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WOHNTEST: Alpenkreuzer Parade: Die Legende lebt


Camping, Cars & Caravans - epaper ⋅ Ausgabe 4/2020 vom 10.03.2020

Mit zwei Modellen sind die genialen Faltcaravans von Alpenkreuzer zurück. Wie bewährt sich der Vier-Personen-Zeltanhänger Parade im Familienurlaub?


Artikelbild für den Artikel "WOHNTEST: Alpenkreuzer Parade: Die Legende lebt" aus der Ausgabe 4/2020 von Camping, Cars & Caravans. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Camping, Cars & Caravans, Ausgabe 4/2020

Kühlschrank, Toilette, elektrische Rangierhilfe - Urlaub mit einem „normalen“ Wohnwagen kann jeder. Doch was ist mit der ursprünglichen Idee des Campens? Wie lässt sich heute pures Camping erleben? Wir wollten es genauer wissen und verbrachten im Spätsommer ein paar Tage mit dem Alpenkreuzer Parade auf dem Campingpark Breitenauer See bei Heilbronn.

Der Parade ist ein klassischer Faltcaravan mit 4+2 Schlafplätzen. Er hat aufgebaut eine Grundfläche von rund 18 ...

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... Quadratmetern und bietet damit mehr Platz als die meisten Wohnwagen. Mit dem Duet hat er noch einen kleinen Bruder mit zwei Schlafplätzen. Beide Alpenkreuzer-Modelle sind - nach dem Aus der Marke im Jahr 2006 - seit 2018 unter dem Dach der Doréma-Gruppe zurück am Markt.

Schon beim Beladen zeigt sich der Unterschied zum normalen Caravan: Während Wohnwagen über einen Kleiderschrank sowie zahlreiche Stau- und Ablagefächer verfügen, die in der Regel schon vor Fahrtbeginn eingeräumt werden, hat der Parade nur einen Laderaum unter dem zusammengeklappten Zelt. Mit rund 2,30 Metern Länge, 1,50 Metern Breite und 30 Zentimetern Höhe bietet dieser allerdings ein Volumen von stolzen 1.033 Litern. Das Verstauen von vier Campingstühlen, Tisch, Faltküche, Grill, Sonnenzelt und weiterem Campingzubehör ist - dank der weit öffnenden Ladeklappe - problemlos möglich. Nur die beiden Radkästen, die in den Wagenkasten hineinragen, stören etwas. Dafür sorgen zwei starke Gasdruckfedern dafür, dass die Klappe beim Be- und Entladen immer sicher oben stehen bleibt. Auch bei der Zuladung muss sich der Parade mit 300 Kilogramm nicht verstecken.

Wer noch keine Erfahrungen mit einem Pkw-Kastenanhänger gemacht hat, muss beim Beladen etwas aufpassen. Denn es besteht die Gefahr, dass man sich beim Öffnen und Schließen der vier seitlichen Verschlüsse die Finger einklemmt. Großer Vorteil: Der Laderaum des Parade lässt sich auch im Alltag prima nutzen, zum Beispiel für den Einkauf im Baumarkt. Das Ladegut darf nur nicht höher als 30 Zentimeter sein, sonst lässt sich die Klappe nicht mehr schließen. Die Abdeckplane, die wegen ihrer schwarzen Farbe etwas schmutzempfindlich ist, muss zum Beladen übrigens nicht abgenommen werden, was viel Zeit spart.

Beim Fahren kann der rund 3,30 Meter lange und nur 1,60 Meter breite Parade ebenfalls trumpfen: Mit nur 450 Kilogramm Leergewicht und einem zulässigen Gesamtgewicht von 750 Kilogramm eignet er sich auch hervorragend für Klein- und Kompaktwagen. Hinter unserem Skoda Octavia 1,2 TSI Combi ist er - mit Ausnahme des höheren Spritverbrauchs von knapp zwei Litern - kaum spürbar. Die Übersichtlichkeit nach hinten ist aufgrund der kompakten Abmessungen sehr gut, auf Zusatzspiegel am Zugwagen kann somit verzichtet werden. Das Al-Ko-Fahrgestell mit V-Deichsel und gummigefederter Achse, Radstoßdämpfern und Auflaufbremse sorgt jederzeit für ein sicheres Fahrverhalten. Aufgrund des geringen Gewichts und des relativ niedrigen Schwerpunkts ist auch der Verzicht einer Anti-Schlingerkupplung kein Problem. Der Parade ist bereits ab Werk Tempo 100-zulassungsfähig.

