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ZAHNPROBLEME: Ins Maul geschaut


Mein Pferd - epaper ⋅ Ausgabe 90/2018 vom 10.08.2018

Zahnschmerzen sind fies – nicht nur für den Menschen, sondern auch fürs Pferd. Haken, Kanten oder Höhenunterschiede in der Kaufläche können sowohl die Rittigkeit als auch den Allgemeinzustand des Pferdes negativ beeinflussen. Daher ist eineregelmäßige Kontrolle und gegebenenfalls eine Behandlung durch einen Fachmann Pflicht


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Bildquelle: Mein Pferd, Ausgabe 90/2018

Die Zähne sind ein elementarer Bestandteil der Nahrungsverwertung. Machen sie Probleme, kann sich schnell der Allgemeinzustand des Pferdes verschlechtern


Wildpferde leben in Freiheit ohne jemals von einem Hufschmied oder Zahnarzt behandelt zu werden. Allerdings haben sich die ...

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... Lebensumstände – sowohl Haltung als auch Fütterung – durch die Domestizierung immens geändert. Die Zähne eines Pferdes sind auf eine permanente Nahrungsaufnahme von faserigen und holzigen Substanzen ausgelegt. Aufgrund der heutigen Haltungsform und Fütterung werden die Zähne jedoch anders beansprucht und abgenutzt als bei den wildlebenden Artgenossen. Daraus entstehen Probleme in Form von Haken, Spitzen und Kanten oder zu langen Frontzähnen. „Generell begünstigt eine naturnahe und artgerechte Fütterung mit einem großen Raufutterangebot den natürlichen Zahnabrieb und ist somit die beste Vorbeugung für Zahnprobleme“, erklärt Dr. Markus Gerlach, Tierarzt und IGFP-zertifizierter Pferdedentalpraktiker.

Spuckt das Pferd Heuwickel aus, frisst nur noch sehr mäkelig oder hat Mundgeruch, werden die meisten Pferdebesitzer hellhörig und vermuten ein Zahnproblem. Zu diesem Zeitpunkt bestehen jedoch die Probleme häufig schon länger, da Pferde stumm – und teilweise sehr lange – Schmerzen ertragen. Generell können Pferde jeden Alters unter Problemen mit den Zähnen leiden. Dabei sind die Symptome recht unspezifisch und können sowohl beim Reiten als auch beim Fressen auftreten. Die Spannweite reicht von offensichtlichen Asymmetrien im Kopfbereich über Veränderungen im Fressverhalten bis hin zu Verhaltensauffälligkeiten unterm Sattel.

Zahnwechsel mit Problemen

Unser Besuch bei einer Zahnbehandlung durch Dr. Markus Gerlach zeigt uns deutlich, weshalb eine regelmäßige Kontrolle besonders bei Jungpferden so wichtig ist. Die vierjährige Stute Donna Bella Deluxe befindet sich mitten im Zahnwechsel, bei dem nicht alles glatt läuft: Vier persistierende – dies bedeutet: festsitzende – Milchzahnkappen auf den bereits vollständig ausgebildeten bleibenden Zähnen werden festgestellt, die vom Tierarzt entfernt werden müssen. Obwohl die erfolgreiche Stute erst vor einem halben Jahr behandelt wurde, haben sich aufgrund der festsitzenden Milchzahnkappen leichte Stufen auf der gegenüberliegenden Seite der Backenzähne gebildet. Diese können im Anfangsstadium problemlos ausgeglichen werden und werden voraussichtlich bei der nächsten Behandlung in sechs Monaten nicht mehr erkennbar sein. „Im Alter zwischen zweieinhalb und viereinhalb Jahren wechseln Pferde insgesamt 24 Zähne. Dabei geschieht ein idealer Zahnwechsel kieferseitenweise, sodass immer eine ebene Kaufläche entsteht und alle Zähne einen Gegenspieler zum Abrieb haben“, so Dr. Markus Gerlach. Jungpferde im Zahnwechsel sollten zwei Mal jährlich kontrolliert und gegebenenfalls behandelt werden, empfiehlt Dr. Markus Gerlach: „Besonders bevor sie erstmals ins Training genommen werden, sollte eine umfangreiche Zahnuntersuchung auf dem Programm stehen, damit der Alltag als Reitpferd vom Pferd nicht direkt mit Schmerzen in der Maulhöhle oder an den Zähnen verbunden wird.“ Stufenbildungen, eingeschränkte Bewegungsfreiheit beim Kauen sowie Entzündungen aufgrund angesammelter Futterreste sind die häufigsten Gefahren bei einem problematischen Zahnwechsel.

