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ZUHAUSE IN DER NATUR


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IMTEST - Das Verbraucher Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 6/2022 vom 03.06.2022
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Bildquelle: IMTEST - Das Verbraucher Magazin, Ausgabe 6/2022

IM TEST: BERGER LIBERTY 4-L, FRILUFTS GRASSHOLM 4 AIR, OUTWELL SPRINGVILLE 4SA, SKANDIKA FOLLDAL 4 AIR-RISE, QEEDO QUICK VILLA L, QUECHUA AIR SECONDS 4.2 FRESH & BLACK

Draußen in der Natur übernachten, nur umgeben von einer dünnen Zeltwand. So lässt sich bei Tag und Nacht den Geräuschen von Wald, Wiese oder See lauschen.

Diese „Zutaten“ reichen für ein unvergessliches Abenteuer an dem sich Klein und Groß gleichermaßen erfreuen. Neben einem schönen Plätzchen ist aber ein ausreichend großes Zelt unverzichtbar, damit man sich die Familie oder Freunde beim Zelten nicht zu sehr auf die Pelle rücken. IMTEST hat Familienzelte für 4 Personen getestet, die sich dank aufblasbarem Gestänge oder per Teleskop-Gestänge schnell und einfach aufbauen lassen sollen. Wie einfach und flott das bei den Kandidaten aus dem Testfeld klappt und was die Zelte aus dem Test noch zu bieten haben, lesen Sie auf den ...

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Welche Zelte sind im Test?

Die Zelte für den Test schlug IMTEST auf dem südöstlich von Hamburg gelegenen Campingplatz Land in Stove an der Elbe auf. Im Test sind folgende Zelte vertreten:

Liberty 4-L: Das Zelt vom Camping- und Wohnwagenausrüster Berger bietet neben einem aufblasbaren Gestänge zwei recht große Schlafkabinen zum Einhängen.

Quechua Air Seconds 4.2 Fresh & Black:

Decathlons 4-Personen-Zelt will mit seiner aufblasbaren Komplettstruktur sowie zwei vormontierten Schlafkabinen punkten.

Frilufts Grassholm 4 Air: Das Innenzelt aus dem Globetrotter-Sortiment bietet Platz für 4 Personen. Die große Schlafkammer lässt sich in der Mitte mit einer Stoffbahn bei Bedarf teilen.

»ICH HÄTTE NIE GEDACHT, DASS ICH MICH MAL FÜR EIN AUF-BLASBARES ZELT INTERESSIEREN WÜRDE – WEIT GEFEHLT. DIESE MODELLE KÖN-NEN WIRKLICH PRAKTISCH SEIN.«

Springville 4SA: Betrachtet man die reine Grundfläche ist das 4-Personen-Familienzelt von Outwell das größte im Test. Als Zweiraumzelt mit zwei abgedunkelten Schlafkabinen eignet es sich ideal für eine Campingreise zweier befreundeter Paare.

Folldal 4 Air-Rise: Wie die bisherigen Kandidaten kommt auch das Skandika ohne Stangen aus. Nur wenn wahlweise die Front- oder die Seitentür als schattenspendendes Sonnensegel genutzt wird, werden zwei mitgelieferte Steck-Stangen zum Abspannen genutzt.

Quick Villa L: Das einzige Zelt im Test, das ohne aufblasbares Gestänge auskommt, lässt sich dank eines bereits ins Zelt integrierten Teleskop-Gestänges aber auch schnell aufbauen.

Wie gut klappt der Aufbau?

Etwas schattig, wenn möglich windgeschützt und auf geradem Boden: Hat man den richtigen Ort für den Zeltaufbau gefunden, steht dem nichts mehr im Wege. Damit es auf dem Campingplatz problemlos klappt, empfiehlt es sich, das Zelt vor der ersten Nutzung mit der Familie oder Freunden schon einmal aufgebaut zu haben.

Bis auf das Zelt vom Hersteller Qeedo kann bei allen Testkandidaten das tragende Gestänge aufgeblasen werden. Dafür wird jeweils eine Standpumpe mitgeliefert. Mit wenigen Pumpstößen lassen sich die Luftkammern der Zelte damit füllen, und schon stehen die wesentlichen Teile des Zelts. Bei allen Zelten klappte das ohne große Kraftanstrengung. Einzig beim Berger-Zelt wird das Hauptgestänge (zwei sich über der Dachmitte des Zelts kreuzende Bahnen)

ERSTE HILFE BEIM AUFBAU

Ohne passendes Zubehör kann der Campingausflug schnell zum Reinfall werden.

