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ZWISCHEN SCHREIBTISCH & POOL


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REISE & PREISE - epaper ⋅ Ausgabe 4/2022 vom 04.10.2022
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Bildquelle: REISE & PREISE, Ausgabe 4/2022

Schreibtisch oder Hängematte, Hauptsache unter Palmen – wer nicht arbeiten muss, dem beschert die Flucht vor dem Winterblues seit jeher einen »zweiten Sommer«. Dazu gehören Aussteiger auf Zeit, Leute im Sabbatical oder zwischen zwei Jobs, Studenten in den Semesterferien und Backpacker ebenso wie Rentner. Nicht erst seit dem Homeoffice-Boom der Coronajahre zieht es aber auch immer mehr Berufstätige zwischen November und März in die Wärme. Selbstständige bevölkern als Digital Nomads schon seit Jahren die Cafés und Coworking Spaces (gemeinsam genutzte Büroflächen) von Lissabon und Chiang Mai. Und nicht nur Arbeiten am Computer dürfen heutzutage sonstwo erledigt werden, neu ist der Begriff Remote Work für jegliche berufliche Tätigkeit außerhalb fester Orte und Zeiten (Motto: »Arbeite, von wo du willst«). Immer mehr Menschen finden es verführerisch, Arbeit und Urlaub miteinander zu ...

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Damit der Langzeit-Auslandsaufenthalt auch den Erwartungen gerecht wird, gilt es einige technische und organisatorische Fragen zu klären. So lässig es auch aussieht, mit dem Laptop am Pool zu sitzen: Erfahrene Digitalnomaden wissen, dass es weit weniger cool ist, wenn es ab zehn Uhr heiß und schwül wird, man den Bildschirm in der Sonne nicht erkennt oder wegen Regen mal wieder das Internet ausfällt. Was gebraucht wird, sind ein stabiles Internet und Stromnetz, eine ruhige, klimatisierte Umgebung (zugänglich zu deutschen Arbeitszeiten!) und ein guter Stuhl, auf dem man es auch ein paar Stunden aushält.

Am schwierigsten ist es, die passende Unterkunft zu finden

Ganz gleich, ob man nur urlauben oder auch arbeiten will: Zunächst gilt es, eine passende Unterkunft zu finden. Am günstigsten ist es, sich selbst ein Apartment oder eine Ferienwohnung zu suchen. Man hat die Terrasse und manchmal sogar den Pool für sich und kann sich ganz nach eigenem Geschmack und Tagesrhythmus selbst versorgen. Wer zu zweit oder mit Familie überwintert, braucht Rückzugsmöglichkeiten. Das Homeoffice sollte in diesem Fall einen extra Raum bekommen. Möchte man Arbeit und Privates ganz trennen, sollte ein Aufenthaltsort mit einer nahe gelegenen Coworking Space gewählt werden, die ggf. auch tageweise buchbar und rund um die Uhr zugängig ist. Dass man hier auf Gleichgesinnte trifft, ist ein netter Nebeneffekt.

Privatvermieter geben bei Langzeitmiete starke Rabatte

Portale wie AirBnB, Vrbo, Hometogo und erlauben sehr lange Mietdauern (max. 90 Nächte). Über AirBnB werden z. T. bei Monatsmieten sogar Rabatte von bis zu 50 Prozent gewährt. Die Auswahl ist in Großstädten wesentlich größer als in Badeorten. Die Krux ist die Verfügbarkeit: Ist das Objekt auch im gewünschten Reisezeitraum nur für wenige Nächte belegt, sind drei Monate nicht möglich. Aus diesem Grund sollte man ein solches Vorhaben frühzeitig angehen. Größer sind die Chancen, wenn man den Aufenthalt in zwei oder drei Teile splittet und jede Wohnung nur für vier bis sechs Wochen mietet. Ortswechsel sorgen dann zusätzlich für Abwechslung.