SYMPTOME

BEI DER FUTTERAUFNAHME:
• ungewöhnliche Kaubewegungen
• vermehrter Speichelfluss
• Wickelkauen
• Futterverlust beim Kauen
• generelle Veränderungen des Trink- und Fressverhaltens, beispielsweise Futterverweigerung oder sehr langsames Trinken von kaltem Wasser

UNTERM SATTEL:
• Pferd wehrt sich beim Auf- oder Abtrensen und/ oder zeigt deutliches Unbehagen gegen das Gebiss
• Verhaltensauffälligkeiten: Kopfschlagen, Steigen, Buckeln, Zungenfehler
• Stellungsprobleme oder im Genick verwerfen
• Verspannungen bis hin zu Lahmheiten

ALLGEMEIN:
• Abmagerung trotz ausreichender Fütterung
• Mundgeruch
• Nasen- oder Tränenausfluss (häufig einseitig)
• Schwellungen im Kopfbereich
• Verstopfungskolik oder Schlundverstopfung
• unverdaute Futterpartikel im Kot
• Kopfschütteln und Schräghalten
• Berührungsempfindlichkeit im Kopfbereich

„Mitwachsende Zähne“

Nachdem der Zahnwechsel abgeschlossen ist, kann das Intervall auf ein Jahr ausgeweitet werden – eine Ausnahme bilden dabei Pferde mit ausgeprägten Fehlstellungen, Zahnlücken oder Erkrankungen wie EOTRH. „Pferde haben ein Abnutzungsgebiss: Dies bedeutet, dass sich die Zähne jährlich etwa zwei bis drei Millimeter aus dem Kiefer herausschieben – dies geschieht lebenslang, im Alter jedoch etwas weniger“, erklärt Dr. Markus Gerlach. Ursprünglich ist das Pferdegebiss darauf ausgelegt, dass die Zahnsubstanz durch die Nahrungsaufnahme abgeschliffen wird. Durch die veränderten Haltungsbedingungen ist dies jedoch nicht immer der Fall, sodass Pferde ab sieben Jahren oft aufgrund von zu langen Schneidezähnen behandelt warden müssen. Durch die überlangen Schneidezähne gerät die Drei-Punkt-Balance – eine gleichmäßige Ausbalancierung des Gebisses in den Bereichen der Schneide- und Backenzähne sowie des Kiefergelenks – aus dem Gleichgewicht. Durch die langen Schneidezähne entsteht eine Lücke zwischen den Backenzähnen, sodass viel Druck zum Zermahlen der Nahrung erforderlich wird. Als Folge wird das Kiefergelenk überlastet und Verspannung im gesamten Kopf- und Hals-Bereich sind das Ergebnis. „Nur wenn die Zähne und der Kiefer im richtigen Winkel und Verhältnis zueinander stehen, kann eine richtige Abnutzung, wie von der Natur vorgesehen, geschehen. Daher ist die Wiederherstellung der Drei-Punkt-Balance das Ziel jeder Behandlung“, erklärt der Zahnexperte. Dies geschieht, indem zum einen Haken und scharfe Kanten entfernt und somit eine ebene Kaufläche hergestellt wird, und zum anderen die Schneide- und Backenzähne in die gewünschte – und aufeinander abgestimmte – Länge gebracht werden. Hält das Pferd den Kopf oben, sollte eine gerade, kleine Lücken zwischen den Schneidezähnen zu sehen sein. Nimmt das Pferd den Kopf nämlich zum Fressen nach unten, wird der Unterkiefer etwas nach vorne geschoben, und die Lücke schließt sich automatisch. „Wichtig ist, dass immer so wenig Zahnsubstanz wie möglich entfernt wird. Die Pferde warden heutzutage immer älter, und somit sollte der Erhalt eines gesunden Gebisses eine Priorität darstellen“, sagt Dr. Markus Gerlach.