IMTEST verrät, was mit dabei sein muss.

GUMMI-HAMMER

Moscatelli Campinghammer mit Heringsauszieher Dank eines Metallgewichts im Hammerkopf lässt sich die Stärke des Schlages beim Einsetzen von Heringen erhöhen. Per Stahlhaken am Ende des Griffs lassen sich Heringe aus dem Boden einfach wieder herausziehen.

Preis: 12,90 Euro. Infos: www.amazon.de

FLICKSET

Kleiber 43085

Flick + fertig Der selbstklebende Nylon-Ausbesserungsflicken deckt Risse und Löcher auf einer Fläche von 25 x 5,8 cm (145 cm²) ab.

Dank des sehr dünnen Materials eignet sich der Flicken auch gut zum Abkleben an Kanten. In diversen Farben erhältlich – wie Gelb, Oliv oder Blau.

Preis: 4 Euro. Infos: www.amazon.de

HERINGS-SET

HIKEMAN Zeltheringe aus Aluminiumlegierung mit Kordelzug Die 20 Zeltheringe aus dem Set sind aus einer hochfesten Aluminium-Legierung gefertigt und wiegen nur 13 g pro Zelthering. Die Y-förmigen Heringe halten fest und sicher in den unterschiedlichsten Böden.

Preis: 13,99 Euro. Infos: www.amazon.de

in einem Rutsch aufgeblasen. Hier kamen die Tester schon etwas aus der Puste. Vor dem Aufpumpen der Gestänge wird der Zeltboden bei allen Kandidaten mit Heringen am Untergrund befestigt. Nachdem das Gestänge mit Luft gefüllt ist, muss das Zelt nur noch abgespannt werden, und schon ist der Aufbau Geschichte. Aber genau hier zeigen sich teils deutliche Unterschiede. Während etwa der Aufbau der Zelte von Frilufts, Skandika und Berger nahezu intuitiv vonstattengingen, musste beim Qeedo und auch beim Outwell die Bedienungsanleitung öfters zurate gezogen werden.

Wie lief der Test ab?

Gleich sieben Testredakteure waren mit von der Partie. Schließlich galt es nicht nur, die sechs Familienzelte aufzubauen. Sie wurden im Detail von außen und innen bewertet – wofür mehrere Meinungen vonnöten sind. Und schließlich galt es auch, in jedem Zelt eine Nacht zu verbringen.

Die Verhältnisse dafür waren ideal:

Während des Aufbaus strahlte die Sonne auf die Zelte. So ließ sich parallel zum Aufbau die Temperaturentwicklung in den Zelten am eigenen Leib „erfühlen“ und miteinander vergleichen. Rechtzeitig zum Bezug der Zelte fing es dann an kräftig und ausdauernd zu stürmen, und anschließend prasselte noch die ganze Nacht über starker Regen auf die Zelte – perfekt um die Wind- und Wetterbeständigkeit der Familienzelte in der Praxis zu testen.

Den dafür angesetzten 20-minütigen Berieselungstest übernahm also die Natur.

Wie regensicher sind die Zelte?

Alle Zelte haben eine wasserdichte Bodenwanne. Eindringende Feuchtigkeit von unten ließ sich bei keinem der Kandidaten im Test beobachten. Ob die Zeltwände gegen Regen geschützt sind, lässt sich auch anhand der Angabe zur Wassersäule ermitteln. Diese gibt den maximalen

Wasserdruck an, den ein Zeltstoff verkraftet. Als wasserdicht gilt ein Zelt, wenn das Außenzelt mindestens 2.000-mm-Wassersäule hat. Den höchsten Wasserdruck im Test hält das Outwell-Zelt mit einer Wassersäule von 6.000 mm aus, den niedrigsten Wert nennt Decathlon für das Quechua-Zelt mit 2.000 Millimeter. Auch nach dem Dauerregen am Testtag drang kein Regen in die Zelte ein. Dass die Innenwände morgens nach Dauerregen und Übernachten (Kondenswasser ) aber etwas feucht sind, ist nicht ungewöhnlich.

Gut macht es etwa Decathlon bei seinem Quechua: Dort ist unterhalb des Zeltinnendachs ein Moskitoschutz angebracht, sodass man mit dem Kopf gar nicht erst an eine möglicherweise feuchte Wand stoßen kann. Kommt man hingegen bei den Zelten von Frilufts, Skandika und Berger an eine ungeschützte von außen regennasse Innenwand, kann es auch mal eine feuchte Stirn geben.

