Bereits Kunde? Jetzt einloggen.
Lesezeit ca. 4 Min.

World of Warcraft: Shadowlands


PC Games Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 12/2019 vom 27.11.2019

Add-on Nummer 8 für den Online-Dauerbrenner World of Warcraft steht in den Startlöchern. Wir fassen alle Infos von der Ankündigung auf der Blizzcon zusammen.


Artikelbild für den Artikel "World of Warcraft: Shadowlands" aus der Ausgabe 12/2019 von PC Games Magazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: PC Games Magazin, Ausgabe 12/2019

Genre: Online-Rollenspiel
Entwickler: Blizzard
Hersteller: Activision Blizzard
Termin: 2020

Die letztjährige Blizzcon war ja eher ein Reinfall: Nicht allzu viel Neues zu den bereits laufenden Spielen, die Habt-ihr-denn-keine-Handys-Vorstellung von Diablo: Immortal und auch nix von dem, was sich die Fans wünschten. In dieser Hinsicht war die Messe in diesem Jahr also das krasse Gegenteil – Diablo 4, Overwatch 2 und auch ein neues WoWAdd- on namens ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 3,99€
NEWS 14 Tage gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von PC Games Magazin. Alle Rechte vorbehalten.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 12/2019 von … und das ist auf den DVDs: VOLLVERSION auf DVD. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
… und das ist auf den DVDs: VOLLVERSION auf DVD
Titelbild der Ausgabe 12/2019 von DIE REDAKTION. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
DIE REDAKTION
Titelbild der Ausgabe 12/2019 von Diablo 4. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Diablo 4
Titelbild der Ausgabe 12/2019 von Diablo 4: So spielen sich Druide und Co.. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Diablo 4: So spielen sich Druide und Co.
Titelbild der Ausgabe 12/2019 von Overwatch 2. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Overwatch 2
Titelbild der Ausgabe 12/2019 von PDXCON 2019. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
PDXCON 2019
Vorheriger Artikel
Overwatch 2
aus dieser Ausgabe
Nächster Artikel PDXCON 2019
aus dieser Ausgabe

... Shadowlands. Dessen Name geisterte bereits in den Wochen vor der Blizzcon als Leak durch einschlägige Foren, inhaltlich lagen die angeblichen Insider aber meilenweit daneben. Zeit also, einmal einen Blick darauf zu werfen, was uns in der dann achten Erweiterung erwartet.

Break on Through

In Shadowlands gehen wir zuallererst über den sprichwörtlichen Jordan. Denn das namensgebende Gebiet ist das Totenreich im Warcraft- Kosmos, das wir nun erstmals betreten dürfen. Banshee-Königin Sylvanas reißt nach ihrem Verrat an Horde und Allianz nämlich kurzerhand die Mauer zwischen der Welt der Lebenden und der der Toten ein, bevor sie sich in Letztere verkrümelt und sich zu ihrem finsteren, mysteriösen Kumpanen „The Jailer“ gesellt. Wir – als die Helden, die wir nun mal sind – düsen natürlich direkt hinterher und versuchen den geheimnisvollen Plan der ehemaligen Kriegshäuptlingine (Kriegshäuptlingin? Kriegshäuptesse?) zu enträtseln. Dabei bereisen wir insgesamt fünf Gebiete: Die vier Levelbereiche Bastion, Maldraxxus, Ardenweald und Revendreth sowie den düsteren Maw, in dessen Mitte der noch düsterere Turm Torghast steht. Die Levelzonen sind zudem nicht mehr in beliebiger Reihenfolge spielbar, sondern haben eine feste Abfolge, da sie eine durchgehende Geschichte erzählen. Ganz wie früher also – vielleicht einer der vielen Rückschlüsse, die die Entwickler aus dem immensen Erfolg von WoW Classic gezogen haben.

Das freundliche Bastion passt so gar nicht zum düsteren Add-on-Titel Shadowlands. Hier wohnen die edlen, engelsgleichen Kyrians – und wir fühlten uns an Sanctuario aus Diablo erinnert.


Je nachdem, für welche Covenant-Fraktion ihr euch entscheidet, könnt ihr euch andere Rüstungs-Sets erspielen – hier im Bild sehen wir etwa die Platten-Sets. Ob fleißige Spieler ihr Covenant wechseln und bereits erspielte Inhalte behalten dürfen, steht noch nicht fest.