Eine gute Lösung stellen Aparthotels oder Apartmentkomplexe dar, die auf längere Aufenthalte von Urlaubern oder Geschäftsreisenden ausgerichtet sind. Die Apartments mit ein bis drei Schlafzimmern haben Küche, Wohnbereich, Schreibtisch und Highspeed-Internet, die Anlagen oft Pool und Fitnessbereich. Ein gutes Beispiel ist das moderne »ART Las Palmas by MUR Hotels« auf Gran Canaria, 250 Meter vom Strand, mit hauseigener Coworking Space. Wer sich an seinem Zielort schon auskennt, sucht sich vor Ort (oder vorab über einen Makler) eine reguläre Mietwohnung.

Pauschalangebote sind bequem, aber auch teurer

Will ich ein paar Monate nichts als relaxen, weder kochen, putzen noch waschen? Dann sollte man einen Blick auf die »Longstay«-Angebote der Veranstalter werfen. Besonders groß ist die Auswahl bei Schauinsland Reisen: »Bei uns können alle Hotels auch langzeit gebucht werden«, erklärt Sprecher Oliver Harbring. Online ist das Limit 56 Tage, aber im Reisebüro sind bis zu 26 Wochen am Stück möglich. FTI hat für den Winter 2022/23 ein breites Angebot für die Türkei aufgelegt, mit kostenlosen Extras wie Zimmer-Upgrade und Wäscheservice – zu Monatspreisen. Die Veranstalter von DER (Dertour, ITS, Jahn Reisen und Meiers Weltreisen) bieten Longstay-Aufenthalte in Portugal, auf Mallorca und den Kanaren, in Ägypten, Tunesien und Thailand an. Oft schon ab 21 Tagen winken Langzeitund Seniorenermäßigungen. Für Unterhaltung sorgen Sprach-, Koch- und Sportkurse. Dass es nicht langweilig werden sollte, darauf weist auch Überwintern-Experte Peter Wolf vom Fernost-Flug-Service hin. Er arbeitet individuelle Touren z. B. in Thailand aus, die häufig mehrere Monate dauern und verschiedene Standorte kombinieren.

ZIELE ZUM ÜBERWINTERN IN EUROPA KANARISCHE INSELN

Tausche Winter gegen Frühling

Milde Temperaturen von 20 bis 22 Grad, jede Menge Freizeitmöglichkeiten und viele Stammgäste aus Deutschland oder England: Die Kanaren sind ein beliebter und bezahlbarer Klassiker für Überwinterer. Günstige Apartments haben bekannte Touristenorte wie Puerto de la Cruz (Teneriffa), Maspalomas (Gran Canaria), Costa Calma und Morro Jable (Fuerteventura) und Puerto del Carmen und Playa Blanca (Lanzarote). Die Inseln haben eines der besten Breitbandnetze Europas, Santa Cruz de Tenerife und Las Palmas auf Gran Canaria sogar Fiber-Optik-Netze und zahllose Coworking Spaces. Las Palmas hat eine attraktive, lebendige Altstadt mit Nachtleben, Stränden und einem vielfältigen kulturellen Angebot. Ein Geheimtipp ist die sonnige Kleinstadt Los Llanos auf La Palma, die auf Glasfaserkabel baut. Eine Viertelstunde entfernt liegt das gemütliche Puerto de Tazacorte, mit bunten Häusern und günstigen Restaurants direkt am Meer.

Unterkunft Ein Apartment bekommt man mit Langzeitrabatt ab € 700, auf Gran Canaria ab € 900 pro Monat. Auf La Palma gibt es kleine Fincas zu mieten, für die sich günstige Langzeitmieten aushandeln lassen (ab € 1.000/Monat).

Pauschalreise Für drei Monate im Hotel muss man tief in die Tasche greifen. Beispiel: »Aparthotel Costa Mar« auf Lanzarote, EZ/DZ ab € 5.985/8.370 HP (FTI); »The Koala Garden Appartements« auf Gran Canaria, EZ/DZ ab € 6.487/6.914 inkl. Flug (Schauinsland).