Damit die Camper in der Nacht nicht von plötzlich einsetzendem Regen überrascht werden, empfiehlt es sich, bei den oben genannten Zelten in jedem Fall das Außenzelt fest über die jeweilige fest vernähte Bodenwanne zu ziehen. Anderenfalls kann sich im Zeltinneren schnell eine Pfütze bilden. Auch wenn ein Zelt wie das Skandika kein Vordach hat, kann Regenoder Tropfwasser nach dem Öffnen des Eingangs ins Zelt eindringen.

Ausreichend Regenschutz bieten hier auch die zu kleinen Vordächer des Qeedo und des Quechua nicht. Den besten Schutz gegen Regen bietet nur das tiefe Vordach beim Outwell. Darunter bleibt eine ganze Familie trocken – samt Tisch und Stühlen.

Wie gut ist der Sonnenschutz?

Aber nicht nur gegen Regen sollten Zelte schützen. Auch starke Sonneneinstrahlung gilt es abzuweisen. Aber nicht alle Hersteller geben den Lichtschutzfaktor (LSF) beziehungsweise den UV-Schutz

für ihre Zelte an. Während beispielsweise Berger auf seiner Internetseite dem Liberty 4-L einen UV-Schutz mit 50+ attestiert, gibt Outwell auf Nachfrage durch IMTEST nur an, dass die „Zelte allgemein einen UV Schutz bieten, der aber nicht ausgewiesen oder getestet wird“. Der Schutz entsteht, so heißt es weiter, „durch das Material und die Beschichtung, lässt aber mit der Zeit nach“. In jedem Fall gilt als Tipp: UV-Strahlen beeinträchtigen nachhaltig die Lebensdauer eines Zeltes, deswegen sollte man diese nicht dauerhaft aufgebaut lassen. Beim Quechua-Zelt setzt Decathlon auf die Technologie „Fresh &Black“. Dabei soll das Eindringen von Sonnenstrahlen dank eines Spezialgewebes verhindert werden. Im Test war das Wärmegefühl im Zelt vergleichsweise tatsächlich reduziert.

ZELTEN MIT KINDERN

Damit auf dem Zeltplatz keine bösen Überraschungen lauern, stellt IMTEST die wichtigsten Tipps fürs Familiencamping vor:

Den richtigen Standort wählen Wo Sie die besten Campingplätze in Deutschland finden, lesen Sie auf Seite 6 in diesem Heft.

Viel Platz (und vor allem ihren eigenen) brauchen Kinder im Zelt. Daher empfehlen sich Zelte mit voneinander getrennten Schlafkabinen für Kinder und Eltern.

Gemütliche Kleidung Praktische Hosen mit mehreren Taschen, die gern auch mal dreckig werden dürfen, eine warme Fleece-Jacke und wasserdichte Schuhe sollten zum Kinder-Gepäck gehören.

Das richtige Equipment Die Natur bietet die schönsten Spielplätze. Ein Schnitzmesser, Taschenlampe, Ball, aber auch Comics und Bücher nicht vergessen.

Wie komfortabel sind die Zelte?

Eine Stehhöhe von 1,90 m und mehr zeichnet die Zelte im Test aus – zumindest in den jeweiligen Wohnbereichen. Sich umziehen, ohne dabei den Kopf abzusenken, oder ein ansonsten gemütlicher Aufenthalt ist also bei allen möglich. Die Schlafbereiche unterschieden sich allerdings: Während bei den stark verdunkelten Schlafkabinen beim Quechua und Outwell nahezu kein Licht von außen eindringt, ist es im Berger und Frilufts selbst in dunkler Nacht schon fast taghell, wenn auch nur eine Campingplatz-Lampe in der Nähe des Zeltes eingeschaltet ist. Nur geringfügig dunkler sind die Zelte von Qeedo und Skandika. Wer tief und fest ausschlafen möchte, sollte eine Schlafbrille mit in die Zelte nehmen.

Damit etwas Ordnung im Zelt herrscht, bieten alle Kandidaten einige kleine Aufbewahrungsfächer – etwa für Bücher oder Spielsachen (siehe Foto auf Seite 15). Am meisten Platz findet der Camper im Outwell vor. Deutlich zu wenig halten die Zelte von Berger, Frilufts, Skandika und Qeedo bereit. Jedes Zelt fasst aber mindestens zwei bis drei Koffer sowie eine Kühlbox.

