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ZENTRALAMERKIA FASZINATION UND ERLEBNIS


Tipps-for-Trips - epaper ⋅ Ausgabe 1/2020 vom 20.12.2019
Artikelbild für den Artikel "ZENTRALAMERKIA FASZINATION UND ERLEBNIS" aus der Ausgabe 1/2020 von Tipps-for-Trips. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Tipps-for-Trips, Ausgabe 1/2020

Die sieben zentralamerikanischen Länder Belize, Costa Rica, El Salvador, Guatemala, Honduras, Nicaragua und Panama liegen auf der Landbrücke zwischen Nord- und Südamerika auf einer Gesamtfläche, die gerade einmal ein Prozent der Erdoberfläche einnimmt und eignen sich damit ideal für abwechslungsreiche Länderkombinationsreisen. Zentralamerika beeindruckt mit insgesamt 18 UNESCO- Welterbestätten, Kolonialstädten wie Antigua oder Granada, karibischen Stränden wie auf den Inseln Roatán in Honduras oder Bocas del Toro in Panama, üppigen Regenwäldern und Vulkanen. Gute Flug- und Busverbindungen innerhalb der ...

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... Region erleichtern die Reiseplanung.

Maya-Kultur, Vulkane und karibische Strände: Guatemala, Belize, El Salvador und Honduras

Viermal pro Woche fliegt die Fluggesellschaft Iberia ab Madrid nach Guatemala Stadt. Von hier aus können Reisende auf dem Landweg gut nach Belize gelangen und von dort aus nach ausgiebiger Erkundung des Landes nach El Salvador, das kleinste zentralamerikanische Land, fliegen. Weiter geht es schließlich per Flugzeug, Bus oder Auto in das Nachbarland Honduras.

Guatemala wartet mit hohen Bergen, bunten Märkten, präkolumbischen Ruinen, alten Kolonialdörfern und zahlreichen Zeugnissen der alten Maya-Kultur auf. Das Land beeindruckt mit seinen Seen, einer Kette aus 30 Vulkanen und einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt.
Zu den Höhepunkten, die Reisende nicht verpassen sollten, zählt die Hauptstadt Antigua. Von dort aus können Abenteuerlustige zu den drei Vulkanen in der Umgebung aufbrechen: Agua, Acatenango und Fuego.
In nächster Umgebung erkunden die Besucher zum Beispiel vom quirligen Panajachel oder San Juan aus den Lago de Atitlán und die umliegende Region per Boot, Kajak, Pferd oder Fahrrad. Weiter geht es zu der bedeutendsten aller Maya-Ruinen: Tikal. Ausgangspunkt ist der Ort Flores, der von Guatemala-Stadt aus mit dem Bus oder Flugzeug erreicht werden kann. Von Flores aus lassen sich auch die Maya-Stätten Yaxhá und Uaxactún erforschen.

Das östlich von Guatemala gelegene Belize kann anschließend per Flugzeug, Bus oder Auto erreicht werden. Geografisch wie kulturell genau in der Mitte zwischen dem Spanisch sprechenden Zentralamerika und der Karibik hat die jüngste Nation Zentralamerikas einen ganz eigenen Rhythmus. Eine Küstenlinie von rund 300 Kilometern und unzählige Inseln bieten optimale Schwimm- und Strandplätze. Zudem liegt vor Belize das zweitgrößte Korallenriff der Welt, welches von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt wurde.
Auch zu Land hat Belize einen großen Artenreichtum zu bieten: Sechzig Prozent der Landesfläche sind von tropischen Regenwäldern bedeckt, in denen zahlreiche Tierund Pflanzenarten beheimatet sind. Jahrtausendealte Kultur erleben die Besucher des Landes in über 1.400 teilweise wenig bekannten Maya-Ausgrabungsstätten. Zu den bedeutendsten gehören hier die Stätten Cerro Maya, Santa Rita, Altun Ha, Lamanai und Beton Creek. Von Belize aus geht es per Flugzeug nach El Salvador: Hier erwar-ten Reisende tropische Paradiese wie der Trockenwald El Imposible, üppig grüne Nationalparks und kolonialzeitlicher Glanz vor der Kulisse unberührter Vulkanseen wie dem Lago de Coatepeque. El Salvador ist geprägt durch eine Kette von Vulkanen, die das Land grob in drei Regionen unterteilt: den südlichen Küstenstreifen, die zentralen Hochebenen und Täler sowie die nördlichen Berge. Die aus 14 Vulkanen bestehende Gebirgskette erstreckt sich vom Cerro Grande bis zu den ruhigen Gewässern des Kratersees Coatepeque.