Nebenkosten Die Kanaren sind günstiger als Europas Festland. Essen gehen beginnt bei € 10, dazu ein Bier für € 2. Auch die Supermärkte sind preiswerter als in Deutschland, eine Flasche Wein gibt’s schon ab € 2. Einheimisches Obst und Gemüse ist rund 30 % günstiger. Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern sind Mietwagen dort kaum teurer geworden (€ 200–250/Woche). Das eigene Rad im Flieger mitnehmen kostet ab € 120 return (E-Bikes werden wegen der Akku-Brandgefahr nicht mitgenommen!).

Internet Auf den großen Inseln bieten Orange und Vodafone innerorts die beste 4/5G-Abdeckung, Movistar auch 5G. Außerhalb gibt es noch Lücken. Auf Gran Canaria (90 %), aber auch auf Teneriffa und Fuerteventura ist die Versorgung mit Glasfaserkabeln weit fortgeschritten. Movistar hat 4G-Internet-Pakete mit 30, 50 oder 95 GB Daten (30 Tage € 20, 26 oder 31, Verlängerung € 10, 15 bzw. 20 pro 28 Tage; ).

SÜDTÜRKEI

Die Nummer 1 für Pensionäre

Überwintern bei frühlingshaften Temperaturen: Nirgendwo auf der Welt überwintern mehr deutsche Pensionäre als in den Badeorten der südlichen Ägäisküste. Viele besitzen dort schon seit Jahren ein eigenes Domizil. Die Bedingungen sind ideal: 15 bis 20 Grad, viel Sonne und niedrige Lebenshaltungskosten. Auch eine Mietimmobilie ist für wenig Geld schnell gefunden. Und die All-inclusive-Resorts haben vielerorts geöffnet und gute Langzeitangebote. Lieblingsziel ist die Zwei-Millionen-Stadt Antalya, die viele Übernachtungs- und Freizeitmöglichkeiten bietet. Beim Kofferpacken braucht man sich keine Gedanken zu machen: Kleidung vom T-Shirt bis zur Winterjacke ist vor Ort preiswert und von guter Qualität. Auch viele Freiberufler, Selbstständige und Studenten verlegen ihr Homeoffice aufgrund des guten Internets und des niedrigen Preisniveaus auf Zeit ans östliche Mittelmeer. Abends geht es in den Bars und Restaurants recht gesellig zu.

Visum 90 Tage visumfrei.

Unterkunft In Antalya finden sich sowohl einfache Pensionen, die Langzeiturlauber aufnehmen (inkl. Frühstück ab € 600–900 im Monat) als auch voll ausgestattete Wohnungen (ab € 350/Monat). Gute All-inclusive-Resorts gibt’s dank Langzeitrabatten schon ab gut € 30/Tag.

Pauschalreise LUXUS »Dream World Hill Hotel«, 90 Tage im EZ/DZ ab € 3.499/5.578 AI, (FTI).

LUXUS »Selene Beach & Spa Hotel«, 90 Tage im EZ/DZ ab € 3.590/5.586 AI, (Schauinsland).

Nebenkosten Viele Resorts bieten all inclusive, da kommt an Nebenausgaben kaum was dazu. Lebensmittelmärkte und Restaurants sind nicht zuletzt wegen des guten Wechselkurses sehr viel günstiger als in anderen Mittelmeerländern. Mietwagen gibt’s ab € 100/Woche.

Internet Antalya und die Küstenorte haben eine gute 4G+-Netzabdeckung, Turkcell etwas besser als Vodafone. Beide Anbieter haben Starter-Pakete für Touristen mit 20 GB für 30 Tage (€ 16, erhältlich am Flughafen und in Telefon-Läden).

MADEIRA

Überwintern auf der Blumeninsel

Schon wegen der bergigen und kurvigen Straßen schaltet man auf der Blumeninsel automatisch einen Gang zurück. Madeira ist überschaubar (60 km lang, 20 km breit). Von November bis März ist Nebensaison, das heißt: weniger Touristen(busse), weniger Kreuzfahrtschiffe. Milde Temperaturen von 15 bis 20 Grad sind ideal zum Wandern durch atemberaubende Schluchten, in den bis zu 1.862 hohen Bergen und an den Steilküsten. Wermutstropfen: Das Wetter ist sehr wechselhaft und das Meer zwar schön, aber zu kalt zum Baden.

