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Zwischen Trainingskapsel und „Teufelsstuhl“


SUPERillu Sonderheft - epaper ⋅ Ausgabe 1/2018 vom 12.04.2018

Wer ins Weltall fliegen will, braucht starke Nerven. Deshalb absolvierte Sigmund Jähn ab November 1976 im Moskauer „Sternenstädtchen“ ein hartes Ausbildungsprogramm


Artikelbild für den Artikel "Zwischen Trainingskapsel und „Teufelsstuhl“" aus der Ausgabe 1/2018 von SUPERillu Sonderheft. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: SUPERillu Sonderheft, Ausgabe 1/2018

Kurz vor ihrem Flug ins All simulierten Jähn und Bykowski eine Wasserlandung im Schwarzen Meer


Fast schien es, als hätten die USA 1969 den „Wettlauf ins All“ gewonnen. War doch der erste Mensch auf dem Mond ...

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Fast schien es, als hätten die USA 1969 den „Wettlauf ins All“ gewonnen. War doch der erste Mensch auf dem Mond Neil Armstrong – ein US-Astronaut! Zwar hegte auch die UdSSR Mondlandepläne, doch die blieben ohne Erfolg. Dafür war die Sowjetunion Vorreiter auf einem anderen Gebiet: Zwischen 1971 und 1982 schoss sie sieben Saljut-Raumstationen ins All, die die Erde für immer längere Zeiträume umkreisten.
Den Durchbruch brachte die 1977 gestartete Saljut 6, die erstmals für echte Dauermissionen geeignet war. Es kam zu einem regen Besuchsbetrieb auf der Raumstation: Im Zuge des Interkosmos-Programms flogen neun Kosmonauten anderer sozialistischer Staaten als Begleiter erfahrener sowjetischer Kommandanten für je eine Woche „hoch“.
Im November 1976 schickte deshalb auch die DDR zwei Weltraumkandidaten zur Kosmonautenschule ins Moskauer „Sternenstädtchen“: Sigmund Jähn und Eberhard Köllner. Nur einer von ihnen würde nach der Ausbildung tatsächlich fliegen. Wer, das wurde erst kurz vor dem Start am 26. August 1978 entschieden.
Bis dahin absolvierten Jähn und Köllner ein muskel- und nervenzehrendes Training. Von morgens neun Uhr bis in die Nacht mussten sie büffeln, üben, jedes Szenario hundertfach durchexerzieren. Dazu die Tests zur Belastbarkeit: Hitzekammer, Schüttelrost, Lärmzelle. Besonders gefürchtet: der Teufelsstuhl, ein am Ende eines 18-Meter-Arms rotierender Sitz, mit dem Beschleunigungen bis 25 G simuliert wurden (1 G entspricht der normalen Gravitation).
Wie Jähn in seinem Erinnerungsbuch „Erlebnis Weltraum“ schreibt, hatte er im „Sternenstädtchen“ auch eine ganz besondere Begegnung: Als sein Wohnungsschlüssel einmal klemmte, bat ihn seine stets mit einem Trainingsanzug bekleidete Nachbarin spontan zu sich herein. Es war Walentina Tereschkowa, die erste Frau im All.


An Bord einer nachgebauten Saljut-6-Station übt Jähn (l.) 1978 wichtige Handgriffe ein


Jähn auf der Schilow-Schaukel, auch Teufelsstuhl genannt. Damit wurde der Gleichgewichtssinn getestet. Die Reflexionen entstanden beim Fotografieren


August 1978: Die beiden DDRKandidaten Sigmund Jähn und Eberhard Köllner beim Training


FOTOS: imago (2), akg-images, privat