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Zeitmanagement: Kleine Freiräume


ÖKO-TEST Spezial Gesund & Fit - epaper ⋅ Ausgabe 7/2009 vom 18.07.2009

Viel Zeit zu haben bedeutet noch lange nicht, auch glücklich zu sein. Aber wer keine Zeit hat, fühlt sich schnell gestresst und ausgepowert. Manchmal verhelfen schon ein bisschen Nachdenken und eine bessere Einteilung zu mehr Ruhe im Alltag.


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Foto: brandX

Wo bleibt bloß all die Zeit? Wir schlafen 40 Minuten weniger als noch 1960, nehmen uns 15 Minuten weniger Zeit für Mahlzeiten und gönnen uns sechs Minuten weniger für die Körperpflege. Wasch- und Spülmaschine, Trockner und Mikrowelle nehmen uns viel Arbeit ab – eigentlich wieder eine Zeitersparnis. E-Mail und Handys machen die Kommunikation einfacher und ...

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Wo bleibt bloß all die Zeit? Wir schlafen 40 Minuten weniger als noch 1960, nehmen uns 15 Minuten weniger Zeit für Mahlzeiten und gönnen uns sechs Minuten weniger für die Körperpflege. Wasch- und Spülmaschine, Trockner und Mikrowelle nehmen uns viel Arbeit ab – eigentlich wieder eine Zeitersparnis. E-Mail und Handys machen die Kommunikation einfacher und schneller: Was früher ein paar Tage dauerte, ist heute in wenigen Minuten geklärt. Trotzdem war die Zeit niemals zuvor so kostbar wie heute. Und bei so manchem herrscht das Gefühl vor, viel zu wenig davon zu haben.

Natürlich führt mehr Zeit nicht zwangsläufig zu mehr Zufriedenheit. Es gibt Menschen, die arbeiten sehr viel, haben wenig freie Zeit und sind sehr mit ihrem Leben zufrieden. Andererseits gibt es Leute, die mit viel Einsatz ihre Arbeitszeit reduzieren und dann trotzdem nicht glücklicher sind. Nicht zu vergessen all diejenigen, die unfreiwillig viel Zeit haben, zum Beispiel durch Arbeitslosigkeit. Freie Zeit allein ist kein Wert an sich, bestenfalls eine Art Joker. Man muss sich darüber klar werden, wie man sie ausfüllen will – sonst zerrinnt sie zwischen den Fingern.

Wer sein beschleunigtes Leben als Belastung empfindet, für den wird es aber höchste Zeit, einmal innezuhalten. Vielleicht lässt sich durch ein besseres Zeitmanagement wieder etwas mehr Ruhe in den Alltag bringen.

Prioritäten setzen

Was ist wichtig, was kann vernachlässigt werden? Nicht alle Termine, Aufgaben, Bitten und Wünsche sind es wert, dass man sich dafür aufreibt. Deshalb ist es unbedingt sinnvoll, Prioritäten zu setzen. Am besten sich eine Stunde Zeit nehmen und sortieren, welche Aufgaben der kommenden Woche wie wichtig sind:

Zeitmanagement: Wichtige von unwichtigen Aufgaben zu trennen ist der erste Schritt für mehr Zeit und Ruhe.


Foto: irisblende.de

■ A: Wichtig und dringend. Diese Aufgabe kann nur sofort und von einem selbst erledigt werden. Dafür sorgen, dass man dabei nicht dauernd unterbrochen und gestört wird.

■ B: Ebenso wichtig, aber nicht ganz so dringend. Dabei handelt es sich oft um planerische, strategische, kreative oder innovative Arbeiten. Für diese sollte man langfristig etwas mehr Zeit einplanen.

■ C: Dringend, aber relativ unwichtig. Diese Aufgaben möglichst delegieren und reduzieren.

■ D: Weder wichtig noch dringend. Dafür sollte einem die eigene Zeit zu schade sein. Also: Ausmisten und die freie Zeit für Wichtigeres nutzen.

Die Arbeit nach Wichtigkeit zu ordnen, hat noch einen Vorteil: Man weiß, wo man anfangen muss. Denn wer vor einem Berg an unerledigten Aufgaben steht, verliert schnell den Überblick. Am besten mit etwas beginnen, das wichtig ist, aber trotzdem überschaubar und schnell zu erledigen erscheint. Ist der Anfang erst einmal gemacht, geht es meist von allein weiter.

Und noch etwas hilft gegen das Gefühl, permanent unter Strom zu stehen: Lassen Sie sich bei der Tages- oder Wochenplanung bewusst Zeiträume frei, in denen nichts zu tun ist. Wer einfach mal eine halbe Stunde in der Sonne sitzen kann, einen kleinen Spaziergang gemacht oder im Buchladen gestöbert hat, fühlt sich erholt, hat wieder Kraft und den Kopf frei.

Der größte Zeitfresser steht bei den meisten Leuten aber zu Hause im Wohnzimmer: Mit im Schnitt zweieinhalb Stunden täglich ist der Fernseher für Berufstätige zum wichtigsten Freizeitfüller überhaupt geworden. Wer die Glotze abends einfach mal aus lässt und statt dessen liest, Sport treibt, mit Freunden kocht oder ins Theater geht, hat gleich ein ganz anderes Lebensgefühl.

Foto: Image Source

Tipps für die Rückkehr zur Ruhe

■ Vor jeder Aufgabe zwei Fragen stellen: Muss ich das unbedingt tun? Und: Möchte ich das tun? Falls weder das eine noch das andere zutrifft – einfach streichen.

■ Auf permanente Erreichbarkeit verzichten: Handy ausschalten, das Festnetztelefon auch mal klingeln lassen, nicht ständig nach neuen Mails schauen.

■ Dem eigenen Rhythmus folgen. Jeder Mensch hat im Laufe des Tages seine individuellen Hochs und Tiefs. Wenn möglich, wichtige Arbeiten in den starken Phasen erledigen.

■ Ordnung halten. Wer die Dinge, die er im Alltag ständig braucht (beispielsweise Schlüssel und Geldbeutel), immer an denselben Platz legt, spart sich lästiges Suchen.

■ Auch mal „Nein” sagen, wenn andere Anforderungen stellen, die einem total gegen den Strich gehen.

■ Wenn ein Tag sehr unerfreulich zu werden verspricht, sich drei kleine „Inseln” überlegen, die einem Freude bereiten.

■ Am Abend und an den Wochenenden die Uhr ablegen.

■ Zu Hause – soweit finanziell und personell machbar – von allem befreien, was keinen Spaß

macht: Putzen, Einkaufen, Bügeln. Es gibt Dienstleister, die das übernehmen.

■ Und zu guter Letzt: Nicht in die Perfektionsfalle tappen, schon kleine Fortschritte sind gut!