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WORTWECHSLER MIT M. NIGHT SHYAMALAN: GLASS


deadline - das Filmmagazin - epaper ⋅ Ausgabe 73/2019 vom 16.01.2019

Regie: M. Night Shyamalan / USA 2019 / tba. Min.
Darsteller: Bruce Willis, Anya Taylor-Joy, James McAvoy, Sarah Paulson, Samuel L. Jackson, Spencer Treat Clark
Produktion: Marc Bienstock, Jason Blum, Ashwin Rajan, M. Night Shyamalan
Freigabe: FSK 1Verleih: DisneyStart: 17. 01. 2019

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Artikelbild für den Artikel "WORTWECHSLER MIT M. NIGHT SHYAMALAN: GLASS" aus der Ausgabe 73/2019 von deadline - das Filmmagazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: deadline - das Filmmagazin, Ausgabe 73/2019

Wer von uns hätte nicht gerne Superkräfte?
Sich durch Straßenschluchten schwingen, in opportunen Momenten unsichtbar machen, beim Sport durch unmenschliche Geschwindigkeit cheaten? Aber vielleicht hätte man nicht nur gerne ...

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Wer von uns hätte nicht gerne Superkräfte?
Sich durch Straßenschluchten schwingen, in opportunen Momenten unsichtbar machen, beim Sport durch unmenschliche Geschwindigkeit cheaten? Aber vielleicht hätte man nicht nur gerne einfach Superkräfte, sondern wäre gar gerne ein Superheld, der seine Gaben zum Wohle der Gesellschaft einsetzt – und damit eventuell bisher verwehrt gebliebene Wertschätzung erfährt?

Nun, es gibt diese Menschen, die sich in den Kopf gesetzt haben, übermenschliche Talente – und damit auch eine schwer lastende Bürde – zu besitzen. Sie gibt es in den Filmen von M. Night Shyamalan. Und auch nach explizitesten Szenen ist nie ganz klar, ob sie tatsächlich diese Kraft besitzen oder wir von Figuren und Filmemacher nur getäuscht wurden, das Zutagetreten des Übernatürlichen nur eine Illusion ist.

Ein Jahr nach seinem grandiosen THE SIXTH SENSE arbeitete Shyamalan 2000 erneut mit Bruce Willis zusammen und machte ihn in UNBREAKABLE zu einem dieser scheinbaren Über-Wesen – gemeinsam mit Samuel L. Jackson. Dabei bleibt nicht nur sehr im Verborgenen, ob sie diese Macht haben, sondern insbesondere, inwieweit sie als SuperHELDEN zu betrachten sind. Shyamalans Filme sind übersinnlich, verorten sich aber dennoch in unserer Realität. Und die ist eben nicht in klare Kategorien wie gut/böse, hell/dunkel unterteilt. Wo Licht, ist auch Schatten. Und bei niemandem tritt nur das eine zutage. Mit einem Ausrufezeichen versah Mr. Night diesen Satz durch SPLIT. Die multiple Persönlichkeit von James McAvoys Figur steht letztendlich für die zahlreichen Facetten, die jeder von uns hat – hier ins Extreme gesteigert und um eben das scheinbar Übernatürliche ergänzt. Das Monster. Im Finale des Films wurde klar, dass nicht nur eine Verbindung zwischen UNBREAKABLE und SPLIT geschaffen wurde, sondern gar eine Trilogie entstehen muss.

GLASS bringt Willis’ David Dunn, James McAvoys Charaktere (die hier aufzuzählen müßig wäre ) und eben Jacksons Mr. Glass zusammen. Aber scheinbar als Lenker des Geschehens. Im ausführlichen Prolog entführt McAvoys Monster (wieder mal ) attraktive junge Dinger, doch Dunn ist ihm auf der Spur. Es kommt zur Konfrontation, nicht aber zur Entscheidung. Die wird an den Schauplatz einer Psychiatrie verlegt, in welche die drei Beschenkten (oder von ihrer Andersartigkeit Geknechteten ) von der Psychologin Dr. Ellie Staple (Sarah Paulson ) gepfercht und der eingehenden und immer unmenschlicher (! ) werdenden Analyse unterzogen werden. Sie hat die Kontrolle, ist Protagonistin. Die drei sind Objekte. Staple ist von ihnen fasziniert, wird sie nicht mehr hergeben – doch wird sie zwangsläufig kaputt spielen. Gelingt es dem Trio, Kräfte – welche Kräfte? – zu bündeln? Zerschlagen sie sich? Es wird splittern.

Wir haben uns nach einem exklusiven Preview der ersten 30 Minuten von GLASS mit M. Night Shyamalan über seine Filme, die ihm am meisten am Herzen liegen, unterhalten. Und sind fasziniert von seiner Freundlichkeit, Eloquenz und seinem inneren Drang, eine Geschichte, die vor 20 Jahren begann, immer weiter zu verdichten – und zu einem Abschluss zu bringen (? ).