Die Insel ist für Selbstversorger ideal, es gibt viele Märkte mit exotischem Obst und Gemüse, Fisch und lokalen Weinen. Im Februar feiert Madeira Karneval (15.–26.2.2023). Remote Worker freuen sich über vielerorts 5G und Büros wie Cowork Funchal (€ 12/Tag). Unterkünfte und Büros in Ponta do Sol bieten das »Outsite« (mit Pool) und das »Digital Nomad Village«.

Unterkunft In Funchal kostet eine Ferienwohnung ab € 1.100/Monat, außerhalb etwas weniger (am Berg tolle Aussicht, aber 2–3 Grad kälter!).

Pauschalreise »Apartamentos Turisticos Avenue Park«, Studio ab € 1.268 pro Monat (Alltours). »Cais da Oliviera«, 90 Tage im EZ/DZ ab € 5.135/6.041 ÜF (Olimar)

Nebenkosten Lebensmittel und Ausgehen kostet 30–50 % weniger als bei uns. Mietwagen beginnen bei € 200/Woche.

Internet In Funchal und Südküstenorten gibt’s mit Nos und Vodafone häufig 5G, sonst eher 3G. Dafür ist die Breitbandabdeckung fast bei 100 %. »Vodafone Go Total« bietet für € 30 einen Monat lang unlimitiertes Internet. Verlängerung € 30 für 30 Tage im Vodafone-Laden.

PORTUGAL

Sonne satt auch im Winter

Portugal ist immer noch recht günstig – und derzeit in bei jungen Paaren und Familien, die in Wohnmobil oder Camper eine Auszeit oder die Elternzeit im sonnigen Süden verbringen. Wildcampen, z. B. oben auf den Klippen, ist aber nicht erlaubt. Doch gibt es viele preiswerte oder kostenlose Stellplätze, ob mit Meerblick oder mitten in der Stadt. Wer ein festes Domizil bevorzugt, kommt mit dem eigenen Auto oder per Flieger nach Faro oder Lissabon und bezieht eins der zahlreichen Ferienapartments. Die Algarve hat hübsche Küstenorte, attraktive Klippen und lange Sandstrände zu bieten. Die Temperaturen sind im Winter mit 16 bis 20 Grad mild. Das Meer vermittelt mit 15 Grad zwar eher Nordseefeeling, doch sind die Surfbedingungen optimal. In Sagres wurde der Begriff CoworkSurf geprägt: Arbeiten mit schnellem Internet und Surfen an den besten Wellen Westeuropas. 4 und 5G findet man aber in jedem Ort der Algarve, dazu Apartments und Ferienhäuser sowie Restaurants und Kneipen, die auch im Winter geöffnet haben. Auch für Nicht-Surfer hat die Region Aktivitäten zu bieten: Die Algarve ist mit über 30 Plätzen Europas Paradies für Golfer. Im Winter sind die Green Fees am niedrigsten (18 Loch ab € 60, deutschsprachiger DSG-Platzreifekurs € 475). TIPP: Ziehen Sie in die Städte, in den kleinen Ferienorten ist im Winter eher »tote Hose«. Besonders hübsch sind Carvoeiro, Ferragudo, Lago und Tavira.

Unterkunft Es gibt Ferienwohnungen ohne Ende (ab € 650/Monat), meist mit AC, Küche, Terrasse/Loggia, Poolnutzung und Parkplatz. Privatvillen mit eigenem Pool gibt’s schon ab € 70/Nacht (macht € 2.100/Monat). Camping-Stellplätze findet man über Apps wie »Park4Night« und »CamperContact«.

HOMEOFFICE IM AUSLAND

Worauf muss ich achten?

Steht ein entsprechender Arbeitsplatz zur Verfügung, z. B. im zweiten Schlafzimmer eines Apartments oder in der Coworking Space mit Meetingräumen und Verpflegung?