…üppig grüne Nationalparks und kolonialzeitlicher Glanz vor der Kulisse unberührter Vulkanseen wie dem Lago de Coatepeque.


Auch das Nachbarland Honduras weist eine große Vielfalt auf: Mit der Bay of Islands tauchen Urlauber im wahrsten Sinne des Wortes ein in ein wahres Tauch- und Partymekka, erleben mit Copán magische Maya-Ruinen oder in La Moskita tierreiche Dschungelreservate. 25 Prozent des gesamten Landes wurden zum Schutzgebiet erklärt.

Kolonialstädte und Natur pur: Nicaragua, Costa Rica und Panama

Wen es in die südlichen Länder der Landbrücke zieht, der startet seine Reise zum Beispiel in Nicaragua. Entlang der beiden langen Küstenstreifen erstrecken sich entspannte Surfcamps, Hippie- Enklaven und abgeschiedene Fischerdörfer, die zum Entspannen und Verweilen einladen. Urlaubern, denen der Sinn nach Geschichte und Kultur steht, gewinnen in León und Granada Einblicke in die Vergangenheit. Sowohl León als auch „La Gran Sultana“ (die große Rosine), wie Granada auch genannt wird, wurden bereits im Jahr 1524 gegründet.
Nicht entgehen lassen sollte sich der Reisende den Nicaragua-See, den größten Binnensee Zentralamerikas. In dessen Mitte liegt die Insel Ometepe, bestehend aus den beiden Vulkanen Concepción und Maderas. Während der Vulkan Concepción noch aktiv ist, ist der Vulkan Maderas bereits seit tausenden von Jahren erloschen. In seinem Krater hat sich eine Lagune gebildet, in der Besucher schwimmen können. Im Masaya-Vulkan-Nationalpark können Besucher vom Kraterrand aus einen Blick in die brodelnden Tiefen des Lava-Sees erhaschen. Anschließend geht es auf dem Landweg weiter in das südlich angrenzende Costa Rica in abwechslungsreiche Landschaften vom trockenen Tropenwald an der Pazifikküste bis hin zum Nebelwald in höheren Lagen. Auf dem Territorium Costa Ricas konzentrieren sich 6 Prozent der Artenvielfalt der Erde und ein Drittel des Landes steht unter Naturschutz. Besucher genießen hier mit dem üppigen Grün der Vegetation sowie einer reichen Tier- und Pflanzenwelt das „pura vida“, das reine Leben. Sehenswert sind hier außerdem die Kolonialstadt Cartago und die quirlige Metropole San José.


Kopfsteinpflasterstraßen und bunte Bauten in Zentralamerika


Danach fahren Besucher auf dem Landweg in das benachbarte Panama, das ein wahres Paradies für Entdecker ist: So können Reisende zum Beispiel an der karibischen Küste die Ruinen spanischer Festungen erkunden.
Kulturelle Vielfalt zentriert sich in der pulsierenden Metropole Panama-Stadt, die zu Lateinamerikas lebhaftesten und weltoffensten Hauptstädten gehört. Etwas weiter östlich gelegen, lohnt ein Besuch der Ruinenstadt Panamá la Vieja, auf dessen Ruinengelände die Reste zahlreicher steinerner Gebäude der spanischen Kolonialstadt aus dem 16. und 17. Jahrhundert zu sehen sind. Ein Ausflug in das Valle de Antón rundet die Reise zu den Höhepunkten der zentralamerikanischen Vulkankette ab: Von dort aus gelangen Reisende zu dem größten bewohnten Vulkankrater der Welt.

