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ZU GAST BEI…: Graf Hören und Sehen: HIFI MIT SYSTEM


FIDELITY - epaper ⋅ Ausgabe 1/2020 vom 06.12.2019
Artikelbild für den Artikel "ZU GAST BEI…: Graf Hören und Sehen: HIFI MIT SYSTEM" aus der Ausgabe 1/2020 von FIDELITY. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: FIDELITY, Ausgabe 1/2020

In Stuttgart gibt es ein Geschäft, das zeigt, wie sich neue und bewährte Konzepte, klassisches HiFi und moderne Streaming-Systeme miteinander verbinden lassen. Wir waren zu Besuch bei Graf Hören und Sehen.

Ein weiteres Mal verfehle ich die Abzweigung. Das geht ja gut los. Ich sause mit dem PKW durch Stuttgart, stehe an Ampeln, ordne mich falsch ein und rolle anschließend gefühlte vier Kilometer durch einen Tunnel, ehe ich wenden kann. Und alles, weil ich dem verflixten Navi im hektischen Verkehr nicht klarmachen kann, dass Teile der Baden-Württembergischen Hauptstadt einer riesigen Baustelle gleichen. ...

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Ein weiteres Mal verfehle ich die Abzweigung. Das geht ja gut los. Ich sause mit dem PKW durch Stuttgart, stehe an Ampeln, ordne mich falsch ein und rolle anschließend gefühlte vier Kilometer durch einen Tunnel, ehe ich wenden kann. Und alles, weil ich dem verflixten Navi im hektischen Verkehr nicht klarmachen kann, dass Teile der Baden-Württembergischen Hauptstadt einer riesigen Baustelle gleichen. Also nochmal: Kehrtwende, der Straße nach, ein Stück bergauf, links und, ja … da ist (m)ein Parkplatz!
Kurz darauf stolziere ich mit geschulterter Kamera bei herrlichstem Kaiserwetter durch eine Straße, die von mondänen Prachtbauten geziert wird. Ich biege in eine Passage, und vorbei geht’s an der Staatsgalerie, der Hochschule für Musik und anderen Instituten. Erst jetzt dämmert mir, in was für einer großartigen Umgebung mein Ziel liegt. Familie Graf hat offenkundig ein Gespür für hervorragende Lagen: Ihr Geschäft „Hören und Sehen“ ist nur wenige Schritte vom Akademiegarten entfernt, der vorbei am Schloss und Landtag direkt in den Oberen Schlossgarten übergeht. Und der endet kaum 500 Meter von hier am Hauptbahnhof – mitten im Herzen der Metropole.
Nur hinein komme ich nicht. Die Tür an der belebten Charlottenstraße ist abgesperrt. Das irritiert mich kurz, aber ich bin vorgewarnt: Der Laden befindet sich mitten in der Renovierung. Das verrät auch ein kleines Schild an der Tür, dass mich einige Meter in die Seitenstraße zurückschickt, aus der ich gekommen bin. Tatsächlich müsste man bei Hören und Sehen von „die Läden“ sprechen. Das Geschäft von Silke und Thorsten Graf verteilt sich auf zwei Gebäude: Das 1996 gegründete Stammlokal, in dem sich gerade Handwerker Befehle zurufen, liegt an der Hauptstraße, vis-à-vis von Boutiquen, Galerien und Gastronomie. Das kleinere Studio ist nur wenige Meter entfernt direkt neben einer unscheinbaren Einfahrt. Die führt in einen lauschigen Hinterhof, der den einladend gestalteten Außenbereich eines Restaurants beherbergt.