Bis auf das Quechua- und das Qeedo-Zelt haben alle eine per Reisverschluss regulierbare Öffnung für das Stromkabel.

FAZIT

Sehr schnell und einfach aufgebaut, voneinander abgetrennte und effektiv verdunkelte Schlafkabinen, guter Sonnen- und Regenschutz. Das Quechua Air Seconds 4.2 Fresh & Black vom Sportausrüster Decathlon bewies im Test viele gute Eigenschaften für den Campingurlaub mit Freunden oder der Familie. Und das zu einem knapp unter 500 Euro angesiedelten Preis. Günstig und zweckmäßig ist das Ein-Raum-Zelt Quick Villa L von Qeedo. Es eignet sich eher für Festivalbesucher.

SO TESTET

Zelten birgt durchaus Streitpotenzial.IMTEST testet daher, wie einfach oder kompliziert sich die Zelte aufbauen lassen.

Intuitiver Aufbau: auspacken und aufbauen. Davor ist nur ein kurzer Blick in die Bedienungsanleitung gestattet. Und schon läuft die Stoppuhr. Der Testpunkt lautet: Wie einfach und schnell gelingt der Erstaufbau. Vier Testredakteure nehmen sich des Zelts an. Erst wenn es komplett abgespannt ist, wird die Zeit gestoppt.

Platzangebot und Schlafen: Wie viel Platz halten die Zelte für Koffer, Rucksäcke oder eine Kühlbox bereit? Wie viel Komfort bieten die Schlafkabinen? Die Fragen werden nach einem gründlichen Check und einer Testnacht im Zelt beantwortet und finden sich dann als Bewertungen in der Testtabelle (S. 21) wieder.

Praxis: Welche Qualität haben die mitgelieferten Heringe, lassen sich die Zelte auch noch nachträglich gut abspannen, wie sind die Reißverschlüsse verarbeitet, halten die Zelte auch stärkerem Wind stand? IMTEST nennt für jedes Zelt die exakten Parameter, die für eine Kaufentscheidung notwendig sind.

Abbauen und einpacken: Nach dem Zelten kommt der Abbau. Ob das ebenso intuitiv gelingt wie der Aufbau und ob das zusammengelegte Zelt dann auch wieder in die Transporttasche passt, klärt dieser Testpunkt.

1 QUECHUA AIR SECONDS 4.2 FRESH & BLACK

Aufblasbar, 449,99 Euro

Das Video vom

Aufbau dieses Zeltes finden Sie, indem Sie diesen QR-Code mit der

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Praktisch und schnell aufgebaut: Decathlons Quechua kommt dem perfekten Familienzelt schon recht nahe: In nur 14 Minuten steht es fix und fertig aufgeblasen und mit abgespannten Seilen auf dem Zeltplatz – selbst der Erstaufbau gelingt beim Quechua nahezu intuitiv. Neben einer durchaus ansprechenden Optik weiß der Testsieger mit gelungenen Funktionen zu glänzen: Seine Eingangstür lässt sich wahlweise per Zeltplane oder auch nur mit einem Moskitonetz verschließen. Auch beide Schlafkammern bieten Moskitonetze gegen die fliegenden Plagegeister. Über Eingang und dem gegenüberliegenden Fenster finden sich Schlitze, die eine sehr gute Durchlüftung des Zelts ermöglichen.

Handhabung: Das Abspannen des Quechua gelingt wegen etwas rutschiger Seile und unpraktischer Stopper nicht einfach. Schnellspanner an den

Seilen vermisst der Camper in jedem Fall. Gelungen sind die deutlich abgedunkelten Schlafkabinen, die sich rechts und links vom gemeinsamen Wohnraum befinden. Während die Kinder in ihre Schlafsäcke schlüpfen, können die Eltern noch beim Lagerfeuer sitzen. Der Lichtschein stört dann aber nicht beim Einschlafen.

Sehr schneller Aufbau – in nur 14 Minuten (Erstaufbau) möglich.

Abspannvorrichtungen (Seile und Heringe) etwas gewöhnungsbedürftig.

