Zeitschriften Seiten Auswahl Lesefreiheit wie ein Schmetterling so frei

Was hat Lesefreiheit mit Marmelade zu tun?

Ulla Strauss Blog Leave a Comment

Je mehr Produkte uns zur Wahl stehen und je vielfältiger sie sich unterscheiden, desto besser für uns – oder doch nicht?

Die Psychologen Sheena Iyengar von der Columbia University in New York und Mark Lepper von der Stanford University sind dieser Frage nachgegangen und ließen dazu Ihre Probanden in einem Feinkostladen unterschiedliche Marmeladen probieren: Wer die Möglichkeit hatte, mehr als 20 leckere Sorten zu verkosten, kaufte später weniger als solche, die nur sechs Sorten testen konnten. Die Zufriedenheit nach dem Kauf litt nicht unter der kleineren Auswahl (mehr dazu in der aktuellen Ausgabe von Gehirn und Geist).

Wie ist demnach unser Alltagsverständnis von (Lese-)Freiheit

Weitere Studien deuten ebenfalls darauf hin, dass sowohl zu wenige als auch zu viele Optionen unzufrieden machen. Das Experiment legt nahe, dass wir uns (subjektiv) frei fühlen, wenn uns die Entscheidung leicht fällt und sich diese als gut bestätigt. Komplexe Entscheidungen, mit zu vielen ähnlichen Möglichkeiten machen uns hingegen unsicher und verstärken das Gefühl von Unfreiheit. In diesem Sinne kann die Riesenauswahl am Kiosk als „Coverwüste“ erlebt werden; der konkrete Leser fühlt sich hin- und hergerissen und verliert sogar die Orientierung.

In der Theorie ist Freiheit die Möglichkeit selbstbestimmt zwischen möglichst vielen Alternativen zu entscheiden. Unser Alltagsverständnis von (Lese-)Freiheit wird eher von Ungebundenheit, Sorglosigkeit und Mobilität geprägt.

Wir freuen uns über handverlesene Auswahllisten mit (Geheim-)Tipps zu unserem Lieblingsthema, wollen wissen, was die Newcomer sind und suchen nach Ideen für Feste oder besondere Anlässe. Die gefühlte Lesefreiheit nimmt zu, wenn wir persönliche Empfehlungen erhalten und von Bewertungen oder Weiterempfehlungen aus der Leser-Community profitieren.

Der Kiosk im Kiosk für mehr Überblick

Ein Ü50-Kiosk mit Zeitschriftentipps für die „neuen Alten“; der Gesundheits-Kiosk für alle; das Studenten-Büdchen mit Vorzugspreisen für Auszubildende, Schüler und Studenten; das Erwachen der Lesermacht am intergalaktischen Kiosk und Kioske für Verliebte zum Valentinstag und Närrische zur 5. Jahreszeit.

Das Kiosk-im-Kiosk-Prinzip auf United-Kiosk.de findet immer mehr Anhänger, der Grund ist klar: Das Angebot konsumiert sich in überschaubaren Häppchen viel angenehmer. Ganz neu dabei sind auch immer mehr Verlage, die Ihre Titelwelten in Verlagskiosken bei United-Kiosk.de präsentieren.

Persönliche Lesetipps in der Bibliothek

Ein Sahnestückchen für viele Leser sind die Gratis-Leseproben in der Bibliothek, die man dort immer wieder neu entdecken kann. Ich gebe zu, spätestens jetzt klingt es wie Eigenlob. Allerdings muss ich da auch gleich widersprechen: Natürlich habe ich auch selbst eine Bibliothek bei United-Kiosk.de und als ich neulich auf „Meine Leseproben“ geklickt habe, ist mir dort die Sonderausgabe „Sitz-Platz-Fuss“ in die Hände gefallen – und das hat wirklich wie Faust auf‘s Auge gepasst.

Denn es hat mal wieder geschüttet wie aus Kübeln und genau in der empfohlenen Sonderausgabe begann das Editorial mit dem Satz „es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung“. Diese ersten Worte überzeugten mich übrigens nicht das epaper zu kaufen… In der Sonderausgabe von „SitzPlatzFuss“ findet sich eine wunderbare Sammlung von Anregungen rund um das Thema Beschäftigung und Spiel für drinnen und draußen. Und Bluna und ich – beides eher Starkregenmuffel – sind dann bei dem Wetter im Wohnzimmer geblieben.

Wir von United-Kiosk.de haben uns vorgenommen, diese Lesefreiheit „für jeden Tag“ immer weiter zu fördern. Lassen Sie sich überraschen und hier im Blog bei nächster Gelegenheit informieren, was wir gemeinsam mit Ihnen und der wachsenden United-Kiosk.de-Gemeinschaft aus Verlagen, Lesern und anderen Partnern als nächstes unternehmen, um immer leserfreundlicher zu sein.

Bildquelle: Kim Howell/ Shutterstock.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.