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Wissen: So clever jagt unsere: Polizei Verbrecher


Funk Uhr - epaper ⋅ Ausgabe 4/2019 vom 18.01.2019

+++ Sie fahndet mit Künstlicher Intelligenz, rekonstruiert Tatorte in 3D – und schaut sogar in die Zukunft +++


Artikelbild für den Artikel "Wissen: So clever jagt unsere: Polizei Verbrecher" aus der Ausgabe 4/2019 von Funk Uhr. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Funk Uhr, Ausgabe 4/2019

1Spuren
Das CT-Bild zeigt Verletzungen innen und außen am Körper, bevor die Obduktion wichtige Spuren vernichtet

3D-Tatort
Als wäre man im realen Raum: Mit einer speziellen Brille kann sich der Experte virtuell umschauen


2Virtuell
Mit Kameras werden Scans für ein 3D-Modell erstellt: Experten können sich frei durch die Tatort-Wohnung bewegen

Es sieht futuristisch aus, wenn die Ermittler der US-Krimi-Serie „CSI” mit Hightech-Methoden Kriminalfälle lösen. Doch nicht nur im TV, auch in der ...

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... Realität gehen Polizisten mit modernsten Methoden auf Verbrecherjagd. Das verhindert Einbrüche, bevor sie geschehen, sichert Tatorte mit 3D-Technik – und sogar menschliche Geheimwaffen kommen zum Einsatz. Spannend, wie das die Ermittlungsarbeit revolutioniert.

Perfekte 3D-Bilder

Der Tatort bleibt erhalten, kein Detail wird vergessen
Eine Leiche, überall Blut und Chaos in der Wohnung: Einst standen Ermittlern in solchen Fällen nur Kameras, Messwerkzeuge und ihr Verstand zur Verfügung. Sie sahen und dokumentierten, was im Moment wichtig schien. Heute rücken Spurensicherer mit Panoramakameras an, arbeiten mit 3DScannern und erstellen Farbbilder im 360-Grad-Panorama. Dieses Hightech-Equipment sichert einen Tatort so exakt wie nie zuvor – und hilft, Tätern millimetergenau und maßstabsgetreu auf die Spur zu kommen. Was nach Science-Fiction klingt, erleichtert vor allem Mordermittlungen.

Die dauern oft mehrere Monate – aber dank der virtuellen Tatortbilder bleiben selbst kleinste Details jederzeit überprüfbar. Ja, durch Chemikalien und Spezial-Kameras werden geringste Blutspuren überhaupt erst sichtbar. Und durch eine Virtual-Reality-Brille betrachtet erscheint der Tatort so plastisch, als stünde man selbst mitten im Ort des Verbrechens. Davon konnte Sherlock Holmes nur träumen. Denn in dieser virtuellen Realität können die Beamten in aller Ruhe auf Spurensuche gehen – auch mehrere gleichzeitig. Durch die überall abrufbaren Daten arbeiten die Kommissare außerdem flexibel wie nie zuvor: Verlangt es die Ermittlungsarbeit, sind die Erkenntnisse von jedem Laptop oder Smartphone abrufbar. So sind die Angaben von Zeugen oder eines Angeklagten sofort und bis ins Detail überprüfbar. Was die virtuelle Welt allerdings noch nicht speichern kann, sind Gerüche. Doch selbst sie werden wohl bald konservierbar sein. Technik hilft sogar, Verbrechensopfer per 3D-Scanner zu begutachten: Man druckt etwa ein exaktes Abbild vom Kopf zu Ermittlungszwecken aus, wie die Polizei jetzt auch auf Facebook erklärt ().


23 %
Um so viel ging die Zahl der Einbrüche im Vergleich zum Vorjahr zurück


Gesichter erkennen

„Super-Recognizer” helfen, Verdächtige zu finden
Noch ist zwar nicht alles ist technisch lösbar – das menschliche Gehirn ist der Technik überlegen. Aber: Künstliche Intelligenz wird zum Beispiel auch bei der Gesichtserkennung eingesetzt, kann so bei der Fahndung helfen. Bei der Polizei arbeiten zusätzlich „Super-Recognizer” (Super-Gesichtserkenner). Das sind Menschen, die sich Gesichter extrem gut merken können, selbst kleinste Merkmale. Unter Tausenden Beamten hat die Münchner Polizei nach langen Tests 30 Mitarbeiter ausgewählt. Sie können Gesuchte auf Videos sekundenschnell herausfiltern, „Gefährder” in Menschenmengen finden oder Personen anhand eines Passbilds identifizieren. Die wissenschaftlich geprüfte Methode kommt aus England, Dr. Josh Davis von der Universität Greenwich unterstützt die Polizei bei der Ausbildung. „Beim Erkennen von Gesichtern ist der Mensch dem Computer haushoch überlegen”, sagt er. „Vermutlich ist eine genetische Veranlagung dafür verantwortlich.” Da sind Super-Recognizer also wichtige Helfer bei Ermittlungen.

War es Mord?
Mit einem Streifenlichtscanner werden Verletzungen dokumentiert, bevor die Leiche obduziert wird (Szene fürs ZDF nachgestellt)


5 %
weniger Straftaten im Vergleich zum Vorjahr – ein großer Erfolg für die Polizei

55 %
der Straftaten werden laut Statistik aufgeklärt. Höchster Stand seit 2005


seltene Begabung
Der englische Wissenschaftler Dr. Josh Davis ist Experte für Gesichtserkennung


Neu: „Virtopsy”

Hier kommt die Wahrheit spätestens ans Licht
Auf dem Küchenboden liegt eine Leiche. War es Mord oder doch ein Unfall? Da sind Experten gefragt. Das LKA München zeigte kürzlich im ZDF, wie ein Streifenlichtscanner noch am Tatort Verletzungsspuren sichtbar macht (Mediathek-Tipp s. u.). So lassen sich selbst kleinste Spuren sichern und ein Kapitalverbrechen nachweisen. Und auch bei der Leichenschau kommt intelligente Technik zum Einsatz: Virtopsy – die „virtuelle Autopsie” in der Röhre. Mit Computer-oder Magnetresonanz-Tomografie (CT und MRT) können Leichen ohne Skalpell untersucht werden. Schweizer Behörden arbeiten bereits damit. Ihr Ziel: Jede Verletzung, jede Auffälligkeit wird registriert und kann in einem späteren Prozess noch genau nachvollzogen werden. Und die Befunde sind anschließend in ihrer Dreidimensionalität nicht zerstört – für eine echte Leiche gilt das nicht. Da es sich um unblutige Bilder handelt, können diese außerdem besser vor Gericht verwendet werden. Man sieht: Auch diese clevere Methode hilft unseren Profis, Verbrechen aufzu-klären. Wie erfolgreich sie damit sind, zeigt die aktuelle Kriminalitäts-Statistik: Im vergangenen Jahr wurden so viele Straftaten aufgeklärt wie seit langem nicht mehr.

! Sendung verpasst?

In der ZDF-Mediathek zeigt die „plan b”-Dokumentation die Arbeit der cleveren Cops:

Kann eine Einbruchsvorhersage wirklich zuverlässig sein?

Einbrecher sind oft Wiederholungstäter: Sie kehren gern dorthin zurück, wo sie einmal Beute machten. Und Einbruchs-Banden grasen bevorzugt Viertel ab. Das versucht dieNiedersächsische Polizei mit einer speziellen Software und mit statistischen Methoden vorherzusehen. Damit ist sie erfogreich. Dank der alarmierten Streifen konnte die Zahl der Wohnungseinbrüche 2017 um 23 Prozent reduziert werden.


Fotos: iStock, ZDF (5)