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Zutaten oft nicht transparent


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Slow Food Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 1/2022 vom 01.02.2022

Im Slow Food Check: NUSSRIEGEL

In Zusammen arbeit mit der Slow Food Qualitäts kommission

Artikelbild für den Artikel "Zutaten oft nicht transparent" aus der Ausgabe 1/2022 von Slow Food Magazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Nüsse haben es in sich. Walnüsse, Mandeln und Pistazien tun dem Herzen gut. Und Nüsse sollen auch bei Bluthochdruck helfen und vor Diabetes schützen. Gesundheitlich sind sie also top. Darum kann man sie sich täglich gönnen. Theoretisch. Empfohlen werden bis zu 50 Gramm am Tag. Das ist die Menge, die laut der sogenannten »Planetary Health Diet«, dem von der EAT-Lancet-Kommission erarbeiteten, zukunftsfähigen Ernährungsplan, akzeptabel ist, weil sie Mensch und Planeten gesund erhält. Frage ist aber, ob diese Menge, pro Woche und Kopf immerhin 350 Gramm, tatsächlich gesund und nachhaltig erzeugt werden.

Süß und mit Giften belastet

So enthalten viele Nussriegel recht viel Zucker. Ein Viertel und mehr machen in den kleinen Rechtecken Süßungsmittel wie Honig und der weit gereiste Agavendicksaft aus. Oft sind auch ...

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... Zuckerarten wie Glucose-Fructose-Sirup oder Glucose-Sirup darin, die Slow Food ablehnt. Denn sie werden in einem aufwendigen technologischen Prozess erzeugt und sind somit hoch verarbeitet. Mit dem einfachen Rohroder Rübenzucker haben sie also kaum noch etwas gemein.

Der Nussgenuss kann auch Nebenwirkungen haben. Denn beim Anbau der kleinen Kraftpakete kommen teils enorme Mengen an Pestiziden zum Einsatz. In Kalifornien beispielsweise, woher rund 80 Prozent der Welternte an Mandeln stammen, werden die Kerne in riesigen Monokulturen angebaut. Sie müssen darum intensiv gedüngt und, da Mandeln insbesondere anfällig für Pilzkrankheiten sind, mit Fungiziden, aber auch mit Insektiziden behandelt werden. Das ist nicht nur schlecht für den Boden und die Menschen, die sie ausbringen. Weil diese Mittel auch Bienen schädigen, gibt es dort ein immenses Insektensterben. Dabei werden die Bienen für das Bestäuben der Mandelblüten gebraucht.

WAS SLOW FOOD CHECKT:

Es werden stets drei Lebensmittel unter qualitativen Gesichtspunkten unter die Lupe genommen. Was steckt drin, wie sind sie verarbeitet, wo kommen die Rohstoffe her und wie schmeckt es?

Es wird eine handwerklich und regional erzeugte Variante des Lebensmittels vorgestellt, die ganz im Sinne von Slow Food ist. Außerdem eine aus Slow-Food-Sicht gute und allgemein verfügbare Variante (oft bio) und in der Regel ein industrielles (Massen-)Produkt.

Auch wenn das handwerkliche Produkt unser Favorit im Sinne von »gut, sauber, fair« ist, so ist auch das »mittlere« (Bio-)Produkt meist gut und empfehlenswert. Die handwerklich regionale Variante soll dazu inspirieren, in der eigenen Region nach ähnlichen Produkten Ausschau zu halten.

KEINE BEEINFLUSSUNG DURCH FIRMEN!

Unabhängigkeit in der redaktionellen Berichterstattung ist uns ein wichtiges Anliegen, auch und insbesondere beim Slow Food Check. Die Auswahl der zu testenden Produkte trifft darum allein die Autorin in Absprache mit der Qualitätskommission von Slow Food Deutschland. Eine Beeinflussung oder Finanzierung durch Firmen findet nicht statt, auch nicht indirekt über Anzeigenbuchungen.

Auch Kinderarbeit ist bei Nüssen ein Problem. In den USA sei es üblich, dass Kinder bei der Ernte mithelfen, berichtet die Kampagne »Aktiv gegen Kinderarbeit«, die zum Verein EarthLink gehört. In einem »Studentenfutter-Check« vom Juli 2020 kritisiert sie, dass Hunderttausende Kinder auf den Feldern von US-amerikanischen Agrarbetrieben unterwegs sind, um dort neben Gemüse und Obst auch Mandeln zu ernten. Und das ganz legal, weil die Anti-Kinderarbeits-Gesetzgebung für die Landwirtschaft hier eine Ausnahme mache. Doch auch bei der Ernte und Verarbeitung von Hasel-, Erd- und Walnüssen und Rosinen, die teils in Nussriegeln stecken, kann Kinderarbeit nicht ausgeschlossen werden.