Gibt es ein stabiles und sicheres Internet zum Streamen, für Videokonferenzen und Übermittlung großer Dateien? Auch High-Speed kann oft überlastet sein!

Wie sicher ist die Stromversorgung, damit Computer, Internet und Air Condition laufen? Wie häufig sind Stromausfälle?

Lässt sich die Ausrüstung (z. B. Firmenlaptop) vor Diebstahl schützen? Safes sind nicht immer vorhanden oder oft zu klein.

Pauschalreise »Jardim do Vau«, 90 Tage im EZ/DZ ab € 3.713/3.713 (Olimar).

Nebenkosten Preiswerte Restaurants sind etwas günstiger als in Deutschland, Lebensmittel 20–50 %.

  Internet An der Algarve, Lissabon und Porto bieten Meo, Nos und Vodafone durch die Bank 5G oder LTE. Das ist gut, denn die Glasfaserabdeckung liegt an der Algarve mit rund 72 % weit unterm Landesdurchschnitt.

BELIEBTE ZIELE IN ALLER WELT

FLORIDA

Entspannt, aber recht teuer

Lecker frühstücken (gehen) und dann jeden Tag nach Lust und Laune gestalten: Zum Strand, zum Shoppen, am Wasser spazieren, paddeln oder joggen gehen und nachmittags eine Runde golfen, bevor es mit neuen Bekannten zum Lunch oder Dinner geht. So verbringen die mehr als eine Million Snowbirds den Winter, die aus kälteren Regionen an die 20 bis 25 Grad warmen Küsten des »Sunshine State« fliehen. Besonders beliebt ist die Golfküste mit Tampa, St. Petersburg/Clearwater, Ft. Myers/Cape Coral und für die Betuchteren Naples. Dementsprechend ist eigentlich überall etwas los. Zu den Rentnern gesellen sich immer mehr Selbstständige und Remote Worker. Viele Überwinterer besitzen in Florida bereits ein Condo oder Ferienhaus. Auch Zehntausende Deutsche, Schweizer und Österreicher haben in Florida Grundbesitz. So verwundert es kaum, dass es vielerorts deutsche Restaurants und Bäckereien gibt. Mit dem nötigen Kleingeld lässt sich hier ein sehr entspannter Lifestyle pflegen.

Visum 90 Tage mit ESTA (US$ 21, www. ), 180 Tage mit Besuchervisum (B-2, US$ 160)

Unterkunft Küstennahe Ferienwohnungen gibt’s u. a. bei Fewo Direkt und AirBnB um Ft. Lauderdale, Daytona und Tampa/St. Petersburg ab US$ 1.700 pro Monat, um Ft. Myers und Cape Coral ab US$ 2.300.

Pauschalreise In Florida ist Eigeninitiative gefragt. Wer möchte, bucht für die ersten ein, zwei Wochen ein Pauschalangebot, schaut sich vor Ort um und organisiert dann alles Weitere.

Nebenkosten Im Supermarkt ist fast alles 50–100 Prozent teurer als in Deutschland, etwas günstiger ist Aldi mit rund 200 Filialen in Florida. Frühstück und Lunch gibt’s ab US$ 12, Salate ab US$ 15, Dinner ab US$ 25, zzgl. Tax (6 %) und Tip (10–25%). Günstiger sind »All-day-Breakfast«-Restaurants, die zahllosen Fast-Food-Restaurants und die »Early-Bird-Specials« der Restaurants (ab 16:30 Uhr). Teuermacher: Ein Mietwagen kostet € 1.500–2.000 im Monat. Wer länger bleiben will, sollte daher überlegen, stattdessen ein Auto zu kaufen.

Internet AT&T und T-Mobile bieten eine Top-Abdeckung mit 5G. Sim-Karten in Telefonläden der Anbieter kaufen (gibt’s in Malls und Einkaufsstraßen, aber nicht an Flughäfen!), das Personal hilft beim Einrichten. T-Mobile bietet Prepaid-Tarife mit unlimitiertem Datenvolumen (US$ 53/Monat).

