Zeitschrift skeptiker - epaper Editorial
Liebe Leser,
Sie sprühen wieder“, teilte mir der Mann an der Bushaltestelle lakonisch mit. Dabei glitt sein Blick zum wolkenlosen Frühlingshimmel, der lediglich von einigen Kondensstreifen durchzogen war. Für ihn ein klares Zeichen: Irgendjemand machte sich absichtlich im Luftraum zu schaffen. Über die genauen Motive mochte sich der besorgte Beobachter nicht festlegen. Aber was könne man von „denen da oben“ schon Gutes erwarten?
Der Mythos von den Chemtrails ist offenbar nicht totzukriegen. Fachleute stellen seit 2011 einen erneuten Boom der Verschwörungstheorie um die Himmelsstreifen fest. Einen aktuellen Blick auf die Szene hat Mario Sedlak für dieses Heft beigetragen. Darin gibt er außerdem Tipps für eine fruchtbare Diskussion mit Chemtrail-Gläubigen. Seinen Beitrag finden Sie auf den folgenden Seiten.
Voll Eifer und Neugierde startete Autorin Anousch Mueller in ihre Heilpraktiker-Ausbildung. Doch bald kam die Enttäuschung: Pharmabashing und Anti-Impf-Sprüche von Dozenten, stummes Abnicken bei den Teilnehmern. Heute zieht Müller ein kritisches Fazit: „Die Paramedizin braucht starke Feindbilder und große Ängste, um ihre mickrige Wirksamkeit zu kompensieren.“ Ihre Erfahrungen in der Heilpraktikerschule hat Anousch Müller in einem Buch zusammengefasst, der vielsagende Titel: „Unheilpraktiker“. Skeptiker-Chefreporter Bernd Harder unterhielt sich fürs Magazin mit ihr, Seite 94 – 98.
Woran glauben Skeptiker? Dieser Frage sind Robert Mestel, Markos Maragkos, Anton Rupert Laireiter, Andreas Hergovich und GWUP-Wissen schaftsratsmitglied Wolfgang Hell in einer Studie mit knapp 5000 Teilnehmern nachgegangen. Den zweiten und abschließenden Teil der umfangreichen Studie von lesen Sie auf den Seiten 65 bis 74.
Inge Hüsgen
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Liebe Leser,
Sie sprühen wieder“, teilte mir der Mann an der Bushaltestelle lakonisch mit. Dabei glitt sein Blick zum wolkenlosen Frühlingshimmel, der lediglich von einigen Kondensstreifen durchzogen war. Für ihn ein klares Zeichen: Irgendjemand machte sich absichtlich im Luftraum zu schaffen. Über die genauen Motive mochte sich der besorgte Beobachter nicht festlegen. Aber was könne man von „denen da oben“ schon Gutes erwarten?
Der Mythos von den Chemtrails ist offenbar nicht totzukriegen. Fachleute stellen seit 2011 einen erneuten Boom der Verschwörungstheorie um die Himmelsstreifen fest. Einen aktuellen Blick auf die Szene hat Mario Sedlak für dieses Heft beigetragen. Darin gibt er außerdem Tipps für eine fruchtbare Diskussion mit Chemtrail-Gläubigen. Seinen Beitrag finden Sie auf den folgenden Seiten.
Voll Eifer und Neugierde startete Autorin Anousch Mueller in ihre Heilpraktiker-Ausbildung. Doch bald kam die Enttäuschung: Pharmabashing und Anti-Impf-Sprüche von Dozenten, stummes Abnicken bei den Teilnehmern. Heute zieht Müller ein kritisches Fazit: „Die Paramedizin braucht starke Feindbilder und große Ängste, um ihre mickrige Wirksamkeit zu kompensieren.“ Ihre Erfahrungen in der Heilpraktikerschule hat Anousch Müller in einem Buch zusammengefasst, der vielsagende Titel: „Unheilpraktiker“. Skeptiker-Chefreporter Bernd Harder unterhielt sich fürs Magazin mit ihr, Seite 94 – 98.
Woran glauben Skeptiker? Dieser Frage sind Robert Mestel, Markos Maragkos, Anton Rupert Laireiter, Andreas Hergovich und GWUP-Wissen schaftsratsmitglied Wolfgang Hell in einer Studie mit knapp 5000 Teilnehmern nachgegangen. Den zweiten und abschließenden Teil der umfangreichen Studie von lesen Sie auf den Seiten 65 bis 74.
Inge Hüsgen