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Zu geringe Anmeldungen Floristik: Meisterschule in Straubing schließt


TASPO - epaper ⋅ Ausgabe 13/2019 vom 30.03.2019

Nachdem verschiedene Floristmeisterschulen wie beispielsweise die in Hannover-Ahlem ihre Meisterkurse nicht mehr belegen konnten, meldet nun die bekannte Floristmeisterschule im bayerischen Straubing über Facebook ihr „Aus“.Katrin Klawitter fragte nach


Artikelbild für den Artikel "Zu geringe Anmeldungen Floristik: Meisterschule in Straubing schließt" aus der Ausgabe 13/2019 von TASPO. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: TASPO, Ausgabe 13/2019

Bekannt für gute Ausbildung: Die Floristmeisterschule in Straubing.


Werkfoto

„Eine Ära geht zu Ende“, mit diesen Worten verkündet die Floristmeisterschule Straubing in den neuen Medien, dass sie ihren Betrieb mangels Nachfrage zum 31. Juli 2019 einstellt. Die aktuelle Situation in der Branche und deren Auswirkungen auf die beruflichen ...

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... Fortbildungseinrichtungen zwingen zu diesem Schritt, begründet sie die Schließung nach nunmehr 25 Jahren.

Schon in den vergangenen Schuljahren seien die Anmeldezahlen rückläufig gewesen. Grund, warum die Schule mit neuen Konzepten und Ideen eine Wiederbelebung versucht hatte: Ein bewusstes Jahr Pause ab September 2018 nutzen die Verantwortlichen, um Veränderungen vorzunehmen. So wurde unter anderem das Prüfungsverfahren optimiert, ein neues Unterrichtsfach „Visuelles Marketing“ kreiert und ein spezieller Geschäfts- und Verkaufsraum geplant.

Ihr neues Konzept präsentierte die Meisterschule auf der Internationalen Pflanzenmesse 2019 in Essen und konnte sich auch innerhalb kürzester Zeit über die ersten Anmeldungen freuen.

Die reichten aber allem Anschein nach nicht aus: Mitte März musste der Schulträger, der Berufsschulverband Straubing-Bogen, die Entscheidung treffen, ob die Floristmeisterschule im nächsten Schuljahr fortgeführt wird. Da die Werbemaßnahmen nicht den gewünschten Erfolg zeigten, die Anmeldezahl auf sehr niedrigem Niveau stagnierte, sah sich das Gremium nun gezwungen, die Schule zu schließen. „Somit reihen wir uns in die traurige Bilanz der Bildungseinrichtungen im Berufsfeld der Floristik ein, die trotz Engagement und Enthusiasmus ihre Schließung verkünden müssen“, bedauert das Kollegium rund um Schulleiter Johann Dilger.

Verkauf von Schloss Schlachtegg

Ebenfalls mit dem Branchenwandel war vor Kurzem eine weitere Schließung in Süden begründet worden: Das im Jahr 1992 gemeinsam von den beiden Floristenfachverbänden Bayern und Baden- Württemberg erworbene Schloss Schlachtegg in Gundelfingen soll verkauft werden. Die Verbände hatten es damals grundlegend saniert und unter anderem als floristisches Bildungszentrum ausgebaut und genutzt. In den vergangenen Jahren war auch dort die Kursentwicklung – ähnlich wie die Tendenz im gesamten Bundesgebiet – stark rückläufig und tendierte laut Aussagen der Verbände gegen Null. Das Seminargebäude im Rosenschloss war daher nicht mehr ausgelastet, wurde für die Verbandsarbeit nicht mehr gebraucht, und das Präsidium des Fachverbandes Deutscher Floristen – Landesverband (FDF LV) Bayern fasste deshalb nach intensiven Beratungen den Beschluss, das Rosenschloss zu verkaufen.

Dennoch werden alle derzeit auf der Homepage des Rosenschlosses angekündigten Termine (https://floristenverband.bayern/rosenschloss/ ) unverändert stattfinden, wie FDF-Landesverbandsgeschäftsführerin Bayern, Barbara Storb, gegenüber der TASPO ausführt. Je nach Investor sei es auch durchaus denkbar, dass die floristische Fortbildung im Schloss weiterlaufe.

Weiterbildung im Umbruch

Leider habe sich die ganze Bildungslandschaft verändert, bedauert die Geschäftsführerin. „Während vor 20 Jahren die Seminare voll besetzt waren mit langen Wartelisten, gibt es heute kaum noch eine Chance, kontinuierlich Kurse mit der notwendigen Teilnehmerzahl durchzuführen.“ Die demografische Entwicklung und der Fachkräftemangel ersticke alle Weiterbildungsaktivitäten im Keim. Die enge Personaldecke in den Betrieben sei der Killerfaktor für berufliche Weiterbildung vor Ort und in Meisterschulen. „Da dies keine kurzfristige Entwicklung ist, sondern sie uns die nächsten Jahre oder vielleicht Jahrzehnte begleiten wird, hat der FDF LV Bayern die Konsequenz gezogen und sich schweren Herzens für den Verkauf seines Bildungszentrums im Rosenschloss Schlachtegg entschieden“, so Storb.

Das Ende des Bildungszentrums sei allerdings nicht die erste Auswirkung des Seminarrückganges. Bereits 2018 musste der FDF Landesverband Bayern seine berufsbegleitende Nürnberger Meisterschule auf Eis legen. Mit der nun angekündigten Schließung von Straubing eine bittere Entwicklung, so Storb. Das jetzige Aus spiegele die großen Veränderungen der Zeit wider. „Ob unsere Weiterbildungszukunft online tickt oder es bald auch in Deutschland ‚Espresso Learning‘ gibt wie in der Schweiz, wird sich zeigen“, so Storb.