Zwischen Guatemala und Panama lassen sich malerische Zeugnisse der Kolonialzeit entdecken Ein guter Startpunkt, um in die Geschichte der Landbrücke zwischen Nord- und Südamerika einzutauchen, ist Guatemalas Vorzeige-Kolonialstadt Antigua. Bei einem Spaziergang durch die Altstadt schlendert der Besucher über verträumte Kopfsteinpflasterstraßen und kann zahlreiche Ruinen und Kirchen bestaunen. Dass die ehemalige Hauptstadt der spanischen Kolonien in Zentralamerika durch schwere Erdbeben mehrfach zerstört wurde, hat ihrem Charme nicht geschadet: Der Kontrast aus farbenfroh renovierten Gebäuden und alten Ruinen macht das besondere Flair der Stadt aus. Aufgrund ihrer barocken Kolonialarchitektur zählt Antigua seit 1979 zum Weltkulturerbe. Besonders beeindruckend ist die Szenerie der Stadt, die durch die drei Vulkane Agua, Fuego und Acantenango bestimmt wird. Jedes Jahr im September lädt die Stadt zum Antigua Festival mit einem Programm aus Kunst und Musik. Wer eine besondere Erfahrung machen möchte, schwingt sich auf einen der sogenannten „Chickenbusse“ und macht sich zwischen Hühnern auf den Weg in die Stadt Chichicastenango (kurz Chi Chi). Hier findet donnerstags und sonntags einer der bekanntesten Märkte Zentralamerikas statt.

Weiter geht es nach Suchitoto in El Salvador. Die nur 47 Kilometer von San Salvador entfernte Stadt ist seit präkolumbianischer Zeit bewohnt und ist bekannt für ihre Kopfsteinpflasterstraßen und ihr vielfältiges Kulturangebot. Am Wochenende genießt der Besucher das Kunstfestival auf der Plaza im Ort und taucht ein in das Nachtleben, zum Beispiel in der Café Bar El Necio mit ihren Dichterlesungen. Die Stadt ist auch ein guter Ausgangspunkt für Wandertouren in die Umgebung, zu Wasserfällen, Höhlen und zum See Suchitlán. Ein besonderer Höhepunkt ist der Wasserfall Cascada los Tercios, der mit seinen sechseckigen Steinblöcken als geologische Kuriosität gilt. Auch Hobby-Ornithologen kommen in Suchitoto auf ihre Kosten: Die Umgebung ist mit seinen 200 Vogelarten ein wichtiges Gebiet für Zugvögel.

Auch El Salvadors Nachbarland Honduras hat zahlreiche koloniale Schätze zu bieten. 80 Kilometer nordöstlich von Tegucigalpa liegt die Kolonialstadt Comayagua, erste Hauptstadt Honduras`. Im historischen Kern der katholisch geprägten Stadt lassen sich prächtige Kirchen und Gebäude erkunden, darunter die imposante Kathedrale: Das größte Gotteshaus aus der Kolonialzeit in Honduras ist bekannt für seinen goldenen Altar und eine alte maurische Uhr, eine der ältesten Uhren Amerikas.

Außerdem lohnenswert ist ein Besuch des archäologischen Museums, das im ehemaligen Präsidentenpalast untergebracht ist. Hier finden sich unter anderem zahlreiche Artefakte der Lenca.

Weiter geht es von Tegucigalpa aus über die Gebirgskette Cordillera de los Maribios in die nicaraguanische Kolonialstadt León. Die ehemalige Landeshauptstadt gehört zum Weltkulturerbe und hat neben kolonialzeitlichen Gebäuden und Kirchen auch viele Wandgemälde aus der Zeit der nicaraguanischen Revolution zu bieten. Von León aus fährt man Richtung Süden am See Xolotlán entlang über Managua weiter nach Granada, in die älteste Kolonialstadt des Landes. Am Lago de Nicaragua gelegen und mit Zugang zum Meer war die Stadt einst ein wichtiges Handelszentrum in der Region. Reisende können hier die älteste Kirche Zentralamerikas, die Iglesia San Francisco mit ihrer hellblauen Fassade, besichtigen oder mit dem dazugehörigen Museum eines der besten Museen der Region besuchen. Auch die Natur hat einiges zu bieten: Lohnenswert ist ein Abstecher zu dem Miniarchipel „Las Isletas“. Die rund 360 Mini-Inseln bieten eine optimale Umgebung für verschiedenste Tierarten wie zum Beispiel den Eisvogel oder den Brüllaffen. Auch der nahegelegene noch aktive Vulkan Mombacho bietet vielen verschiedenen Tierarten eine Heimat und ist eine optimale Umgebung zum Wandern.