ERGEBNIS: gut 2,0

2 Aufblasbar, 1.453,95 Euro OUTWELL SPRINGVILLE 4SA

My Zelt is my Castle: Mit einer Grundfläche von 530 x 310 cm bietet das Qutwell-Zelt ausreichend Platz für vier Personen. Die beiden Schlafkabinen liegen nebeneinander, sind aber durch eine Zeltinnenwand voneinander abgetrennt. Gute Verdunklungs- und Belüftungsmöglichkeiten versprechen beim Springville 4SA einen erholsamen Schlaf, der nicht durch Lichteinfall von außen gestört wird. Zum Querlüften lassen sich die beiden Seiten- und der Haupteingang öffnen. Einen langen Regentag überstehen die Zeltinsassen problemlos.

Die Aufenthaltsfläche des Outwells ist nämlich sehr großzügig bemessen.

Handhabung: Sehr viele Seile gilt es beim Outwell abzuspannen und dementsprechend auch viele Plastik-Heringe, die sich durch recht gute Qualität auszeichnen, einzuschlagen. All das braucht neben dem übrigen Aufbau seine Zeit. Im

Das Video vom

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Test stand das Zelt komplett aufgebaut nach 28 Minuten. Der Aufwand lohnt dann aber. Das Zelt steht dann wind- und wettersicher. Praktisch sind die Magnetverschlüsse bei den Zwischentüren, die das Vor- vom Hauptzelt abtrennen – selbstverständlich sind hier gut verarbeitete Moskitonetze im Einsatz, wie sie sich auch an den beiden seitlichen Eingängen und vor den Schlafkabinen befinden.

Guter Wetterschutz dank sehr großem Vorraum, inkl. zusätzlichem Vordach.

Etwas aufwendigeres Abspannen des Zeltes durch hohe Anzahl an Seilen.

ERGEBNIS: gut 2,1

3 Aufblasbar, 669,95 Euro FRILUFTS GRASSHOLM 4 AIR

Wer es gern kuschelig mag: Ein Hingucker ist das Frilufts nicht. Und es ist recht zweckmäßig gefertigt: Im vorderen Zeltbereich befindet sich ein Wohnbereich, der von allen Mitcampern gemeinsam genutzt werden kann. Wenn es eine Familie beispielsweise bevorzugt, in einer Kabine gemeinsam zu übernachten, ist das mit dem Frilufts möglich. Alternativ kann eine dünne Trennbahn eingezogen werden. Sehr gut gelöst hat Globetrotter den Aufbau des Zelts: Ist das aufblasbare Gestänge prall mit Luft gefüllt, müssen nur noch die nicht sehr hochwertig verarbeiteten Kunststoff-Heringe eingeschlagen werden. Das Spannen (und Nachspannen) der Seile gelingt dann mit Schnellspanner sehr einfach. Das gilt auch für den Aufbau. Nahezu intuitiv gelingt dieser in nur 17 Minuten (Erstaufbau). Schwach: Für den seitlichen Eingang fehlt ein Moskitonetz, wie es der Haupteingang bietet.

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Handhabung: Wird das Frilufts Grassholm 4 Air über einen längeren Zeitraum auf einem Zeltplatz zum Campen genutzt, sammelt sich unabwendbar Schmutz in der Bodenwanne. Problemloses Ausfegen ist aber nicht möglich, da Wanne und Zelt miteinander vernäht sind. Neben einem Handfeger sollte dann auch eine Schaufel zum Reisegepäck gehören.

Sehr leicht verständlicher und unkomplizierter Aufbau; gute Abspannseile.

Kein schattenspendendes oder Regenabweisendes Vordach vorhanden.

ERGEBNIS: gut 2,2

4 Aufblasbar, 549 Euro BERGER LIBERTY 4-L

Viel Potential, aber …: Mit einem von zwei Seiten aus begehbaren Wohnraum und zwei davon nach rechts und links abzweigenden Schlafkammern erinnert das Berger Liberty 4-L auf den ersten Blick an den Testsieger von Decathlon. Allerdings müssen beim Berger Abstriche gemacht werden:

Die Schlafräume lassen sich nicht verdunkeln, die Moskitonetze werden nach unten, nicht wie beim Quechua zur Seite hin geöffnet. Sie liegen daher im geöffneten Zustand auf dem Boden (siehe Bild oben links). Sie können so leicht verschmutzen oder beschädigt werden, und es sieht nicht schön aus.

Gut gelöst hat Berger die Durchlüftung für das Zelt:

Jedes der vier Fenster lässt sich zur Hälfte öffnen.