In jeder der vier Zonen trefft ihr zudem auf eine Fraktion, die sogenannten Covenants. Die edlen, himmlischen Kyrians bevölkern Bastion, die Lich-artigen, kriegerischen Necrolords leben in Maldraxxus, die feengleichen Night Fae haben sich in Ardenweald niedergelassen und in Revendreth trefft ihr schließlich auf die verschlagenen, vampirischen Venthyr. Seid ihr irgendwann auf der Maximalstufe angelangt, müsst ihr euch dann auch für eine der Covenant-Fraktionen entscheiden. Als Anreiz dafür dienen eine komplette Story-Kampagne, Reittiere, Rüstungs-Sets und sogar verschiedene Fähigkeiten. Ein Wechsel später im Spiel soll zwar möglich, aber mit sehr viel Arbeit verbunden sein – die Entscheidung will also wohlüberlegt sein. Zudem bietet euch jeder Covenant Charaktere, mit denen ihr eure Seele koppeln könnt. Diese „Soulbind“ genannte Mechanik bringt nicht nur neue Story-Fetzen mit sich, sondern auch Boni in einer Art Talentbaum – das Wechseln des Seelenverwandten soll dafür auch deutlich unkomplizierter ausfallen.

Das düstere Revendreth ist scheinbar die dunkelste der vier Level-Zonen – kein Wunder, denn die vampirartigen Venthyr, die hier hausen, haben es nicht so mit Licht.


All Along the Watchtower

Neben acht Dungeons und einem Zehn-Boss-Raid bietet auch der bereits erwähnte Turm Torghast noch eine neue Art von Endgame- Inhalt. Der Turm ist nicht nur das Zuhause von Sylvanas’ Todes- Buddy, sondern auch der Ort, an dem eigentlich die fiesesten Seelen auflaufen. Neuerdings landen nur leider ausnahmslos alle Verstorbenen im Turm – und können ihn im Gegensatz zum Spieler nicht mehr verlassen. Der Turm selbst ist eine Art Roguelike-Dungeon: Je höher ihr aufsteigt, desto knackiger und komplexer werden die Etagen. Euch erwarten nicht nur normale Trash-Gegner, sondern auch Bosse, Fallen und Rätsel. Und: Ein Ende gibt es nicht. Torghast ist so designt, dass ihr ihn immer weiter emporklettern könnt, bis ihr an eure Grenzen stoßt. Unterwegs sammelt ihr temporäre Buffs und Upgrades, die nur für den aktuellen Turm-Run gelten. Und das Beste: Die Schwierigkeit skaliert dynamisch mit eurer Gruppe. Ihr könnt es allein versuchen, im Duo, in einer klassischen Dungeon-Zusammenstellung oder auch mit fünf Schadensausteilern – das klingt extrem interessant!

Zusätzlich zu den ganzen Neuerungen in den frischen Gebieten gibt es natürlich auch Anpassungen für den Rest des Spiels. Die größte: Das Maximal-Level wird rigoros zusammengestaucht. Aktuell gurken die Helden auf Stufe 120 durch Azeroth, mit dem Start von Shadowlands sind alle Spieler nur noch Stufe 50 und leveln in den neuen Gebieten wieder auf 60 hoch. Dementsprechend überlässt es Blizzard künftig auch komplett euch, in welchem alten Add-on ihr die ersten 50 Stufen erspielt. Für neue Spieler kommt zudem die Startzone Exile’s Reach hinzu, in der sie bis Stufe 10 alle Grundlagen erlernen – für ein etwas moderneres Tutorial wurde es auch dringend Zeit. Passend zu WoW Classic kehren zudem viele zwischenzeitlich entfernte Skills wieder zurück, etwa Schurken-Gifte, zahlreiche Schamanen-Totems oder Paladin-Auren, um die Klassen- Identität zu stärken – gut so!

Die Necrolords aus Maldraxxus sehen wie fiese Untote aus – was natürlich Quatsch ist. Denn zum einen sind sie als Bewohner der Totenwelt alles andere als untot und zum anderen stellen sie wertvolle, entschlossene Verbündete dar.


SASCHA MEINT

„Torghast könnte ein Hit werden und auch der Rest klingt vielversprechend.“

Mittlerweile spiele ich WoW seit fast 15 Jahren, da ist es nur logisch, dass man nicht mehr jede Ankündigung euphorisch begrüßt. Was ich bisher von Shadowlands gesehen und gelesen habe, klingt aber fast durchweg interessant. Die Zonen sehen schick aus, die Level-Beschneidung ergibt Sinn, die Covenants klingen launig und als die zusätzlichen Individualisierungs- Optionen für die Charaktere gezeigt wurden, habe ich meinem Monitor ein „Fuck yeah“ entgegengeschrien. Highlight ist für mich aber bislang Torghast, denn ein nicht enden wollender Dungeon mit schicken Belohnungen, skalierbar auf jede Gruppenzusammenstellung, die gerade verfügbar ist, klingt einfach zu gut, um wahr zu sein. Natürlich bin ich aber nach wie vor auch skeptisch bezüglich einiger Dinge. Beim Balancing alter Inhalte nach der Level-Anpassung sehe ich die Probleme beispielsweise schon vor mir. Und als Komplettist hoffe ich, dass es nicht zu nervig wird, Covenants zu wechseln. So oder so: Spielen werde ich’s eh, wir sehen uns also 2020.