Weiter südlich empfiehlt sich eine Station in der costa- ricanischen Stadt Cartago einzulegen, die 1563 vom spanischen Konquistor Juan Vázquez de Coronado gegründet wurde. Ein Höhepunkt der Stadt ist die im Stadtpark gelegene Kirche des Apostels Jakobus, die nie fertiggestellt wurde und von den Einheimischen als „Las Ruinas“ bezeichnet wird. Die Kirche gehört zu den nationalen Kulturdenkmälern Costa Ricas. Cartago ist außerdem eine beliebte Destination für Kaffeeliebhaber, die hier bei verschiedenen Touren Einblicke in Kaffeeanbau und –ernte bekommen. Es lohnen sich außerdem Ausflüge zum höchsten Vulkan Costa Ricas, dem Irazú und den ihn umgebenden Nationalpark.

Im Süden Zentralamerikas und damit in Panama angekommen, geht es weiter nach Panama-Stadt, wo sich an den alten Mauern im Casco Viejo auch heute noch das historische Erbe erkennen lässt. Die Altstadt von Panama-Stadt ist heute halb verfallen und halb modernisiert und gehört seit 2003 zum Weltkulturerbe. Die felsige Halbinsel lädt zu gemütlichen Spaziergängen oder abendlichen Erkundungstouren durch die zahlreichen Bars und Kneipen ein.
Auch die „Zona Colonial“, das historische Zentrum von Santo Domingo in der Dominikanischen Republik, zeichnet sich durch ihre zahlreichen gepflasterten Straßen und Gassen im Barockstil aus, über die Besucher zu verschiedenen Parkanlagen und bekannten Plätzen oder den Fluss Ozama gelangen. Die bekanntesten Straßen der „Stadt in der Stadt“, die zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt, sind Calle del Conde, Calle de Las Damas und Calle Las Mercedes. Entlang dieser erkunden Besucher zahlreiche alte Kolonialbauten wie die Ozama-Festung („Fortaleza“) mit Blick auf den Fluss Ozama, Casa de Bastidas und den Palacio de los Capitanes.

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Grün, grüner, Zentralamerika