Im 3,90 Meter breiten und 2,80 Meter tiefen Vorzelt finden vier Stühle, Tisch, Faltküche und Kühlbox ausreichend Platz. Der Alpenkreuzer Parade eignet sich dank weit öffnender Ladeklappe auch für Transportaufgaben außerhalb des Campingurlaubs.


Auf dem Campingplatz geht es dann ans Aufbauen des Zeltcaravans. Dank der ausführlichen und übersichtlichen Anleitung sowie einem gesonderten Gestängeplan steht der Parade inklusive Abspannen nach rund einer Stunde, mit etwas Übung geht das sicher auch noch deutlich schneller. Sehr praktisch: Wesentliche Teile des Gestänges sind bereits im Zelt integriert. So mussten nach dem Ausrichten und Abstützen mittels Kurbelstützen nur noch wenige Stangen sowie der Vorzeltboden eingefügt werden, was mit EasyGrip-Rohrklemmen und Reisverschlüssen hervorragend klappt. Am längsten dauerte das Abspannen - wegen der großen Anzahl an Abspannpunkten und des harten Bodens. Integrierte Sturmbänder sollen zudem für einen sicheren Stand auch bei stürmischem Wetter sorgen, davon wurden wir aber glücklicherweise verschont.

TECHNISCHE DATEN

Alpenkreuzer Parade
Gesamtlänge 332 cm
Aufbaulänge 230 cm
Gesamtbreite 160 cm
Gesamthöhe 118 cm
Länge Schlafbereich 210 cm
Breite Schlafbereich 320 cm
Breite Vorzelt 390 cm
Tiefe Vorzelt 280 cm
Leergewicht 450 kg
Zul. Gesamtgewicht 750 kg
Zuladung Testwagen 300 kg

Fahrwerk Galvanisiertes Al-Ko-Fahrgestell mit V-Deichsel und gummigefederter Achse, Radstoßdämpfern, Auflaufbremse, Buglaufrad, vier Kurbelstützen, Reserverad

Aufbau Stahlblech-Wagenkasten, wasserfest verleimte Bodenplatte, Zeltstoff Ten Cate Cotton KD38 280 g/m², Gestänge aus verzinktem Stahlrohr mit 28 mm Ø und EasyGrip-Rohrklemmen

Mobiliar Zwei Doppelbetten 210 x 150 cm mit Lattenrost und Komfortmatratzen, Stauraum/weiterer Schlafplatz 211 x 144 x 34 cm, optionales Zubehör: Küche mit Gaskocher (249 Euro)

Technik Achtpoliger Jaeger-Stecker, Rückfahrscheinwerfer, Nebelschlussleuchte, Stoßdämpfer 295 €, Reserverad 275 €, Leichtmetallfelgen 399 €, Dachträger 439 €

Grundpreis: 7.495 Euro

WERTUNG

Einsteiger-Caravan

Wohnwert Zweckmäßige Ausstattung, gute Verarbeitung, vier bequeme Schlafplätze, optional Stauraum/weitere Schlafplätze.

Schlafen ★★★★★
Raumaufteilung ★★★★☆
Stauraum ★★★★☆

Beladen 1.033 l fassender Laderaum, Klappe mit Gasdruckdämpfern, Beladen mit Abdeckplane möglich.

Laderaum ★★★★☆
Zuladung ★★★★☆
Gewichtsverteilung ★★★★☆

Ausstattung Entlüftung in Vorzelt und Schlafkabinen, Ablagefächer im Schlafbereich und Vorzelt, integrierte Sturmbänder, herausnehmbarer PVC-Zeltboden, optionales Sonnendach.
Aufbau ★★★★☆
Sicherheit ★★★★☆
Verarbeitung ★★★★☆

Fahrverhalten Radstoßdämpfer, Reifen 145/80 R13, lange V-Deichsel, schmaler Aufbau und niedriger Schwerpunkt sorgen für gute Fahrdynamik.

Fahreindruck ★★★★☆
Fahrsicherheit ★★★★☆

Kosten Der Grundpreis liegt bei 7.495 Euro, für günstige 495 Euro gibt´s das Travel-Set mit Radstoßdämpfern, Sonnendach und Reserverad.

Preis-Leistungs-Verhältnis ★★★★☆

Kleinere Kinder haben wegen der Höhe Schwierigkeiten, in den Schlafbereich zu gelangen. Hier wäre eine Aufstiegshilfe sinnvoll.


Im Schlafbereich stehen zwei bequeme Doppelbetten mit jeweils 2,10 Metern Länge und 1,50 Metern Breite zur Verfügung.


Praktisch: Unterhalb der rechten Schlafkoje gibt es sechs große Ablagetaschen. Das sorgt für Ordnung im Alpenkreuzer.


Unter der linken Schlafkoje befindet sich das „Notbett“ - ein prima Platz zum Verstauen von Vorräten und Ausrüstung.


