Lesezeit ca. 5 Min.
arrow_back

ZUGPFERDE FÜR SCHWERE TRAILER


Logo von Off Road
Off Road - epaper ⋅ Ausgabe 12/2022 vom 08.11.2022

RATGEBER

Frage des Monats

Artikelbild für den Artikel "ZUGPFERDE FÜR SCHWERE TRAILER" aus der Ausgabe 12/2022 von Off Road. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Off Road, Ausgabe 12/2022

3,5 Tonnen Anhängelast

?Sehr geehrte Damen und Herren, als langjähriger Leser undAbonnent möchte ich Sie um Rat fragen: Wir fahren einenTouareg 7L,2,5 L,5 Zyl., Bj. 2006, der die ganzen Jahre sehr gut gelaufen ist, jetzt aber nach und nach Probleme macht. Da wir unser Auto als Zug- und Nutzfahrzeug verwenden, kommen die neueren Touareg-Modelle nicht in Betracht. Also wollen wir uns nach einem guten Gebrauchten umschauen. Vom Amarok haben wir technisch Negatives gehört und beim Ford Ranger gibt es wohl Probleme mit dem Turbo. Haben Sie vielleicht eine Übersicht der Fahrzeuge mit 3,5 Tonnen Anhängelast? Vielen Dank im Voraus! Matthias Habicht, per E-mail

Sehr geehrter Herr Habicht, zuerst einmal zu Ihren Bedenken gegenüber den beiden Pick-ups: Ford hatte vor einigen Jahren nachgewiesenermaßen Probleme mit den Turboladern – das betraf jedoch die Transporter vom Typ ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 2,44€statt 3,49€
NEWS Jetzt gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Off Road. Alle Rechte vorbehalten.
Lesen Sie jetzt diesen Artikel und viele weitere spannende Reportagen, Interviews, Hintergrundberichte, Kommentare und mehr aus über 1050 Magazinen und Zeitungen. Mit der Zeitschriften-Flatrate NEWS von United Kiosk können Sie nicht nur in den aktuellen Ausgaben, sondern auch in Sonderheften und im umfassenden Archiv der Titel stöbern und nach Ihren Themen und Interessensgebieten suchen. Neben der großen Auswahl und dem einfachen Zugriff auf das aktuelle Wissen der Welt profitieren Sie unter anderem von diesen fünf Vorteilen:

  • Schwerpunkt auf deutschsprachige Magazine
  • Papier sparen & Umwelt schonen
  • Nur bei uns: Leselisten (wie Playlists)
  • Zertifizierte Sicherheit
  • Freundlicher Service
Erfahren Sie hier mehr über United Kiosk NEWS.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 12/2022 von Für Mechaniker .... Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Für Mechaniker ...
Titelbild der Ausgabe 12/2022 von 75-JAHRE-SONDERMODELL. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
75-JAHRE-SONDERMODELL
Titelbild der Ausgabe 12/2022 von RENAULTUTION. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
RENAULTUTION
Titelbild der Ausgabe 12/2022 von OLI. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
OLI
Mehr Lesetipps
Blättern im Magazin
SELBST AUSGEBAUT? RESPEKT!
Vorheriger Artikel
SELBST AUSGEBAUT? RESPEKT!
SPORT & SZENE // Termine
Nächster Artikel
SPORT & SZENE // Termine
Mehr Lesetipps

... Transit. Und zu der allzu allgemeinen Aussage, dass Sie über den

Amarok „technisch Negatives gehört“ haben, kann ich nichts sagen – schließlich finden sich in den einschlägigen Foren zu wirklich jedem Fahrzeug Beiträge über Probleme, die einzelne Besitzer heimgesucht haben. Bei den Zugfahrzeugen mit 3,5 Tonnen Anhängelast muss ich dann doch ein wenig weiter ausholen. Wie schwer der Trailer sein darf, regelt zunächst der §42 der StVZO. Demnach kann ein Pkw maximal 3 500 Kilo an den Haken nehmen. Darüber hinaus darf der Anhänger nicht schwerer als das Zugfahrzeug sein. Für Allrad-SUVs und Geländewagen hat der Gesetzgeber allerdings eine Ausnahmeregelung geschaffen: Diese dürfen das 1,5-Fache ihrer zulässigen Gesamtmasse ziehen. Nach Adam Riese bedeutet das, dass ein Offroader, der 3,5 t an den Haken nehmen darf, mindestens eine zulässige Gesamtmasse von 2,33 Tonnen aufweisen muss. Diese Anforderung erfüllen viele große und schwere Dickschiffe unter den Allrad-SUV und Geländewagen.