Unberührte Inseln, eindrucksvolle Riffe, beeindruckende Nationalparks: Die sieben zentralamerikanischen Länder haben eine bunte Vielfalt zu bieten – nicht zuletzt aufgrund ihrer weltweit einmaligen Biodiversität und präkolumbianischen Kultur.
Der Atitlán-See liegt im Herzen Guatemalas, umgeben von den drei Vulkanen San Pedro, Atitlán sowie Tolimán. Bekannt ist der See für seine wunderschönen Landschaften und Begegnungen mit der Maya-Kultur. Für tiefere Einblicke in den Alltag der Einheimischen werden Reisende eingeladen, eins der insgesamt zwölf umliegenden Dörfer zu besuchen. Erreichen können Sie diese am besten per Boot. Wer statt entspannten Bootstouren auf dem See auf Abenteuer aus ist, kann in Atitlán mit Zip-Lines über den Regenwald gleiten oder auf einer geführten Tour einen der Vulkane besteigen. Im karibischen Meer, kurz vor der Küste von Honduras, liegt die Insel Útila. Sie ist nicht nur aufgrund ihrer naturbelassenen weißen Sandstrände beliebt, sondern lockt vor allem mit einer farbenfrohen Unterwasserwelt.Wer auf Entdeckungstour im sogenannten Arrecife gehen möchte, stößt hier bei einem Tauchgang auf versunkene Piratenschiffe sowie geheimnisvolle Höhlen. Neben der vielfältigen Fauna ist die Insel Útila auch Heimat des Walhais, einem der größten und dennoch friedlichsten Haie der Welt. Weiter südlich gelegen, etwa 45 Kilometer von der Küste Nicaraguas entfernt, liegt eine Inselgruppe bestehend aus insgesamt zwölf Inseln - bekannt unter dem Namen „Cayo Miskitos“. Die meisten dieser Inseln sind von Holzhütten auf Stelzen umgeben: Fischer laden Reisende zu sich nach Hause ein, stellen ihre Fischereitätigkeiten vor und gewähren Einblicke in ihre Kultur sowie kulinarischen Traditionen. In Belize wartet auf die Besucher statt einer „grünen“ Attraktion eine tiefblaue: das „Great Blue Hole“ im Belize Barrier Reef, dem zweitgrößten Korallenriff der Welt. Mit einem Durchmesser von 300 Metern und einer Tiefe von 120 Metern gehört dieses zu den größten und bekanntesten Atollen weltweit und ist definitiv einen Besuch wert. Bestaunen können Besucher das unter dem Meeresspiegel liegende Höhlensystem entweder mit einem Helikopterflug aus der Luft oder direkt zu Wasser bei einem geführten Schwimm- und Tauchgang. Mit seiner Artenvielfalt und unberührten Natur gilt Costa Rica schon viele Jahre als Wiege des Ökotourismus. Einer der Juwelen des Landes ist der Nationalpark Tortuguero im gleichnamigen Ort. Hier können Besucher bei einer nächtlichen Bootsfahrt ein ganz besonderes Naturschauspiel beobachten: vier der weltweit acht Arten von Meeresschildkröten ziehen zum Laichen nach Tortuguero. Der Nationalpark zeichnet sich durch eine hohe Artenvielfalt von Flora und Fauna aus – er beheimatet mehr als 400 Baum- und über 2.000 Pflanzenarten, sowie etwa 500 verschiedene Tierarten, darunter Krokodile, Schmetterlinge, Faultiere und Jaguare.
Im Süden Zentralamerikas angekommen, liegt im Norden Panamás die Provinz „Bocas del Toro“: Strahlende Sonne, weiße Sandstrände und kristallklares Wasser verleihen dieser ihren typischen Karibikflair. Zu ihr gehören neben dem Festland auch zahlreiche Inseln – eine von ihnen ist Cayo Zapatilla, die Touristen mit naturbelassenen Stränden und unzähligen Kokospalmen begrüßt. Ein weiterer sehenswerter Ort ist der Strand „Playa Estrella“ auf der Isla Colon. Seinen Namen hat er dem großen Aufkommen von Seesternen zu verdanken, welche die Gewässer vor dem Strand schmücken.
Wer genug von üppigen Regenwäldern, alten Maya-Ruinen und Tauchgängen hat, reist in die nicht allzu weit entfernte Dominikanische Republik. Hier, auf der Halbinsel Las Calderas, wartet ein besonderes Highlight: die Dünen von Baní. Die karibische Wüste gilt als einzigartiges Phänomen der Antillen, welches im Jahr 1996 zum Naturschutzgebiet erklärt wurde. Flüsse, die permanent durch die Dünen fließen und in der Bucht münden, sorgen für ihr einzigartiges Wellenmuster und verbinden die Wüstenlandschaft direkt mit dem Ozean. Der hohe Quarzgehalt der Flüsse lässt den Sand in einer tief gelben Farbe erstrahlen und macht die Region zu einer der salzigsten Gewässer der Welt.

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Die kegelförmigen Berge mit tiefen Kratern und brodelnder Lava faszinieren. Sie zählen schon lange zu den beeindruckendsten Naturattraktionen und sind beliebte Reiseziele für Abenteuerlustige. 75 Prozent der insgesamt 1500 Vulkane weltweit liegen auf dem sogenannten “Belt of Fire” (dt. Feuer- Gürtel) rund um den Pazifik – darunter befinden sich allein 78 Vulkane an den Westküsten Zentralamerikas. Ihr hohes Vulkanaufkommen haben sie ihrer Lage zu verdanken: Durch die vier aneinandergrenzenden Erdplatten kommt es noch heute zu gelegentlicher Aktivität der Vulkane. Wer in die zentralamerikanischen Länder reist, kommt nicht um sie herum. Die vielen imposanten Feuerberge reihen sich aneinander wie Perlen an einer Kette und bieten den Reisenden ein unvergleichliches Naturerlebnis. Bei geführten Expeditionen hoch auf den Krater genießen Gäste nicht nur eine weite Aussicht über das Land oder einen tiefen Einblick in den brodelnden Kessel, sondern erfahren auch noch etwas über Kultur und Geschichte– beim Vulkan-Trekking kommt jeder Abenteurer auf seine Kosten.

Die Vulkanroute Zentralamerikas beginnt im Norden, genauer gesagt in Guatemala. Der Vulkan Acatenango, in der Nähe von Antigua, ist mit einer Höhe von fast 4000 Metern über dem Meeresspiegel der zweitgrößte Vulkan des Landes. Eine Wanderung auf seinen Krater bietet nicht nur einen der spektakulärsten Ausblicke auf das Land – bei einem klaren Tag reicht der Blick von oben auch über andere Vulkane, den Atitlán- See und die Pazifikküste.


