren sie wie von selbst.
Bei kleinen Räumen ist es wichtig, dass der Weg von der Tür zum Fenster frei bleibt. Spiegel, glänzende Oberflächen aus Messing sorgen ebenfalls für Großzügigkeit.


In hochwertige Kissen statt in ein teures Bett investieren


Auch eine farbliche Verbindung von draußen und drinnen lässt den Raum größer wirken. Bäume vor dem Fenster korrespondieren mit Grüntönen.
Die Farben meiner Wohnung habe ich geklaut. Das Blau ist dem Himmel über Mailand nachempfunden, das Grün den Bäumen vor dem Fenster. Nebeneffekt: Alle Möbel und Objekte wirken vor diesem Hintergrund viel plastischer.
Möbel grundsätzlich einige Zentimeter von der Wand abrücken, um Großzügigkeit zu suggerieren. Und: bei Sofas oder Tischen auf sanfte Rundungen statt massive Formen setzen.
Man muss nicht für alles viel Geld ausgeben. Ein günstiges Bett wird durch viele hochwertige Leinenkissen aufgewertet. Eine antike Schale oder ein extravaganter Teppich kann einen preiswerten Tisch toll aussehen lassen.

Im En-suite-Bad geben Art-déco- Zementfliesen, die in Sizilien bei einer Palazzo- Renovierung gefunden wurden, den Ton an. Harmoniert übrigens hervorragend mit der grünen Wandfarbe („Lichen“ von Farrow & Ball) im Schlafzimmer und dem Bild von Fotografin Anna Di Prospero.

170 Quadratmeter in Kopenhagen sind das Zuhause von Kristina Dam. Um den neuen Anbau mit dem alten Haus zu verbinden, hat sie überall Dielen aus Douglaskiefer verlegt. Die Fensterbank mit Lederkissen dient als Stauraum und Ausguck.

Die Puristin

Die Dänin Kristina Dam entwirft nicht nur Möbel und Accessoires, sie richtet auch Häuser, Hotels und Shops in ganz Europa ein – immer sehr minimalistisch.

FOTOS: BIRGITTA WOLFGANG/SISTERS AGENCY; STYLING: PERNILLE VEST

Wiederholungen, besonders von Materialien, sorgen für einen harmonischen Gesamteindruck. Ein durchgehender Bodenbelag in allen Räumen schafft zusätzlich einen Flow.
Weiß muss nicht kalt aussehen. In Verbindung mit hochwertigen Naturmaterialien wie Holz, Marmor, Leder wirkt es beruhigend und elegant. Alle weiteren Farben, zum Beispiel bei Möbelstoffen und Teppichen, sollten nicht zu kontrastreich sein. Besser gedeckte Töne wählen.

Von oben: Die Farbe Weiß der Ikea-Küche mit Corian-Arbeitsplatte verbindet Ess- und Kochbereich. Architektin und Grafikdesignerin Kristina Dam hat seit sieben Jahren ihr Studio in Kopenhagen. Esstisch, Spiegel und der Stuhl im Hintergrund sind Eigenentwürfe. Rechts: Der Sessel CH25 ist ein Designklassiker von Hans J. Wegner und Kristina Dams Lieblingsmöbel.

Geometrische Formen brauchen immer einen Ausgleich. Hat man einen runden Tisch, platziert man ihn zum Beispiel am besten vor einem eckigen Fenster. Das gilt auch im Bad: Hier sorgt ein runder Spiegel über einem rechteckigen Waschtisch für Balance.
Kunst oder Sammlungen lieber nur an einer Wand zeigen, die anderen drei im Raum frei lassen. Braucht man, damit die Kunst wirken kann.
Der Fernseher sollte nie im Zentrum stehen. Lieber bei Bedarf einen Sessel davorstellen. Oder zusammen mit vielen Bildern an der Wand optisch „verschwinden“ lassen.
Sofas mögen’s gesellig: einen oder zwei Sessel gegenüber platzieren und verschiedene Beistelltische dazu.

Die Opulente

Abigail Ahern ist Englands Star- Einrichterin. Vorhang auf für Theatralik.

Dunkle Wandfarben machen Räume gleichzeitig gemütlich und glamourös. Sie wirken wie eine Bühne für Möbel und Accessoires.
Um eine Verbindung zwischen den verschiedenen Räumen zu schaffen, lieber in einer Farbfamilie bleiben, statt alles unterschiedlich zu streichen.
Um kleine Räume größer wirken zu lassen, Wände und Decken in einer Farbe streichen. So verschwimmen die Grenzen optisch. Und große Spiegel aufhängen!
Möbel müssen nicht teuer sein, es sind oft Accessoires, die den Look ausmachen. Ich würde lieber für Teppiche, Kunst oder Lampen Geld ausgeben als für Stauraum.
Pflanzen mit ihren unterschiedlichen Blattformen sind natürliche Skulpturen. Sukkulenten und Bananenbäume (alle unecht) sind meine Favoriten.

Abigail Ahern wohnt seit 16 Jahren in ihrem Townhouse im Osten Londons. Eine afrikanische Trommel und ein Baumstumpf dienen als Beistelltische im Wohnzimmer. Im Schlafzimmer sorgt ein perlenbehängter Kronleuchter für Kontrast zur Wand mit Holzpaneelen. Der unechte Kaktus verströmt im Schlafzimmer einen Hauch Wilder Westen.


FOTOS: BIRGITTA WOLFGANG/SISTERS AGENCY