Doch ganz so einfach ist die Sache dann doch wieder nicht: Je nach Motorversion und verbautem Getriebe variieren die maximalen Anhängelasten innerhalb einer Modellreihe oftmals deutlich. Schließlich muss das Zugfahrzeug mit dem schweren Hänger auch am Berg mehrmals hintereinander anfahren können und Fahrwerk sowie Bremsen müssen den erhöhten Anforderungen gewachsen sein. Einige Beispiele: Der Audi Q7 45 TDI darf mit dem Stahlfederfahrwerk 2,7 Tonnen ziehen, während er mit Luftfederung 3500 Kilo an den Haken nehmen kann. Beim BMW X5 liegt die zulässige Anhängelast je nach Motorisierung zwischen 2,7 und 3,5 Tonnen. Die differierenden Anhängelasten innerhalb der Baureihen sind auch der Grund dafür, dass ich Ihnen mit einer Übersicht der Fahrzeuge mit 3,5 Tonnen Anhängelast nicht dienen kann – aber Sie wissen nun zumindest, innerhalb welcher SUV- und Geländewagen-Kategorien Sie fündig werden. Noch eine Anmerkung zum Schluss – für alle, die noch nicht so fit wie Sie im Thema „Trailer ziehen“ sind: Um mit 3,5-Tonnen-Anhänger fahren zu dürfen, ist ein Führerschein der Klasse BE, inklusive praktischer Prüfung, nötig. Der normale B-Führerschein reicht dazu nicht aus, selbst wenn er um die Schlüsselzahl B96 ergänzt ist: Denn hier ist das Zug-Gesamtgewicht auf 4 250 Kilogramm begrenzt, was dann doch zu wenig ist.

DIE ZUKUNFT DES DIESELMOTORS?

Regenerativer Diesel

?Servus OFF ROAD, mit meinem Turbodiesel-Geländewagen bin ich richtig glücklich: Ein Bullen-Drehmoment bei relativ geringem Verbrauch, genau so stelle ich mir den idealen Motor vor. Gleichzeitig bringen mich die aktuelle Energiekrise und die Umweltproblematik natürlich ins Grübeln. Doch die Öko-Alternativen können mich nicht begeistern: Die aktuell so gefeierten Turbo-Benziner mit reduziertem Hubraum brauchen nicht entscheidend weniger Sprit und die Hybrid- oder vollelektrischen Antriebe sind auch nicht gerade der Hit – „befeuern“ sie doch vor allem Straßen-SUV. Doch jetzt habe ich entdeckt, dass es neuerdings einen regenerativen Dieselkraftstoff geben soll, der aus Pflanzenöl hergestellt wird. Er kommt also ohne Erdöl aus und ist ressourcenschonend. Mit dem im Tank könnte ich meinen Diesel-Geländewagen guten Gewissens weiter fahren. Doch was ist regenerativer Diesel eigentlich genau und kann ich ihn einfach so tanken oder gibt es da Einschränkungen?