Die beiden Schlafkabinen haben Innenzelte, um Kondensation zu vermeiden, und sehr bequeme Matratzen. Die Abdunklung der Kabine durch die Stofflagen ist besser als gedacht.


Die Platzverhältnisse des Parade sind für eine vierköpfige Familie großzügig bemessen: Im 3,90 Meter breiten und 2,80 Meter tiefen Vorzelt finden ein Tisch, vier Campingstühle, Faltküche, Kühlbox sowie eine Eimertoilette - für die Kinder, damit sie nachts nicht über den Platz geistern müssen - ausreichend Platz. Auch der Schlafbereich ist mit zwei Doppelbetten mit jeweils 2,10 Metern Länge und 1,50 Metern Breite groß genug für vier Personen. Lediglich das „Notbett“, das sich unter dem linken Doppelbett neben dem Wagenkasten befindet, verdient seinen Namen zurecht. Hier gibt es kein Fenster, keine Matratze und mit rund 80 Zentimetern auch kaum Höhe - nur eine Be-/Entlüftung. Wir nutzen den Raum, um unser Gepäck, Vorräte und den Werkzeugkasten zu verstauen - perfekt! Zurück zum Schlafbereich: Die beiden Doppelbetten bieten mit jeweils 3,15 Quadratmeter Grundfläche mehr Platz als die Pendants in den meisten Wohnwagen. Und: Die Matratzen sind sehr bequem, so gut haben wir bisher noch nie in einem mobilen Zuhause geschlafen. Getrübt wird das Ganze nur vom Dauerregen in der zweiten Nacht, der lautstark gegen den Zeltstoff trommelt. Praktisch: In jeder Schlafkabine befinden sich an der Seite zwei Ablagetaschen, in denen Brillen, Smartphones und dergleichen verstaut werden können. Zehn weitere Ablagetaschen gibt es im Vorzelt am Eingang zum Schlafbereich.

Verbesserungswürdig: Kleinere Kinder haben aufgrund der Höhe von rund 90 Zentimetern Schwierigkeiten, in den Schlafbereich zu gelangen. Hier wäre eine Aufstiegshilfe, die sich sicher mit wenig konstruktivem Aufwand realisieren ließe, sinnvoll, aber ein einfacher Tritt tut es auch.

Dank der ausführlichen und gut bebilderten Anleitung gelingt der Aufbau leicht. Dennoch ist beim Aufklappen des Schlafbereichs einiges an Muskelkraft gefragt. Praktisch: Wesentliche Teile des Gestänges sind bereits im Zelt integriert. So müssen für den Aufbau nur noch wenige Stangen angebracht werden.


Der Zeltstoff des Parade ist robust und witterungsbeständig. Auch nach längerem nächtlichen Regen gelangte kein Wasser ins Innere.


Der 2,30 Meter lange und 1,50 Meter breite Laderaum gewährt 1.033 Liter Volumen. Die Abdeckplane muss zum Beladen nicht abgenommen werden.


Fotos: Michael Schwarz

Im Spätsommer kann es nachts schon richtig knackig kalt sein - in unserem Fall rund zehn Grad Celsius. Da das Beheizen eines Zeltcaravans weder effektiv noch sinnvoll ist, empfiehlt es sich daher, warme Decken einzupacken. Dann sind auch die Nächte im September oder Oktober noch schön kuschelig warm. Der größte Feind eines Faltcaravans ist aber naturgemäß der Regen. Nicht nur dass die Regentropfen auf dem Zeltstoff dumpf aufschlagen und die Nachtruhe schon etwas stören. Auch das Thema „Trocknen“ darf nicht vernachlässigt werden. Da für die letzte Nacht Regen vorhergesagt war, haben wir uns kurzfristig dazu entschlossen, bereits am Vorabend abzureisen. Wird das Zelt nämlich in nassem Zustand auf dem Anhänger verladen, muss es innerhalb von 24 Stunden wieder ausgeklappt und ordentlich getrocknet werden. Keine leichte Aufgabe bei länger anhaltendem Landregen, wenn keine ausreichend große Unterstellmöglichkeit zur Verfügung steht. Was uns besonders überraschte: Auch nach mehrstündigem nächtlichen Dauerregen gelang kein einziger Wassertropfen ins Innere des Parade.

Fazit: Der Alpenkreuzer Parade ist ein gut durchdachter, tadellos verarbeiteter Faltcaravan. Er bietet genügend Platz für eine vierköpfige Familie, lässt sich auch mit schwächeren Zugwagen problemlos ziehen und hat bessere Matratzen als so mancher „ausgewachsene“ Wohnwagen.