Cashewkerne – problematische Ernte

Ein besonderes Thema sind Cashewnüsse. Auch hier helfen Kindern bei Ernte und Verarbeitung in der Landwirtschaft mit. Die meisten »Fälle« würden laut der Kampagne gegen Kinderarbeit in Guinea, Brasilien, Vietnam und Indien registriert, jenen Ländern also, aus denen zu uns ein Großteil der Cashewkerne kommt. Die Kinder – wie auch alle anderen Erntehelfer, oft Frauen – gefährden ihre Gesundheit hier besonders massiv. Denn beim Öffnen der bohnenförmigen Kerne von Hand tritt ein ätzendes Öl aus der Schale aus und schädigt die Haut nachhaltig. Viele würden so mit der Zeit ihre Fingerabdrücke verlieren. Beim Rösten entstehen zudem giftige Dämpfe, die die Schleimhäute reizen und sie verletzen.

In Vietnam sei die Verarbeitung von Cashewkernen zudem von Zwangsarbeit durch Gefangene geprägt, ergab die Hot- Spot-Analyse zur Erfassung möglicher Probleme bei der Erzeugung von Nüssen der FH Münster 2014. Die Inhaftierten arbeiteten täglich teilweise acht Stunden ohne Bezahlung. Würden Regeln verletzt, die Arbeit verweigert oder das Arbeitspensum nicht erreicht, drohten Strafen wie Prügel, Elektroschocks und Einzelhaft.

Doch man muss gar nicht in die Ferne schweifen. Auch in der Türkei, in Spanien und Italien gibt es Missstände. Anbieter Ferrero geriet in die Kritik, da er Recherchen zufolge, einen Großteil der Haselnüsse aus der Türkei beziehe, wo teils schon Kinder ab elf Jahren bei der Ernte eingesetzt werden. Aufgedeckt hatte dies die Organisation »We move Europe« gemeinsam mit dem Zentrum für Kinderrechte in der Türkei.

Kriterium »fair«

Ein Grund für Kinderarbeit ist der meist niedrige Lohn, den die erwachsenen Arbeitenden erhalten. Er ist so gering, dass damit oft noch nicht einmal die Grundbedürfnisse befriedigt werden können. Darum sind die Eltern gezwungen, ihre Kinder ebenfalls arbeiten zu lassen. Angemessene Preise und damit Löhne wären ein Ausweg aus der Kinderarbeit.

Es ist also gar nicht so einfach, Nüsse und Nussriegel zu kaufen, die gut sauber und fair produziert sind. Aus den Infos auf der Verpackung lässt sich nichts ablesen. Denn das Herkunftsland von geschälten Nüssen muss nicht deklariert werden – und damit auch nicht auf Riegeln. Einige Bio-Anbieter und die Fairhandels-Organisationen wie GEPA und Fairtrade kommunizieren aber die Hintergründe. Sie arbeiten mit Kleinbauern und Kooperativen in den Erzeugerländern zusammen, wo Kinderarbeit und Pestizide tabu sind und angemessene Löhne gezahlt werden. Eine weitere Möglichkeit ist, auf heimische Hasel- und Walnüsse sowie Mandeln zu setzen – und sich selbst einen Riegel zu backen, ein Rezept finden Sie unter www.slowfood.de/nussecken. Einen kleinen gewerblichen Anbau von Mandeln gibt es in Rheinhessen, der Pfalz und am Ober rhein. Walnüsse kommen primär vom Kaiserstuhl bei Freiburg und auch aus Brandenburg. Vielerorts wachsen Haselund Walnüsse auch im Garten des Nachbarn – oder einfach wild am Wegesund Feldrand. Beim Aufspüren der Sträucher und Bäume kann die Plattform www.mundraub.org helfen.