Uwe Mundinger, per E-Mail

Servus Herr Mundinger, der regenerative Diesel hört wissenschaftlich auf die Bezeichnung HVO, was als Kürzel für „Hydrotreated Vegetable Oil“ steht und auf Deutsch „hydriertes Pflanzenöl“ bedeutet. Für dessen Herstellung werden Rest- und Abfallstoffe verwendet, wie etwa Altspeiseöl oder Rückstände aus der Landwirtschaft sowie Palm- beziehungsweise Rapsöl. Unter Einbindung von Wasserstoff (Hydrierung) erfolgt eine Umwandlung der Pflanzenöle, sodass sie für den Einsatz in Dieselmotoren geeignet sind. Sie können dann entweder dem herkömmlichen Diesel beigemischt oder auch zu hundert Prozent in den Tank gefüllt werden. Dann lassen sich 70 bis 95 Prozent CO 2im Vergleich zu fossilem Diesel einsparen. Ein weiterer Vorteil von HVO ist seine deutlich höhere Cetanzahl, die für eine effizientere und sauberere Verbrennung sorgt. Das Angebot an HVO 100 in Europa steigt kontinuierlich. So gibt es in Skandinavien sowie den Benelux-Ländern schon rund tausend Zapfsäulen. Und in den kommenden Jahren soll die Produktion von derzeit rund vier Millionen Tonnen pro Jahr auf 15,5 Millionen Tonnen bis 2030 steigen. Doch es gibt auch ein Problem: Während HVO 100 in etlichen europäischen Ländern längst flächendeckend an Zapfsäulen erhältlich ist, verbieten die gesetzlichen Regelungen in Deutschland den Verkauf von HVO als Reinkraftstoff an der Tankstelle. Lediglich eine Beimischung von bis zu 26 Prozent zu konventionellem Diesel ist erlaubt. Trotzdem setzen etliche Automobilhersteller auf HVO 100: So können alle neuen Toyota Land Cruiser und Hilux ab dem ersten Quartal 2023 mit regenerativem Diesel betankt werden. Bei älteren Dieselfahrzeugen ist technisch jedoch eine Anpassung des Einspritzsystems nötig. Denn HVO 100 hat eine geringere Kraftstoffdichte als herkömmlicher Diesel. Für Bestandsfahrzeuge haben verschiedene Hersteller bereits eine HVO-Freigabe erteilt. Möchten Sie also den Bio-Diesel in Ihrem Geländewagen tanken, sollten Sie vorab mit Ihrer Vertragswerkstatt Rücksprache halten.

KURZE FRAGE – SCHNELLE ANTWORT

Wie groß sollte eigentlich der Sicherheitsabstand zum Vordermann sein? Einen konkreten Wert dazu konnte mir niemand sagen.In der StVO ist der Mindestabstand tatsächlich nicht konkret festgelegt. Das liegt daran, dass dieser von der gefahrenen Geschwindigkeit abhängt. Als Faustformel gilt: Der Sicherheitsabstand in Metern sollte mindestens den halben Wert der gefahrenen Geschwindigkeit (km/h) betragen. Zur Orientierung: Die Leitpfosten auf Autobahnen und Landstraßen haben einen Abstand von 50 Metern.

Der Werkstattmeister sprach letztlich von einem „Schubumluftventil“ in meinem Offroader. Was ist das?

Das Schubumluftventil befindet sich am Turbolader oder im Luftkanal des Motors. Es sorgt bei aufgeladenen Motoren nach einem Lastwechsel dafür, dass die Drehzahl am Turbo nicht absinkt und die Leistung unverzüglich wieder zum Beschleunigen bereitsteht.

Bei Autounfällen in Action-Filmen überschlagen sich die Fahrzeuge erst spektakulär und explodieren dann in einem mächtigen Feuerball. Das kann in der Realität aber doch wohl nicht passieren?

Nein:Wie Fachleute versichern, kann ein Auto normalerweise nicht „in die Luft fliegen“. Denn der Tank verfügt über eine Entlüftung, die verhindert, dass Druck im Treibstoffbehälter entsteht. Somit gibt es auch keine Explosionen. Allerdings kann sich ein Brandherd in einem Fahrzeug durch auslaufenden Treibstoff sehr schnell ausbreiten.

Theo Gerstl

Redakteur, Buchautor und Technikspezialistbeantwortet Ihre Fragen zu Technik, Reifen und Zubehör.

KONTAKT

OFF ROAD Verlag AG, Alte Landstraße 21, 85521 Ottobrunnredaktion@off-road.de