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ZU GUT FÜR DIE TONNE!


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Vegan für mich - epaper ⋅ Ausgabe 1/2022 vom 09.02.2022

Resteverwertung

Artikelbild für den Artikel "ZU GUT FÜR DIE TONNE!" aus der Ausgabe 1/2022 von Vegan für mich. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Vegan für mich, Ausgabe 1/2022

Aus Resten das Beste zu zaubern bringt nicht nur leckeres Essen auf den Tisch, sondern auch Spaß für Groß und Klein. Denn der Fantasie sind beim Zubereiten keine Grenzen gesetzt!

Lebensmittelverschwendung ist ein gesellschaftliches Problem, das auch zum Klimawandel beiträgt. Obwohl das Bewusstsein dafür mittlerweile deutlich größer ist, so wird trotzdem immer noch viel zu viel weggeworfen. Laut einer Studie des Thünen-Instituts wirft jeder deutsche Haushalt im Durchschnitt 75 Kilogramm Lebensmittel pro Jahr weg. Das macht mehr als die Hälfte der entstehenden Abfälle des gesamten Kreislaufs aus. Dabei kann ein Großteil davon durch richtige Lagerung und ein Wissen über den Verderb von Lebensmitteln ganz leicht verhindert werden. Wir erklären, was jede/r tun kann.

Auch wenn die vegane Lebensweise an sich klimafreundlicher ist als tierische Kost, kann hier trotzdem immer noch sehr viel verschwendet werden. Denn damit Lebensmittel den Weg in den Supermarkt finden, müssen sie erst produziert werden. Ihre Herstellung erzeugt Treibhausgase als CO2-Äquivalente und ...

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... Verpackungsmüll, verbraucht Wasser und Transport. Obwohl viele pflanzliche Lebensmittel wie Obst und Gemüse kompostiert werden können, gibt das nur einen Bruchteil an die Erde zurück, was zuvor verbraucht wurde. Außerdem ist ein bewusster Umgang mit Lebensmitteln ein wichtiges Zeichen in einer Welt, die sehr verschwenderisch mit ihren Ressourcen umgeht. Ungeachtet davon, dass wir Lebensmittelknappheit in Zentraleuropa heute kaum noch kennen, leben wir im Luxus und sollten ihn zu schätzen wissen.

SCHRITT EINS: DER EINKAUF

Lebensmittelverschwendung startet beim Einkauf. Denn was wir nicht einkaufen, kann gar nicht erst im Mülleimer landen. Es lohnt sich daher, auf den altbewährten Einkaufszettel zurückzugreifen und nur das zu kaufen, was auch wirklich gebraucht und verwendet wird. Angebote sind oft sehr verlockend, aber gerade bei frischen Produkten müssen diese auch schnell verbraucht und gegessen werden. Leider landen sie dann am Ende oft genug doch zum Teil in der Tonne.

SCHRITT ZWEI: DIE RICHTIGE LAGERUNG

Lebensmittel, die nicht gleich verzehrt werden, benötigen eine geeignete Lagerung, damit sie möglichst lange frisch bleiben. Genau bei diesem Punkt weist die Welthungerhilfe auf viele Fehler hin, die zu Lebensmittelverschwendung führen: Schon im Kühlschrank gibt es unterschiedliche Temperaturen. Die Türe ist ein wärmerer Ort, dort sind pflanzliche Drinks, Saucen und Margarine gut aufgehoben. Im Gemüsefach ganz unten im Kühlschrank lagern Kohl, Äpfel, Karotten, Birnen oder Brokkoli, aber nicht jedes Obst und Gemüse. Über diesem Fach ist der kälteste Ort des Kühlschranks. Hier ist der ideale Platz für Tofu, Tempeh oder Reste – alles, was relativ schnell gegessen werden muss. Darüber sind veganes Joghurt und pflanzliche Aufstriche gut platziert. Im obersten Fach ist alles optimal aufgehoben, was zum Beispiel eingelegt ist, aber auch Marmelade, Käse und Aufstriche.

Was gehört nicht in den Kühlschrank? Brot, tropische Früchte sowie Obst und Gemüse mit hohem Wasseranteil, wie Tomaten, Gurke oder Aubergine. Diese haben es gerne kühl (aber nicht gekühlt) und dunkel. Sollte die Küche aber im Sommer sehr warm sein, geht es ihnen im Kühlschrank besser. Sobald diese Obst- und Gemüsesorten angeschnitten sind, sind sie am besten in einer Tupperdose oder eingewi-ckelt in einem veganen Wachstuch gut im Kühlschrank aufgehoben. Tipp: Bananen und Äpfel produzieren Ethylen, ein Gas, welches das Reifen anderer Lebensmittel beschleunigen kann. Darum werden sie am besten getrennt gelagert.