SÜDAFRIKA

Vom Winter in den Hochsommer

Auf der Südhalbkugel ist Südafrika das klassische Ziel zum Überwintern. Die Jahreszeiten sind umgekehrt, die Zeitzone ist die gleiche wie in der EU, man spricht Englisch und der Wechselkurs ist nach wie vor günstig. Attraktiv ist die Mischung aus der vielfältigen Kultur, dem pulsierenden Leben in den Städten, exzellenten Shoppingmöglichkeiten, herrschaftlichen Weingütern, Golfplätzen sowie den Nationalparks und traumhaften Stränden. Dazu kommen hervorragende Restaurants und Spitzenweine. Besonders beliebt ist Kapstadt. Bei 25 Grad und elf Sonnenstunden zieht es zwischen November und April zahllose sonnenhungrige Europäer ans Kap der Guten Hoffnung, angeblich sollen über 100.000 »Schwalben«, ausländische Pensionäre, den Winter hier verbringen, viele von ihnen haben sich komfortable Apartments und Häuser gekauft. Es gibt deutsche Communities und im »Little Germany« Somerset West einen deutschen Supermarkt und Restaurants. Kapstadt ist eine Start-up-Hochburg, wer auf Zeit seinen Arbeitsplatz auf die Südhalbkugel verlegen möchte, findet schnell ein bezahlbares Büro.

Visum 90 Tage visumfrei

Unterkunft In Kapstadt liegen die Ab-Preise für Apartments zwischen € 500/Monat in Sea Point und Green Point und € 1.800 in Waterkant oder Camps Bay (es kann auch das Vielfache sein). Günstiger sind Gordons Bay (ab € 300), Stellenbosch (ab € 400) und die Orte an der Garden Route, z. B. Mossel Bay und George (ab € 500).

Pauschalreise In Südafrika sind derzeit keine pauschalen Angebote zu finden, und wenn, dann nur auf Anfrage.

Nebenkosten Essen und Ausgehen ist in Kapstadt günstiger als in Deutschland. Lunch gibt’s ab € 9, Dinner für 2 ab € 35, dazu ein Glas (ab € 2,50) oder eine Flasche (ab € 11) Wein. Mietwagen der Kompaktklasse kosten ab € 800/Monat.

Internet Außerhalb der Großräume Johannesburg, Kapstadt und Durban wird es dünn. Weiteste Abdeckung haben Vodacom und MTN mit 4G+, außerhalb 3G. Bei Vodacom kostet das Data-Bundle mit 20 GB für 30 Tage € 40.

MEXIKO

Homeoffice in der Hängematte

Mexiko ist zum Überwintern extrem beliebt, vor allem bei Leuten aus dem teuren Kalifornien und dem kalten Kanada und Norden der USA. Auf sie warten schick eingerichtete Lofts und Apartments, Coworking Spaces. Selbst zu kochen ist kein Muss, Straßenstände und Taquerias sind sehr günstig, und wo viele Ausländer sind, gibt es sehr gute und innovative Restaurants (vom »Gourmet-Mexican« bis asiatisch), Cocktailbars, Bohemian-Kneipen und Foodtrucks. Besonders viele zieht es nach Mexico-City, Puerto Vallarta, Playa del Carmen, Tulum und Mérida. Ein Hotspot ist Oaxaca an der südlichen Pazifikküste. Oaxacas City ist vergleichsweise sicher, hat eine bunte Altstadt mit einer vielfältigen Restaurant- und einer großen Expat-Szene. Strand gefällig? An Oaxacas Küste liegen die relaxten Orte Mazunte und Zipolite. Hier hat sich die Hippiekultur aus den 70ern bewahrt: Yoga gibt’s an jeder Ecke – und Zipolite hat Mexikos einzigen Nacktbadestrand (Nudisten-Festival im Februar). Visum 6 Monate visumfrei, für Erwerbstätige »Residente Temporal« (Voraussetzung: Einkommen über € 1.150/Monat, das im Ausland erzielt wird.)

Unterkunft In Küstenorten bekommt man Ferienwohnungen ab US$ 350 und Häuschen ab US$ 600 im Monat, schicke Wohnungen in Mexico-City kosten ab US$ 900.