Moskitogaze verhindert dann das Eindringen von Mücken oder Fliegen. Auch die beiden seitlichen Ausgänge können per Moskitonetz verschlossen werden, ohne dass Frischluft abgehalten wird.

Das Video vom

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Handhabung: Die etwas umständlich zu spannenden Seile des Liberty 4-L ließen den Aufbau (22 Minuten für den Erstaufbau) länger ausfallen als eigentlich notwendig. Das Aufpumpen und Aufstellen gelingt hingegen nahezu intuitiv. Minuspunkte gibt es für die viel zu dünnen Metallheringe, die nicht nur leicht verbiegen, sondern auch schnell verdrehen, sodass die Seile abrutschen.

Hochwertiges Zeltmaterial; hohe Windbeständigkeit.

Schlafkabinen nicht abdunkelbar; Abdeckungen nur nach unten abrollbar.

ERGEBNIS: gut 2,4 Fotos: IMTEST,Hersteller

5 Aufblasbar, 529 Euro SKANDIKA FOLLDAL 4 AIR-RISE

Zweckmäßig verarbeitet: Bauform und Äußeres ähneln dem Globetrotter-Zelt. Allerdings gelingt der intuitive Aufbau des Skandika mit 13 Minuten (Erstaufbau) noch etwas schneller, und auch sein Zeltmaterial wirkt hochwertiger. Die Qualität der viel zu dünnen Heringe lässt jedoch zu wünschen übrig. Wer das Skandika-Zelt regelmäßig nutzt, kommt eigentlich nicht um den Kauf stabilerer Heringe herum (siehe Zubehör-Spalte auf Seite 16). Im Gegensatz zu der Schlafkammer im Frilufts lässt sich beim Skandika keine weitere Unterteilung vornehmen. Alle Personen, die im Zelt übernachten, schlafen also in einer gemeinsamen Kammer – die zudem kaum verdunkelt ist. Das ist nur bei den beiden Fenstern im Vorraum möglich. Mit einem Gewicht von 13 Kilogramm zählt das Skandika wie das Frilufts und das Qeedo (12 kg) zu den „Leichtgewichten“ im Test.

Das Video vom

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Handhabung: Als praktisch erwies sich die absenkbare Bodenwanne. Schmutz lässt sich einfach vom Zeltboden rausfegen. Beim Abspannen das Vorzelt gleich mit in die Heringe für den Zeltboden einhängen. Warum Skandika allerdings bei den Eingängen auf Moskitonetze verzichtet hat, bleibt ein Rätsel. Nur die Schlafkammer lässt sich wirksam gegen Mücken und Fliegen absichern.

Das große Vordach vor dem Haupteingang spendet ausreichend Schatten.

Keine Moskitonetze an den Eingängen, nur vor der Schlafkammer.

ERGEBNIS: gut 2,5

6 Teleskopgestänge, 349 Euro QEEDO QUICK VILLA L

Das Video vom

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Der Partyurlaub kann kommen: Wenn das Quechua von Decathlon das perfekte Familienzelt aus dem Test ist, ist die Quick Villa L von Qeedo das perfekte Festivalzelt. Ohne Frage passen in seinen großen Innenraum (Abmessungen: 320 x 320 cm) locker vier Personen oder auch eine mehr, Gepäck und Kühlbox. Die Liste der Kritikpunkte ist aber lang: Es lassen sich keine Bereiche im Zelt abtrennen. Man verteilt schnell Schmutz im gesamten Zeltinneren. Regen hält das kleine Vordach vor dem Eingangsbereich kaum ab, und der Hauptreißverschluss (Eingangstür) hat nur eine minderwertige Qualität. Handhabung: Das Teleskopgestänge des Qeedo funktioniert beim Auf- und Abbau des Zeltes richtig gut. Allerdings sind für den Aufbau vier Personen erforderlich: Eine oder einer muss unter die Plane kriechen und das Zelt von der Mitte her hochdrücken, während die anderen Helfer von außen nacheinander die jeweils gegenüberliegenden Seiten abspannen und die Teleskopstangen ausfahren.

Der Abbau klappt dafür aber mit nur zwei Personen.

Dank vergleichsweise stabiler Heringe lassen sich die Seile gut im Boden befestigen. Das ist aber auch dringend notwendig, denn die Quick Villa ist etwas windanfällig.

Große Eingangstür, eignet sich gut zum Querlüften.

Nur ein einziger Raum für Schlafen und Wohnen – nicht teilbar.

ERGEBNIS: befriedigend 2,7