Ein Maulgatter sollte auf den Schneidezähnen aufliegen – sofern vorhanden –, da ansonsten eine große Verletzungsgefahr besteht


Damit der Tierarzt sich ein genaues Bild über den Zustand der Zähne machen kann, muss die Maulhöhle zunächst gründlich ausgespült werden


Die Weisheitszähne des Menschen und die Wolfszähne beim Pferd haben eins gemeinsam: Sie sind rudimentäre Überbleibsel ohne Relevanz für die Nahrungsaufnahme. Problematisch sind die verhältnismäßig kleinen Zähne beim Pferd jedoch dennoch: Die Wolfszähne liegen direkt vor dem ersten Backenzahn und die Hengstzähne liegen im eigentlich zahnfreien Bereich zwischen den Schneide- und Backenzähnen, wodurch beide beim Reiten mit Gebiss problematisch werden können. „Wolfszähne werden meist bereits beim Jungpferd entfernt, wenn dieses mit Gebiss geritten wird. Die Entfernung ist bei der nötigen Sachkunde ohne großen Aufwand möglich, da Wolfszähne keine ausgeprägte Zahnwurzel besitzen“, empfiehlt Dr. Markus Gerlach. Hengstzähne können sehr lang und scharf werden, dies muss vom Fachmann ausgeglichen werden. Außerdem sind sie auch anfällig für Zahnsteinbildung. Ähnlich wie beim Menschen haben nicht alle Pferde die Anlagen für diese Zähne, sodass sie bei einigen Tieren gar nicht angelegt sind. Tückisch ist jedoch, dass sich die Wolfszähne manchmal unter der Schleimhaut verstecken und nicht durchbrechen und als „blinde“ Wolfszähne dem Pferd Schmerzen bereiten.

Zeig her deine Zähne

Ein Mal jährlich sollte jedes Pferd von einem Fachmann kontrolliert werden. Doch bei der Suche nach einem Fachmann fangen die Probleme häufig an, da der Begriff Pferdedentist keine geschützte Berufsbezeichnung ist. Pferdebesitzer sollten darauf achten, dass sie nur Personen mit einer speziellen Ausbildung an die Zähne ihres Tieres lassen. Dr. Markus Gerlach erklärt, worauf es ankommt: „Leider gibt es große Qualitätsunterschiede bei der Arbeit an den Pferdezähnen. Zur besseren Übersicht und Kontrolle wurde die, Internationale Gesellschaft zur Funktionsverbesserung von Pferdezähnen‘ (IGFP) gegründet. Diese prüft und zertifiziert Tierärzte und andere Fachleute, sodass die grundsätzliche Arbeitsqualität und die Qualifikation sichergestellt wird.“

Eine Behandlung beginnt immer mit einer ausführlichen Voruntersuchung, die unter anderem aus einer optischen Untersuchung des Kopfbereichs auf Asymmetrien und Schwellungen, einem ersten Blick auf die Schneidezähne und dem Abtasten aller Zähne besteht – soweit das Pferd dies ohne Sedierung mitmacht. Durch Verschieben des Kiefers wird außerdem die Funktion überprüft. Nachdem die Sedationsfähigkeit mithilfe der Vitalwerte überprüft wurde, verabreicht Dr. Markus Gerlach diese intravenös. Anschließend kann problemlos das Maulgatter eingesetzt, die Maulhöhle gründlich gespült und mit der Behandlung begonnen werden. Final wird kontrolliert, ob die Drei-Punkt-Balance wieder herstellt ist und die Mahlbewegungen möglich sind. Während sich der vierbeinige Patient im Anschluss von der Sedation erholt, füllt Dr. Markus Gerlach ein Befundprotokoll mit allen Auffälligkeiten aus.