Ribollita

Zutaten

3 EL Öl

1 große Zwiebel

4 Knoblauchzehen

250 g Möhren

1 Bund Schwarzkohl

250 g Weißkohl

200 g passierte oder gehackte Tomaten

500 g gekochte weiße Bohnen

300 g Weißbrot in kleinen Stücken

1,5l Suppenbrühe

Thymian, Rosmarin, Salz und Pfeffer

Olivenöl zum Abschmecken

1. Für die Suppe geschnittene Zwiebel und Knoblauch in Öl golden anbraten. Dann die gehackten Möhren hinzugeben und kurz mitkochen. Geschnittenen Schwarz-und Grünkohl untermischen. Mit Tomaten und Bohnen ablöschen und anschließend mit Brühe aufkochen.

2. Nach 45 Minuten Köcheln das alte Brot hinzugeben und die Suppe kurz eindicken lassen. Es sollte eine homogene Masse, ähnlich eines Breis, entstehen – bei Bedarf mehr Wasser hinzugeben. Mit Thymian, Rosmarin, Salz und Pfeffer abschmecken.

3. Dann die Suppe abkühlen lassen, und zum Servieren noch mal aufkochen lassen (daher ihr Name: Ribollita für ital. die Aufgewärmte) und beim Servieren mit Olivenöl beträufeln.

Reste-Bratlinge mit Reste-Pesto

Für die Bratlinge

200 g gekochtes Getreide

250 g gekochte Bohnen

500 g gekochtes Gemüse der Wahl

1 Brötchen/80 g Semmelbrösel

Gewürze nach Belieben (z. B. Paprika, Kreuzkümmel, Knoblauch)

2 EL Öl

Für das Pesto

1 Bund Kräuter (oder Gemüsegrün)

50 g Nüsse/Samen

3 EL Olivenöl

2 EL Hefeflocken

1 Knoblauchzehe

1 TL Salz

1. Bei dieser Resteverwertung sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Wenn die Reste schon gewürzt sind – umso besser. Einfach alle Zutaten für die Bratlinge in eine Küchenmaschine geben und zu einer groben Masse vermischen. Wenn die Bratlinge gut zusammenhalten – sonst noch mehr Semmelbrösel dazu geben – mit dem Öl in einer Pfanne anbraten, bis sie auf beiden Seiten schön goldbraun sind.

2. Für das Pesto erst die Nüsse trocken in einer Pfanne anrösten, bis sie goldbraun sind, und dann alle Zutaten mit dem Stabmixer pürieren oder in die Küchenmaschine geben und die Bratlinge mit dem würzigen Dip toppen – guten Appetit!

Und gleich noch ein Tipp: Gemüse sollte nicht in Plastiksäcken gelagert werden, sondern lieber lose oder im Stoff beuteln liegen, damit es nicht schimmelt und länger frisch bleiben kann.

SCHRITT DREI: KONSUMIEREN

Auch bei der Zubereitung von Speisen können wir achtsam Lebensmittelverschwendung vermeiden. So ist es immer sinnvoll, den Kühlschrank und andere frische Produkte regelmäßig auf ihren Zustand zu überprüfen. Was schon etwas welk und kraftlos erscheint, sollte am besten gleich verwertet werden. Gemüsepfannen, Aufläufe, Salate, Eintöpfe oder Ofengemüse sind wunderbare Gerichte, um verschiedene Lebensmittel aufzubrauchen und Reste zu verwerten. Hier lassen sich auch Schalen (sofern diese essbar sind) und bestimmte Blätter verwerten, um noch weniger Müll zu erzeugen. Schalen und Blätter kann man aber auch in einem Gefrierbeutel in der Tiefkühltruhe sammeln und daraus, wenn der Beutel voll ist, eine feine Gemüsebrühe kochen.

WIE STEHT ES UM DIE MINDESTHALTBARKEIT?

Bei verpackten Produkten findet sich immer ein Datum aufgedruckt: das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD). Das kann oft sehr verwirrend sein, denn viele Produkte sind oft deutlich länger haltbar als angegeben. Insbesondere pflanzliche Produkte können oft noch lange danach gegessen werden, da man sich dabei in aller Regel keine Sorgen um Salmonellen und Co. machen muss. Ein Augenmerk gilt allerdings möglichem Schimmelbefall.

Ist das MHD abgelaufen, sollte aufmerksames Prüfen Aufschluss geben. Sieht das Produkt noch gut aus? Riecht es noch gut? Wenn ja, schmeckt es noch gut? Wenn wiederum ja, kann man den eigenen Sinnen in aller Regel vertrauen und es sollte noch gut essbar sein. Sollte aber Schimmel erkennbar sein, muss das Produkt (mit wenigen Ausnahmen) leider in die Tonne, denn das Sichtbare, ist meist die Spitze des Eisbergs. Braune und faule Stellen lassen sich aber einfach abschneiden.

Abschließender Tipp: Wer seine Einkäufe vorab gut überlegt, kann später in der Verarbeitung der Kreativität freien Lauf lassen und auch mal was Neues ausprobieren. Denn wer alles verwertet, kann eigentlich nur gewinnen!