CORNY NUSSVOLL ERDNUSS & VOLLMILCH VON SCHWARTAU

Hier gibt es das Produkt: Supermarkt Preis je 100 g: 1,34 Euro Das ist drin (Zutaten lt. Anbieter): Geröstete Erdnüsse 59 %, Glukosesirup, Glukose-Fruktose-Sirup, Vollmilchschokoladenstücke 10 % (Zucker, Kakaomasse, Vollmilchpulver, Kakaobutter, Emulgator Lecithine), Vollkornweizen-Crispies (Weizenvollkornmehl, Weizengluten, Gerstenmalz), Kokosfett, Karamellzuckersirup, Stabilisator Glycerin, Emulgator Lecithine, Salz.

Das ist dran: »Mit über 50 % Prozent Nüssen«, wirbt Schwartau für den Corny Nussvoll-Riegel. Das ist eine satte Menge und somit gut. Gesüßt wird der Riegel aber mit Karamellzuckersirup, Glucose-Sirup und Glucose-Fructose-Sirup. Das sind Zucker, die in der Industrie zwar beliebt sind, da sie sich gut verarbeiten lassen und – wie auch das verwendete Glycerin – Süßwaren frisch halten. Jedoch sind sie auch hoch verarbeitet – und damit nicht Slow-Foodkonform.

Woher Schwartau die Zutaten bezieht bleibt weitgehend unklar. Das Unternehmen teilte dem Slow Food Magazin mit, dass es derzeit nicht möglich sei, die gewünschten Informationen zu liefern. Schade. Bei einem früheren »Slow Food Check Müsliriegel« erfuhr die Redaktion, dass Schwartau versuche, die Zutaten »möglichst produktionsnah« einzukaufen. 65 Prozent des verwendeten Zuckers kam damals aus Deutschland, das Kokosfett wurde von den Philippinen bezogen – und war damit weit gereist.

Ob Öko- und Fair-Aspekte beim Nussvoll-Riegel eine Rolle spielen, bleibt unklar. Zwar ist die darin verwendete Schokolade von der »Rainforrest Alliance« (RFA) zertifiziert. Das bedeutet, bei der Erzeugung werden soziale und ökologische Kriterien berücksichtigt. RFA verbietet z.B. Kinder- und Zwangsarbeit, Diskriminierung und Gewalt am Arbeitsplatz, fordert eine angemessene Bezahlung für die Arbeitenden sowie medizinische Versorgung. Auf der Plantage soll der Anbau in Mischkulturen gefördert und primär biologisch verträgliche Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden. Jedoch ist das RFA-Siegel kein echtes Bio- oder Fairlabel.

Woher hingegen die Hauptzutat Erdnuss kommt – die botanisch übrigens eine Hülsenfrucht ist, keine Nuss – und unter welchen Bedingungen sie erzeugt wird, bleibt ungewiss. Grundsätzlich sei Argentinien wichtigster Lieferant von Erdnüssen für die EU, berichtet Mundus-Agri, ein Nachrichtenportal für den Lebensmittel- und Futtermittelrohstoffmarkt. In Argentinien dominieren, wie auch in vielen anderen Ländern der Welt, einige wenige Agrarriesen die Landwirtschaft – und so auch den Erdnussanbau, schreiben die Autoren der FH Münster (s. S. 51). In ihrer Hot-Spot-Analyse fanden sie Hinweise darauf, dass auch auf argentinischen Plantagen Kinderarbeit zu finden sei. Das heißt allerdings nicht, dass auch die Corny-Riegel davon betroffen sind. Voll nach Erdnuss schmeckt der Riegel aber, und die Schokolade passt dazu auch gut.

ENERBIO NUSSRIEGEL ERDNUSS & MANDEL VON ROSSMANN

Hier gibt es das Produkt: Drogeriemärkte Preis je 100 g: 2,25 Euro

Das ist drin (Angaben lt. Anbieter): Erdnüsse 38 %, Honig 20 %, Mandeln 16 %, Rosinen 13 % (getrocknete Weintrauben, Sonnenblumenöl), Kürbiskerne 13 %.

Das ist dran: Dieser Nussriegel wird zusammengeklebt. Denn im Zuge der Herstellung werden die angerösteten Nüsse und Kerne, Mandeln und Rosinen mit Honig vermischt. Durch seine klebrige Konsistenz halten die Zutaten zusammen. Er wird dann noch gepresst, abgekühlt und über Walzen in Form gebracht und in Riegelform geschnitten. Schön ist, dass alle Zutaten aus kontrolliert biologischer Erzeugung sind. Zudem ist die Zutatenliste kurz und ohne Zusatzstoffe. Das ist ganz im Sinne von Slow Food.