Da der Oberkiefer etwas breiter als der Unterkiefer des Pferdes ist entstehen durch die Mahlbewegungen häufig an den Rändern der Kaufläche scharfe Kanten. Diese werden bei der Behandlung durch abgerundete elektrische Raspeln entfernt


Diskussionsbedarf

Häufig wird über die passende Behandlungsweise – ob mithilfe einer elektronischen oder einer manuellen Raspel – diskutiert. Generell ist beides möglich und kann zielführend sein, wichtig ist jedoch die richtige Handhabung. In Bezug auf elektrische Raspeln werden oft die Vorurteile einer größeren Verletzungsgefahr durch Abrutschen oder auch einer unnatürlichen Hitzeentwicklung in der Maulhöhle genannt. Dr. Markus Gerlach räumt mit einigen dieser Vorurteile auf: „Alle Geräte sind abgerundet, sodass die Schleimhäute nicht einfach verletzt werden können. Bei Laborstudien wurden die Risiken der Temperaturentwicklung bei der Verwendung von elektrischen Raspeln an toten Schädeln untersucht. In der Praxis wird jedoch zwischendurch immer wieder die Maulhöhle ausgespült, es herrscht sowieso ein Feuchtmilieu, und ein Tierarzt würde nie über einen längeren Zeitraum denselben Zahn behandeln.“ Zudem laufen die Geräte für Pferde mit einer geringen Drehzahl – im Vergleich: die Raspeln für Pferdezähne arbeiten mit bis zu 5.000 Umdrehungen, wohingegen die für Menschen deutlich mehr als 50.000 haben. Die Vorteile einer elektrischen Raspel liegen auf der Hand: Ein sehr genaues und punktuelles Abtragen der Zahnsubstanz ist möglich, wohingegen beim manuellen Raspeln immer etwas Zahnsubstanz im umliegenden Bereich abgetragen wird. Möglich ist auch eine Kombination aus beiden Methoden.

Ein zweiter Punkt, über den häufig gestritten wird, ist die Sedation. Vorab ist noch mal zu erwähnen, dass selbstverständlich nur Tierärzte befugt sind, eine Sedation durchzuführen. Dies bedeutet, dass ein Pferdedentalpraktiker in der Praxis teilweise von einem Tierarzt begleitet wird. Eine gut dosierte Sedation lässt in der Regel schnell nach, sodass ein Pferd bereits knapp zwei Stunden nach der Behandlung wieder komplett fit ist. Eine Behandlung ist für alle Beteiligten – behandelnder Tierarzt, Assistent, Tierbesitzer und Pferd – in der Regel mit weniger Stress verbunden, wenn das Pferd sediert wird. „Nur in den wenigsten Fällen ist wirklich punktgenaues Arbeiten an einem unsedierten Pferd möglich. Generell ermöglicht eine Sedation eine gründlichere und ruhigere Behandlung und reduziert gleichzeitig die Gefahren für alle Personen“, so Dr. Gerlach. Schlussendlich muss jeder Pferdebesitzer in Absprache mit einem qualifizierten Fachmann die Entscheidung treffen, welches der richtige Weg für das individuelle Tier ist.

Wie zu Beginn angesprochen, kommen Wildpferde sehr gut ohne eine Zahnbehandlung aus. Jeder Pferdebesitzer ist es jedoch seinem Pferd schuldig, dieses regelmäßig von einem Fachmann kontrollieren und gegebenenfalls behandeln zu lassen. Schließlich wurde durch die Domestikation die Lebensumstände verändert und außerdem noch Leistungsansprüche hinzugefügt.

Das Ziel einer Zahnbehandlung ist die Wiederherstellung der Drei-Punkt-Balance wischen den Schneide- und Backenzähnen und dem Kiefergelenk. Vor der Behandlung untersucht der Tierarzt, wo diesbezüglich Handlungsbedarf besteht.

ANATOMISCHER AUFBAU

Ein Pferdegebiss besteht aus 36 bis maximal 44 Zähnen: 12 Schneidezähnen (Gelb), bis zu vier Hengstzähnen (Rot), bis zu vier Wolfszähnen (Blau) und 24 Backenzähnen (Orange). Die Hengstzähne – auch Hakenzähne genannt – sind hauptsächlich beim männlichen Pferd vorhanden, können allerdings auch bei Stuten vorkommen.

UNSER EXPERTE

DR. MARKUS GERLACH ist Tierarzt und geprüftes Mitglied der IGFP. In seiner mobilen Pferdepraxis ist er als Pferdedentalpraktiker und Orthopäde tätig und steht Pferden und ihren Besitzern mit seinem großem Erfahrungsschatz zur Verfügung. Für eine genaue Diagnose stehen ein mobiles Röntgengerät, ein Ultraschall und ein Endoskop bereit.
www.equinehealthcare.de


Fotos: Daniel Elke (8), slawik.com (1)