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Wissen: Rente oder Wohlstand?


Sachwert Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 3/2019 vom 06.06.2019

Wer sich auf die staatliche Rente verlässt, wird niemals finanziell frei


Wer heute unter 50 ist, erlebt etwas wenig Befriedigendes: Er hat jahrzehntelang während seines ganzen Arbeitslebens andere mit seinen Beiträgen unterstützt; und wenn er selbst alt ist, ist kaum noch Geld für ihn vorhanden. Wir dürfen nicht auf Mitleid hoffen. Denn die nachfolgenden Generationen werden unter Umständen sagen: »Selbst schuld! Schließlich habt ihr euch entschieden, weniger Kinder zu bekommen.«

Artikelbild für den Artikel "Wissen: Rente oder Wohlstand?" aus der Ausgabe 3/2019 von Sachwert Magazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Sachwert Magazin, Ausgabe 3/2019

Bodo Schäfer, bekannt als Money-Coach, ist Unternehmer, Speaker und Autor. Seine Themen ...

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... sind Wohlstand, Geld und Positionierung.


Altersarmut
Tatsächlich können Sie von der staatlichen Rente maximal ein kleines Zubrot erwarten. Eine Minirente unter 600 Euro ist äußerst wenig. Sie bedeutet ein Leben unterhalb der Armutsgrenze. Darum sind sich heute Experten weitgehend einig: Ungefähr die Hälfte aller zukünftigen Rentner wird wahrscheinlich ab 2025 in Altersarmut leben. Mit Altersarmut ist gemeint: Diese Menschen erhalten lediglich eine Rente in Höhe des Sozialhilfesatzes oder sogar weniger. Der Rentenexperte Professor Bernd Raffelhüschen sagt: »Wir kommen in 30 Jahren maximal auf ein Brutto-Rentenniveau von 38 bis 40 Prozent. « Dabei ist die Inflation aber noch nicht berücksichtigt. Nach heutiger Kaufkraft werden die meisten Rentner mit einer staatlichen Rente von unter 600 Euro auskommen müssen. Klingt das für Sie total überzogen und unglaubwürdig? Das kann ich gut verstehen. Aber schauen Sie sich an, wie viel Sie bekommen würden, wenn Sie HEUTE in Rente gehen würden. Angenommen, Sie sind heute 66 Jahre alt geworden und haben 44 Jahre gearbeitet. Sagen wir, Sie haben zuletzt 2.500 Euro verdient. Dann sind für Sie ca. 35 Rentenpunkte zusammengekommen. Für jeden Punkt gibt es 29 Euro – das ergibt eine Rente von 1.015 Euro. Davon werden noch Kranken- und Pflegeversicherung abgezogen. Ihnen bleiben also heute 900 Euro netto. Wenn Sie jetzt davon Ihre Miete gezahlt haben – dann bleibt nicht viel übrig für ein gutes Leben. Das gilt HEUTE. In 15 bis 20 Jahren werden diese 900 Euro weiter geschrumpft sein. Einmal durch die weiteren Rentenkürzungen und zweitens durch die Inflation. Und zwar in unserem Beispiel auf ca. 600 Euro.

Auszug aus „Rente oder Wohlstand“ von Bodo Schäfer


Schon heute leben viele Rentner in Altersarmut. Frauen, die viel Zeit ihres Lebens damit verbracht haben „nur Hausfrau“ zu sein, sind besonders davon betroffen. Das Problem wird sich in den kommenden Jahren dank des demografischen Wandels noch verschärfen.


Fazit: Die Rente, die wir kennen, wird es nicht mehr geben
Jeder muss wissen: Niemand, Sie nicht und ich nicht, hat Kapital in der Rentenversicherung angespart. Unser Geld wurde ausgegeben. Es ist weg. Sie haben nur einen Anspruch auf Rente. Sie haben aber keinen Anspruch auf eine bestimmte Rentenhöhe. Die Politik kann diesbezüglich nahezu nach Belieben Gesetze erfinden und ändern. Darum kann niemand mehr behaupten, unsere Renten seien sicher. Nun, es gab einmal einen kleinen Mann, der erzählte allen Menschen im ganzen Land genau das: Eure Rente ist sicher. Heute wissen wir, das war schlichtweg unwahr. Norbert Blüm erzählte Unwahrheiten, die man gerne hört, die aber trotzdem unwahr sind. Halten wir fest: Die Rentenkassen sind heute schon leer. Ohne Zuschüsse von fast einem Drittel könnten die Renten heute schon nicht mehr bezahlt werden. Und der demografische Faktor kommt erst noch … Der Generationenvertrag wird nicht bestehen können. Zukünftig muss jeder eigenverantwortlich für einen Großteil seiner Rente selbst sorgen. Wie konnte es dazu kommen? Die Antwort finden wir in der demografischen Entwicklung, der Entwicklung unserer Bevölkerung.


Bilder: Bodo Schäfer Akademie, Imago Images/Udo Gottschalk