Als ich den Laden betrete, begrüßt mich Silke Graf, die gerade ein Telefonat beendet hat: „Ah, genau zur rechten Zeit.“ Sie weist auf ein Tablett mit belegten Brötchen und Laugenbrezeln, das auf dem Tresen am Empfang steht. Kurz darauf betritt auch ihr Mann Thorsten den Raum, und wir lassen uns nach kurzer Begrüßung im Nachbarzimmer nieder. Der lange Tisch dort dient normalerweise als Kopfhörer-Theke und lädt Mobil-Enthusiasten zum Ausprobieren. Ich entdecke Modelle von Sennheiser, Stax, diverse HiFiMänner und Grados. Als Verstärker sind Amps von Lehmannaudio, SPL, Pro-Ject sowie die hauseigenen Speiseteile von Stax startbereit.
„Der Umbau vorn im Laden hängt mit dem Wirbel im späten Frühjahr zusammen“, erklärt mir Thorsten Graf, während wir uns mit dem Tablett und dem zwischenzeitig herbeigezauberten Kaffee beschäftigen. Bis zur Jahresmitte war Hören und Sehen ausgewiesener Loewe-Spezialist, doch im Mai kam die Hiobsbotschaft von der Insolvenz der Kronacher. Und von heute auf morgen entfiel das „Sehen“ aus dem Namen des Geschäfts. Doch die Verwirrung dauerte nur wenige Tage: Ein Anruf bei Bang & Olufsen füllte die Lücke. Und noch mehr als das: An den Wänden des Raums, in dem wir gerade sprechen, hängen B&Os „Shapes“. Das Multiroom-Konzept besteht aus separaten Verstärker-, Streaming- und Lautsprechermodulen, die sich je nach Bedürfnis und Anspruch des Eigentümers kombinieren und zusammenstellen lassen. Graf Hören und Sehen wurde zum vollwertigen Partner der Dänen, neben Fernsehern betreuen die Stuttgarter auch das komplette Spektrum der exklusiven Beosound-Familie.

Öffnungszeiten: Mo., Di., Do. & Fr. durchgehend von 10 bis 18 Uhr, Mittwoch geschlossen, Samstag von 10 bis 15 UhrGraf Hören und Sehen | Charlottenstraße 5 | 70182 Stuttgart | Telefon +49 711 2348686 | www.graf-hifi.de


Auf dem Regal unterhalb der Shapes stehen auch Streaming-Produkte namhafter Wettbewerber, darunter Sonos, Bluesound, Dynaudio und Devialet. „Netzwerkmusik, Mobile HiFi, Kopfhörer und die Neuen Medien machen einen gewichtigen Anteil unseres Portfolios aus“, berichtet Thorsten Graf. Vor allem aktive Komplettsysteme wie Devialets Phantom oder B&Os Edge laufen aktuell gut. Und obwohl die neuen Konzepte in ihrer Gewichtung lifestyliger ausgelegt sind als klassisches HiFi und High End, passen sie perfekt zu den Grundprinzipien von Hören und Sehen. Seit den Anfangstagen gehören Systemplanung und Beratung zu den Grundpfeilern des Geschäfts. Egal ob es um kompakte Bluetooth-Beschallung geht, um die HiFi-Ketten oder um ein kombiniertes Audio- und TV-System, die Grafs finden in jeder Preisklasse eine passende Lösung. Ihr Angebot geht weit über die feilgebotenen Komponenten hinaus. Sie betreuen Multimedia-Installationen in Neu- und Umbauten, lassen maßgeschneiderte Racks und Installationselemente anfertigen, mit denen sich das AV-System unsichtbar integrieren lässt. Das erfordert natürlich häufig einen Vor-Ort-Service beim Kunden.
Hören und Sehen kann sich aber auch ganz traditionell geben: Nach der kleinen Stärkung bittet mich Thorsten Graf, ihm zu folgen. Wir gehen über den Hof ins Stammlokal, ignorieren das wuselige Treiben im Laden und nehmen die Treppe in den Keller. Hier befindet sich der Hörraum, in dem eine stolze Accuphase-Anlage aufgebaut ist, die leise an Dynaudios Confidence 60 musiziert. Daneben stehen Racks mit T+As großen HV-Komponenten sowie weitere Lautsprecher von Dynaudio, Devialet und den Herfordern. Einige Vitrinen voller Zubehör und Strippen vervollständigen den Raum. Ein schmaler Durchgang führt uns ins nächste Zimmer, das Liebhaber klassischer Gardemaß-Komponenten als Paradies empfinden dürften: Neben der R- und E- Serie von T+A erspähe ich in den wandfüllenden Regalen Elektronik von Block, Cambridge Audio, Devialet, NAD sowie etlichen anderen. Die übrigen Wände des Raums werden von einem guten Dutzend Lautsprechern eingenommen, die auf kleinen Podesten auf ihren nächsten Einsatz warten – nach vorheriger Terminabsprache kann man sich natürlich alles anhören.
Damit gelingt den Grafs etwas, an dem viele Traditionshändler scheitern: Wie selbstverständlich verbinden sie klassische HiFi-Tugenden mit neuen Denkweisen, Technologien und den Erfordernissen, die sie mitbringen.