Pauschalreise Wer sich am liebsten ins gemachte Nest setzt, sucht sich ein uriges Hotel im Internet und handelt ein Langzeitangebot mit Abholung vom Flughafen aus.

Nebenkosten Einkäufe und Restaurantbesuche sind 40–60 % günstiger. Tacos kosten von € 0,50 am Straßenstand bis € 7 im schicken Lokal. Ein Bierchen gibt es schon ab € 1,20.

Internet Die beste Abdeckung in Großstädten (5G) und Küstenorten (4G) bietet Telcel Mobile. Unbegrenztes Datenvolumen bietet der 30-Tage-Plan (US$ 30).

THAILAND

Günstiger als zu Hause bleiben

Tolle Badestrände, schöne Natur, vielseitige Küche, Ausgehmöglichkeiten ohne Ende. Kein Wunder, dass Europäer und Australier – vom Backpacker bis zum Rentner – nach Thailand pilgern, um dem kalten Winter zu entfliehen. Von November bis März ist Hochsaison; Hotels und Lokale sind offen und gut gefüllt, überall ist was los. Viele der älteren Semester sind langjährige Stammgäste, die in Pattaya, Hua Hin oder Phuket gesellige Expat-Communities pflegen. Auf Schnitzel, Bitburger, Bundesliga und Stammtische muss man aber auch andernorts nicht verzichten. Und am Ende des »arbeitsreichen« Tages lockt an jeder Ecke für € 10 eine entspannende Massage.

Wen es auf eine kleine Insel zieht, der sollte bedenken, dass dort nach mehreren Monaten ein (Insel-) Koller droht. Mehr Abwechslung bieten größere Inseln oder Städte. Großstadtfans finden in Bangkok und Chiang Mai eine exzellente Infrastruktur mit Coworking Spaces und internationaler Start-up-Szene. Unterkünfte für Ausländer gibt’s überall zu mieten, vom Studio bis zur luxuriösen Poolvilla. Oder man geht in ein strandnahes Resort. Mit Frühstück, Spa und Pool unter Palmen kann man es schon etwas länger aushalten.

Visum Das Touristenvisum () gilt 60 Tage, kann vor Ort im Immigrations-Büro um 30 Tage verlängert werden.

Unterkunft Möblierte Apartments, Internetanschluss, Balkon, Gemeinschaftspool und z. T. Fitnesscenter gibt in Bangkok ab € 500 pro Monat, in Chiang Mai ab € 400 und ab € 600 in Strandnähe (AirBnB mit Monats-/ Langzeitrabatt). Gut ausgestattete Villen in Resorts kosten ab € 800 pro Monat, luxuriöse Privatvillen mit Pool ab € 2.500. Entweder Monate im Voraus sichern oder auf gut Glück vor Ort herumfragen.

Pauschalreise Beim Spezialisten Fernost-Flug-Service () lässt sich eine Auszeit mit verschiedenen Etappen zusammenstellen, etwa Koh Samui, Khao Lak und Chantaburi. Inklusive Transfers muss man für zwei Monate rund € 3.000 einplanen, dazu kommt der Flug nach Bangkok

Nebenkosten Restaurant- und Kneipenbesuche sind 50–80 % günstiger als in Deutschland, Obst und Gemüse im Supermarkt aber nur ca. 20 %. Transferkosten und Inlandflüge sind in Thailand zuverlässig und günstig.

  Internet AIS, True und dtac bieten fast landesweit 5G oder 4G/LTE. SIM-Karten gibt’s an den Schaltern der Telefonanbieter im Flughafen. AIS bietet die beste Abdeckung im Hinterland und viele Hotspots (Datenvolumen wird nicht angerechnet). Die »Tourist eSIM« von AIS kostet für 30 Tage mit 3G/4G und 300GB € 35 sowie mit 4G/5G und 50GB/unbegrenzt € 24/46. Zum Verlängern einen bestimmten Betrag nachzahlen, geht online per Kredit-