Bezogen werden die Rohstoffe aus der EU und Nicht-EU-Ländern, erklärt Josef Lange aus der Rossmann Unternehmenskommunikation. Je nach Verfügbarkeit kämen die Mandeln aus Ita-lien und Spanien und die Erdnüsse aus Ägypten und Paraguay. Zur Herkunft der übrigen Zutaten werden keine Angaben gemacht. Bei der Auswahl der Rohstoffe lege man großen Wert auf eine gute Qualität, auch die soziale und ökologische Nachhaltigkeit beeinflusse die Auswahl, so Josef Lange. Die Produktion sei SMETA-zertifiziert. Dies ist ein Auditkonzept für nachhaltiges und ethisches Handeln entlang der Lieferkette. Auf den Prüfstand kommt hierbei die Beziehung des Unternehmens zu den Lieferanten und Herstellern. Liege keine offizielle Zertifizierung seitens des Lieferanten vor, etwa von SMETA oder der unabhängigen Fairtrade Zertifizierungsstelle FLOCERT, müsse ein Verhaltenskodex unterzeichnet werden. »In jedem Fall wird ein fairer Einkauf unterstützt und Kinderarbeit ausgeschlossen«, betont Josef Lange. Welche Firma den Riegel herstellt, wird nicht verraten. Nur, dass er in Griechenland produziert wird. Hat der Riegel »ordentlich Power und jede Menge Biss«, wie in der Werbung versprochen? Er hat. Es knackt kräftig beim Reinbeißen, und zu süß ist er auch nicht.

BIO WALNUSS-KARAMELL QUADRAT VON EFFENBERGER VOLLKORN-BÄCKEREI

Hier gibt es das Produkt: in Hamburg und Umgebung. Karte mit Bezugsinfo: www.effenberger-vollkornbaeckerei.de (Stichwort: Verkauf)

Preis je 100 g: 4,22 Euro Das ist drin (Angaben lt. Anbieter): Walnüsse, Honig, Dinkelvollkorn, Butter, Zitrone, Steinsalz.

Das ist dran: Anders als andere Nussriegel ist dieser gebacken. Auf einen Vollkorn-Mürbeteig wird eine karamellisierte Walnussmasse gestrichen, dann kommt alles für etwa 20 Minuten in den Ofen. Die Herstellung ist handwerklich, die Zutatenliste kurz, die Zutaten sind bio und frei von Zusatzstoffen – was Slow Food begrüßt.

Den Dinkel bezieht die Effenberger Vollkorn-Bäckerei vom Demeter Hof Meyer-Sahling in Emmendorf (Seevetal) in der Nähe von Hamburg. Verwendet würde die »alte« Sorte Oberkulmer Rotkorn, erklärt Geschäftsführerin Anne Effenberger. Diese habe sehr gute Backeigenschaften, sei aber nicht so ertragsstark. Darum zahlt Effenberger den Landwirten fast den doppelten Preis im Vergleich zu herkömmlichen Dinkelsorten.

Die Walnüsse werden über den Großhändler für Bio-Backrohstoffe, Gut Rosenkrantz in Neumünster, und Bode Naturkost in Lohbrügge, eingekauft. Diese wiederum würden Nüsse aus der Ukraine, Moldawien und Usbekistan beziehen, so Anne Effenberger. Auch die Butter erhält Effenberger über Gut Rosenkrantz; an sich kommt sie aber aus Belgien. Teils wird sie auch von der Gläsernen Molkerei eingekauft, einer Biomolkerei mit Standorten in Münchehofe (Brandenburg) und Dechow (Mecklenburg-Vorpommern).

Die Zitronen und das Steinsalz kommen aus Spanien beziehungsweise Griechenland, der Honig aus Lateinamerika und hier aus Argentinien, Mexiko, Cuba und Nicaragua. Sie gucke immer, welche Rohstoffe wo in guter Qualität in den benötigten Mengen und auch zu einem akzeptablen Preis verfügbar seien, erklärt Anne Effenberger auf die Frage, warum denn beispielsweise nicht mit heimischem Honig und hiesigen Walnüssen gebacken werde. Grundsätzlich abgelehnt werde jedoch »Chinaware«, betont die Geschäftsführerin. »Wir unterstützen kein Land, in dem die Menschenrechte nicht geachtet werden.« Außerdem wisse man nicht, wie bio dort gehandhabt wird. Auch wenn mehr heimische Rohstoffe schön für den Walnussriegel wären, verführerisch mundet er. Der Riegel schmeckt fein nach Walnuss- Karamell.