EINE REISE ENTLANG DER VULKANROUTE ZENTRALAMERIKAS


Ein weiterer Krater kann in El Salvador erklommen werden. Der Vulkan Santa Ana – bei den Einheimischen bekannt unter den Namen “Llamatepec” – zählt mit einer Höhe von 2000 Metern über dem Meeresspiegel eher zu den kleineren Vulkanen und ist Teil des Cerro Verde Nationalparks. Reisende werden nach einer knapp anderthalbstündigen Wanderung bis hoch auf den Krater nicht nur mit einem beeindruckenden Panorama belohnt, sie blicken ebenso auf den nebenan liegenden Kratersee Coatepeque, der je nach Wetter und Jahreszeit entweder in einer tiefgrünen oder helltürkisen Farbe erstrahlt.

Wer nach besonderem Nervenkitzel sucht, der reist zu dem weiter südlich gelegenen Cerro Negro in Nicaragua. Mit nur 160 Jahren ist er zwar der jüngste und kleinste Vulkan, dennoch einer der Aktivsten in der Region. Eine problemlose Besteigung des 728 Meter hohen brodelnden Berges ist dennoch möglich, da sich aufgrund seiner Beschaffenheit die Eruptionszeiten sehr genau vorhersagen lassen. So ist er besonders beliebt bei Touristen, die schon immer einmal glühende Lava sehen oder auf einem Sandboard über schwarze Asche düsen wollten.

In Costa Rica angekommen, lädt der Vulkan Rincón de la Vieja (dt. Winkel der alten Frau) in der Provinz Guanacaste zu einer Wanderung durch seine mystischen Nebelwälder ein. Sein Name geht auf eine ethnische Legende der Guatuso Indianer zurück, wonach eine Häuptlingstochter, deren Vater ihren Geliebten in den Schlund des Vulkans geworfen haben soll, in die tiefen Wälder floh und dort bis zu ihrem Lebensende lebte. Noch heute glauben Einheimische, dass bei absoluter Stille der Geist der Prinzessin zu hören sei. Neben seiner fantasievollen Geschichte lockt der Vulkan sowie sein umliegender Nationalpark Touristen ebenso mit meterhohen Wasserfällen und Thermalquellen an.

Der letzte Stopp auf der Vulkanroute durch Zentralamerika führt nach Panamá. Genauer gesagt in den Norden des Landes zum Vulkan Barú, der aufgrund seiner Höhe auch als „Dach des Landes“ bezeichnet wird. Von seinen 3474 Metern aus können gleichzeitig die Karibik und die Südsee, der Atlantik sowie der Pazifik im Panorama beobachtet werden. Besonders beliebt bei Touristen ist der Aufstieg bei Nacht, um bei Tagesanbruch von oben die aufgehende Sonne hinter den Ozeanen genießen zu können.

Information

Mit 46 Millionen Einwohnern auf einer Gesamtfläche von rund 523.000 Quadratkilometern nehmen die Länder Belize, Costa Rica, El Salvador, Guatemala, Honduras, Nicaragua und Panama gerade einmal ein Prozent der Erdoberfläche ein. Zugleich gilt Zentralamerika als eine der Regionen mit der höchsten Biodiversität weltweit. Über 550 Naturschutzschutzgebiete und 109 Vulkane erstrecken sich über die gesamte Region. Nicht zuletzt die einmalige Lage zwischen Nordund Südamerika trägt dazu bei, dass die sieben Staaten insgesamt acht Prozent der biologischen Vielfalt der Welt beheimaten und das zweitgrößte Riffsystem der Erde direkt vor den Toren Zentralamerikas zu finden ist. Doch nicht nur Flora und Fauna, sondern auch der kulturelle Reichtum trägt zur Anziehungskraft der sieben Länder entscheidend bei. Mehr als 25 indigene Völker, traditionelle Tänze, imposante Kolonialbauten, geheimnisvolle Maya-Stätten sowie international renommierte Schriftsteller sind Teil der Magie einer ganzen Region.

Die Central America Tourism Agency (CATA) mit Sitz in San Salvador wurde 2002 gegründet. Die Mitgliedsstaaten sind Belize, Costa Rica, El Salvador, Guatemala, Honduras, Nicaragua und Panama.

Weitere Informationen unter
www.visitcentroamerica.com